Berlin SchönefeldHauptstadtflughafen wird nach Willy Brandt benannt

Ende Oktober 2011 soll er eröffnet werden – und den Namen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt tragen. Offiziell taucht die Bezeichnung aber nicht auf.

Flughafen Schönefeld: Hauptstadtflughafen wird nach Willy Brandt benannt

Willy Brandt im Jahr 1987: Jetzt erhält der Flughafen Schönefeld seinen Namen  |  © Karl-Heinz Münker-Appel

Der künftige Hauptstadtflughafen in Schönefeld bei Berlin wird nach dem früheren Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden Willy Brandt benannt. Dies beschloss der Aufsichtsrat, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Offiziell soll der Airport nach seiner Eröffnung aber unter dem Namen Flughafen Berlin Brandenburg firmieren. Für die internationale Vermarktung wird der Name Berlin Brandenburg Airport eingeführt.

Mit dieser Entscheidung ehre der Aufsichtsrat eine herausragende, weltweit geachtete Persönlichkeit, erklärten die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck. "Mit seinem politischen Lebenswerk als Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundesaußenminister und Bundeskanzler hat er lange Jahre das Bild der Bundesrepublik in der Welt geprägt", begründeten der Aufsichtsratsvorsitzende Wowereit und sein Stellvertreter Platzeck die Entscheidung.

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Die Namensgebung des künftigen Großflughafens geht auf den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck zurück, der dies im Jahr 2004 vorgeschlagen hatte. Brandt war von 1969 bis 1974 Kanzler und zuvor von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin. Er verstarb 1992.

Der neue Großflughafen, der auf dem Gelände des bisherigen Flughafens Schönefeld an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg entsteht, soll Ende Oktober 2011 den Betrieb aufnehmen. Im Jahr 2012 soll dann der bisherige Berliner Hauptflughafen Tegel geschlossen werden und der Willy-Brandt-Flughafen der einzige Airport der Hauptstadt werden. Bislang ist nur ein großer Verkehrsflughafen in Deutschland nach einem früheren Politiker benannt. Der Münchner Airport trägt den Namen des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

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Leserkommentare
  1. Willy Brandt hat die damalige Bundesrepublik zum Osten und Westen einerseits und zu mehr Demokratie nach Innen geöffnet. Den Flughafen Berlin nach ihm zu benennen hat viel symbolisches für die Republik. Mal sehen was die Berliner im Bund nach Innen und nach Außen folgen lassen.
    Werden wir nun Einwanderungsland? Wird nie wieder Krieg von uns ausgehen? Werden die jungen wie alten Bürger die Demokratie wieder ernster nehmen können? Wird Fremdenfeindlichkeit wieder der Offenheit weichen? Werden aus politischen Werbeveranstaltungen wieder konkrete Politik?
    Wird Berlin zu einem Tor zur und für die Welt?

    • RobR
    • 11. Dezember 2009 15:50 Uhr

    Es ist etwas befremdend wennn man den Airport nach einen Staatsmann benennt, dessen Namen dann aber nicht in den Flugplänen vorkommen soll.
    Der Hauptflughafen von Paris heisst "Charles de Gaulle", der In New York "John F Kennedy".
    Entsprechend soll dann auch de Name "Willy Brandt" in den Flugplänen der Airlines vorkommen!

  2. 3.

    Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich meine zumindest, dass der Flughafen Köln/Bonn ebenfalls einen ehemaligen Politiker als "Paten" hat, nämlich Konrad Adenauer. Demnach wäre es dann der dritte und nicht der zweite Flughafen mit Politikernamen...

  3. Soweit mir in Erinnerung.. klappt das mit BERLINBRANDENBURG
    auch nicht ... in der internationalen Liste der Airports.
    Habe mal so eine Meldung in der rbb-Abendschau gehört.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Berlin | Willy Brandt | Klaus Wowereit | Matthias Platzeck | Franz Josef Strauß | Airport
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