Überschuldung und Korruption Griechenland in Ruinen
Die Angst vor einem Bankrott wächst nicht nur im eigenen Land, und die Jungen protestieren. Wohin treibt Griechenland? Von Gerd Höhler, Athen, und Katja Reimann, Berlin
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

A wie "Anarchie": Ein Mann blickt durch die Tür der griechischen Zentralbank, die von Demonstranten besprüht wurde
Wohin führt die aktuelle Entwicklung?
Das Land steht kurz vor der Pleite. Die Aktien stürzen ab und die Kreditwürdigkeit Griechenlands wird nach unten korrigiert. Hilfen von der EU könnten nötig werden. Und ein Jahr nach dem Todesschuss auf den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, der zu landesweiten Demonstrationen und Krawallen führte, liefern sich nun seit Tagen wieder Polizei und junge Griechen Straßenschlachten. Einziger Lichtblick der vergangenen Tage war die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft.
Wie ist die wirtschaftliche Lage?
Miserabel. Der Athener Finanzminister Giorgos Papakonstantinou muss in diesen Tagen versuchen, die nervösen Finanzmärkte zu beruhigen und Sorgen zu zerstreuen. Vor allem jene, dass Griechenland vor dem Staatsbankrott steht. "Es gibt absolut kein solches Risiko – wir sind nicht das nächste Island", versicherte Papakonstantinou am Mittwoch. Doch die Zahlen sind erdrückend. Fast 13 Prozent Haushaltsdefizit, im nächsten Jahr wahrscheinlich 125 Prozent Staatsverschuldung, jeweils bezogen aufs Bruttoinlandsprodukt, dazu die notorisch unzuverlässigen griechischen Statistiken – die Partner sind mit ihrer Geduld am Ende. Die EU drängt den chronischen Defizitsünder Griechenland, endlich die seit Jahren angemahnte Haushaltskonsolidierung und die lange überfälligen Reformen umzusetzen.
2010 werde ein problematisches Jahr, müsse aber "kein unmögliches Jahr" werden, versicherte Papakonstantinou und verweist auf die bereits beschlossenen Maßnahmen: Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Ausgabenkürzungen um zehn Prozent, Kampf gegen die Steuerhinterziehung. Im Januar will er der EU ein überarbeitetes Stabilitätsprogramm vorlegen.
An der "Operation Vertrauen" beteiligte sich am Mittwoch auch Ministerpräsident Giorgos Papandreou. In einer vom Staatsfernsehen live übertragenen Kabinettssitzung sagte der Premier, die Regierung werde alles tun, um die Finanzprobleme zu meistern, denn die "gefährden die Souveränität des Landes". Das hörte sich sehr danach an, als wolle Papandreou seine Landsleute auf schmerzhafte Einschnitte einstimmen. Dass es für Griechenland nur einen Weg aus der Schuldenfalle gibt, hatte Jean-Claude Trichet, der Chef der Europäischen Zentralbank, bereits am Montag skizziert: Die Lage Griechenlands verlange "sehr schwierige, sehr mutige aber absolut notwendige Maßnahmen". Die Finanzmärkte scheinen allerdings noch nicht davon überzeugt zu sein, dass die Athener Regierung diesen unpopulären Weg wirklich gehen will. Die Kurse der griechischen Bonds gaben am Mittwoch weiter nach, auch die Athener Börse setzte ihre Talfahrt fort. Griechenland hatte wegen seiner finanziellen Lage den Status eines sicheren Schuldners verloren.
Wie ist die politische Situation?
Seit rund zwei Monaten regiert Premierminister Papandreou von der sozialistischen Partei Pasok das Land. Er kommt aus einer der beiden großen griechischen Politikerdynastien, die in Griechenland schon seit Jahrzehnten abwechselnd an der Macht sind. Auch sein Vater und Großvater waren Premierminister. Die zweite große Politikerfamilie sind die Karamanlis – sie stellten den vorherigen Premierminister, Kostas Karamanlis, der mit seiner konservativen Partei Nea Dimokratia abgewählt wurde. Papandreou soll nun die Probleme lösen, die das Land schon seit Jahren belasten. Er will sich um das marode Bildungssystem kümmern und die Korruption im Land bekämpfen. Letzteres versprach allerdings auch Karamanlis schon – und hinterließ mit seiner Abwahl den größten Schuldenberg, den das Land je hatte. Auf Papandreou ruhen nun große Hoffnungen. Die neue Regierung hat zudem angekündigt, Krawallen künftig mit einer Null-Toleranz-Politik zu begegnen.
- Datum 11.12.2009 - 15:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Es ist als Grieche bedrückend zu sehen, wie das Land innerhalb von 30 Jahren von den zwei Herrscherfamilien ruiniert wurde. Die Korruption ist überall. Keiner kann ihr entkommen. Sie durchläuft ALLE Ebenen der öffentlichen Ämter. Da wünsche ich dem neuen Ministerpräsidenten viel Glück, diese Korruption zu bekämpfen. Einfach ist das nicht. Eigentlich ist ihr gar nicht beizukommen es sei denn die Menschen an sich sehen ein, dass sie kollektiv damit in die Sackgasse laufen. Das gleiche gilt übrigens auch für die Steuerhinterziehung.
Nicht lustig ist die Erwähnung der Olympischen Spiele 2004 als Musterbeispiel was Griechen imstande zu leisten sind. Für Griechenland war es damals ein Pyrrhussieg. Um die ganze Infrastruktur und die gierigen Schlünder zu bezahlen ist das Defizit mächtig aufgebläht worden. Was in den damaligen Statistiken nur zum Teil ausgewiesen wurde (wie man jetzt weiß).
Ich hoffe inbrünstig, dass das Land diese extrem scharfe Kurve kriegt.
an Griechenland und diese leben in Saus und Braus ohne zu arbeiten. Ich war mal im Urlaub in Griechenland, und was sehe ich da. In fast jedem Laden ist ein Grieche der Besitzer, der da herumsitzt und paar Flüchtlinge die Arbeiter, die man herumkommandiert. Dann sagt der griechische Staat, sie hätten Probleme mit Flüchtlingen, die über die Türkei kämen. Die Griechen sind eigentlich froh darüber. Denn mit den EU-Geldern können sie mehrere Flüchtlinge zu miesen Tageslöhnen schufften lassen und den Rest des Geldes versaufen. Vor kanpp 20 Jahren war Griechenland eine Art Müllhalde: schlechte Strasse, hässliche Bauten. Heute ist alles anders, dank EU-Geldern. Aber trotzdem fangen sie mit diesen 100enden von Milliarden Euro, die bis jetzt flossen, nichts besseres anzufangen als es für unnützige und schlechte Dinge auszugeben. Ja, für Rüstung um sich gegen grosse Feinde schützen zu können und für ihre Bürger, damit sie nicht hart arbeiten müssen, wie wir es in Westeuropa tun müssen.
Sie sollten nicht so schrecklich verallgemeinern, damit treffen Sie die Wahrheit nicht (Missbrauch von EU-Geldern kann man auch zuhauf in Deutschland finden) und Menschen, die andere für einen Hungerlohn arbeiten lassen, gibt es auch hier. Und hart arbeitende Menschen gibt es auch in Griechenland. Die Probleme sind komplexer, als Sie das mit Ihrer schlichten Polemik auszdrücken vermögen.
...unglaublich diese Polemik. Der faule Ladenbesitzer, der nur von EU-Geldern lebt, betreibt lieber den kleinen Laden anstatt auf Sozialhilfe oder sonstiges zu warten. Ich kenne in diesem Land keine Bedürftigen, die zuhause sitzen in Ihrer vom Amt bezahlten und ausgestatteten Wohnung. Und zum Thema "versaufen" von EU-Geldern empfehle ich dieses Dokument hier:
http://ec.europa.eu/healt...
Sie sollten nicht so schrecklich verallgemeinern, damit treffen Sie die Wahrheit nicht (Missbrauch von EU-Geldern kann man auch zuhauf in Deutschland finden) und Menschen, die andere für einen Hungerlohn arbeiten lassen, gibt es auch hier. Und hart arbeitende Menschen gibt es auch in Griechenland. Die Probleme sind komplexer, als Sie das mit Ihrer schlichten Polemik auszdrücken vermögen.
...unglaublich diese Polemik. Der faule Ladenbesitzer, der nur von EU-Geldern lebt, betreibt lieber den kleinen Laden anstatt auf Sozialhilfe oder sonstiges zu warten. Ich kenne in diesem Land keine Bedürftigen, die zuhause sitzen in Ihrer vom Amt bezahlten und ausgestatteten Wohnung. Und zum Thema "versaufen" von EU-Geldern empfehle ich dieses Dokument hier:
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Sie sollten nicht so schrecklich verallgemeinern, damit treffen Sie die Wahrheit nicht (Missbrauch von EU-Geldern kann man auch zuhauf in Deutschland finden) und Menschen, die andere für einen Hungerlohn arbeiten lassen, gibt es auch hier. Und hart arbeitende Menschen gibt es auch in Griechenland. Die Probleme sind komplexer, als Sie das mit Ihrer schlichten Polemik auszdrücken vermögen.
...unglaublich diese Polemik. Der faule Ladenbesitzer, der nur von EU-Geldern lebt, betreibt lieber den kleinen Laden anstatt auf Sozialhilfe oder sonstiges zu warten. Ich kenne in diesem Land keine Bedürftigen, die zuhause sitzen in Ihrer vom Amt bezahlten und ausgestatteten Wohnung. Und zum Thema "versaufen" von EU-Geldern empfehle ich dieses Dokument hier:
http://ec.europa.eu/healt...
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