Hunger in Kenia

"Das Land wird zu Staub"

Hunger in Nordkenia. Eine Frau vom Volk der Turkana bringt eine Ziege zu einem provisorischen Schlachtplatz. Die nomadischen Hirten der Region geben ihr Vieh, um die Dürre zu überleben: Bevor die Tiere verhungern oder verdursten, werden sie geschlachtet. Für ein Dromedar oder eine Kuh erhalten die Turkana 10.000 kenianische Schilling, umgerechnet etwa 100 Euro, eine Ziege ist 800 Schilling oder acht Euro wert. Das Fleisch wird unter den Ärmsten verteilt  |  © Simon Maina/AFP/Getty Images

Leser-Kommentare
  1. Zitat Wikipedia, "Kenia"

    Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer lag im Jahr 2008 bei 4,9 Kindern pro Frau. Dies lag unter anderem daran, dass nur 32 % der Frauen moderne Verhütungsmethoden zur Verfügung standen.

    mfG

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    • neptox
    • 29.10.2009 um 17:46 Uhr

    @ hintergrundrauschen: Die Geburtenrate ist auch ein Problem, passt aber nicht zum Beitrag. Hier geht es um Dürre: Diese wird, unumstößlichen Tatsachen zu Folge, hauptsächlich durch die Auswirkungen des Klimawandel verursacht. Die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden ist eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms (knapp 60% in Dutschland), der vor allem in südlichen Ländern zu verheerenden Klimaschäden führt. Es liegt also keineswegs an den bösen afrikanischen Frauen, die nicht verhüten.

    • neptox
    • 29.10.2009 um 17:46 Uhr

    @ hintergrundrauschen: Die Geburtenrate ist auch ein Problem, passt aber nicht zum Beitrag. Hier geht es um Dürre: Diese wird, unumstößlichen Tatsachen zu Folge, hauptsächlich durch die Auswirkungen des Klimawandel verursacht. Die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden ist eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms (knapp 60% in Dutschland), der vor allem in südlichen Ländern zu verheerenden Klimaschäden führt. Es liegt also keineswegs an den bösen afrikanischen Frauen, die nicht verhüten.

    • joG
    • 29.10.2009 um 16:42 Uhr

    ...wie man, bedenkt man wie es dem örtlichen Bürger schon geht, rechtfertigen will, wenn man gefangene Piraten dorthin dem Gefängnissystem übereignet. Die 6, die wir dahin in scheußlichste Aufbewarung schickten, leben sicherlich nicht besser als die auf den Strassen Verhungernden und vermutlich weitaus schlechter als die Gefangenen von Abu Graib oder Gitmo; dafür aber in verendendem Siechtum nicht sehr lange.

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    Mir kommen die Tränen. Was schlagen Sie vor? Piraten nach Deutschland ausfliegen, unter Berücksichtigung schwerer Kindheit hier Prozess machen, auf Bewährung verurteilen, Daueraufenthalt erlauben mit Option für deutsche Staatsangehörigkeit? Sie sind nicht ernst zunehmen.

    Mir kommen die Tränen. Was schlagen Sie vor? Piraten nach Deutschland ausfliegen, unter Berücksichtigung schwerer Kindheit hier Prozess machen, auf Bewährung verurteilen, Daueraufenthalt erlauben mit Option für deutsche Staatsangehörigkeit? Sie sind nicht ernst zunehmen.

    • neptox
    • 29.10.2009 um 17:46 Uhr

    @ hintergrundrauschen: Die Geburtenrate ist auch ein Problem, passt aber nicht zum Beitrag. Hier geht es um Dürre: Diese wird, unumstößlichen Tatsachen zu Folge, hauptsächlich durch die Auswirkungen des Klimawandel verursacht. Die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden ist eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms (knapp 60% in Dutschland), der vor allem in südlichen Ländern zu verheerenden Klimaschäden führt. Es liegt also keineswegs an den bösen afrikanischen Frauen, die nicht verhüten.

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    Gemäß einer Studie des Dept. of Meteorology, University of Reading, UK sind die Nierderschlagsmengen in Ostafrika mit den pazifischen El Nino Perioden korreliert.
    (http://www.ugamp.nerc.ac....)

    Einen Trend zur Abnahme der Niederschlagsmengen kann ich der darin aufgeführten Grafik nicht entnehmen:
    http://www.ugamp.nerc.ac....

    Die Grafik erfasst die Niederschlagsmengen in Ostafrika zwischen 1960 und 1999.
    Eine etwas frühere Zeitreihe ( 1950- 1980 ) ist für den Viktoriasee unter http://iahs.info/hsj/260/... zu finden. ( Seite 2 von 12 )

    Periodische Klimaschwankungen sind in Ostafrika durchaus bekannt. Einen langfristigen Trend kann ich auf Anhieb in den öffentlich verfügbaren Niederschlagsdaten nicht erkennen.

    Wenn Ihnen ausführlicheres oder homogeneres Datenmaterial zur Verfügung steht und Sie dort einen langjährigen Trend, der auf einen Klimawandel schließen ließe, nachweist wäre ich Ihnen für einen Link sehr dankbar.

    Mein Beitrag ist durchaus eine direkte Antwort auf den Artikel, der die überkritische Bevölkerungsentwicklung als Hauptgrund für Armut und Elend in Ostafrika verschleiert.

    Mit einem langfristigen "Klimawandel" hat die prekäre Situation dort überhaupt nichts zu tun.

    • mühli
    • 30.10.2009 um 3:04 Uhr

    Das die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms ist, behaupten sie einfach so ohne eine fundierte Faktengrundlage zu liefern. Inwiefern natürliche Klimaveränderungen eine Rolle spielen, kann niemand genau sagen aber auch nicht bestreiten. Sicher sind die Frauen und Männer nicht unbedingt daran Schuld, aber mit einer kontrollierteren Bevölkerungsentwicklung wäre die Not sicherlich kleiner.

    ...mea maxima culpa!
    @joG Ihr Beitrag steht in der schönen Tradition der christlichen Selbstbezichtigung. Üblicherweise folgt darauf die himmlische Vergebung. Da der arme Sünder die hohen Moralgebote sowieso nicht einhalten kann, muss er nur genügend Zerknirschung zeigen, schon ist er "aus dem Glauben gerechtfertigt".

    Die Übertragung dieser christlichen Logik auf die Umweltproblematik ist leider so verbreitet wie abscheulich.
    Jaaa, beschuldigen wir uns! Behaupten wir, die Kohle/das Geld/das...was weiß ich... seien an allem, allem schuld. Stellen wir Maximalforderungen! Verlangen wir sofort trocken Brot, Benzinsperre und Heizverbot für uns alle! (Aber erst übermorgen, bitte...) Behaupten wir am besten noch, Tsunamis seien eine Folge des Klimawandels.
    All die übersteigerten Selbstanklagen befreien uns von der Pflicht des Nachdenkens, was sich tatsächlich und effektiv tun lässt, wo überall man ansetzen muss.
    DA lässt sich tatsächlich von Doppelmoral reden, ja.

    Gemäß einer Studie des Dept. of Meteorology, University of Reading, UK sind die Nierderschlagsmengen in Ostafrika mit den pazifischen El Nino Perioden korreliert.
    (http://www.ugamp.nerc.ac....)

    Einen Trend zur Abnahme der Niederschlagsmengen kann ich der darin aufgeführten Grafik nicht entnehmen:
    http://www.ugamp.nerc.ac....

    Die Grafik erfasst die Niederschlagsmengen in Ostafrika zwischen 1960 und 1999.
    Eine etwas frühere Zeitreihe ( 1950- 1980 ) ist für den Viktoriasee unter http://iahs.info/hsj/260/... zu finden. ( Seite 2 von 12 )

    Periodische Klimaschwankungen sind in Ostafrika durchaus bekannt. Einen langfristigen Trend kann ich auf Anhieb in den öffentlich verfügbaren Niederschlagsdaten nicht erkennen.

    Wenn Ihnen ausführlicheres oder homogeneres Datenmaterial zur Verfügung steht und Sie dort einen langjährigen Trend, der auf einen Klimawandel schließen ließe, nachweist wäre ich Ihnen für einen Link sehr dankbar.

    Mein Beitrag ist durchaus eine direkte Antwort auf den Artikel, der die überkritische Bevölkerungsentwicklung als Hauptgrund für Armut und Elend in Ostafrika verschleiert.

    Mit einem langfristigen "Klimawandel" hat die prekäre Situation dort überhaupt nichts zu tun.

    • mühli
    • 30.10.2009 um 3:04 Uhr

    Das die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms ist, behaupten sie einfach so ohne eine fundierte Faktengrundlage zu liefern. Inwiefern natürliche Klimaveränderungen eine Rolle spielen, kann niemand genau sagen aber auch nicht bestreiten. Sicher sind die Frauen und Männer nicht unbedingt daran Schuld, aber mit einer kontrollierteren Bevölkerungsentwicklung wäre die Not sicherlich kleiner.

    ...mea maxima culpa!
    @joG Ihr Beitrag steht in der schönen Tradition der christlichen Selbstbezichtigung. Üblicherweise folgt darauf die himmlische Vergebung. Da der arme Sünder die hohen Moralgebote sowieso nicht einhalten kann, muss er nur genügend Zerknirschung zeigen, schon ist er "aus dem Glauben gerechtfertigt".

    Die Übertragung dieser christlichen Logik auf die Umweltproblematik ist leider so verbreitet wie abscheulich.
    Jaaa, beschuldigen wir uns! Behaupten wir, die Kohle/das Geld/das...was weiß ich... seien an allem, allem schuld. Stellen wir Maximalforderungen! Verlangen wir sofort trocken Brot, Benzinsperre und Heizverbot für uns alle! (Aber erst übermorgen, bitte...) Behaupten wir am besten noch, Tsunamis seien eine Folge des Klimawandels.
    All die übersteigerten Selbstanklagen befreien uns von der Pflicht des Nachdenkens, was sich tatsächlich und effektiv tun lässt, wo überall man ansetzen muss.
    DA lässt sich tatsächlich von Doppelmoral reden, ja.

  2. Mir kommen die Tränen. Was schlagen Sie vor? Piraten nach Deutschland ausfliegen, unter Berücksichtigung schwerer Kindheit hier Prozess machen, auf Bewährung verurteilen, Daueraufenthalt erlauben mit Option für deutsche Staatsangehörigkeit? Sie sind nicht ernst zunehmen.

    Antwort auf "Es fragt sich da...."
    • danimi
    • 29.10.2009 um 21:20 Uhr

    Guten Tag!
    Das ist wohl etwas sehr unangebracht, Bilder mit verhungernden Menschen und Tieren aus Kenia unter die Rubrik "Beste Fotostrecke" zu packen! Traurig

  3. Gemäß einer Studie des Dept. of Meteorology, University of Reading, UK sind die Nierderschlagsmengen in Ostafrika mit den pazifischen El Nino Perioden korreliert.
    (http://www.ugamp.nerc.ac....)

    Einen Trend zur Abnahme der Niederschlagsmengen kann ich der darin aufgeführten Grafik nicht entnehmen:
    http://www.ugamp.nerc.ac....

    Die Grafik erfasst die Niederschlagsmengen in Ostafrika zwischen 1960 und 1999.
    Eine etwas frühere Zeitreihe ( 1950- 1980 ) ist für den Viktoriasee unter http://iahs.info/hsj/260/... zu finden. ( Seite 2 von 12 )

    Periodische Klimaschwankungen sind in Ostafrika durchaus bekannt. Einen langfristigen Trend kann ich auf Anhieb in den öffentlich verfügbaren Niederschlagsdaten nicht erkennen.

    Wenn Ihnen ausführlicheres oder homogeneres Datenmaterial zur Verfügung steht und Sie dort einen langjährigen Trend, der auf einen Klimawandel schließen ließe, nachweist wäre ich Ihnen für einen Link sehr dankbar.

    Mein Beitrag ist durchaus eine direkte Antwort auf den Artikel, der die überkritische Bevölkerungsentwicklung als Hauptgrund für Armut und Elend in Ostafrika verschleiert.

    Mit einem langfristigen "Klimawandel" hat die prekäre Situation dort überhaupt nichts zu tun.

    Antwort auf "Doppelmoral"
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    tut mir leid - die obige Überschrift meines Kommentars sollte Ostafrika sein.

    tut mir leid - die obige Überschrift meines Kommentars sollte Ostafrika sein.

  4. tut mir leid - die obige Überschrift meines Kommentars sollte Ostafrika sein.

    • mühli
    • 30.10.2009 um 3:04 Uhr

    Das die Ausbreitung und Verwüstung der Trockengebiete Afrikas Richtung Süden eine direkte Folge unseres westlichen Kohlestroms ist, behaupten sie einfach so ohne eine fundierte Faktengrundlage zu liefern. Inwiefern natürliche Klimaveränderungen eine Rolle spielen, kann niemand genau sagen aber auch nicht bestreiten. Sicher sind die Frauen und Männer nicht unbedingt daran Schuld, aber mit einer kontrollierteren Bevölkerungsentwicklung wäre die Not sicherlich kleiner.

    Antwort auf "Doppelmoral"

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