Rekordarbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote steigt in den USA auf über 10 Prozent
Alle reden schon wieder vom Aufschwung, da schockieren die USA mit einer Arbeitslosenquote von über zehn Prozent. So hoch war sie seit 1983 nicht mehr.
© Robyn Beck/AFP/Getty Images

Jobsuchende im Job Center in Pasadena
Die amerikanische Arbeitslosenquote ist im Oktober über die Marke von zehn Prozent gestiegen. So hoch lag sie seit mehr als 26 Jahren nicht mehr. Damit fielen im Oktober 190.000 Stellen weg, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Seit Beginn der Rezession vor knapp zwei Jahren sind damit 7,3 Millionen Jobs verloren gegangen.
Ökonomen hatten bislang nicht mit einem Überschreiten der Zehn-Prozent-Marke gerechnet. Das ist umso überraschender, als die Wirtschaft zuletzt an Schwung gewonnen hat. Das Bruttoinlandsprodukt war im Sommerquartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent gewachsen und dürfte damit die Rezession hinter sich gelassen haben. Doch die Arbeitslosigkeit legt nun seit fast zwei Jahren ununterbrochen zu. Experten sehen nun Handlungsbedarf für die Regierung und halten weitere Konjunkturstützen für möglich.
"Washington wird nun nach Möglichkeiten Ausschau halten, das Konjunkturpaket aufzustocken", sagte Tom Sowanick von der Omnivest Group. Präsident Barack Obama hat dem Arbeitsmarkt höchste Priorität eingeräumt. Sein finanzieller Spielraum ist aber wegen des Rekorddefizits im Haushalt sehr begrenzt.
Die ansteigende Arbeitslosigkeit könnte zudem zum Problem für die Demokraten bei den nächsten Kongresswahlen im kommenden Jahr werden. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Republikaner im Rennen um zwei Gouverneursposten durchgesetzt. Im Wahlkampf gehörte der Arbeitsmarkt zu den wichtigsten Themen.
Auch die europäischen Finanzmärkte reagierten enttäuscht auf die Zahlen. Der Euro und die Börsen gerieten unter Druck.
Der Anstieg der Arbeitslosenquote sei enttäuschend, und so bleibe der Arbeitsmarkt ein Unsicherheitsfaktor für die Konsumnachfrage, schrieb die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einer Studie. Auch nach Einschätzung der NordLB bleibt der Arbeitsmarkt die Achillesferse der US-Konjunktur. Die Gefahr bleibe bestehen, dass die Arbeitslosigkeit den privaten Konsum und damit auch die Gesamtwirtschaft belasten könne.
- Datum 6.11.2009 - 16:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Wo bleibt da die Logik? In den USA steigt die Arbeitslosigkeit und dadurch gerät der Euro unter Druck?????
Die Währungsreserven - unser deutsches und europäisches Gold der Nationalbanken (selbst aus der Schweiz) - "weilen" derzeit seit Jahrzehnten "ausgeliehen" oder wirklich verkauft in einem amerikanische Fort gegen dieses komische grüne Papier, das sich tonnenweise in den Tresoren der Nationalbanken und bei der EZB stapelt.
Der Euro ist mit allenfalls 10% Gold hinterlegt, 10% ist vages Vertrauen in die Wirtschaftskraft, aber 80% ist mit Dollars hinterlegt!
Stellen Sie sich eine Dollarabwertung um mindestens 50% vor (wird eher mehr werden im Falle eines Falles) und was das für die Währungen der Welt bedeutet. Kaum ein Land bleibt da aussen vor, wenn die USA ihr Schuldendefizit "halbieren".
Was meinen Sie, warum "Investoren" rund um den Globus wie die Verückten Sachwerte (möglichst kredifinanziert) kaufen und Patente horten?
Die USA leidet an sich selbst; langfristig ist es aber reparabel.
Glanz: Die USA zeigen technologische Hochleistungen in ausgewählten HighTech-Bereichen und können mit Schnelligkeit sich Neuem zuwenden.
Gloria: Leider zeigt sich Vieles in der gelebten Akzeptanz wie ein Abziéhbild einer Hollywood-Verfilmung. Es ist eine gelebte Illusion, die am harten Alltag zerschellt. Es ist vieles nicht so toll, wie es sich in den Verfilmungen als Bild aufdrängt.
Trashkultur: In den USA steht vor allem der Preis im Vordergrund; weniger ein "made in the USA" und weniger eine geistige Durchdringung in der Produktkultur. Das "schnelle Geld" ist zudem leichter im Marketing und im Handeln zu verdienen, als im Erarbeiten von Werten. Einige der Folgen sind: Produktionsverlagerung in Billigländer, Verlust wertschöpfender Jobs, Hochbewertung von Logistik und leichter Konfektionierung, Ausbau einer inländischen Dienstleistungskultur mit geringem Technologiepotential und Wissenserarbeitung-/Vermittlung. Das Spüren der Folgen kommt erst zeitversetzt, wenn eine Vielzahl von US-Bürgern kein Geld für den Konsum zur Verfügung haben - weniger Geld steht auch so dem Dienstleistungssektor zur Verfügung.
Zudem baute die USA eine der weltweit mächtigsten Blasen auf, die platze und implodierte. Die USA verlor so hohe Summen an internem Geld. Dieser Schock ist zusätzlich noch abzuarbeiten. In der Bildung haben D und USA ähnliche Probleme: geringe Bevölkerungsdurchdringung - fatal in der Folgewirkung.
Entgegen allen Aufschwungverkündungen verschärft sich die Krise in den USA immer weiter - zumindest wenn man danach geht, wie sie sich konkret auf die Menschen auswirkt. Bei steigender Arbeitslosigkeit wird nicht alles besser, sondern alles immer schlechter. Und zwar nicht nur weil offiziell weitere 190.000 Stellen abgebaut und 558.000 Personen neu arbeitslos wurden. Das allein ist schon schlimm genug.
Denn ein weiterer, wenn nicht entscheidender Faktor ist die zunehmende Dauer der Arbeitslosigkeit, die selbst bei stagnierender Quote ansteigt. Die gesamtgesellschaftlichen Schäden der Langzeitarbeitslosigkeit sind gewaltig, sowohl für die betroffenen Personen als auch für die Volkswirtschaft als Ganzes. Die psychischen Langzeitschäden sind erheblich, Fähigkeiten und Know How gehen dauerhaft verloren und damit das langfristige Wachstumspotenzial der USA.
Und auch die These vom "nachlaufenden Indikator" ist fragwürdig. Das wird jetzt schon seit Monaten verkündet, und der so flexible US-Arbeitsmarkt reagiert noch immer nicht auf das seit einem halben Jahr angeblich stark steigende BIP. Im Gegenteil, weitere Stellenverluste werden von allen prognostiziert. Zumindest der riesige US-Servicesektor könnte noch immer in rezessionsähnlichen Zuständen stecken.
Steigende Kreditausfälle durch Arbeitslosigkeit kommen zum negativen Bild hinzu. Wir stehen heute nicht besser, sondern schlechter als vor einem halben Jahr da.
auch schon vor etwa 2 Monaten? Und falls ja, wie erklären Sie dann das Ergebnis der Bundestagswahl? Das Ergebnis einer Horde Verblendeter... oder wie?
Die Medien haben ja auch fleissig mit geholfen, die wirklichen Wahrheiten zu vertuschen oder zu beschönigen, dafür aber unwichtige Wahrheiten über Wochen ausgeschlachtet, um ihre und die Favoriten der Wirtschaft zu pushen. Wenn sogar Clement wieder Wahlvorschläge machen durfte ...
Die Tigerenten mutieren nun langsam zu Wespen, aber erst nach der NRW-Wahl dürfen die sich weiter zu Honrissen verändern - sagt Mutti (dem Vernehmen nach).
Ach ja - ich würde immer noch gerne wisen, wer eigentlich den Auftrag gegeben hat (und das Geld dafür), Ullas Dienstwagen für ein paar Tage "verschwinden" zu lassen (nicht das ich Fan von Ulla bin, aber die Art und Weise, wie da der "Mitbewerb" diskriminiert wird, stinkt mir).
Von den schon viel früher im Stern angesprochenen Peinlichkeiten um Frau Ursulas Fahrtenbuchgeschichten hört man nach wie vor nichts - obwohl der Pendelzirkus mit der Bonner(!) Fahrbereitschaft weiter geht. Die "schwarzen" halten dicht.
Ob das auch von offiziellen Daten gedeckte Bild von der wirtschaftlichen Erholung in den USA wirklich stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Für Verwunderung sorgt jedenfalls, dass auch die breiter gefasste (und realistischere) Arbeitslosenquote U6 im Oktober massiv und fast im Rekordtempo angestiegen ist - von 17 auf 17,5 Prozent. Dieses breiter gefasste Maß dürfte erheblich schneller auf einen wirtschaftlichen Aufschwung reagieren, so er denn da wäre.
Denn als allererstes wird in den Betrieben bei steigenden Aufträgen vor der Einstellung neuer Mitarbeiter bekanntlich die Kurzarbeit zurückgefahren. Die Anzahl der sogenannten "Part-Time-Worker" (die zwangsweise weniger arbeiten als sie wollen) ist in U6 mit inbegriffen, steigt aber trotzdem weiter und sinkt jedenfalls nicht. Das passt auch zur im Oktober weiter stagnierenden US-Stundenwoche von 30,0 - nur im Industriesektor steigt sie, was zu den dort steigenden Produktionszahlen passt, nicht aber zum generellen Bild eines BIP-Anstiegs.
Vielleicht sollte man ein neues Maß für die "strukturelle Wirtschafsleistung" entwickeln, basierend auf Kreditmengen und Arbeitsstunden. Lagerzyklus und andere temporäre Einflüsse führen momentan zu einer Verzerrung des BIPs nach oben, während sie im letzten Winter zu einer Verzerrung nach unten geführt haben. Vielleicht sind konjunkturelles und strukturelles BIP jetzt erst in Übereinstimmung.
Was interessiert das die Wallstreet,weniger Arbeiter ,mehr Profit für die Ausbeuter.
Die Währungsreserven - unser deutsches und europäisches Gold der Nationalbanken (selbst aus der Schweiz) - "weilen" derzeit seit Jahrzehnten "ausgeliehen" oder wirklich verkauft in einem amerikanische Fort gegen dieses komische grüne Papier, das sich tonnenweise in den Tresoren der Nationalbanken und bei der EZB stapelt.
Der Euro ist mit allenfalls 10% Gold hinterlegt, 10% ist vages Vertrauen in die Wirtschaftskraft, aber 80% ist mit Dollars hinterlegt!
Stellen Sie sich eine Dollarabwertung um mindestens 50% vor (wird eher mehr werden im Falle eines Falles) und was das für die Währungen der Welt bedeutet. Kaum ein Land bleibt da aussen vor, wenn die USA ihr Schuldendefizit "halbieren".
Was meinen Sie, warum "Investoren" rund um den Globus wie die Verückten Sachwerte (möglichst kredifinanziert) kaufen und Patente horten?
Die Medien haben ja auch fleissig mit geholfen, die wirklichen Wahrheiten zu vertuschen oder zu beschönigen, dafür aber unwichtige Wahrheiten über Wochen ausgeschlachtet, um ihre und die Favoriten der Wirtschaft zu pushen. Wenn sogar Clement wieder Wahlvorschläge machen durfte ...
Die Tigerenten mutieren nun langsam zu Wespen, aber erst nach der NRW-Wahl dürfen die sich weiter zu Honrissen verändern - sagt Mutti (dem Vernehmen nach).
Ach ja - ich würde immer noch gerne wisen, wer eigentlich den Auftrag gegeben hat (und das Geld dafür), Ullas Dienstwagen für ein paar Tage "verschwinden" zu lassen (nicht das ich Fan von Ulla bin, aber die Art und Weise, wie da der "Mitbewerb" diskriminiert wird, stinkt mir).
Von den schon viel früher im Stern angesprochenen Peinlichkeiten um Frau Ursulas Fahrtenbuchgeschichten hört man nach wie vor nichts - obwohl der Pendelzirkus mit der Bonner(!) Fahrbereitschaft weiter geht. Die "schwarzen" halten dicht.
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