Kreditkartenbetrug Postbank-Kunden beschweren sich über FehlbuchungenSeite 2/2
Bei der Commerzbank wurde Anfang November "eine geringe Zahl von Kreditkarten umgetauscht", wie ein Sprecher sagte. Der Kartenaustausch sei "vorsorglich" und dauere einige Tage. Tatsächliche Betrugsfälle gebe es bei der Bank nicht.
Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands sagte, es seien keine Schadensfälle und keine Hinweise darauf bekannt. Es zeige sich, dass die Alarmsysteme funktionierten. Die Landesbank Berlin (LBB) verstärkte ihre Risikoüberwachung. Bei auffälligen Transaktionen werde umgehend mit dem Karteninhaber über Sperre oder Austausch gesprochen, hieß es. Ein genereller Kartenaustausch sei daher bisher nicht geplant. Die LBB und ihre Tochter Berliner Sparkasse gehören mit 1,9 Millionen Karten zu den großen Anbietern.
Die Deutsche Kreditbank hat nach eigenen Angaben die betroffenen Karten bereits ausgetauscht. Schäden oder Betrugsfälle seien nicht festgestellt worden. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 20 Millionen Kreditkarten im Umlauf.
Bei Visa Europa gibt es nach Angaben einer Sprecherin noch keine Informationen über tatsächliche Betrugsfälle. Wegen der laufenden Ermittlungen wollte das Kreditkartenunternehmen auch nicht erklären, wie ein möglicher Betrug funktionieren könnte, wer der Dienstleister in Spanien ist und wie viele Visa-Kunden vom Karten-Austausch betroffen sind. Die Sprecherin forderte alle Kunden auf, Abrechnungen genau zu prüfen und Unregelmäßigkeiten sofort zu melden.
- Datum 19.11.2009 - 16:10 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wie fast immer darf man wohl den Medien wie den Banken nicht trauen und eigene Recherchen gibt es kaum noch.
Wer nach billig "outsourced", bekommt eben auch "billig" zurück. Darüber sollten auch die Bänker neben der Wirtschaft mal nachdenken.
Hier gibt es tiefergehende Infos zu diesem Skandal.
Datenklau bei Kreditkarten
Weiterhin gibt es viele Betroffene. Es geht nicht um Schadensverhinderung, sondern um Schadensregulierung in vielen tausend Fällen.
Nicht zu vergessen: Wenn es hart auf hart kommt, ist jeder Geschädigte nach den neuen AGB mit 150 € am Schaden beteiligt.
Hier ein kleiner Satzbaukasten für Pressesprecher und solche, die es werden wollen.
- ... erfolgt rein vorsorglich (=wir wissen es auch erst seit eben)
- ... im Sinne des Kunden (=sind ja seine Karten)
- nur Einzelfälle betroffen (=die Kunden sind uns persönlich kaum bekannt)
- in geringem Ausmaß (=Zahl mit mehr als 2 Stellen)
- im Grunde niemand (bitte nur nutzen, wenn die 2 Sätze davor auch aufgenommen wurden)
- leider keine genauen Zahlen (=Zahl mit mehr als 3 Stellen)
- keine Schadensfälle und keine Hinweise darauf bekannt (=wir sind im Grund ahnungslos)
- umgehend (="ich muss weg")
- bereits ausgetauscht (=also meine zumindest)
- noch keine Informationen (=fragen sie jemand anderen)
- wegen der laufenden Ermittlungen (=wir müssen auch erst mal schauen)
- Sie werden verstehen (=was ich nicht verstehe)
- Ausnahme (=dass die Presse davon Wind bekommt)
- intensive Gespräche (=mit dem outgesourcten Betreiber des (damals günstigsten) Anbieters)
- mit Nachdruck (=wir wechseln zum zweitgünstigsten Anbieter)
Das sollte eigentlich für die meisten Rügen bezüglich dieser neumodischen Dinge wie Datenschutz, Kundenidentität oder einfach der Forderung nach nicht nur günstiger, sondern ordentlicher Arbeit genügen.
Im Zweifel bietet sich noch ein Appell an die Politik an ("es bedarf da des rechtlichen Rahmens"), um einfach auszudrücken, dass, solange die Schadensbegrenzungsaktionen weniger kosten als der Schutz vor Schaden, sich niemand darum kümmert.
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