Klimakonferenz in Kopenhagen EU streitet über ihren Beitrag zum Klimaschutz
Briten, Franzosen und die Deutschen wollen in Kopenhagen für hohe Klimaziele werben. Widerstand kommt aus Italien, Österreich und vielen osteuropäischen Ländern.
© Andreas Mergner/dpa

Werben für den Schutz der Atmosphäre: Die "Klimamauer" der UN in Kopenhagen
Der britische Premierminister Gordon Brown gehört zu denen, die beim Weltklimagipfel in Kopenhagen ein möglichst großzügiges Angebot der Europäer auf den Tisch legen wollen. "Es reicht nicht, wenn man erklärt: ‚Ich kann das tun, ich könnte das tun, vielleicht tue ich das’", sagte Brown der britischen Zeitung Guardian. Die Worte zielen auf den Beschluss der EU, die Treibhausgasemissionen von 1990 bis 2020 um 20 Prozent zu senken – vielleicht aber auch um 30 Prozent. Die deutlichere Senkung um 30 Prozent soll es nur dann geben, wenn andere Industrieländer mitziehen.
In dieser Situation möchte Brown die EU, deren Staats- und Regierungschefs sich am Donnerstag und Freitag zum Gipfel in Brüssel versammeln, zu einem ambitionierten Vorgehen beim Klimaschutz bewegen. Schützenhilfe erhielt er in Kopenhagen von Frankreichs Umweltminister Jean-Louis Borloo. Ähnlich wie die britische Regierung ist Paris davon überzeugt, dass ein halbwegs ambitionierter Klimadeal in Kopenhagen den Weg für die Europäer frei machen würde, um ihr Minderungsziel beim Kampf gegen Treibhausgase von 20 auf 30 Prozent hochzuschrauben. Sobald eine internationale Vereinbarung gefunden sei, werde sich Frankreich für das 30-Prozent-Ziel einsetzen, sagte Borloo.
Allerdings ist die Europäische Union in der Frage, wie rasch sie der übrigen Welt eine weiter gehende Verringerung des Treibhausgasausstoßes anbieten soll, gespalten. Mehr als ein halbes Dutzend Staaten, darunter neben Großbritannien und Frankreich auch Deutschland, befürworten einen schnellen Sprung zum 30-Prozent-Ziel. Dagegen gibt es aber Widerstand aus Italien, Österreich und vielen osteuropäischen EU-Ländern, allen voran Polen – sie spielen auf Zeit.
Nach Angaben von Brüsseler Diplomaten ist beim kommenden EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt am Donnerstag und Freitag nicht damit zu rechnen, dass sich die Europäer bereits darauf festlegen, ihren Treibhausgasausstoß tatsächlich um 30 Prozent zu mindern. Wenn überhaupt, dann werde dies in der kommenden Woche geschehen – wenn nämlich in Kopenhagen das von reichlich Verhandlungstaktik geprägte "Endspiel" unter den Klimadiplomaten aus aller Welt ansteht. Zuvor soll beim Brüsseler Gipfel die gemeinsame EU-Strategie abgesteckt werden. "Wer sagt wann was für die EU?" – diese Frage müsse in Brüssel vor der entscheidenden Kopenhagener Verhandlungswoche geklärt werden, hieß es am Dienstag in Berliner Regierungskreisen.
Bewegung zeichnet sich indes bei der EU-Soforthilfe für die ärmsten Staaten beim Klimaschutz ab. Nach Angaben von EU-Diplomaten ist eine Gesamtsumme von mehr als drei Milliarden Euro im Gespräch, mit der EU-Staaten die unmittelbaren Folgen des Klimawandels in den betroffenen Ländern zwischen 2010 und 2012 abmildern wollen. Damit etwa Dämme gegen Flutwellen in den Entwicklungsländern finanziert werden können, macht sich Frankreich für die Einführung einer internationalen Steuer auf Finanztransaktionen stark. Finanzministerin Christine Lagarde und Außenminister Bernard Kouchner hatten zu Beginn des Monats einen Steuersatz vorgeschlagen, der für die Finanzmärkte "schmerzlos" sei – fünf Cent auf 1000 Euro.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 09.12.2009)
- Datum 09.12.2009 - 12:11 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 8
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Nette Formulierung, aber wie meistens, falsch.
Es mögen die deutschen Delegierten dort sein, das deutsche Volk wurde aber, wieder einmal, nicht gefragt.
Der Vorschlag der Franzosen weist auf eine Grundmalaise der Steuerpolitik hin. Wenn etwas gewollt wird, in diesem fall die Bekaempfung des klimawandels, dann muss dafuer eine Steuer erhoben werden. Eine Quersubventionierung ueber eine Finanzmarkttransaktionssteuer waere da falsch.
Dasselbe gilt ja auch in fragen der Rente und der Gesundheit. Der Soli, das instrument ind er deutschen innenpolitk fuer solche Verschiebungen, wurde ja kuerzlich erst als verfassungsfeindlich eingestuft.
europäische Firmen als Arbeitgeber und Lieferanten in den Umweltschutz der betroffenen Länder einzubinden. Ansonsten kann man den Mrd. nur hinterherwinken. http://viereggtext.blogsp...
Es ist wirklich erstaunlich, wie Märchen vom Klimawandel durch CO2 von so "wichtigen" Leuten, wie Wissenschaftlern und Politiker propagiert werden nur um Ihre Interessen durchzusetzen. Sucht mal bei youtube nach "Die Klimalüge" von BBC
Diese Leute sind Marionetten einer globalen Diktatur namens Kapitalismus.
Und genauso, wie der Klimawandel nicht durch CO2 kommt, werden wir und unsere Kinder auch mit der Evolutionstheorie belogen.
Hier ist der wissenschaftliche Beweis dafür.
Das soll mal einer widerlegen!
Mein Gott, schreiben Sie Ihren Unsinn zu jedem Beitrag auf jedem Portal?
Langsam gehen mir Ihre Heiligen Botschaften auf die Nerven!
Informieren Sie sich bitte mal besonders gründlich!
Mein Gott, schreiben Sie Ihren Unsinn zu jedem Beitrag auf jedem Portal?
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Genau wie die Ökosteuer zur Rentenfinazierung und die Einkommensteuer als Zuschuss im Gesundheitswesen verwendet wird kann man die Finanztransaktionssteuer anderweitig verwenden.
Sonst käme der Staat nie auf einen grünen Zweig.
Weitere Finanzierungsquellen wären eine SMS-Steuer und eine Email-Steuer (ganz zu schweigen von der Steuer auf Flugbenzin).
Sie sehen: Es ist genug Geld da!
....andere Steuern zu verwenden als eine Steuer auf die Verwendung von Dingen, die Treibhausgase freisetzen. Diese kann man an der Quelle (oder, so Länder nicht mitmachen wollen, an der Stelle des Granzübertritts in den Reglungsraum) erheben. Der Ertrag einer solchen Steuer wäre genügend gross, wenn sie eine ausreichende Reduzierung der Gase erreicht.
....andere Steuern zu verwenden als eine Steuer auf die Verwendung von Dingen, die Treibhausgase freisetzen. Diese kann man an der Quelle (oder, so Länder nicht mitmachen wollen, an der Stelle des Granzübertritts in den Reglungsraum) erheben. Der Ertrag einer solchen Steuer wäre genügend gross, wenn sie eine ausreichende Reduzierung der Gase erreicht.
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Informieren Sie sich bitte mal besonders gründlich!
....andere Steuern zu verwenden als eine Steuer auf die Verwendung von Dingen, die Treibhausgase freisetzen. Diese kann man an der Quelle (oder, so Länder nicht mitmachen wollen, an der Stelle des Granzübertritts in den Reglungsraum) erheben. Der Ertrag einer solchen Steuer wäre genügend gross, wenn sie eine ausreichende Reduzierung der Gase erreicht.
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besteuert, wenn die Luft über die europäische Grenze weht?
Denken Sie noch einmal über den Vorschlag nach!
Wenn man etwas durchsetzen will, muss man auch mal querdenken. Beim Klimaschutz helfen die alten Konzepte nicht weiter!
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