G-20-Gipfel Die Schwächen der Agenda von Pittsburgh

Die Pläne der G 20 greifen zu kurz. Um neue Exzesse zu verhindern, müssen die Staaten die schädlichen Spekulationen an den Finanzmärkten stoppen. Von Rainer Falk und Barbara Unmüßig

Eine Szene aus Mumbai: Ein Mann entfernt im Slum Dharavi, einem der größten Slums der Erde, Beulen aus leeren Ölkannen. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise wächst das Elend in den Slums von Mumbai wieder

Eine Szene aus Mumbai: Ein Mann entfernt im Slum Dharavi, einem der größten Slums der Erde, Beulen aus leeren Ölkannen. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise wächst das Elend in den Slums von Mumbai wieder

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ist alles andere als überwunden. Vielmehr erleben wir gerade ihre vierte Welle. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise in den USA und Europa griff sie zunächst auf die Realwirtschaft über. Dann kam die Ansteckung der südlichen Staaten des Globus. Jetzt wird die Ausbreitung der Massenarbeitslosigkeit in den Industrieländern erwartet. Viel zu kurz greift da die Mikroregulierung, um die in Pittsburgh gerungen wird.

Die Europäer wollen vor allem die Deckelung der Boni an Manager verhandeln; die US-Amerikaner plädieren dafür, die Schuldenhebel zu begrenzen, mit denen die Banken operieren. Hinzu kommt der Plan, die Eigenkapitalhinterlegung der Banken aufzustocken. In allen drei Fällen lautet die Argumentation: Eine Hauptursache der Finanzmarktkrise war die übermäßige Risikobereitschaft, geboren aus Gier und Übermut der Finanzmarktakteure. Um eine Wiederholung der Krise zu verhindern, müssten diese Verhaltensweisen gezähmt werden.

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Ganz falsch ist die Argumentation nicht. Doch Gier und Risikobereitschaft sind das eine – das regulatorische Umfeld, in dem sich diese entwickeln können (oder nicht), ist das andere. Solange also der Mangel an Disziplinierungsmechanismen auf den Finanzmärkten fortbesteht, wird auch die Lust zum Risiko nicht abebben. Um die Tendenz zur übermäßigen Verschuldung und das prozyklische Herdenverhalten der Finanzmarktakteure – die Hauptursachen der systemischem Instabilität auf den Finanzmärkten – in den Griff zu bekommen, bräuchte es zusätzlich und ergänzend makroökonomische Regulierungen. Gerade solche Schritte sind im G-20-Kreis bislang kaum angedacht worden.

"Von einem entschlossenen Vorgehen gegen die destabilisierenden Faktoren an den Finanzmärkten kann bislang keine Rede sein"

Alle Welt beklagte zwar, dass den Banken aus dem Too big to fail ein gewaltiges Erpressungspotenzial gegenüber den Staaten erwächst. Aber inzwischen sind die Banken noch größer geworden und die Schuldenhebel sind durchweg gewachsen. Die Krise hat einen Konzentrations- und Zentralisationsprozess in der Finanzbranche ausgelöst, in dem viele insolvente Konkurrenten geschluckt wurden. Doch nur ganz wenige – wie der Chef der britischen Finanzaufsicht, Lord Turner – geben zu, dass der Finanzsektor zu groß geworden ist und viele seiner Aktivitäten nur von minimalem oder gar keinem gesellschaftlichen Nutzen sind.


Nehmen wir ein anderes Problemfeld, die grassierende Spekulation mit Währungen und Rohstoffen. Von einem entschlossenen Vorgehen gegen diese destabilisierenden Faktoren kann bislang keine Rede sein. Das Thema ist nach wie vor nicht einmal auf der Agenda der G 20.

Dabei gibt es durchaus diskutable Vorschläge: So ließe sich der US-Dollar als bislang einzige globale Reservewährung durch einen Währungskorb unter Einschluss einer aufgewerteten Rolle der Sonderziehungsrechte beim IWF, wie von der Stiglitz-Kommission und China ins Gespräch gebracht, ersetzen. Oder es könnte ein neues Wechselkursregime ausgehandelt werden, wie es gerade wieder die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) vorgeschlagen hat.

Mehr Überblick

Regulieren wollen die G20 künftig den Markt für Kreditderivate. Über solche Finanzprodukte sichern sich Banken und andere Unternehmen zum Beispiel gegen Zahlungsausfälle oder Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten ab.

Das Problem: Den Handel mit den Derivaten wickeln die Finanzhäuser untereinander ab. Geht eine Bank unter, die anderen eine Absicherung verkauft hat, ist diese Versicherung womöglich wertlos, und die Krise springt auf die zweite Bank über.

Deshalb soll das Geschäft mit Kreditderivaten künftig über reguläre Handelsplattformen mit einer zentralen Abwicklungsstelle laufen. Im Fall einer Pleite springt dann diese Abwicklungsstelle ein – so wird die Kettenreaktion unterbrochen.

Zudem sollen die Produkte standardisiert werden. Den Banken bricht damit ein Milliardengeschäft weg, denn für die außerbörslich gehandelten Kontrakte konnten sie wegen der geringen Transparenz des Marktes sehr hohe Gebühren verlangen.

Mehr Schutz

Mit neuen Eigenkapitalvorschriften wollen die G20 die Widerstandskraft der Banken stärken und Übertreibungen entgegenwirken.

Die Institute müssen mehr Kapital vorhalten – besonders für riskante Geschäfte und in Boomzeiten. Großbanken müssen einen zusätzlichen Kapitalpuffer anlegen. Das Eigenkapital muss zudem von höherer Qualität sein.

Bisher können sich die Banken auch sogenanntes Hybridkapital anrechnen lassen. In diese Kategorie fallen etwa Nachranganleihen, die prinzipiell Fremdkapital darstellen, in ihren Charakteristika aber Eigenkapital nahekommen.

Das Problem: Kapital in der klassischen Aktienform absorbiert Verluste und bietet in der Krise Schutz – derartige Anleihen nicht. Speziell deutsche Banken haben viel Hybridkapital in ihren Bilanzen, weshalb sie demnächst womöglich neue Aktien ausgeben müssen. Das würde deren Kurs belasten.

Für Sparkassen und Genossenschaftsbanken gelten schon jetzt Sonderregeln.

Weniger Exzesse

Umstritten ist innerhalb der G20, wie streng Bonuszahlungen an Banker reguliert werden sollen.

Deutschland und Frankreich vertreten hier eine harte Linie. So fordert der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine Deckelung der Boni. Er stößt damit aber auf Skepsis in den USA sowie in Großbritannien.

Die Vertreter dieser Länder zweifeln daran, dass hohe Boni für die Krise verantwortlich seien. Sie argumentieren, dass die Debatte um die Gehälter weniger mit der Finanzstabilität zu tun, sondern einen verteilungspolitischen Hintergrund habe. Es geht dabei auch um nationale Interessen, denn gerade in London und New York werden hohe Boni bezahlt.

Wahrscheinlich werden sich die G20 in Pittsburgh allgemein auf Standards bei der Vergütung festlegen – unter anderem darauf, dass Boni stärker am langfristigen Geschäftserfolg ausgerichtet werden. Wie diese Empfehlungen ausgelegt werden, wird wohl Sache der nationalen Behörden sein.

Mehr Kontrolle

Die Finanzaufsichtsbehörden sollen nach dem Willen der G20 mehr Macht bekommen und sich international besser abstimmen.

So wurde das wichtigste internationale Gremium, das Financial Stability Board, aufgewertet und um die wichtigsten Schwellenländer erweitert. Auch auf europäischer Ebene werden die Kompetenzen der Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und Börsen ausgeweitet. Künftig sollen die Kontrolleure zudem Hedgefonds strenger überwachen. Das Financial Stability Board soll regelmäßig die Aufsichtsstandards in Steueroasen überprüfen.

Hierzulande wurden bisher grenzüberschreitende Aufsichtsgremien für die Deutsche Bank, die Commerzbank und die BayernLB eingerichtet.

Die eigentliche Prüfung der Banken liegt aber weiter in nationaler Hand, weil die Staaten keine Kompetenzen an europäische oder internationale Institutionen abgeben wollen.

Das Thema Reservewährungen und Wechselkurse ist nicht zuletzt deshalb ein großes Tabu, weil der herrschende Status quo dafür sorgt, dass im Falle von Krisen sämtliche Anpassungslasten nur den Defizitländern aufgebürdet werden, die USA als Defizitland, das die globale Reservewährung selbst druckt, selbstredend ausgenommen. Die herrschende Governance-Struktur im IWF mit ihrem One-Dollar-One-Vote-Prinzip garantiert eine ungleiche Machtverteilung, unter der den Schuldnerländern nach wie vor prozyklische Sparmaßnahmen aufgezwungen werden können, während sich die Industrieländer und einige Schwellenländer großzügige Konjunkturpakete genehmigen.

Man kann das Bail-out der Banken und die Konjunkturprogramme in vielerlei Hinsicht kritisieren. So ist es verheerend, dass die Banken nicht an den Kosten ihrer Rettung beteiligt wurden – ein Versäumnis, das einige jetzt mit der neu ins Gespräch gebrachten Kapitaltransaktionssteuer wettmachen wollen. Unerträglich ist auch, wie wenig die Konjunkturprogramme mit den Erfordernissen eines klima- und ökologiepolitischen Umbaus (Stichwort Green New Deal) abgestimmt wurden. Dennoch wäre es ein großer Fehler, in der gegenwärtigen Situation, in der spärliche Erholungstendenzen – wenn überhaupt – fast ausschließlich durch staatliche Programme getragen werden, bereits wieder zur Rücknahme aktiver Konjunkturpolitik zu blasen.

Aber auch im Süden brauchen wir mehr und nicht weniger Liquidität: zum Ausgleich der aktuellen Krisenfolgen; um bei den unerledigten Ausgaben im Bereich der Armutsbekämpfung weiterzukommen; mit eingerechnet werden müssen drittens die klimapolitischen Kosten von Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen im Süden, die im Rahmen eines ökologischen Lastenausgleichs vornehmlich vom Norden übernommen werden müssen.

Deshalb muss der G-20-Gipfel auch ein Zeichen für mehr finanzielle Großzügigkeit gegenüber denen setzen, die in Pittsburgh nicht mit am Verhandlungstisch sitzen.

Barbara Unmüßig ist Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. Rainer Falk ist Herausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung.

 
Leser-Kommentare
  1. Hin- und Hergerissensein der G20-Entscheider zwischen unbändigem Kapitalfluss und Eindämmung der Skrupellosigkeit? Sind die Überlegungen wirklich geeignet, die Anleger zu schützen? http://kallewestrich.blog...

  2. Der Artikel von Rainer Falk und Barbara Unmüßig ist in mehreren Punkten fragwürdig.

    Erstens ist die Wirkung einer Transaktionssteuer, Börsenumsatzsteuer bzw. Tobinsteuer keineswegs ein brauchbares Mittel gegen die Finanzkrise. Es gibt mehrere empirische Untersuchungen, die belegen eher einen destabilisierenden Einfluß mit einer höheren Volatilität. Siehe dazu auch die Quellenbelege im folgenden Link, Abschnitt empirische Wirtschaftsforschung:

    http://de.wikipedia.org/w...

    Verheerend als Brandbeschleuniger in der Finanzkrise waren ja auch nicht die Umsätze mit Aktien, sondern Schaffung/Handel von hochriskanten Wertpapieren wie CDOs, dazu siehe:

    http://de.wikipedia.org/w...

    Zweitens ist die Problematik des US-Dollars als Weltreservewährung nicht mit den Ursachen der Finanzkrise verknüpft. Die USA haben in der Vergangenheit in erheblichem Maße importiert, ohne daß dem Import ein entsprechender Export von Waren und Dienstleistungen entsprach. Dieses Außenhandelsdefizit hat sich nicht in einer deutlichen Abwertung des US-Dollars bemerkbar gemacht, weil einerseits Hauptexporteure wie China ihre Exporterlöse in US-Dollar angesammelt haben und weil Exporteure die für Waren und Dienstleistungen erhaltenen Dollar zu Direktinvestitionen in den USA eingesetzt haben; außerdem hat das Ausland Wertpapiere auf Dollarbasis aus den USA gekauft. Der Vorstoß von China in Richtung neue Leitwährung beruht auf der Angst um seine Dollarreserven.

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    ich bewundere Ihre Sachlichkeit angesichts des in dem Artikel propagierten Katalogs an politisch korrekten aber schon auf mittlere Sicht kontraproduktiven Maßnahmen.

    ich bewundere Ihre Sachlichkeit angesichts des in dem Artikel propagierten Katalogs an politisch korrekten aber schon auf mittlere Sicht kontraproduktiven Maßnahmen.

    • joG
    • 24.09.2009 um 13:19 Uhr

    ...Nehmen wir ein anderes Problemfeld, die grassierende Spekulation mit Währungen und Rohstoffen. Von einem entschlossenen Vorgehen gegen diese destabilisierenden Faktoren kann bislang keine Rede sein. Das Thema ist nach wie vor nicht einmal auf der Agenda der G 20."

    Es mag sein, dass das daher kommt, dass sich eine Auseinandersetzung mit dem Datenmaterial dazu nicht hergibt, "Spekulation" treibende Kraft der Preisbewegungen zu belegen. Da "Spekulanten" auch ganz wesentliche wirtschaftliche Aufgaben erfüllen, würde eine Einengung deren Tätigkeit auch ebenso wesentliche Nachteile mit sich bringen.

    Zuletzt mag man sich auch fragen, was denn den "Spekulanten" überhaupt ausmacht. Ist es Einer, der grosse Summen in Ölförderung investiert obwohl er weiss, dass er bankrotiert, wenn Öl unter $ 50 fällt? Ist es eine Regierung, die eine ganze Industrie aufbaut mit dem Risiko keine Entsorgungsstelle zu haben? Ist es vielmehr der Politiker, der anderer Leute (Steuer)Geld Milliarden darauf setz, dass man Transrapide verkaufen kann? Also da ist mir Einer lieber, der wettet der Dollar würde fallen!

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    • self22
    • 25.09.2009 um 19:38 Uhr

    Eine Spekulation in neue Produkte (selbst den Transrapid) ist ein erforderliches Risiko um Neues zu schaffen. Da kann man schon mal daneben liegen. Reine "Geld"-Spekulanten haben die Welt noch keinen deut weiter gebracht, soeben eher an den wirtschaftlichen Abgrund. Ich habe meine Steuergelder nur sehr ungern für die Rettung der keineswegs verarmten Banker gegeben, ich tröste mich damit, dass man nicht wirklich gefragt hat...

    • self22
    • 25.09.2009 um 19:38 Uhr

    Eine Spekulation in neue Produkte (selbst den Transrapid) ist ein erforderliches Risiko um Neues zu schaffen. Da kann man schon mal daneben liegen. Reine "Geld"-Spekulanten haben die Welt noch keinen deut weiter gebracht, soeben eher an den wirtschaftlichen Abgrund. Ich habe meine Steuergelder nur sehr ungern für die Rettung der keineswegs verarmten Banker gegeben, ich tröste mich damit, dass man nicht wirklich gefragt hat...

    • WIHE
    • 24.09.2009 um 13:37 Uhr

    Die Krise hatte ihre letzte Ursache darin, dass es Kreditgebern möglich war, ihre durch die Kreditvergabe an Hans und Franz eingegangenen Risiken vollständig an Investoren in aller Herren Länder weiterzureichen, die die Risiken in keiner Weise mehr gebührend einzuschätzen wussten.

    Hätte die Möglichkeit nicht bestanden, die Risiken vollständig weiter zu reichen, viele dieser Kredite wären nie vergeben worden.

    Die Krise wäre wohl ausgeblieben.

    Prinzip müsste sein, wer einen Kredit vergibt, bleibt in der Verantwortung, bis der Kredit getilgt ist, es sei denn, der Kreditnehmer sucht sich selbständig eine andere Bank, die ihm Geld leiht
    Diese wird die Bonität des Kunden natürlich dann erneut genau prüfen.

    Ich sehe nicht, dass obiger Artikel wirklich zielgerichtet dazu beitragen könnte, auch nur die Wiederholung der letzten Finanzkrise zu verhindern.

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    • joG
    • 25.09.2009 um 7:37 Uhr

    ... ist so eine Frage. Die Amis hätten halt nicht so viel kaufen sollen im Ausland. Das sagte Summers damals zu Beginn der Clintonadministration. Aber das haben sie auch nur daher, weil sie so grosse Mengen unter Preis kaufen konnten. Das konnten sie, weil der Yuan zum Dollar viel zu billig fixiert war. usw...Dass dann irgendwelche verantwortungslose Landesbankmanager Anlagen kauften, die sie nicht verstanden? Tja, das wäre Untreue, denke ich.

    • joG
    • 25.09.2009 um 7:37 Uhr

    ... ist so eine Frage. Die Amis hätten halt nicht so viel kaufen sollen im Ausland. Das sagte Summers damals zu Beginn der Clintonadministration. Aber das haben sie auch nur daher, weil sie so grosse Mengen unter Preis kaufen konnten. Das konnten sie, weil der Yuan zum Dollar viel zu billig fixiert war. usw...Dass dann irgendwelche verantwortungslose Landesbankmanager Anlagen kauften, die sie nicht verstanden? Tja, das wäre Untreue, denke ich.

  3. Eine in Frankfurt/Main erscheinende Tageszeitung veröffentlicht heute wiederholt die ohnehin seit einiger Zeit allgemein bekannte Diagnose der deutschen Bundeskanzlerin. Demnach rührt die andauernde monetäre Auszehrung weltweit daher, weil das Absolute sozialer Verhältnisse bislang unentwegt infrage gestellt und dadurch ausschließlich von Dritten allenthalben selbst ihr als Kanzlerin unzulässig Schwierigkeiten bereitet würden, die außerdem jedes normale Maß überstiegen. Wegen dieser einschlägigen Diagnose entfallen sämtlich somit Fragen etwa domestizistisch nach "Zähmung" oder technizistisch nach "Stabilisatoren", wenn es längstens genügte, solche Praktiken von vornherein nicht zu beginnen und auf diese Weise das, was unter "Krise" firmiert, flugs in den Orkus entschwinden lassen zu können.

  4. ich bewundere Ihre Sachlichkeit angesichts des in dem Artikel propagierten Katalogs an politisch korrekten aber schon auf mittlere Sicht kontraproduktiven Maßnahmen.

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    Es tut gut, das einmal zu lesen :-)

    Es tut gut, das einmal zu lesen :-)

    • joG
    • 25.09.2009 um 7:37 Uhr

    ... ist so eine Frage. Die Amis hätten halt nicht so viel kaufen sollen im Ausland. Das sagte Summers damals zu Beginn der Clintonadministration. Aber das haben sie auch nur daher, weil sie so grosse Mengen unter Preis kaufen konnten. Das konnten sie, weil der Yuan zum Dollar viel zu billig fixiert war. usw...Dass dann irgendwelche verantwortungslose Landesbankmanager Anlagen kauften, die sie nicht verstanden? Tja, das wäre Untreue, denke ich.

    • self22
    • 25.09.2009 um 19:38 Uhr

    Eine Spekulation in neue Produkte (selbst den Transrapid) ist ein erforderliches Risiko um Neues zu schaffen. Da kann man schon mal daneben liegen. Reine "Geld"-Spekulanten haben die Welt noch keinen deut weiter gebracht, soeben eher an den wirtschaftlichen Abgrund. Ich habe meine Steuergelder nur sehr ungern für die Rettung der keineswegs verarmten Banker gegeben, ich tröste mich damit, dass man nicht wirklich gefragt hat...

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