Altersbezüge

Lohnentwicklung lässt Renten stagnieren

Deutschlands Rentner können erst 2012 wieder mit mehr Geld rechnen. Wegen der vor der Wahl beschlossenen Rentengarantie werden die Altersbezüge aber 2010 auch nicht sinken.

Die Renter müssen sich auf zwei Nullrunden einstellen

Die Renter müssen sich auf zwei Nullrunden einstellen

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland müssen in den kommenden beiden Jahren mit Nullrunden rechnen. Als Grund nannte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, Alexander Gunkel, die auf Grund der Wirtschaftskrise sinkenden Reallöhne. "Nach den Eckdaten der Bundesregierung wird es erst im Jahr 2012 wieder zu einer Rentenerhöhung kommen", sagte Gunkel.

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Der DRV-Chef wies darauf hin, dass die Renten im kommenden Jahr eigentlich um etwa 0,5 Prozent gekürzt werden müssten. Dies entspräche der Entwicklung der Reallöhne, an die sie gekoppelt sind. Die Löhne werden wegen der hohen Zahl an Kurzarbeitern in diesem Jahr voraussichtlich sinken. Eine Verringerung der Altersbezüge verhindert aber die noch von der Großen Koalition vor der Wahl im Sommer beschlossene Rentengarantie. Die unterlassenen Kürzungen werden allerdings in den Jahren nach 2012 dadurch nachgeholt, dass sie von dann möglichen Rentenerhöhungen abgezogen werden.

Auszugleichen seien in den Jahren bis 2016 voraussichtlich nicht vorgenommene Rentenkürzungen im Umfang von 3,5 bis 4 Prozent, sagte Gunkel. Dazu würden dann eventuelle Rentenerhöhungen um jeweils die Hälfte gekürzt. Aufgrund der wirtschaftlichen Daten gebe es auf absehbare Zeit für bei den Renten nur geringe Spielräume.

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Leser-Kommentare

  1. ...obwohl dies ja wohl offenkundig unstrittig
    NICHT die LEISTUNGsträger unserer Wirtschaft sind !

    Die Pensionen der Beamten und Politiker
    sollte man an die Renten der Arbeiter und Angestellten koppeln !

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    Genau!   NicolaiP

    Koppeln wir doch die Pensionsansprüche der Abgeordneten an die Rentenentwicklung! Und denen, die erwiesenermaßen katastrophale Fehlentscheidungen zu verantworten haben, streichen wir sie ganz.

  2. ...war eine der bösartigsten Gemeinheiten, die die GroKo den arbeitenden Menschen antun konnte.

    Lauter kann man nicht mehr sagen, das jemand der arbeitet, nur der Zahlmeister für die (erhofften) Lobbywähler ist.

    Man braucht sich nur die Wahlergebnisse nach Alter sortiert ansehen, dann wird alles klar. Es waren die Alten, die der CDU ein Ergebnis besser als die SPD gerettet haben.

    Ich glaube allerdings nicht, das die Berechnung von CDU/SPD aufging. ICH würde mich als Rentner schämen, wenn all die jungen Leute DEUTLICH an Kaufkraft verlieren (also auch meine mutmaßlichen Enkel) und ich fröhlich den Vertrag aufkündige, wenn er das erste Mal für die Rentner nachteilig wird. Ich gehe davon aus das viele Rentner auch so denken.

    Schließlich und endlich ist die "Rentengarantie" sowieso eine Lüge, denn "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben"

  3. Nullrunden für Rentner bedeutet doch im Ergebnis Rentenkürzungen.
    Oder sind Preissteigerungen oder Abgabenerhöhungen keine Rentenkürzungen?
    Die Rentengarantie ist letztlich eine Mogelpackung, da sie ja nur eine Nullrunde festschreibt. Rentner haben in den letzten Jahren mehr Nullrunden, als denn minimale Rentenerhöhungen. Kein Rentner sollte sich schämen, wenn er zumindeswt eine Preiserhöhungsausgleich bekommen wird. Kein Rentner befürwortet Minilöhne, die einen AN zwingen, staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Jeder Rentner weiß, daß die Minilöhne und Mindestlöhne die wahren Kaufkraftverhinderer sind. Jeder Rentner fordert zu Recht, keine Rentenkürzungen zu bekommen. Rentner haben ihr Arbeitsleben lang, die Renten seinerzeit für Rentner erwirtschaftet, also etwas geleistet. Die heutige Generation hat die Verpflichtung dies für die heutigen Rentner zu tun. Dafür braucht sich wahrlich kein Rentner zu schämen.

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    ...den der alte Adenauer ausgekocht hatte.

    Dort stand: die Renten werden entsprechend der Einkommensentwicklung zum Zeitpunkt der Rentenbeziehung gewährt.

    Zitat:
    "Rentner haben ihr Arbeitsleben lang, die Renten seinerzeit für Rentner erwirtschaftet, also etwas geleistet. Die heutige Generation hat die Verpflichtung dies für die heutigen Rentner zu tun. Dafür braucht sich wahrlich kein Rentner zu schämen."

    Vollkommen richtig. Und wenn das, was die heutige Generation erwirtschaftet, weniger ist als das was die Rentner damals erwirtschaftet haben, dann muss das reichen. Solange es aufwärts ging haben die Rentner immer MEHR bekommen als das, was sie erwitschaftet hatten.

    Das war ok so.

    Aber jetzt sind die Zeiten anders, und dann mit Rabulistik den Vertrag aushebelen gilt nicht. Wenn doch, dann muss man sich dafür schämen.

  4. 4. Genau!

    Koppeln wir doch die Pensionsansprüche der Abgeordneten an die Rentenentwicklung! Und denen, die erwiesenermaßen katastrophale Fehlentscheidungen zu verantworten haben, streichen wir sie ganz.

  5. ...den der alte Adenauer ausgekocht hatte.

    Dort stand: die Renten werden entsprechend der Einkommensentwicklung zum Zeitpunkt der Rentenbeziehung gewährt.

    Zitat:
    "Rentner haben ihr Arbeitsleben lang, die Renten seinerzeit für Rentner erwirtschaftet, also etwas geleistet. Die heutige Generation hat die Verpflichtung dies für die heutigen Rentner zu tun. Dafür braucht sich wahrlich kein Rentner zu schämen."

    Vollkommen richtig. Und wenn das, was die heutige Generation erwirtschaftet, weniger ist als das was die Rentner damals erwirtschaftet haben, dann muss das reichen. Solange es aufwärts ging haben die Rentner immer MEHR bekommen als das, was sie erwitschaftet hatten.

    Das war ok so.

    Aber jetzt sind die Zeiten anders, und dann mit Rabulistik den Vertrag aushebelen gilt nicht. Wenn doch, dann muss man sich dafür schämen.

    Antwort auf "mal ganz ehrlich..."
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  • Datum 10.11.2009 - 16:47 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte Rentenversicherung | Wirtschaft und Konjunktur
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