Belastete Mittelschicht Von wegen Steuer-"Recht"!Seite 3/3

 Soziale Gerechtigkeit bedeutet insgesamt nicht nur, dass die Menschen unterstützt werden, die wenig haben. Soziale Gerechtigkeit bedeutet ebenso, auch diejenigen fair und eben gerecht zu behandeln, die all das erarbeiten. Und es ist weder fair noch gerecht und schon gar nicht sozial, wenn die Steuer- und Abgabenbelastung Züge einer Enteignung trägt. Die Politik muss aufhören, die Mittelschicht als beliebig belastbaren Geldautomaten zu missbrauchen und die Mitte wieder als das respektieren, was sie ist: Als Stütze der Gesellschaft.

Clemens Wemhoff, Jahrgang 1968, ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Nach dem Studium war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Tübingen und Dozent an mehreren Berufsakademien. Anschließend managte er vier Jahre als Unternehmensberater internationale Projekte. Seit 2002 arbeitet er in einem DAX-Konzern als Experte für betrieblich organisierte Altersvorsorge.

Clemens Wemhoff: Melkvieh Mittelschicht. Wie die Politik die Bürger plündert. Redline Verlag, München 2009. 14,90 €.

 
Leser-Kommentare
  1. ja, das kennen wir schon. Und wer soll die geforderte Entlastung finanzieren? Schweigen...

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    • MEFW61
    • 17.09.2009 um 15:53 Uhr

    Nicht nur im Artikel steht's, es wird täglich medial diskutiert, kennt eine Fülle von Ideen und Konzepten, und war Durchführungsprojekt dieser Bundesregierung - wobei von Anfang an klar war, dass diesem Projekt von Staats-Expansionsbefürwortern aus SPD, Grünen, Linken, Gewerkschaften) jede Menge Schuhe in den halbherzig gewollten Projektauftrag zwischen die Beine geworfen werden und das ganze Projekt sich einfach totlaufen lassen sollte - Finanzierung durch eine Reduzierung staatlich veranlasster Ausgabenverschwendung von Haushaltsmitteln!
    Der Bundesrechnungshof ermittelt die von Behörden/Bürokraten jährlich verschwendeten (=verpufften) Ausgaben von Haushaltsmitteln und kommt jährlich regelmässig zu einem Einsparvolumen von bis zu 30 Mrd. €.

    Da kann man sich leicht vorstellen, welche Gelder vorhanden sind und zur Verfügung stünden, würden sie nicht für Luftnummern und Verschwendung eingesetzt, sondern für echte Verbesserungen mit dauerhafter Wirkung verwendet.

    Und da in diesem Land im 14-tägigen Rhythmus neue Behörden und Ministerien geschaffen werden (der Staat als Investor und Beschaffer von Nachfrage, wie sich linke Kräfte das idealisierend und gesinnungskonform vorstellen), kann man sich vorstellen, wie es bei weiterem Aufblähen des Staatsapparates unter SPD, Grünen, Linken und Gewerkschaften weitergehen wird...

    • Jelau
    • 18.09.2009 um 12:20 Uhr

    Wie wäre es denn in einem ersten einmal damit die teuren Privilegien unserer Regierungsbeamten, Diplomaten und Volksvertretern anzuschauen? Wussten Sie beispielsweise, dass unsere Beamten in Brüssel & Co. keine Steuern auf ihr Benzin bezahlen oder das Sie die Mehrwertsteuer für Ihre Privateinkäufe (Fernsehen, Laptops oder was auch immer) zurück erstattet bekommen. Daneben würde sich sicherlich auch ein Blick auf die gezahlten Trennungsgelder und überbordenden Pensionsansprüche lohnen die teilweise geradezu pittoreske Ausmaße annehmen. Wenn wir hier den Rotstift mit einer ähnlichen Vehemenz ansetzen würden wie wir dies seit Jahren im sozialen Bereich machen, dann könnte man sicherlich über Steuerentlastungen nachdenken oder endlich unsere Schulen und Hochschulen mit ausreichenden Finanzmitteln ausstatten.

    • MEFW61
    • 17.09.2009 um 15:53 Uhr

    Nicht nur im Artikel steht's, es wird täglich medial diskutiert, kennt eine Fülle von Ideen und Konzepten, und war Durchführungsprojekt dieser Bundesregierung - wobei von Anfang an klar war, dass diesem Projekt von Staats-Expansionsbefürwortern aus SPD, Grünen, Linken, Gewerkschaften) jede Menge Schuhe in den halbherzig gewollten Projektauftrag zwischen die Beine geworfen werden und das ganze Projekt sich einfach totlaufen lassen sollte - Finanzierung durch eine Reduzierung staatlich veranlasster Ausgabenverschwendung von Haushaltsmitteln!
    Der Bundesrechnungshof ermittelt die von Behörden/Bürokraten jährlich verschwendeten (=verpufften) Ausgaben von Haushaltsmitteln und kommt jährlich regelmässig zu einem Einsparvolumen von bis zu 30 Mrd. €.

    Da kann man sich leicht vorstellen, welche Gelder vorhanden sind und zur Verfügung stünden, würden sie nicht für Luftnummern und Verschwendung eingesetzt, sondern für echte Verbesserungen mit dauerhafter Wirkung verwendet.

    Und da in diesem Land im 14-tägigen Rhythmus neue Behörden und Ministerien geschaffen werden (der Staat als Investor und Beschaffer von Nachfrage, wie sich linke Kräfte das idealisierend und gesinnungskonform vorstellen), kann man sich vorstellen, wie es bei weiterem Aufblähen des Staatsapparates unter SPD, Grünen, Linken und Gewerkschaften weitergehen wird...

    • Jelau
    • 18.09.2009 um 12:20 Uhr

    Wie wäre es denn in einem ersten einmal damit die teuren Privilegien unserer Regierungsbeamten, Diplomaten und Volksvertretern anzuschauen? Wussten Sie beispielsweise, dass unsere Beamten in Brüssel & Co. keine Steuern auf ihr Benzin bezahlen oder das Sie die Mehrwertsteuer für Ihre Privateinkäufe (Fernsehen, Laptops oder was auch immer) zurück erstattet bekommen. Daneben würde sich sicherlich auch ein Blick auf die gezahlten Trennungsgelder und überbordenden Pensionsansprüche lohnen die teilweise geradezu pittoreske Ausmaße annehmen. Wenn wir hier den Rotstift mit einer ähnlichen Vehemenz ansetzen würden wie wir dies seit Jahren im sozialen Bereich machen, dann könnte man sicherlich über Steuerentlastungen nachdenken oder endlich unsere Schulen und Hochschulen mit ausreichenden Finanzmitteln ausstatten.

  2. mir würde aber schon gefallen, wenn wir auf ein paar Ausgaben verzichten würden

    zum Beispiel:
    Entwicklungshilfe 2008 = 750.000.000 EUR
    Weltraumforschung und -technik 2008 = 887.500.000 EUR
    usw ...

    das sind insgesamt 1.637.500.000 EUR (1,6 Milliarden) = würden für jeden Bundesbürger ausgezahlt 2.046.875 EUR sein

    aber gut das wir jeden afrikanischen Despoten unterstützen, selbst China bekam 2007 56,5 Millionen Euro und auf den Mond müssen wir ja auch noch ... gelle

    jeder normale Haushalt würde sich auf seine zur Verfügung stehenden mittel beschränken

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    • tom310
    • 17.09.2009 um 15:59 Uhr

    ich bin froh, dass Sie meine Steuererklärung nicht schreiben. Denn 1,6 Milliarden durch 80 Millionen sind 20,47€. Gar nicht so schlimm.

    • Chaled
    • 17.09.2009 um 17:21 Uhr

    1,6 Milliarden EURO aufgeteilt under ca. 80 Millionen Bürger
    ergibt 20,47 € .

    • tom310
    • 17.09.2009 um 15:59 Uhr

    ich bin froh, dass Sie meine Steuererklärung nicht schreiben. Denn 1,6 Milliarden durch 80 Millionen sind 20,47€. Gar nicht so schlimm.

    • Chaled
    • 17.09.2009 um 17:21 Uhr

    1,6 Milliarden EURO aufgeteilt under ca. 80 Millionen Bürger
    ergibt 20,47 € .

  3. fällt auf den 14. Juli und ist damit sechs Tage später als im Jahr 2008. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler arbeiten die Deutschen ab diesem Tag rein rechnerisch wieder für ihr eigenes Portemonnaie.
    http://www.steuerzahler.d...

    Und wer mal sehen will, wie "gut gewirtschaftet wird", schaut auch mal hier rein:
    http://www.steuerzahler.d...

    "Die Gewerkschaften regen sich eher – zu recht - darüber auf, dass Deutschland Europas Schlusslicht bei der Lohnentwicklung ist." heißt es im Artikel.
    Falsch -als einziger EU-Staat verzeichnet die Bundesrepublik zwischen 2000 und 2008 sogar einen Rückgang der Reallöhne um 0,8 Prozent
    http://www.boeckler.de/32...

    Derweil schaffen unsere Politiker ja 4 Millionen neue Arbeitsplätze und bis 2020 will man sogar die Arbeitslosigkeit besiegen.
    http://www.spiegel.de/pol...

    Hallelujah!

    • WIHE
    • 17.09.2009 um 15:56 Uhr

    Schöner kann man es nicht sagen.
    Ich wusste auch schon vorher, was ich demnächst wähle.
    Ich bin mir sicher, ich muss mein Einkommen in Deutschland verteidigen und nicht am Hindukusch. Dort wird es nur ausgegeben.

    • tom310
    • 17.09.2009 um 15:59 Uhr

    ich bin froh, dass Sie meine Steuererklärung nicht schreiben. Denn 1,6 Milliarden durch 80 Millionen sind 20,47€. Gar nicht so schlimm.

  4. ist eine solche, deren Sinn und Nutzen erkennbar ist. Leider haben wir in Deutschland offenbar eine vollkommen unfähige "politische Elite", die nichts weiter kann, als den wirtschaftlich Wehrlosen das Vermögen und die Chancen auf Vermögenserwerb zu rauben, um es den Reichen, also wirtschaftlich Wehrhaften, zuzuschanzen, denen sich unsere Politkaste ganz ohne Zweifel verbunden und zugehörig fühlt.

    Ich hoffe, dass bundesweit die Linke deutlich zulegt, damit insbesondere in der SPD ein Prozess der Selbstreinigung (eine Entschröderungskur) beginnen kann und diese Partei wieder zu einem Anwalt der wirtschaftlich unteren drei Viertel unserer Bevölkerung wird.

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    • MEFW61
    • 17.09.2009 um 16:52 Uhr

    @maguscarolus

    Zitat1: "Eine erträgliche Belastung ist eine solche, deren Sinn und Nutzen erkennbar ist."
    Zitat2: "[...], um es den Reichen, also wirtschaftlich Wehrhaften, zuzuschanzen,"

    Mit Zitat 1 hätten Sie auf Schlag alles staatsverschwendenden Massnahmen legitimiert. Ist es das, was sie wollen ?

    Mit Zitat 2 beweisen Sie, das heute jeder "reich" nach Belieben definiert, ganz wie es gerade dünkt und passt.
    Ist jemand, der 60.000 € pro Jahr verdient und monatlich 120 € für die Hälfte des Kaufpreises des neuen Autos in 7 Jahren zurücklegt, ein "Reicher" ?

    Mir scheint, die Linksdrift der vergangenen Jahre hat es geschafft, das Wort "Reicher" als Feindbild Nr. 1 ins Bewusstein zu hämmern und die Neid-und Hassgesellschaft zu befördern. Volle Gehirnwäsche sozusagen. Da können wir übrigens gleich bei den heute sichtbaren Ungerechtigkeiten bleiben, die der Umverteilungswahn des linken Spektrums mit sich gebracht hat, und weitermachen wie bisher. Und dann sollten Sie in der Tat diejenigen wählen, die es in Tat und Wahrheit auf die Auflösung der Demokratie in Richtung zentralistischem Einheitsstaat und die Überführung von privat organisiertem Eigentum in Volkseigentum (=Eigentum der Nomenklatura und Kaderfunktionäre) abgesehen haben.

    • Harzer
    • 17.09.2009 um 16:56 Uhr

    Sehr richtig,
    nur das alles konnte man sich auch schon zu Schröders und Clements Hartz4-Zeiten ausrechnen. Damals hat sich die Mittelschicht unsolidarisch weggeduckt und gehofft, sie wird es nie treffen. Die damals schon Armen, die auf die Straße gegangen sind, waren so zu wenige, um die Lawine aufzuhalten.
    Logische Konsequenz: Es werden noch sehr viel mehr Arme werden müssen, bis ihr politisches Gewicht groß genug geworden ist !
    Vielleicht können wir in diesem Punkt ja "optimistisch" sein und das wird nicht mehr sehr lange dauern?
    Nur aus eigenem Schaden wird man wirklich klug.

    Zitat:
    "Ich hoffe, dass bundesweit die Linke deutlich zulegt, damit insbesondere in der SPD ein Prozess der Selbstreinigung (eine Entschröderungskur) beginnen kann und diese Partei wieder zu einem Anwalt der wirtschaftlich unteren drei Viertel unserer Bevölkerung wird."

    So einfach ist das also(?)!
    Was hat denn die SPD (vor Schröder) für die arbeitende Bevölkerung, inklusive Kleinstunternehmer, getan? Sind die 70iger Jahre schon vergessen?
    Gerade von den sogenannten 'sozialen' und/oder linkslastigen Parteien (SPD, Grüne, Linke) ist außer Steuer-/Agabenerhöhungen und weiteren Einschränkungen individueller Freiheiten nichts zu erwarten.

    Der (deutsche) Jammer ist doch vor allen Dingen der Linkslastigkeit der sogenannten 'öffentlichen Meinung' zu verdanken, die blindgläubige Ideologisierung höher einschätzt als reale wirtschaftliche Faktoren. -Selbst die CDU hat unter Merkel schon so tiefrote Flecken bekommen, daß sogar ein Experte wie Friedrich Merz entnervt 'das Handtuch geworfen' hat.

    Ich finde es wirklich erstaunlich und auch beängstigend, daß nach all den Desastern aller ,sozialistischen Modelle', egal ob ehemaliger Ostblock, China, Albanien, Jugoslawien, Kuba, Portugal nach Salazar etc., der blinde Glaube an die Redlichkeit und und/oder Intelligenz 'linker Hoffnungsträger' eher zu- als abnimmt. - Armes Deutschland!

    • MEFW61
    • 17.09.2009 um 16:52 Uhr

    @maguscarolus

    Zitat1: "Eine erträgliche Belastung ist eine solche, deren Sinn und Nutzen erkennbar ist."
    Zitat2: "[...], um es den Reichen, also wirtschaftlich Wehrhaften, zuzuschanzen,"

    Mit Zitat 1 hätten Sie auf Schlag alles staatsverschwendenden Massnahmen legitimiert. Ist es das, was sie wollen ?

    Mit Zitat 2 beweisen Sie, das heute jeder "reich" nach Belieben definiert, ganz wie es gerade dünkt und passt.
    Ist jemand, der 60.000 € pro Jahr verdient und monatlich 120 € für die Hälfte des Kaufpreises des neuen Autos in 7 Jahren zurücklegt, ein "Reicher" ?

    Mir scheint, die Linksdrift der vergangenen Jahre hat es geschafft, das Wort "Reicher" als Feindbild Nr. 1 ins Bewusstein zu hämmern und die Neid-und Hassgesellschaft zu befördern. Volle Gehirnwäsche sozusagen. Da können wir übrigens gleich bei den heute sichtbaren Ungerechtigkeiten bleiben, die der Umverteilungswahn des linken Spektrums mit sich gebracht hat, und weitermachen wie bisher. Und dann sollten Sie in der Tat diejenigen wählen, die es in Tat und Wahrheit auf die Auflösung der Demokratie in Richtung zentralistischem Einheitsstaat und die Überführung von privat organisiertem Eigentum in Volkseigentum (=Eigentum der Nomenklatura und Kaderfunktionäre) abgesehen haben.

    • Harzer
    • 17.09.2009 um 16:56 Uhr

    Sehr richtig,
    nur das alles konnte man sich auch schon zu Schröders und Clements Hartz4-Zeiten ausrechnen. Damals hat sich die Mittelschicht unsolidarisch weggeduckt und gehofft, sie wird es nie treffen. Die damals schon Armen, die auf die Straße gegangen sind, waren so zu wenige, um die Lawine aufzuhalten.
    Logische Konsequenz: Es werden noch sehr viel mehr Arme werden müssen, bis ihr politisches Gewicht groß genug geworden ist !
    Vielleicht können wir in diesem Punkt ja "optimistisch" sein und das wird nicht mehr sehr lange dauern?
    Nur aus eigenem Schaden wird man wirklich klug.

    Zitat:
    "Ich hoffe, dass bundesweit die Linke deutlich zulegt, damit insbesondere in der SPD ein Prozess der Selbstreinigung (eine Entschröderungskur) beginnen kann und diese Partei wieder zu einem Anwalt der wirtschaftlich unteren drei Viertel unserer Bevölkerung wird."

    So einfach ist das also(?)!
    Was hat denn die SPD (vor Schröder) für die arbeitende Bevölkerung, inklusive Kleinstunternehmer, getan? Sind die 70iger Jahre schon vergessen?
    Gerade von den sogenannten 'sozialen' und/oder linkslastigen Parteien (SPD, Grüne, Linke) ist außer Steuer-/Agabenerhöhungen und weiteren Einschränkungen individueller Freiheiten nichts zu erwarten.

    Der (deutsche) Jammer ist doch vor allen Dingen der Linkslastigkeit der sogenannten 'öffentlichen Meinung' zu verdanken, die blindgläubige Ideologisierung höher einschätzt als reale wirtschaftliche Faktoren. -Selbst die CDU hat unter Merkel schon so tiefrote Flecken bekommen, daß sogar ein Experte wie Friedrich Merz entnervt 'das Handtuch geworfen' hat.

    Ich finde es wirklich erstaunlich und auch beängstigend, daß nach all den Desastern aller ,sozialistischen Modelle', egal ob ehemaliger Ostblock, China, Albanien, Jugoslawien, Kuba, Portugal nach Salazar etc., der blinde Glaube an die Redlichkeit und und/oder Intelligenz 'linker Hoffnungsträger' eher zu- als abnimmt. - Armes Deutschland!

    • tom310
    • 17.09.2009 um 16:04 Uhr

    Sehr geehrter Herr Wemhoff,
    Sie schreiben zum Kirchof-Modell "Dass dennoch viele Menschen glauben, ein solches Modell sei nur "gut für die Reichen", ist ein trauriges Beispiel dafür, was Demagogie in der Politik anrichten kann."
    Das liegt nicht an der Politik, sondern an den unterentwickelten Fähigkeiten in Sachen Mathematik, siehe z.B. Beitrag 2. Prozentrechung haben @&$./ % der Leute nämlich nicht verstanden.

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    In der Tat traurig, dass uns ein einfacheres Steuerrecht möglicherweise deswegen verwahrt blieb, weil 80% der Deutschen (sind wir überhaupt so viele ?) dem Argument geglaubt haben, es sei ungerecht wenn die Krankenschwester so viel Steuern zahlt wie der Chefarzt - nämlich 25% ...
    Vollends überfordert ist der "Kleine Mann" aber dann mit der Wirkung von Freibeträgen, die einen automatisch steigenden Gesamt-Steuertarif bewirken. Ist aber auch gemein, dass damit z.B. eine 4-köpfige Familie mit 40.000 Jahresbrutto nur 2000 Euro (effektiv 5%) Steuern zahlt, während die gleiche bei 400.000 eine Steuerlast von 92.000, also effektiv 23% trägt.
    Wer wie die Linke und Teile der SPD die "Reichen" stärker abkassieren will, könnte dies mit so einem einfachen System ohne Ausnahmetatbestände viel eher erreichen als durch ideologisch aufgeladene Begriffe wie "Reichensteuer" - die die Adressaten sowieso zu umgehen wissen. Stattdessen führt der sicher gut gemeinte "soziale Ausgleich" zu einer ständig wachsenden Mehrbelastung der mittleren Einkommen. Wo vor 20-30 Jahren ein normales Einkommen einer Familie ein vernünftiges Leben ermöglichte, sind heute oft zwei schon ziemlich knapp.

    In der Tat traurig, dass uns ein einfacheres Steuerrecht möglicherweise deswegen verwahrt blieb, weil 80% der Deutschen (sind wir überhaupt so viele ?) dem Argument geglaubt haben, es sei ungerecht wenn die Krankenschwester so viel Steuern zahlt wie der Chefarzt - nämlich 25% ...
    Vollends überfordert ist der "Kleine Mann" aber dann mit der Wirkung von Freibeträgen, die einen automatisch steigenden Gesamt-Steuertarif bewirken. Ist aber auch gemein, dass damit z.B. eine 4-köpfige Familie mit 40.000 Jahresbrutto nur 2000 Euro (effektiv 5%) Steuern zahlt, während die gleiche bei 400.000 eine Steuerlast von 92.000, also effektiv 23% trägt.
    Wer wie die Linke und Teile der SPD die "Reichen" stärker abkassieren will, könnte dies mit so einem einfachen System ohne Ausnahmetatbestände viel eher erreichen als durch ideologisch aufgeladene Begriffe wie "Reichensteuer" - die die Adressaten sowieso zu umgehen wissen. Stattdessen führt der sicher gut gemeinte "soziale Ausgleich" zu einer ständig wachsenden Mehrbelastung der mittleren Einkommen. Wo vor 20-30 Jahren ein normales Einkommen einer Familie ein vernünftiges Leben ermöglichte, sind heute oft zwei schon ziemlich knapp.

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