Rekordverschuldung 96.900.000.000 Euro – das Staatsdefizit hat sich versechsfacht
Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass bei Bund, Ländern und Kommunen 2009 ein riesiges Minus zu Buche schlägt. Sie gaben 96,9 Milliarden mehr aus, als sie einnahmen.
© Kai Schöning/ photocase

Da hilft alles Nachzählen nicht: Die deutsche Staatskasse ist stark überschuldet
Vor einem Jahr betrug der Fehlbetrag in der deutschen Staatskasse lediglich 17,2 Milliarden Euro. Nun verbucht Deutschland ein Staatsdefizit von 96,9 Milliarden Euro. Grund für die explodierende Staatsverschuldung im laufenden Jahr sind die enormen Kosten für die Bankenrettung, die Konjunkturpakete und die Kurzarbeit, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Durch die Wirtschaftskrise stiegen demnach die Ausgaben um 7,9 Prozent auf 838,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig sorgte die schlechte Konjunktur für hohe Steuerausfälle. Dadurch sanken die Einnahmen um 2,4 Prozent auf 741,9 Milliarden Euro.
Aufgeschlüsselt auf Bund, Länder und Kommunen sieht die Belastung folgendermaßen aus: Das Finanzierungsdefizit des Bundes erhöhte sich auf 49,2 Milliarden Euro. Hiervon entfielen 16,0 Milliarden Euro auf die Sonderhaushalte namens Finanzmarktstabilisierungsfonds und Investitions- und Tilgungsfonds.
Für die Länder errechnet sich ein Finanzierungsdefizit von 24,3 Milliarden Euro. Die Gemeinden und Gemeindeverbände wiesen im Berichtszeitraum ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 6,7 Milliarden Euro aus.
Nettokreditaufnahme der öffentlichen Haushalte bei 62 Milliarden
Die öffentlichen Ausgaben stiegen besonders stark beim Bund und bei den Ländern. Ins Gewicht fielen hier stark gestiegene Ausgaben für Beteiligungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarkts. Bei den Gemeinden und der Sozialversicherung fielen die Ausgabenzuwächse dagegen geringer aus.
Zum Rückgang bei den Einnahmen der öffentlichen Haushalte trugen im Wesentlichen gesunkene Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben (um 3,3 Prozent auf 662,4 Milliarden Euro) bei. Die Einnahmen des Bundes aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben gingen um 2,6 Prozent auf 182,4 Milliarden Euro und die der Länder um 8,3 Prozent auf 141,8 Milliarden Euro zurück – vor allem wegen geringerer Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer.
Die kommunalen Steuereinnahmen waren mit 41,9 Milliarden Euro um 13,0 Prozent niedriger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres, unter anderem ist dies auf stark rückläufige Gewerbesteuereinnahmen zurückzuführen.
Die Nettokreditaufnahme zur Finanzierung des Defizits der öffentlichen Haushalte betrug 62,8 Milliarden Euro. In den ersten drei Vorjahresquartalen hatten die öffentlichen Haushalte dagegen noch eine Nettokredit-Tilgung von 15,6 Milliarden Euro ausgewiesen.
- Datum 29.12.2009 - 12:16 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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dass Sie die unglaubliche Zahl mit all ihren Nullen und ihrer dadurch deutlich sichtbaren Brisanz mal ausgeschrieben haben!
Im Allgemeinen bedienen sich die Medien ja zu gern der mathematischen Kurzschrift und berichten von einem 96 Mrd.-Defizit. Das klingt harmlos: Wer fürchtet sich schon vor ´ner simplen zweistelligen Zahl?
Ansonsten: Wie lassen sich diese Wahnsinnssummen noch vernünftig und verständlich in das Koordinatenkreuz des kleinen Mannes einordnen? Ich denke, dafür besitzt unsereiner überhaupt kein Bezugssystem. Insofern macht es schlicht angst, was da in unser aller Namen und zu unser aller Lasten für eine maßlose Finanzpolitik getrieben wird.
Frage! Wer hat denn die 96,7 Mrd. Vermögen?
Kann mir dass mal jemand sagen????
http://www.weissgarnix.de...
der staat schuldet das geld vor allem den privaten kreditbanken und den landesbanken.
also...öhm...tja...den banken, bei denen er kredit aufnimmt, um ihnen damit aus der patsche zu helfen. oder, nochmal anders gesagt: um über konjunkturprogramme, abwrackprämien und wasweißichallesnoch das geld unter die leute zu bekommen. was eigentlich der job der banken ist.
in den usa, so hörte ich morgens im dlf, haben die großbanken der FED sogar geld geliehen, um es verzinst wieder zurückzubekommen. auch eine art, die "wirtschaft" anzukurbeln...
http://www.weissgarnix.de...
der staat schuldet das geld vor allem den privaten kreditbanken und den landesbanken.
also...öhm...tja...den banken, bei denen er kredit aufnimmt, um ihnen damit aus der patsche zu helfen. oder, nochmal anders gesagt: um über konjunkturprogramme, abwrackprämien und wasweißichallesnoch das geld unter die leute zu bekommen. was eigentlich der job der banken ist.
in den usa, so hörte ich morgens im dlf, haben die großbanken der FED sogar geld geliehen, um es verzinst wieder zurückzubekommen. auch eine art, die "wirtschaft" anzukurbeln...
...Jahr, hätte aber viel schlimmer kommen können. Jedenfalls scheint mir die prozentuale Neuverschuldung gemessen an der Tiefe der Krise und der Grösse der Konjunkturstützungen eher ok und objektiv kaum ein Grund zur Beunruhigung.
http://www.weissgarnix.de...
der staat schuldet das geld vor allem den privaten kreditbanken und den landesbanken.
also...öhm...tja...den banken, bei denen er kredit aufnimmt, um ihnen damit aus der patsche zu helfen. oder, nochmal anders gesagt: um über konjunkturprogramme, abwrackprämien und wasweißichallesnoch das geld unter die leute zu bekommen. was eigentlich der job der banken ist.
in den usa, so hörte ich morgens im dlf, haben die großbanken der FED sogar geld geliehen, um es verzinst wieder zurückzubekommen. auch eine art, die "wirtschaft" anzukurbeln...
Dann braucht man doch nur die Banken zu verstaatlichen und das Geld ist wieder da!!! Oder, etwa nicht?
PS.Die FED ist doch auch eine private Bank!!!!
Ich empfehle sich mit der Realität vertraut zu machen und die Zusammenhänge zu studieren, bevor du hier Unsinn und Verdrehungen abläßt.
Eine anspruchsvolle Diskussion kann nur mit Leuten erfolgen, die die Realität auch begreifen.
Hmmm schon mal was von "Bundesanleihen" (etc.) gehört.
Eher nicht, sonst würdest du weniger Unfug schreiben, speziell wenn du dir die Käufer dieser Wertpapiere mal anschauen würdest.
Dann braucht man doch nur die Banken zu verstaatlichen und das Geld ist wieder da!!! Oder, etwa nicht?
PS.Die FED ist doch auch eine private Bank!!!!
Ich empfehle sich mit der Realität vertraut zu machen und die Zusammenhänge zu studieren, bevor du hier Unsinn und Verdrehungen abläßt.
Eine anspruchsvolle Diskussion kann nur mit Leuten erfolgen, die die Realität auch begreifen.
Hmmm schon mal was von "Bundesanleihen" (etc.) gehört.
Eher nicht, sonst würdest du weniger Unfug schreiben, speziell wenn du dir die Käufer dieser Wertpapiere mal anschauen würdest.
würde viel von ihrem Schrecken (so man denn mit Milliardenbeträgen noch Menschen erschrecken kann) verlieren, wenn sich jede Bürgerin und jeder Bürger sich gewiss sein könnten, dass eine Weitsicht in der Finanz- und Hilfspolitik zu ihrer Höhe beitrug.
"Ich zahle meine Steuern" gerne, bekundet der aktuelle Finanzminister im FAZ-Interview ... und der Bürger täte es ihm gerne gleich, doch scheint die Wahrnehmung der Realität mit den Milliardenhilfen für Banken, den nur per Statistik erhöhten Bildungsausgaben und der angestrebten Senkung bei DEN Wachstumsfaktoren Deutschlands, der Hotel- und Erbschaftssteuer, zwischen Minister und Volk doch geradezu konträr zu sein.
Setzt man darauf, dass die Menschen in diesen Tagen abstumpfen, sich dem Weihnachtskonsum und weniger den vielen Beträgen in den Medien widmen? Wenn ja, wird ein sicherlich großer Teil der Bevölkerung ihr genau diesen Wunsch erfüllen, während der andere vom Aufwachen träumt, aus dem bösen Traum wohlgemerkt.
Ich empfehle jedem Interessierten, sich aktuelle Interviews der politisch Verantwortlichen durchzulesen, denn schon ohne Zwischenzeilenverständnis wird es an Überheblichkeit, Wahrheitsverdrehung und viel, viel Hybris kaum fehlen ... das sollte mehr warnen als eine weitere Zahl mit vielen Nullen und einem Minus davor ... hoffe ich.
..bei immer weniger Arbeit
bei immer weniger richtig bezahlten Arbeitsplätzen
(dies betrifft übrigens nicht die Arbeitsplätze des öffentl. Dienstes: ausdrücklich nicht Feuerwehr,Polizei und Gesundheitsdienst - und nicht den vollkommen aus dem Ruder gelaufenen NICHTöffentlichen Dienst - als nur ein einziges Beispiel die DIW)
bei immer mehr Rentnern
bei immer mehr überversorgten Pensionären/Politikern
bei immer mehr restlos versagenden Landes-Banken
bei immer mehr schlecht ausgebildeter Jugend
bei immer mehr Veruntreuung von Steuergeld
(s. Schwarzbuch-Bibliothek)
bei immer mehr Krieg
bei der Übernahme einer DDR ohne Einstandszahlungen
(die wurden durch die STASISED vorher ein wenig außerhalb geparkt)
bei der Ausführung der "blühenden Landschaften" ohne die geringste finanzielle Kontrolle
....die all das berücksichtigen würde ?
Mir fiele dazu etwas ein......
von 1992 bis 2007 zeigt deutlich, dass man immer "ein Schüppchen drauflegte" - Jahr für Jahr.
Gefragt ist ein "gerechte" Ausgbabenpolitik, die endlich eine "Schuldenbremse" einbaut und "spart". Eine Lobbyklientelpolitik, wie im Fall der Mehrwertsteuerabsenkung für die Hoteleigentümer, ... und das sich hinterher Bewusstmachen, wie dieser Schuldenblock und von wem zu bezahlen ist, führt in die Sackgasse und ist keine "gerechte" Politik. Eher ein Denkmuster alter Tage einigen ausgewählten Lobbygruppen "Wahlgeschenke" zu offerieren.
Der schnellste Weg die "Schulden" ernsthaft abzubauen, ist eine Kombination aus neuen Antischulden-Gesetzen und einer "Rasenmähermethode" in der Ausgabenkappung. Alle werden meckern und keiner wird zufrieden sein, aber es wäre ein systemfreundlicher Weg, der keine komplizierte Wertung nach sich ziehen muss. Gewertet kann aber immer noch, um sich über den "Rasenmäher" hinaus, weiteren Einsatzfeldern speziell zu widmen.
Wie schwer es ist, aus dem gewählten Pfad der Schuldenaufnahme als Dauerregulativ des Staatshaushaltes zu entkommen, lebt derzeit der EU-Staat Griechenland mit großer Deutlichkeit vor.
Dann braucht man doch nur die Banken zu verstaatlichen und das Geld ist wieder da!!! Oder, etwa nicht?
PS.Die FED ist doch auch eine private Bank!!!!
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