An den Finanzmärkten fürchtet man einen Dominoeffekt
Die Finanzmärkte sind alarmiert. "Dubai vor der Pleite" titelten die Wirtschaftsblätter am Donnerstag und spekulierten über einen Dominoeffekt, der die gesamte Finanzarchitektur des glitzernden "Monacos am Golf" zum Einsturz bringen könnte. Internationale Rating-Agenturen stuften die Kreditwürdigkeit aller großen Dubaier Immobilienfirmen drastisch herab. Vermögensverwalter bezeichneten das Signal aus Dubai als schockierend. "In den vergangenen Monaten gaben die aktuellen Nachrichten den Anlegern eher das Gefühl, dass Dubai aller Wahrscheinlichkeit nach seinen Verpflichtungen nachkommt", sagte Shakeel Sarwar von der Investmentbank Sico. Von "einem Riesending" sprach ein Händler für Kreditversicherungen: "Das ist größte Kreditproblem auf staatlicher Seite seit dem Beginn der globalen Krise."
Auch die Raten für Kreditausfallversicherungen schnellten über Nacht um 30 Prozent in die Höhe. Niemand weiß, ob der Kleinstaat am Golf mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern überhaupt noch in der Lage ist, die gigantischen Schulden seiner quasi-staatlichen Konzerntöchter zu garantieren. Denn das Finanzgebaren der herrschenden Scheichs ist absolut intransparent.
Doch auch wenn sich das Emirat verhoben haben mag, wird es wahrscheinlich auf den Beinen bleiben. Der reiche Nachbar Abu Dhabi mit seinen Ölvorkommen zählt zu den besten Finanzadressen des Globus. Deren Herrscher werden den kleinen Bruder zwar etwas zappeln lassen. Am Ende aber dürfte sie ihm aus der Klemme helfen – auch im eigenen Interesse.
- Datum 27.11.2009 - 11:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 12
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nur zur Info die Hauptstadt von den Emiraten ist Abu Dhabi und nicht Dubai wie es unterm Bild steht!!
haben die eigentlich alles auf pump gebaut, was haben denn diese leute mit all den milliarden aus den erdölverkäufen gemacht???
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Das liegt an Ihrer Fehleinschätzung, dass Dubai besonders viel Öl hätte, im Vergleich zu den Nachbarn sind die Ölvorkommen schon fast winzig. Dementsprechend entspringt auch nur ein geringer Teil des BIP dem Ölgeschäft.
die "Milliarden aus Erdölverkäufen" gelangten nicht in Goldbarren in die Schatzkammern der Scheiche :)
Wer sich einmal die Karawane der hybrid degenerierten und manierierten Besitzbürger deutscher Nationalität auf dem Flughafen von Dubai an sich hat vorbei defilieren sehen, der wird sich bei der Betrachtung der Absturzkurve der Preise für die gerade auch in Dubai zu Millionen leerstehenden und unverkauften Condominions vorstellen können, wer z.Zt. in dieser deutschen Besitzbürgerfeudalgesellschaft mit schlotternden Knochen vor den Zeitungskiosken steht und auf das Handelsblatt und die FTD starren.
Dass die Immobilenmakler, speziell auch die bekannten Namen aus Deutschland und ihre Co-Partner aus den Steuerhinterziehungsassistenzabteilungen der bekannten deutschen Privatbanken die Spielteilnehmer sind, die ihre geschickt eingesammelten Provisionen und Gebühren sicherlich nicht in Dubai-Immobilien angelegt haben, sich lächelnd über ihre fetten Bäuchlein streicheln, düfte jedem klar sein.
Ich kann ein klammheimliche Freude nicht verhehlen und hoffe dass die Damen und Herren des bundesdeutschen Besitzfeudalsystems heute ebenso entsetzt aus der Wäsche schauen, wie damals, als die Opfer von Hans-Dietrich Genscher und Otto Graf Lambsdorf, als sie begriffen hatten, dass sie um ihre Altersrücklagenersparnisse, die sie bei der Göttinger Gruppe auf Anraten der o.g. Renegaten der Neuen Sozialen Marktwirtschaft angelegt hatten.
Sozial ist, was Arbeit schafft. Die Arbeit des Zählens der Anlagebetrugseinnahmen. Aber das nur ganz am Rande.
fuer die richtig gut betuchten.
dazu etwas kleingartenspartenatmossphaere...so stelle ich mir die teilzeiturlaubsinselanlage fuer kapitalanleger vor.
nach dem 854.bericht im sinnlos-tv ueber diese inselanlage, die ihre wahre schoenheit wohl erst nach einem blick aus dem fenster der raumstation iss entfalten kann, bleibt festzuhalten - sie ist letztlich ueberfluessig.
nunja, vielleicht waechst in der gegend irgendwann mal ein baum - das wirkt anziehender als in stein gemeiselter groessenwahn.
Auf fast allen Websites mit Kommentarfunktion überschlagen sich die hämischen Kommentare zu Dubais Finanzproblemen. Der Abgesang auf Dubai könnte allerdings etwas verfrüht sein.
Dubai ist kein eigenständiges Land, sondern Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Diese haben absolut und relativ zum BIP eine weitaus geringere Verschuldung als Deutschland. In Deutschland werden Schulden vor allem für konsumtive Ausgaben gemacht. Da bleibt nichts von übrig. Die ganzen Bauprojekte in Dubai mögen aktuell weniger oder nur zu niedrigeren Tarifen nachgefragt sein. Aber die Bauten stehen auch morgen noch, d.h. da ist zu den Schulden noch ein gewisser Gegenwert da. Dubai ist weiterhin geostrategisch äußerst günstig genau am Drehpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen. Weiterhin hat Dubai eine Menge werthaltiger Unternehmensanteile an Firmen wie Emirates, Deutsche Bank, London Stock Exchange, P&O uva. Die Hotels, die angeblich nur noch mit Billigstarifen Gäste finden, haben nach wie vor eine Auslastungsquote von der deutsche Hoteliers träumen.
Ich bin kein Fan von Dubai und mich reizen die Gigantomanie und die Unmengen an Beton, Prunk und Protz da überhaupt nicht. Aber ich glaube nicht, dass Dubai am Ende ist. Bevor wir hämisch auf andere zeigen, sollten uns mal unsere eigene Staatsverschuldung anschauen. Die ist viel schlimmer und unser Staat hat sein Tafelsilber schon weitestgehend verscheuert.
Sie haben (leider) recht. Wer Dubai am Ende glaubt, wird sich getäuscht sehen. Das Land hat (leider) eine mehr als goldene Zukunft. Genau wie Sie bin ich alles andere als ein Fan von Dubai. Der Reiz dieses Landes liegt bei mir deutlich unter 0%. Aber die momentane Lage von Dubai wird eine kurze Episode sein. In wenigen Jahren wird es weitergehen wie bisher. Und all diejenigen, die Dubai jetzt mit Häme übergießen (auch hier), werden sich getäuscht sehen. Money rules und money ist in Dubai genug vorhanden.
Sie haben (leider) recht. Wer Dubai am Ende glaubt, wird sich getäuscht sehen. Das Land hat (leider) eine mehr als goldene Zukunft. Genau wie Sie bin ich alles andere als ein Fan von Dubai. Der Reiz dieses Landes liegt bei mir deutlich unter 0%. Aber die momentane Lage von Dubai wird eine kurze Episode sein. In wenigen Jahren wird es weitergehen wie bisher. Und all diejenigen, die Dubai jetzt mit Häme übergießen (auch hier), werden sich getäuscht sehen. Money rules und money ist in Dubai genug vorhanden.
das konnte man doch schon vor einem jahr sehen das das alles in die hose geht, man kann eben nicht unendlich bauen und denken das man die ganzen immobilien auf jeden fall los wird............ menschen haben noch nie aus fehlern gelernt!!!!
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