Vor Kopenhagen Deutschland knausert mit Klima-Hilfsgeld

Sechs bis sieben Milliarden im Jahr soll Deutschland dem Süden im Kampf gegen den Klimawandel zahlen. Im Gegenzug wird die Entwicklungshilfe gekürzt.

Angela Merkel hat den Schwellen- und Entwicklungsländern ihre Hilfe im Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen zugesichert. "Wir sind uns der besonderen Bedeutung und Verantwortung der Industrieländer bewusst", versicherte sie am Donnerstag im Parlament. Der Bundestag debattierte vor Kopenhagen über den Auftrag der Bundesregierung für den Klimagipfel. Deutschland sei bereit, ärmeren Staaten finanziell und technologisch zu helfen, versprach die Bundeskanzlerin.

Wie viel die Entwicklungsländer erhalten sollen und wer welchen Anteil zahlt – diese Frage gehört neben der Debatte über konkrete Emissionsminderungsziele zu den Knackpunkten des Kopenhagener Gipfels. Die Schwellenländer haben ihre Position bereits klar formuliert: Sie sind nur zu einer Einigung über eine künftige gemeinsame Klimapolitik bereit, falls die Industriestaaten aus ihrer Sicht hinreichende Hilfen zusagen. China, ein mächtiger Verhandlungspartner, fordert etwa einen globalen Klimafonds, in den die Reichen mindestens 0,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts einzahlen, zusätzlich zur üblichen Entwicklungshilfe. Im Jahr 2007 wären das etwas mehr als 122 Milliarden Euro gewesen.

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Im Jahr 2020 müssen weltweit rund 100 Milliarden Euro jährlich fließen, damit die Armen sich an die Erderwärmung anpassen und zusätzlich Geld in den Klimaschutz stecken können, prognostiziert die Europäische Union. Die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam geht von einem etwas höheren Bedarf aus; manche Entwicklungsländer fordern noch mehr. Deutschland müsste diesen Rechnungen zufolge rund sechs bis sieben Milliarden Euro pro Jahr zahlen. Zum Vergleich: Der geplante niedrigere Mehrwertsteuersatz für Hotels schlägt mit etwa einer Milliarde zu Buche, die Steuersenkungen, die im Jahr 2011 in Kraft treten sollen, mit 20 Milliarden.

Doch anders als die umstrittenen Steuererleichterungen will die Regierung die Klima-Hilfen dem Haushalt nicht zusätzlich aufbürden. Der Bundestag folgte ihrem Antrag am Donnerstag. Die deutschen Verhandlungsführer sollten in Kopenhagen "sicherstellen, dass die Beiträge für die Finanzierung des internationalen Klimaschutzes und der Anpassungsmaßnahmen auf das Ziel angerechnet werden, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zur Verfügung zu stellen", beschlossen die Parlamentarier. Das entspreche einer "fairen Lastenteilung" mit den Entwicklungsländern.

Übersetzt heißt das: Was Deutschland für den Klimaschutz im Süden zahlt, zieht es den Armen an anderer Stelle wieder ab. "Das darf nicht sein", kritisiert Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig den Beschluss. "Dann fehlt später in den armen Ländern das Geld für Grundbildung, Gesundheitsfürsorge und andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut." Dabei gehöre Deutschland zu den Hauptverursachern des Klimawandels. "Jetzt die Kosten der gewaltigen Klimaschäden in den Entwicklungsländern einfach von der Entwicklungshilfe abzuzweigen und nicht zusätzlich bereitzustellen, ist ein starkes Stück."

Kritik kam auch von der Naturschutzorganisation BUND. Die nötigen Milliarden könnten relativ leicht zusätzlich zur Entwicklungshilfe bereitgestellt werden, etwa indem man umweltschädliche Subventionen wie die Zuschüsse für Agrardiesel streiche, sagte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger.

Auch die anderen Industrieländer knausern jedoch mit Klimahilfen. "Die meisten wollen die Mittel aus bestehenden Budgets abzweigen, statt sie zusätzlich auszugeben", sagt Kowalzig. Nur Dänemark, die Niederlande und mit Einschränkungen auch Großbritannien und die Commonwealth-Staaten hätten bislang angekündigt, zusätzliche Töpfe zu schaffen. Zudem gibt es weiteren Streit darüber, wer die Mittel, so sie denn einmal fließen, verwalten soll. "Die Industrieländer möchten die Kontrolle über die Gelder behalten", sagt BUND-Klimaexpertin Antje von Brook. Die Entwicklungsländer wollten das nicht akzeptieren.

 
Leser-Kommentare
  1. Hat man vielleicht auch in der Bundesregierung gemerkt, dass die Klimaapokalypse frei erfunden ist, und versucht nun, aus der selbst gestellten kommunikativen Falle möglichst schadlos wieder raus zu kommen?

    Sich hinzustellen und zu sagen:
    "Liebe Bürger, der Weltuntergang fällt aus, Ausgaben für "Klimaschutz" sind Schwachsinn!"

    traut man sich wohl noch nicht.

    Da ist es doch auch viel einfacher, Entwicklungshilfe in Klimaschutz umzubenennen und sich als Retter der Welt feiern zu lassen.

    Und irgendwann beerdigt man das ganze ganz heimlich, wie einst beim Waldsterben. (siehe http://www.zeit.de/2004/5... )

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    Redaktion

    Liebe Julia09,

    vielen Dank für Ihre Mail. Die aus dem CRU gestohlenen Daten mögen zeigen, dass die dortigen Forscher eine Diskussion über ihre Arbeit verhindern wollten. Das ist tatsächlich zu kritisieren. Die Daten belegen aber keineswegs, dass der anthropogene Klimawandel eine Erfindung ist. So bestätigen die Ergebnisse anderer Institute die Temperaturmessungen des CRU, und externe Wissenschaftler konnten nach der Veröffentlichung der gestohlenen Daten keine Manipulation der vom CRU erzielten Ergebnisse feststellen. (Quelle: http://www.sueddeutsche.d...)

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

    "Hat man vielleicht auch in der Bundesregierung gemerkt, dass die Klimaapokalypse frei erfunden ist, und versucht nun, aus der selbst gestellten kommunikativen Falle möglichst schadlos wieder raus zu kommen?"

    Es deutet vieles darauf hin. Für Deutschlands (und des Steuerzahlers, also unser aller) Brieftasche bleibt das zu hoffen. Denn inzwischen dürfte sogar unserer Bundeskanzlerin der Herzen und ihrem Umweltminister Röttgers klar sein, was die eigentliche Essenz dieses Kampfes um die Rettung der Welt ist: Man will nur unser Bestes. Siehe Titelzeile:

    "Deutschland knausert mit Klima-Hilfsgeld"

    "Und irgendwann beerdigt man das ganze ganz heimlich, wie einst beim Waldsterben. (siehe http://www.zeit.de/2004/5... )"

    Ja, der liebe Wald. Der stirbt und stirbt und stirbt nun schon seit Jahren vor sich hin, und wenn er nicht gestorben ist, dann stirbt er heute noch.

    In den 70er Jahren trug man übrigens noch die unmittelbar bevorstehende globale Eiszeit. War todschick und ein Renner damals.

    Redaktion

    Liebe Julia09,

    vielen Dank für Ihre Mail. Die aus dem CRU gestohlenen Daten mögen zeigen, dass die dortigen Forscher eine Diskussion über ihre Arbeit verhindern wollten. Das ist tatsächlich zu kritisieren. Die Daten belegen aber keineswegs, dass der anthropogene Klimawandel eine Erfindung ist. So bestätigen die Ergebnisse anderer Institute die Temperaturmessungen des CRU, und externe Wissenschaftler konnten nach der Veröffentlichung der gestohlenen Daten keine Manipulation der vom CRU erzielten Ergebnisse feststellen. (Quelle: http://www.sueddeutsche.d...)

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

    "Hat man vielleicht auch in der Bundesregierung gemerkt, dass die Klimaapokalypse frei erfunden ist, und versucht nun, aus der selbst gestellten kommunikativen Falle möglichst schadlos wieder raus zu kommen?"

    Es deutet vieles darauf hin. Für Deutschlands (und des Steuerzahlers, also unser aller) Brieftasche bleibt das zu hoffen. Denn inzwischen dürfte sogar unserer Bundeskanzlerin der Herzen und ihrem Umweltminister Röttgers klar sein, was die eigentliche Essenz dieses Kampfes um die Rettung der Welt ist: Man will nur unser Bestes. Siehe Titelzeile:

    "Deutschland knausert mit Klima-Hilfsgeld"

    "Und irgendwann beerdigt man das ganze ganz heimlich, wie einst beim Waldsterben. (siehe http://www.zeit.de/2004/5... )"

    Ja, der liebe Wald. Der stirbt und stirbt und stirbt nun schon seit Jahren vor sich hin, und wenn er nicht gestorben ist, dann stirbt er heute noch.

    In den 70er Jahren trug man übrigens noch die unmittelbar bevorstehende globale Eiszeit. War todschick und ein Renner damals.

    • illyst
    • 03.12.2009 um 20:19 Uhr

    So fies und egoistisch es sich auch anhören mag, aber warum nehmen wir überhaupt einen Kredit für Entwicklungsländer auf wenn unser Staat eh pleite ist?

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    Redaktion

    Lieber illyst,

    ein einfacher Grund: Die Industrieländer sind verantwortlich für die Erwärmung, unter deren Folgen vor allem die Entwicklungsländer leiden. Deshalb sollten sie sich engagieren.

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

    Redaktion

    Lieber illyst,

    ein einfacher Grund: Die Industrieländer sind verantwortlich für die Erwärmung, unter deren Folgen vor allem die Entwicklungsländer leiden. Deshalb sollten sie sich engagieren.

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

  2. dafür wohin diese ganze Debatte "Anthropogener Klimawandel" gehen soll. Auf eine nicht gesicherten Faktenlage

    (siehe IPCC-Berichte; Kontroverse über mögliche Ursachen - http://www.youtube.com/wa...)

    wird ein Aktionismus propagiert, der eigentlich nur zu einer Umschichtung der Mittel führen soll. Wer die Deutungshoheit hat (hier vermeintlich notwendiger Klimaschutz) diktiert den anderen, was sie zu tun haben. Und alle sind eifrig dabei, bei dem Kampf an der Spitze - gut versteckt unter dem neu zugelegten Ökö-Parker.

    Die Skepsis der Schwellenländer hier ist sehr gut nachvollziehbar. Wissenschaftlicher Zweifel an der menschgemachten Klimaveränderung sind mehr als ausreichend vorhanden. Merkwürdigerweise werden sie in den deutschen Vorzeige-Medien gar nicht erwähnt.

    Weitere Links zur eigenen Meinungsbildung:

    http://www.novo-argumente...

    http://www.novo-argumente...

    http://www.novo-argumente...

  3. Redaktion

    Liebe Julia09,

    vielen Dank für Ihre Mail. Die aus dem CRU gestohlenen Daten mögen zeigen, dass die dortigen Forscher eine Diskussion über ihre Arbeit verhindern wollten. Das ist tatsächlich zu kritisieren. Die Daten belegen aber keineswegs, dass der anthropogene Klimawandel eine Erfindung ist. So bestätigen die Ergebnisse anderer Institute die Temperaturmessungen des CRU, und externe Wissenschaftler konnten nach der Veröffentlichung der gestohlenen Daten keine Manipulation der vom CRU erzielten Ergebnisse feststellen. (Quelle: http://www.sueddeutsche.d...)

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

    Antwort auf "Climategate"
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    Sehr geehrte Alexandra Endres,

    ich habe nirgendwo behauptet, dass der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hat.

    Ich stelle aber sehr wohl in Frage, dass Klimawandel eine Katastrophe ist. Zudem habe ich arge Zweifel, dass der menschliche Einfluss so groß ist, wie das interessierte Kreise behaupten. Ich vermute, er ist global eher marginal.

    Könnte es sein, dass Klimawandel und auch darin enthaltene menschenbeeinflusste Komponenten, kein nennenswertes Problem für die Menschheit und diesen Planeten darstellen?

    Und dass diesbezüglich offensichtlich seitens einiger wesentlicher Köpfe der Klimaforschung manipuliert gelogen und betrogen wurde, geht sehr wohl aus den veröffentlichten "Climategate" Daten hervor. Der Quellcode ist diesbezüglich allerdings noch interessanter, als die Mails.

    Dass es beim Thema Klima, wie einst beim Waldsterben, weder ganz schwarz noch ganz weiß gibt, sollte klar sein.

    Es läuft aber doch auf die Frage hinaus: Stehen wir vor einer Apokalypse oder sind mögliche Veränderung kein nennenswertes Problem? Wenn wir kein nennenswertes Klima- Problem haben, sollten wir das Geld für sinnvollere Dinge ausgeben, z.B. für die Elektrifizierung der 3. Welt.

    Mich würde diesbezüglich sehr interessieren, wie die Redaktion der Zeit zu diesem Artikel steht:

    http://www.novo-argumente...

    Teilt man diese Sichtweise?

    Mit freundlichen Grüßen

    Julia

    Sehr geehrte Frau Endres,

    bezüglich Ihrer Anmerkung fehlende Nachweise hätte ich noch 2 interessante Links anzubieten, die erhebliche Zweifel aufkommen lassen (und für Laien, wie mich auch halbwegs nachvollziehbar)

    Klimakonsens?
    http://www.heise-medien.d...

    Hockey-Stick n. Mann (TU-Berlin)
    http://lv-twk.oekosys.tu-...

    Wenn man halbwegs nachvollzieht, was dort im Hintergrund (soweit wie überhaupt möglich) zwischen den Wissenschaftlern stattfindet - ist die Aussage "es herrsche Einigkeit über den anthropogenen Klimawandel" mehr als fragwürdig.

    Sollte ein wissenschaftlicher Diskurs (und gerade Sie als Journalisten) nicht These und Antithese berücksichtigen und auch darstellen. (Versuchen Sie mal im IPCC-Report - Aussagen über Sonnenintensität oder gleiches zu finden [http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/syr/ar4_syr.pdf]).

    Was ist das IPCC (auf das sich fast alle Klimaforscher und CO2-Klimawandler berufen) und welche Intention hat dieser politische Verein, der der UNFCCC zuarbeitet.

    Bericht 2001 Preface (gleiches im Forward):
    "This Synthesis Report with its Summary for Policymakers is
    the fourth and final part of the Third Assessment Report (TAR)
    of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). It
    draws together and integrates for the benefit of policy makers,
    and others, and in response to questions identified by governments
    and subsequently agreed by the IPCC, information that has
    been approved and/or accepted by the IPCC.i It is intended to
    assist governments, individually and collectively, in formulating
    appropriate adaptation and mitigation responses to the threat
    of human-induced climate change."

    Letzte Zeile -> "Bedrohung des durch Menschen verursachten Klimawandels"

    Also keine neutrale Bewertung des Klimawandels mit ergebnisoffener Diskussion(wurde interessanterweise im 2007 Bericht leicht adaptiert), sondern ein von vorn herein "Anthropogener Klimawandel" als Zielstellung. Damit ist der IPCC Bericht meines Erachtens als "Parteigutachten" diskreditiert.

    [Quelle http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/vol4/english/pdf/front.pdf]

    Und schauen Sie sich die Diagramme an, welche alle weiterhin "Hockey-Stick"-artig Extrem verlaufen und natürlich im Diagramm erst bei 1900(?) starten. Damit die Dramatik vom Minimum 1850 eindeutiger ist?

    Sehr geehrte Alexandra Endres,

    ich habe nirgendwo behauptet, dass der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hat.

    Ich stelle aber sehr wohl in Frage, dass Klimawandel eine Katastrophe ist. Zudem habe ich arge Zweifel, dass der menschliche Einfluss so groß ist, wie das interessierte Kreise behaupten. Ich vermute, er ist global eher marginal.

    Könnte es sein, dass Klimawandel und auch darin enthaltene menschenbeeinflusste Komponenten, kein nennenswertes Problem für die Menschheit und diesen Planeten darstellen?

    Und dass diesbezüglich offensichtlich seitens einiger wesentlicher Köpfe der Klimaforschung manipuliert gelogen und betrogen wurde, geht sehr wohl aus den veröffentlichten "Climategate" Daten hervor. Der Quellcode ist diesbezüglich allerdings noch interessanter, als die Mails.

    Dass es beim Thema Klima, wie einst beim Waldsterben, weder ganz schwarz noch ganz weiß gibt, sollte klar sein.

    Es läuft aber doch auf die Frage hinaus: Stehen wir vor einer Apokalypse oder sind mögliche Veränderung kein nennenswertes Problem? Wenn wir kein nennenswertes Klima- Problem haben, sollten wir das Geld für sinnvollere Dinge ausgeben, z.B. für die Elektrifizierung der 3. Welt.

    Mich würde diesbezüglich sehr interessieren, wie die Redaktion der Zeit zu diesem Artikel steht:

    http://www.novo-argumente...

    Teilt man diese Sichtweise?

    Mit freundlichen Grüßen

    Julia

    Sehr geehrte Frau Endres,

    bezüglich Ihrer Anmerkung fehlende Nachweise hätte ich noch 2 interessante Links anzubieten, die erhebliche Zweifel aufkommen lassen (und für Laien, wie mich auch halbwegs nachvollziehbar)

    Klimakonsens?
    http://www.heise-medien.d...

    Hockey-Stick n. Mann (TU-Berlin)
    http://lv-twk.oekosys.tu-...

    Wenn man halbwegs nachvollzieht, was dort im Hintergrund (soweit wie überhaupt möglich) zwischen den Wissenschaftlern stattfindet - ist die Aussage "es herrsche Einigkeit über den anthropogenen Klimawandel" mehr als fragwürdig.

    Sollte ein wissenschaftlicher Diskurs (und gerade Sie als Journalisten) nicht These und Antithese berücksichtigen und auch darstellen. (Versuchen Sie mal im IPCC-Report - Aussagen über Sonnenintensität oder gleiches zu finden [http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/syr/ar4_syr.pdf]).

    Was ist das IPCC (auf das sich fast alle Klimaforscher und CO2-Klimawandler berufen) und welche Intention hat dieser politische Verein, der der UNFCCC zuarbeitet.

    Bericht 2001 Preface (gleiches im Forward):
    "This Synthesis Report with its Summary for Policymakers is
    the fourth and final part of the Third Assessment Report (TAR)
    of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). It
    draws together and integrates for the benefit of policy makers,
    and others, and in response to questions identified by governments
    and subsequently agreed by the IPCC, information that has
    been approved and/or accepted by the IPCC.i It is intended to
    assist governments, individually and collectively, in formulating
    appropriate adaptation and mitigation responses to the threat
    of human-induced climate change."

    Letzte Zeile -> "Bedrohung des durch Menschen verursachten Klimawandels"

    Also keine neutrale Bewertung des Klimawandels mit ergebnisoffener Diskussion(wurde interessanterweise im 2007 Bericht leicht adaptiert), sondern ein von vorn herein "Anthropogener Klimawandel" als Zielstellung. Damit ist der IPCC Bericht meines Erachtens als "Parteigutachten" diskreditiert.

    [Quelle http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/vol4/english/pdf/front.pdf]

    Und schauen Sie sich die Diagramme an, welche alle weiterhin "Hockey-Stick"-artig Extrem verlaufen und natürlich im Diagramm erst bei 1900(?) starten. Damit die Dramatik vom Minimum 1850 eindeutiger ist?

  4. Redaktion

    Lieber illyst,

    ein einfacher Grund: Die Industrieländer sind verantwortlich für die Erwärmung, unter deren Folgen vor allem die Entwicklungsländer leiden. Deshalb sollten sie sich engagieren.

    Viele Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

  5. liebe alexandra

    und das wird sich so (was fuer ein zufall) auch nicht mehr so einfach nachweisen lassen da die belastbaren rohdaten nun auch futsch sind

    http://www.timesonline.co...

  6. OK, stellen wir uns mal den unwahrscheinlichen Fall vor, dass die Mehrheit der Wissenschaftler unsaubere Forschung abliefern und die Klimaentwicklung falsch einschätzen würde. Und stellen wir uns weiter vor, genauso wie beim Waldsterben würden politische Maßnahmen eingeleitet, die zwar nicht 100% passend sind zur Bekämpfung des ungenau analysierten Problems, aber letztlich geeignet sind, technische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen anzustoßen, die
    - die Luftverschmutzung reduzieren und unsere Städte wieder lebenswert machen
    - die extremen globalen Unterschiede zwischen arm und reich lindern
    - mit weniger Ressourcenverbrauch mehr Lebensqualität ermöglichen
    - mehr internationale Kooperation schaffen und damit Kriegsgefahren reduzieren
    - und viele andere positive Nebeneffekte erzeugen...

    Wenn ich mir all dies vorstelle, dann ist es mir letztlich egal welches Teilszenario des Schreckens letztlich zur Änderung der öffentlichen und politischen Meinung führt. Ob es Waldsterben, Klimakatastrophe, Weltkrieg oder Globaler Genozid heißt. Es ist letztlich immer nur ein Teilszenario, weil Vereinfachung ein notweniges, aber auch sinnvolles Mittel der menschlichen Entscheidungsfindung ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das Problem ist doch, dass aufgrund der Klimahysterie vollkommen falsche Prioritäten gesetzt werden.

    Wo sollen CCS- Kraftwerke der Menschheit grundsätzlich helfen? Ohne Klimakatastrophenhypothese sind sie totaler Unsinn, verschlingen aber viel Geld und Ressourcen.

    Und solche Vorschläge

    http://www.welt.de/wissen...

    sind dann endgültig nicht mehr mit sonstigen Zielen vereinbar.

    Mit einer "Klimalüge" andere sinnvolle Dinge vorantreiben zu wollen, ist aufgrund zahlreicher teurer und unerwünschter Seiteneffekte höchst ineffizient.

    Das Problem ist doch, dass aufgrund der Klimahysterie vollkommen falsche Prioritäten gesetzt werden.

    Wo sollen CCS- Kraftwerke der Menschheit grundsätzlich helfen? Ohne Klimakatastrophenhypothese sind sie totaler Unsinn, verschlingen aber viel Geld und Ressourcen.

    Und solche Vorschläge

    http://www.welt.de/wissen...

    sind dann endgültig nicht mehr mit sonstigen Zielen vereinbar.

    Mit einer "Klimalüge" andere sinnvolle Dinge vorantreiben zu wollen, ist aufgrund zahlreicher teurer und unerwünschter Seiteneffekte höchst ineffizient.

  7. Sehr geehrte Alexandra Endres,

    ich habe nirgendwo behauptet, dass der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hat.

    Ich stelle aber sehr wohl in Frage, dass Klimawandel eine Katastrophe ist. Zudem habe ich arge Zweifel, dass der menschliche Einfluss so groß ist, wie das interessierte Kreise behaupten. Ich vermute, er ist global eher marginal.

    Könnte es sein, dass Klimawandel und auch darin enthaltene menschenbeeinflusste Komponenten, kein nennenswertes Problem für die Menschheit und diesen Planeten darstellen?

    Und dass diesbezüglich offensichtlich seitens einiger wesentlicher Köpfe der Klimaforschung manipuliert gelogen und betrogen wurde, geht sehr wohl aus den veröffentlichten "Climategate" Daten hervor. Der Quellcode ist diesbezüglich allerdings noch interessanter, als die Mails.

    Dass es beim Thema Klima, wie einst beim Waldsterben, weder ganz schwarz noch ganz weiß gibt, sollte klar sein.

    Es läuft aber doch auf die Frage hinaus: Stehen wir vor einer Apokalypse oder sind mögliche Veränderung kein nennenswertes Problem? Wenn wir kein nennenswertes Klima- Problem haben, sollten wir das Geld für sinnvollere Dinge ausgeben, z.B. für die Elektrifizierung der 3. Welt.

    Mich würde diesbezüglich sehr interessieren, wie die Redaktion der Zeit zu diesem Artikel steht:

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    Teilt man diese Sichtweise?

    Mit freundlichen Grüßen

    Julia

    Antwort auf ""Climategate""
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    Redaktion

    Liebe Julia09,

    ob der Klimawandel die "Apokalypse" bedeutet, weiß ich nicht. Sicher können Naturwissenschaftler die Folgen des Klimawandels besser einschätzen als ich das als Ökonomin und Wirtschaftsredakteurin tun kann.

    Ich glaube aber nicht, dass der Klimawandel für uns kein Problem darstellen wird - und ich glaube, dass die Zeit drängt. Neuen Prognosen zufolge schreitet die Erderwärmung schneller voran als gedacht (http://www.zeit.de/wissen..., auch: http://www.zeit.de/wissen...).

    Und: Fachleute, die sich mit den daraus resultierenden Kosten beschäftigen, sagen: Je weniger wir jetzt ausgeben, um den Klimawandel zu bekämpfen, umso teurer kommt es uns später. (http://www.zeit.de/wirtsc... und http://www.zeit.de/wirtsc...)

    Wie die ZEIT zu all dem steht, können Sie diesem Link entnehmen: http://www.zeit.de/2009/5...

    Beste Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

    Redaktion

    Liebe Julia09,

    ob der Klimawandel die "Apokalypse" bedeutet, weiß ich nicht. Sicher können Naturwissenschaftler die Folgen des Klimawandels besser einschätzen als ich das als Ökonomin und Wirtschaftsredakteurin tun kann.

    Ich glaube aber nicht, dass der Klimawandel für uns kein Problem darstellen wird - und ich glaube, dass die Zeit drängt. Neuen Prognosen zufolge schreitet die Erderwärmung schneller voran als gedacht (http://www.zeit.de/wissen..., auch: http://www.zeit.de/wissen...).

    Und: Fachleute, die sich mit den daraus resultierenden Kosten beschäftigen, sagen: Je weniger wir jetzt ausgeben, um den Klimawandel zu bekämpfen, umso teurer kommt es uns später. (http://www.zeit.de/wirtsc... und http://www.zeit.de/wirtsc...)

    Wie die ZEIT zu all dem steht, können Sie diesem Link entnehmen: http://www.zeit.de/2009/5...

    Beste Grüße,
    Alexandra Endres
    Redaktion ZEIT ONLINE

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