Autoindustrie US-Automarkt kommt in Schwung

Während Amerikaner wieder mehr Autos kaufen, halten sich die Deutschen nach dem Auslaufen der Abwrackprämie zurück. Die Hoffnung liegt jetzt auf dem Export.

Nachdem der Tiefpunkt der Konjunktur überwunden scheint, hat sich die Erholung des Automarkts in den USA fortgesetzt. Volkswagen, Daimler, BMW, Audi, Toyota und Ford verkauften dort deutlich mehr Autos als vor Jahresfrist. Die Unternehmen profitierten davon, dass sich viele Käufer Feiertags-Rabatte sichern wollten. Zudem gab es im vergangenen Monat zwei Verkaufstage mehr als vor Jahresfrist.

Volkswagen und dessen Tochter Audi verkauften in den USA im Dezember 16 Prozent beziehungsweise 17 Prozent mehr Autos. Auch BMW und Mercedes konnten mit ihren Kernmarken jeweils etwa ein Zehntel zulegen. Die Kleinwagen-Töchter Mini und Smart trübten jedoch das gute Gesamtbild mit teils drastischen Rückgängen. Der Sport- und Geländewagen-Hersteller Porsche stagnierte gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Ford und Toyota gelang sogar, im Dezember jeweils fast ein Drittel mehr Autos an den Kunden zu bringen. Allerdings waren die Verkäufe aller Hersteller im Vergleichsmonat wegen der Wirtschaftskrise bereits rückläufig gewesen.

Trotz der US-Abwrackprämie Cash for Clunkers waren im Sommer dem US-Konzern General Motors knapp 30 Prozent der Bestellungen weggebrochen, bei Chrysler waren es sogar 36 Prozent. Beide Autohersteller waren nach jahrelanger Misswirtschaft in die Insolvenz gegangen, aus der sie nur Dutzende Steuermilliarden wieder befreiten. Damit verkauft GM sechs Prozent weniger Autos, aber mit fast 209.000 Stück immer noch die meisten Wagen in den Vereinigten Staaten. Zugute kam dem Konzern dabei der Ausverkauf bei den aufgegebenen Marken Pontiac und Saturn, die Kunden mit satten Rabatten gelockt hatten. Chrysler verlor vier Prozent.

Ford hingegen büßte dank frühzeitiger Weichenstellungen durch den branchenfremden Chef Alan Mulally nur gut 15 Prozent in 2009 ein. Da traf es sogar BMW, Mercedes und selbst Toyota schlimmer.

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