Dubais Staatsschulden Abstieg eines Glitzerparadieses
Dubai fordert von seinen Gläubigern, ausstehende Milliarden Dollar Schulden zu stunden. Damit weckt der Golfstaat Ängste vor einem Staatsbankrott.
Vor zwei Wochen redete Mohammed bin Raschid al-Maktum sein kleines Paradies zum letzten Mal schön. "Ich glaube nicht, dass wir irgendwelche Fehler gemacht haben", sagte der sonst eher wortkarge Herrscher Dubais. Sein Land werde alle Schulden zurückzahlen, versprach er und fügte hinzu, die Wirtschaftkrise werde sein Land nicht daran hindern, "seine Entwicklungspläne zu verwirklichen, seine führende Position auszubauen und auch weiterhin eine wichtige Rolle auf der Bühne der internationalen Wirtschaft zu spielen".
Es sollte so klingen, als gehe alles weiter bisher. Seit Jahren sonnt sich Dubai in seiner Rolle als Traumfabrik für Superreiche. "Alles ist möglich" schwebte wie ein heimliches Motto über dem winzigen Golfstaat. "Meine Vision" übertitelte "Scheich Mo", wie ihn seine Untertanen nennen, seine Autobiografie, die ihn endgültig zum Guru aller Marktgläubigen machte. Egal, ob die erste künstliche Insel der Menschheit oder echtes Skilaufen in der Wüste, die größte Einkaufsmeile oder der höchste Wolkenkratzer der Welt – alles wurde in Dubai stets in rekordverdächtigen Dimensionen umgesetzt. In weniger als zwanzig Jahren formten der umtriebige Superscheich und seine Brüder aus dem verschlafenen Handelszentrum eine globale Metropole, in der inzwischen 85 Prozent Ausländer leben. Vor einem Jahr, als in der übrigen Welt bereits ein Börsencrash den nächsten jagte, feierte Dubai mit dem größten Feuerwerk der Menschheitsgeschichte noch seelenruhig die Vollendung seiner Palmeninsel.
Doch schon damals machten sich Probleme im Land breit. Heute kämpfen die Luxushotels mit Dumpingpreisen um die schrumpfende Kundschaft, Immobilienbesitzer verkaufen in Panik ihre überteuerten Villen, während die internationalen Spekulantennomaden weiter gezogen sind. Die Immobilienpreise sind seit Anfang 2009 um 40 bis 50 Prozent gefallen. Nach der ersten von Nakheel aufgeschütteten künstlichen Inselpalme Jumeirah wird für die beiden nächsten Inselprojekte schon lange kein Kubikmeter Sand mehr bewegt.
Am Mittwochnachmittag schlug schließlich in Dubai die Stunde der Wahrheit. Kurz vor dem Beginn des islamischen Opferfestes forderte das staatliche Firmenkonglomerat "Dubai World" seine internationalen Schuldner auf, "wenigstens bis zum 30. Mai 2010" die Rückzahlung der Kredite zu stunden. Allein der Immobilienentwickler Nakheel, der bereits im Januar die Fertigstellung des höchsten Wolkenkratzers der Welt für ein Jahr unterbrochen hatte, müsste eigentlich bis zum 14. Dezember 3,5 Milliarden Dollar begleichen. Bis zum 13. Mai 2010 käme eine weitere Milliarde hinzu. Ein weiterer Immobilien-Riese unter dem Dach von "Dubai World" kann offenbar zum 31. März 2010 fällige 1,2 Milliarden Dollar nicht aufbringen.
- Datum 27.11.2009 - 11:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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nur zur Info die Hauptstadt von den Emiraten ist Abu Dhabi und nicht Dubai wie es unterm Bild steht!!
haben die eigentlich alles auf pump gebaut, was haben denn diese leute mit all den milliarden aus den erdölverkäufen gemacht???
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Wer sich einmal die Karawane der hybrid degenerierten und manierierten Besitzbürger deutscher Nationalität auf dem Flughafen von Dubai an sich hat vorbei defilieren sehen, der wird sich bei der Betrachtung der Absturzkurve der Preise für die gerade auch in Dubai zu Millionen leerstehenden und unverkauften Condominions vorstellen können, wer z.Zt. in dieser deutschen Besitzbürgerfeudalgesellschaft mit schlotternden Knochen vor den Zeitungskiosken steht und auf das Handelsblatt und die FTD starren.
Dass die Immobilenmakler, speziell auch die bekannten Namen aus Deutschland und ihre Co-Partner aus den Steuerhinterziehungsassistenzabteilungen der bekannten deutschen Privatbanken die Spielteilnehmer sind, die ihre geschickt eingesammelten Provisionen und Gebühren sicherlich nicht in Dubai-Immobilien angelegt haben, sich lächelnd über ihre fetten Bäuchlein streicheln, düfte jedem klar sein.
Ich kann ein klammheimliche Freude nicht verhehlen und hoffe dass die Damen und Herren des bundesdeutschen Besitzfeudalsystems heute ebenso entsetzt aus der Wäsche schauen, wie damals, als die Opfer von Hans-Dietrich Genscher und Otto Graf Lambsdorf, als sie begriffen hatten, dass sie um ihre Altersrücklagenersparnisse, die sie bei der Göttinger Gruppe auf Anraten der o.g. Renegaten der Neuen Sozialen Marktwirtschaft angelegt hatten.
Sozial ist, was Arbeit schafft. Die Arbeit des Zählens der Anlagebetrugseinnahmen. Aber das nur ganz am Rande.
fuer die richtig gut betuchten.
dazu etwas kleingartenspartenatmossphaere...so stelle ich mir die teilzeiturlaubsinselanlage fuer kapitalanleger vor.
nach dem 854.bericht im sinnlos-tv ueber diese inselanlage, die ihre wahre schoenheit wohl erst nach einem blick aus dem fenster der raumstation iss entfalten kann, bleibt festzuhalten - sie ist letztlich ueberfluessig.
nunja, vielleicht waechst in der gegend irgendwann mal ein baum - das wirkt anziehender als in stein gemeiselter groessenwahn.
Auf fast allen Websites mit Kommentarfunktion überschlagen sich die hämischen Kommentare zu Dubais Finanzproblemen. Der Abgesang auf Dubai könnte allerdings etwas verfrüht sein.
Dubai ist kein eigenständiges Land, sondern Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Diese haben absolut und relativ zum BIP eine weitaus geringere Verschuldung als Deutschland. In Deutschland werden Schulden vor allem für konsumtive Ausgaben gemacht. Da bleibt nichts von übrig. Die ganzen Bauprojekte in Dubai mögen aktuell weniger oder nur zu niedrigeren Tarifen nachgefragt sein. Aber die Bauten stehen auch morgen noch, d.h. da ist zu den Schulden noch ein gewisser Gegenwert da. Dubai ist weiterhin geostrategisch äußerst günstig genau am Drehpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen. Weiterhin hat Dubai eine Menge werthaltiger Unternehmensanteile an Firmen wie Emirates, Deutsche Bank, London Stock Exchange, P&O uva. Die Hotels, die angeblich nur noch mit Billigstarifen Gäste finden, haben nach wie vor eine Auslastungsquote von der deutsche Hoteliers träumen.
Ich bin kein Fan von Dubai und mich reizen die Gigantomanie und die Unmengen an Beton, Prunk und Protz da überhaupt nicht. Aber ich glaube nicht, dass Dubai am Ende ist. Bevor wir hämisch auf andere zeigen, sollten uns mal unsere eigene Staatsverschuldung anschauen. Die ist viel schlimmer und unser Staat hat sein Tafelsilber schon weitestgehend verscheuert.
Sie haben (leider) recht. Wer Dubai am Ende glaubt, wird sich getäuscht sehen. Das Land hat (leider) eine mehr als goldene Zukunft. Genau wie Sie bin ich alles andere als ein Fan von Dubai. Der Reiz dieses Landes liegt bei mir deutlich unter 0%. Aber die momentane Lage von Dubai wird eine kurze Episode sein. In wenigen Jahren wird es weitergehen wie bisher. Und all diejenigen, die Dubai jetzt mit Häme übergießen (auch hier), werden sich getäuscht sehen. Money rules und money ist in Dubai genug vorhanden.
Sie haben (leider) recht. Wer Dubai am Ende glaubt, wird sich getäuscht sehen. Das Land hat (leider) eine mehr als goldene Zukunft. Genau wie Sie bin ich alles andere als ein Fan von Dubai. Der Reiz dieses Landes liegt bei mir deutlich unter 0%. Aber die momentane Lage von Dubai wird eine kurze Episode sein. In wenigen Jahren wird es weitergehen wie bisher. Und all diejenigen, die Dubai jetzt mit Häme übergießen (auch hier), werden sich getäuscht sehen. Money rules und money ist in Dubai genug vorhanden.
das konnte man doch schon vor einem jahr sehen das das alles in die hose geht, man kann eben nicht unendlich bauen und denken das man die ganzen immobilien auf jeden fall los wird............ menschen haben noch nie aus fehlern gelernt!!!!
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