Klimaabkommen Auf dem Gipfel wird die Zeit knapp
Bald rücken die Regierungschefs an, um ein Klimaabkommen zu besiegeln. Doch die wichtigsten Teilnehmer sind sich noch nicht einig. Die Umweltminister müssen noch viel Vorarbeit leisten.
In Kopenhagen wird die Schlussrunde eingeläutet. Nach neun Tagen auf Delegationsebene und in informellen Gesprächen begannen am Dienstag die Umweltminister aus 192 Staaten mit ihren eigentlichen Verhandlungen bei dem Mammuttreffen. Sie bereiten alles für die Staats- und Regierungschefs vor, die am Freitag dann den Durchbruch für ein globales Klimaabkommen schaffen sollen.
Ich will nicht verhehlen, dass ich schon etwas nervös bin, ob wir das alles schaffen
Angela Merkel vor ihrer Reise zum Klimagipfel
Diese hatten sich am Dienstag bereits digital getroffen – über Videokonferenzen und in Telefongesprächen begannen sich die Staats- und Regierungschefs abzustimmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel konferierte zudem mit US-Präsident Barack Obama, dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy und dem britischen Premierminister Gordon Brown per Videoschaltung.
Die Kanzlerin zeigte sich angesichts der immer knapper werdenden Zeit nervös. Sie dringt auf eine Einigung über die Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens zwei Grad. "Ich will nicht verhehlen, dass ich schon etwas nervös bin, ob wir das alles schaffen", sagte sie. "Wir wissen, dass uns die Zeit knapp wird... Deshalb ist große Ernsthaftigkeit gefragt."
Deutschlands Umweltminister Norbert Röttgen blickte etwas optimistischer in die Zukunft. Er sieht gute Chancen für ein Ergebnis auf dem Klimagipfel. "Nach meiner Einschätzung sind wir noch im Plan, um am Freitag zu einem Ergebnis zu kommen", sagte er.
Streit um Reduktion und Klimaverantwortung geht weiter
Der Chef einer Hauptarbeitsgruppe auf dem Klimagipfel, Michael Zammit Cutajar, legte bereits am Dienstag eine neue Fassung seines Vertragsentwurfs vor. Darin wird eine Reduzierung der Treibhausgase empfohlen, doch enthält sie im eigentlichen Text keine Reduktionszahlen für Industrie- oder Entwicklungsländer mehr – nicht einmal eine Spannweite. Es wird lediglich auf einen früheren Entwurf verwiesen. Auch bei den geplanten Finanzhilfen für Entwicklungsländer wurden sämtliche Zahlen gestrichen. Dabei ist die Festschreibung der Reduktion eines der Hauptziele vieler Gipfelteilnehmer.
Der Streit um Reduktion, Finanzen und Verpflichtungen ist derweil noch lange nicht beigelegt. Europa wies beispielsweise Vorwürfe der Entwicklungsländer zurück, der Westen wolle die Verbindlichkeit der geplanten neuen Klimaziele aufweichen. "Wir sind hier, weil wir für alle rechtsverbindliche Ziele wollen, von nichts anderem reden wir", sagte der EU-Verhandlungsführer und schwedische Umweltminister Andreas Carlgren. China und die USA müssten mehr Zugeständnisse machen, forderte er.
Die chinesische Delegation ihrerseits warf der EU eine unfaire Verhandlungstaktik vor. "Die EU-Delegationen präsentierten uns einen inakzeptablen "De-facto-Vorschlag", sagte Verhandlungsführer Yu Qingtai.
Auch die USA sieht sich Kritik ausgesetzt. Die US-Delegation wies am Dienstag mit Rechenbeispielen Kritik an ihren Reduktionszielen zurück. Die USA würden in ihren Reduktionszielen in fünf von sechs Punkten die EU überbieten oder zumindest gleichziehen, sagte US-Delegationsleiter Todd Stern. Die USA wollen den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zum Jahr 2005 um 17 Prozent zurückfahren, die EU dagegen strebt eine Verringerung um 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 an. Auf dieses Jahr umgerechnet würden die US-Reduktionsziele nach Angaben von Wissenschaftlern nur etwa 4 Prozent ausmachen.
Nach einer Studie der Organisation Climate Interactive reichen die bisherigen Zusagen auf dem Klimagipfel nicht aus, um den Temperaturanstieg zu begrenzen. Demnach würde die Temperatur nach den bisherigen Vorgaben bis zum Jahr 2100 um 3,9 Grad ansteigen. Das Ziel sei eine Begrenzung des Temperaturanstiegs um 1,5 bis 2 Grad. Ohne jede Änderung des bisherigen Verhaltens würde die Temperatur um 4,8 Grad ansteigen.
Tausende Demonstranten wollen Kongresscenter stürmen
Doch nicht nur im Bella-Kongresscenter in Kopenhagen wird gestritten – auch vor den Toren des Tagungsortes gibt es weiterhin viel zu tun. Am Vormittag wollen mehrere Tausend Demonstranten den Konferenzort stürmen. Die dänische Polizei, die wegen ihres harschen Vorgehens in die Kritik geraten ist, bereitet sich auf einen großen Einsatz vor.
In den vergangenen Tagen war die Polizei mit äußerster Härte gegen die Demonstranten vorgegangen und hatte über 1500 von ihnen festgenommen, darunter auch mehr als 300 Deutsche. Am Dienstag nahm die Polizei "vorbeugend" einen deutschen Sprecher der Organisatoren fest.
- Datum 16.12.2009 - 09:00 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Obama,der Sozialarbeiter,der Präsident geworden ist
hat die Chance auf eine wirkliche Reform:
Wer hat die meisten Nachteile,wenn die USA ihr Bahnsystem
teilweise privatisiert und dann aufgelassen haben ?
Die,die derzeit unter der Krise am meisten leiden:
Die wenig Begüterten.
Wer hat die meisten Nachteile,wenn es in der USA fast
keine Radwege gibt?Die Armen!Die USA liegt in ihren dicht besiedelten
Regionen wesentlich südlicher wie Europa,das heißt,die Emissionen
durch Hausbrand,spielen weniger Rolle.
Allerdings werden die Gebäudeisolationen ,die auch
die Klimaanlagen entlasten werden,schon erneuert
Was brächte eine Ökologische Reform der USA? Arbeit ,gute
Stimmung,wirtschaftlichen Aufbruch.
Menschen die sich zum Beispiel an der Sonne
beim Radfahren bewegen können,können ihr Serotonin besser
bilden,und sind weniger traurig.
Weiters kann so eine Reform einen Vorbildcharakter für
die Länder der südlichen Halbkugel bringen:
http://www.welt.de/vermis...
Hier in Mitteleuropa wurden leider auch in den 40 Jahren sehr
viele AUtobahnen gebaut.Wer? Das wissen Sie.
Die Vermehrung von Verkehrsflächen auf Kosten von Naturflächen geht seit dieser Zeit unvermindert weiter.
Nun der Dänische König hat gezeigt wie einfach Lösungen
sind
http://www.badische-zeitu...
Im Süden unseres Planeten gibt es wenig Heizungen,umso mehr
Verkehr!Wir sind Vorbild !
Die Welt vereint sich im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Es wird eine historische Einigung geben, alles wird besser werden. Vorallem wird der Erde und ihren Bewohnern eine Verschnaufpause gegönnt, oder besser sie sollten sich erholen.
Und jetzt, es wird eher Kriegserklärungen zwischen den Staaten geben als gemeinsame Lösungen, das wird nie was, wenn wir es hier mit Vertretern der einzelnen Staaten zu tun haben. Da gibt es nur Einzelinteressen die zählen, nicht das Ganze.
Deswegen habe ich keine Hoffnung auf eine Erholung für den Planeten und seine Bewohner, es wird eng für alle Lebewesen.
Sehr richtig.
Man muss sich beeilen bevor die ganzen Lügengebilde von CRU & Co zusammenbrechen.
Nur, die stehen jetzt schon so enorm schief, dass viele Menschen dem CO2-Götzen nicht mehr so Glauben schenken wollen.
Trotz so einem Trommeln der Medien.
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