Windparks in den USA Ein Huhn gegen E.on
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Ohne Paarungstanz fällt die Paarung aus

 Für E.on wäre das allein noch kein Problem. In der Prärie ist Platz genug für Huhn und Windturbinen, sollte man meinen. Nur gibt es einen Haken: Die Hühner haben Angst vor größeren Bauwerke aller Art."Vermutlich fürchten sie sich davor, dass sich dahinter größere Tiere verstecken könnten, die es auf sie abgesehen haben", sagt Samuel Fuhlendorf von der Oklahoma State University. Die Folge: Vor lauter Nervosität trauen sich die Männchen in der Nähe von Bauwerken nicht, ihren imposanten Balztanz aufzuführen.

Ohne Paarungstanz fällt aber auch die Paarung aus. Das ruft Umweltschützer auf den Plan. Das Präriehuhn hat ohnehin schon 90 Prozent seines Lebensraums verloren. Sollten nun auch die Windanlagen das Tier von der Paarung abhalten, kann sich die Population nicht erholen. "Wir nehmen das sehr ernst, wir wollen mit den Windparks ja etwas Gutes tun und keinen Schaden anrichten", sagt E.on-Sprecher Christian Drepper. Klima- und Naturschutz sollen schließlich kein Widerspruch sein.

Tierschützer in den USA arbeiten zurzeit mit großem Ehrgeiz daran, das Präriehuhn auf eine offizielle Liste für gefährdete Arten zu setzen. Haben sie Erfolg, könnte das die ehrgeizigen Pläne von E.on und anderer Stromerzeuger durchkreuzen. Denn dann darf in unmittelbarer Nähe der Balzplätze nichts mehr gebaut werden, was das Überleben der Art gefährden könnte. Das Tier könnte damit zum amerikanischen Pendant des deutschen Feldhamsters aufsteigen. Die Macht des Nagers ist legendär. Wo das vom Aussterben bedrohte Tierchen auftaucht, können Bauherren einpacken.

 
Leser-Kommentare
  1. Anmalen in Naturfarbtönen. Man benutzt ja diese Vogel-Silhouette Aufkleber um Vögel von im Himmel getarnten Gebäuden fernzuhalten. - Mit Erfolg? - In diesem Fall würde man versuchen, das Gegenteil zu erzielen.

  2. gibt es bestimmt
    bald auch für die USA:

    www.feldhamsterverleih.de

    (oder halt dann www.rent-a-prairiechicken...)

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