Kohlekraft Der Profi-Protest der KlimaschützerSeite 3/3

"Ohne Geldgeber wie die European Climate Foundation wäre ein derart intensiver Widerstand gegen Kohlekraftwerke nicht möglich", sagt Martin Rocholl, politischer Direktor der Stiftung. Er  kennt sich aus in der Klimaschützer-Szene. Rocholl war jahrelang Geschäftsführer der Organisation Friends of the Earth Europe und berät seit langem den BUND in Deutschland. Im vergangenen Jahr wechselte er zur Brüsseler Klimastiftung.

Rocholl betont, dass nicht der Hedgefonds TCI, sondern die Stiftung die Gelder gebe. Diese leiste beeindruckend gute Arbeit, setze sich weltweit für Kinderrechte ein und kämpfe gegen Hunger. "Die Verantwortlichen des TCI-Fonds wollen sich jetzt auch im Klimaschutz engagieren, weil sie wissen, dass ihre Arbeit in den anderen Bereichen  eng mit Klimaschutzfragen vernetzt ist."

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Die Frage, ob das Geld 100 Prozent ökologisch korrekt verdient sei, könne kaum jemand beantworten. Im Zweifel finde man immer etwas, das sich kritisieren ließe, sagt Rocholl. Für ihn ist entscheidend: Hätte ein Investor einen wirtschaftlichen Vorteil durch das Engagement in der Stiftung und versucht er, Einfluss auf die Arbeit zu nehmen? "Das ist bei uns nicht der Fall. Das kann ich garantieren." Überprüfen lässt sich das nicht. Schließlich unterliegt TCI als Hedgefonds nur laxen Publikationspflichten. Wo er zurzeit investiert, ist unklar.

Der Umweltschutzorganisation Greenpeace, sogar Mitbegründer der Klima-Allianz, passte die Finanzierung des Bündnisses nicht. Die Hamburger legen strenge Kriterien an ihre Spender an, Großspenden von Unternehmen, Parteien und Organisationen sind tabu. Als klar war, dass die European Climate Foundation Geld gibt, stieg Greenpeace aus dem Bündnis aus. Schließlich könne man nicht über andere Mitgliedschaften Großspenden annehmen, so die offizielle Begründung. Die Gerüchte gehen indes anders: Die Klimaschutz-Allianz sei Greenpeace inzwischen zu erfolgreich und prominent geworden.

 
Leser-Kommentare
  1. Ist die Frage nicht ob in zukunuft Kohle, Atom oder etwas anderes unseren Hunger stillt?
    Und ist Kohle wirklich besser als Atom?

  2. der Hedgefonds TCI wirklich? Alles grün für die Kinder? Man darf nicht vergessen, dass unsere Energieselbstständigkeit nur im Bereich Kohle gegeben ist, der Rest ist Gefahr, nicht effizient genug und Einkäufe aus dem Ausland. http://kallewestrich.blog...

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    Energieselbstständigkeit nur im Bereich Kohle gegeben

    auch das ist die nicht gegeben, der größte teil wird auch Importiert.

    Energieselbstständigkeit nur im Bereich Kohle gegeben

    auch das ist die nicht gegeben, der größte teil wird auch Importiert.

  3. Energieselbstständigkeit nur im Bereich Kohle gegeben

    auch das ist die nicht gegeben, der größte teil wird auch Importiert.

  4. So langsam glaube ich die Deutschen haben einen gewaltigen Knall. Kohlekraftwerke, AKWs, neu Oberleitungen und selbst Windkrafträder werden verhindert, woher soll dann der Strom kommen, aus der Steckdose? Spinner sind das! Bald muss selbst der Strom Importiert werden.

  5. Haben die gleichen Leute noch bei einer anderen Demo gegen die Gier-Banker und mehr Regulierung des Finanzmarktes protestiert, so bedient man sich nun dem gleichen Instrumentarium um die Demo gegen Kohlekraft zu finanzieren. Ganz professionell, mit passendem T-Shirt und Mouse-Pad. Und dann ohne Pause gleich weiter zur nächsten durchorganisierten und durchgestylten Anti-AKW Demo mit Autogramm-Stunde mit Jürgen Trittin. Wahnsinn!!!!

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    ...als wenn RWE seine bestimmt vollkommen unabhängigen Azubis auf eine Pro-Atom-Demo schickt.
    Aber ist ja klar: Kaum demonstriert jemand gegen Umweltzerstörung, darf er nicht den kleinsten Fleck auf der Weste haben. Dass die FDP und die CDU jeweils ein vielfaches an Unternehmensspenden kassieren, als jede andere Interessenvertretung, kann man dann vergessen, oder wie?
    Es ist nunmal leider so, dass sich ohne Geld kein Protest organisieren lässt, müssen sich also nun die Protestierenden schämen? Ich finde nicht. Zumal, wie der Artikel ja auch dar stellt, der Investor nur einer von vielen ist, und es, wie das Ende des Artikels zeigt, nicht einmal erkennbar war.

    ...als wenn RWE seine bestimmt vollkommen unabhängigen Azubis auf eine Pro-Atom-Demo schickt.
    Aber ist ja klar: Kaum demonstriert jemand gegen Umweltzerstörung, darf er nicht den kleinsten Fleck auf der Weste haben. Dass die FDP und die CDU jeweils ein vielfaches an Unternehmensspenden kassieren, als jede andere Interessenvertretung, kann man dann vergessen, oder wie?
    Es ist nunmal leider so, dass sich ohne Geld kein Protest organisieren lässt, müssen sich also nun die Protestierenden schämen? Ich finde nicht. Zumal, wie der Artikel ja auch dar stellt, der Investor nur einer von vielen ist, und es, wie das Ende des Artikels zeigt, nicht einmal erkennbar war.

  6. Es wäre schon mal interessant zu wiessen, ob TCI eventuel ein größeres Investment in Unternehmen für alternative Energiegewinnung besitzt (Atom, Wind, Wetter Sonne). Ich würde mich ja kringeln, wenn da ein Hedgefond seine eigenen Beteiligungen stützt, in dem er substituirende Produkte via Protest vom Markt fernhält. Und dafür die selben Weltenretter einspannt, die morgens noch bei G20 protestiert haben.

  7. ...als wenn RWE seine bestimmt vollkommen unabhängigen Azubis auf eine Pro-Atom-Demo schickt.
    Aber ist ja klar: Kaum demonstriert jemand gegen Umweltzerstörung, darf er nicht den kleinsten Fleck auf der Weste haben. Dass die FDP und die CDU jeweils ein vielfaches an Unternehmensspenden kassieren, als jede andere Interessenvertretung, kann man dann vergessen, oder wie?
    Es ist nunmal leider so, dass sich ohne Geld kein Protest organisieren lässt, müssen sich also nun die Protestierenden schämen? Ich finde nicht. Zumal, wie der Artikel ja auch dar stellt, der Investor nur einer von vielen ist, und es, wie das Ende des Artikels zeigt, nicht einmal erkennbar war.

    Antwort auf "Tja, so ist das eben"

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