Energiepolitik Das Schicksal der StrommastenSeite 2/2

Auch die Landwirte sind auf neue Stromleitungen oder gar unterirdische Stromspeicher nicht gut zu sprechen – und gehören daher der Initiative offiziell auch noch nicht an. HGÜ-Erdkabel bedeuten in der Regel meterbreite Schächte, in denen armdicke Stromkabel verschwinden. Nach dem Verlegen sollen Ackerböden nicht in jedem Fall wieder nutzbar sein. Ähnlich ist die Situation bei den Speichern unter Tage: Schon jetzt drängen Bauernvertreter auf lukrative Entschädigungen, wenn sie ihr Land dafür zur Verfügung stellen sollen – egal, ob für abgeschiedenes Kohlendioxid (CCS) oder Druckluftspeicher, die überschüssigen Windstrom aufnehmen. Denn schließlich würden andere Unternehmen dann ihren Grund und Boden zum Wirtschaften nutzen, argumentieren sie.

Will das Forum Einfluss nehmen, dann muss es sich bei der Ausarbeitung seines Planes beeilen. Denn die neue Bundesregierung will selbst Anfang kommenden Jahres mit der Erarbeitung eines umfassenden Energiekonzepts beginnen. Und dort wird es auch um die Themen Stromnetzausbau und Stromspeicherung gehen sowie um die Zukunft der Netzbetreiber. Schließlich ist immer noch die Gründung einer Deutschen Netz AG, an welche die vier Übertragungsnetze übertragen werden, im Gespräch. Die Energiekonzerne E.on und Vattenfall haben zudem bereits angekündigt, ihre Netztöchter zu verkaufen. Das wird die zukünftige Arbeit des Bündnisses nicht unbedingt einfacher machen.

 
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