Notiz aus Davos Der Optimismus der Öl-Dinosaurier
Die Chefs der großen Ölkonzerne diskutieren über die Energieversorgung der Welt. Ihre Botschaft: Trotz Klimawandels ändern sie nichts.
World Energy Outlook hieß das Podium in Davos: ein bescheidener Name für eines der bestbesetzten Panels überhaupt. Die Chefs von BP, Shell, Total und Saudi Aramco saßen da am Morgen zusammen mit dem Präsidenten von Aserbajdschan, Ilham Alijew, und den Chef des Industrieunternehmens mit dem größten Energiehunger überhaupt, Dow Chemical, Andrew N. Liveris. Befragt wurden sie alle von Daniel Yergin, dem wohl bekanntesten Ölexperten der Welt.
Heraus kam – ein ungeheures Selbstvertrauen der großen Energielieferanten. Die Welt braucht uns, das war ihre Botschaft, und wir verhalten uns extrem verantwortlich. Tony Hayward von BP war stellvertretend für diese Haltung. Man arbeite daran, Energie sicher, kostengünstig und nachhaltig zu liefern. Auch in 20 Jahren würden Öl und Co. den allergrößten Teil des Bedarfs befriedigen. Gerade die Ölnachfrage werde weiter steigen, obwohl sie im Westen langfristig nachlasse. China und andere asiatische Länder würden das aber mehr als ausgleichen. Es bedürfe eines gewaltigen Kraftaktes, um die zu erwartende Angebotslücke zu schließen.

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Die Kollegen sekundierten. Es sei gar nicht hilfreich, wenn im Westen die Lüge verbreitet werde, man könne sich vom Öl unabhängig machen. Jede neue Energieform brauche erfahrungsgemäß Jahrzehnte, um sich durchzusetzen. Öl sei hinreichend in der Erde, man müsse aber enorm investieren, um es rechtzeitig zu extrahieren – und dafür brauche man Sicherheit, welche die Käuferländer geben müssten. Andernfalls drohe in ein paar Jahren eine wahre Ölpreisexplosion.
War da nicht was? Ach ja, der Klimawandel und der Kampf dagegen.
Störte weiter nicht in den Statements der Chefs. Natürlich redete man auch von ökologischer Verantwortung und erneuerbaren Energien. Aber: immer schön langsam bitte. Der Realismus von Big Oil bedeutet, dass es mit Big Oil und Gas und Kohle weitergeht.
Was man sich auf dem Panel nicht vorstellen konnte: dass sich die Gesetze in der Energieindustrie auch einmal ändern könnten. Dass man den Kampf gegen den Klimawandel viel aggressiver führen könnte als bisher.
Es ist, wie es ist: Die Lösung des Klimaproblems kommt nicht von denen, die es verursachen. Das gilt für klassische Stromkonzerne genauso wie für klassische Multinationals. Erschreckend nur, wie wenig das Big Oil zu stören scheint. Die chinesische Nachfrage garantiert ihnen einen Boom, meinen sie, und niemand könne daran etwas ändern. Klingt ein wenig wie der Optimismus der Dinosaurier, kurz bevor sich das Weltklima empfindlich änderte.
- Datum 28.01.2010 - 13:22 Uhr
- Serie Notiz aus Davos
- Quelle ZEIT ONLINE
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Es wird doch noch Jahrzehnte duaern, bis sich die Chinesen auf eine Umweltpolitik europaeischer Praegung verstaendigt haben. Und selbst wenn sie dies taeten, kommen dann eben andere Entwicklungslaender, die Oel benoetigen.
Die Oelindustrie sieht keiner duesteren Zukunft entgegen, selbst wenn man aggressiver gegen den klimawandel kaempfen wuerde, weil das alles viel Zeit braucht und die neuen TEchnologien auf dem freien MArkt noch keine Chance haben. Das koennen die Europaeer zwar wegsubventionieren, nicht aber der Rest der Welt.
ist das. Da trifft sich ein Haufen Wirtschaftsbosse, die unglaubliche Möglichkeiten besäßen, aber nö, das wird nichts. Ist ja nicht ihre Erde, die sie zerstören. Öl kann man auch im Warmen fördern...
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Konzerne es unterlassen werden, die fossilen Vorräte der Erde bis auf die letzte Tonne Kohle, den letzten Kubikmeter Erdgas und das letzte Barrel Öl zu Geld zu machen. Unser Wirtschaften wird (leider) von den Profiteuren des Wirtschaftens, nicht von dem Bedürfnissen der Verbraucher und Gemeinschaften getrieben.
Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben, die Theorie mit dem menschengemachten Klimawandel läuft gerade Gefahr, gegen die Wand zu fahren. Bevor Sie also erneut den Unterganges des Abendlandes ausrufen, wäre ein Rückbesinnung und Überprüfung der Theorie von Nöten.
sowie die Äquivalente absorbieren einen immer erheblicheren Teil der Wärmestrahlung, die unsere Erde verlässt, soviel ist sicher. Je mehr CO2 man also aus stößt, desto mehr Partikel werden zur Absorption beitragen. Ob die weltumspannenden klimatischen veränderungen letztlich nur daher rühren ist völlig unwichtig, denn erstens: energieproduktion aus öl/naturgas erzeugt eine Menge CO2 das alleine durch diesen Umstand seinen Beitrag leistet, zweitens: die ressourcen sind endlich, die zu erwartenden Preise werden immer höher liegen? Wie schwer ist es darin die Pointe zu erkennen? Die Gewinner einer nachhaltigen und prinzipiell unendlichen Energieproduktion sind alle Menschen die auf unkomplizierten Strom aus der Dose angewiesen sind, so auch Sie. Es nützt Ihnen also nichts weiter abzuwarten, da das einzige was dadurch Riskiert wird, Lieferengpässe seitens verfügbarer Energie durch die endlichen fossilen Ressourcen sowie unzureichend erforschte Technik zur Erzeugung erneuerbarer Energien sind. Aber Hauptsache alles auf morgen verschieben, nicht?
sowie die Äquivalente absorbieren einen immer erheblicheren Teil der Wärmestrahlung, die unsere Erde verlässt, soviel ist sicher. Je mehr CO2 man also aus stößt, desto mehr Partikel werden zur Absorption beitragen. Ob die weltumspannenden klimatischen veränderungen letztlich nur daher rühren ist völlig unwichtig, denn erstens: energieproduktion aus öl/naturgas erzeugt eine Menge CO2 das alleine durch diesen Umstand seinen Beitrag leistet, zweitens: die ressourcen sind endlich, die zu erwartenden Preise werden immer höher liegen? Wie schwer ist es darin die Pointe zu erkennen? Die Gewinner einer nachhaltigen und prinzipiell unendlichen Energieproduktion sind alle Menschen die auf unkomplizierten Strom aus der Dose angewiesen sind, so auch Sie. Es nützt Ihnen also nichts weiter abzuwarten, da das einzige was dadurch Riskiert wird, Lieferengpässe seitens verfügbarer Energie durch die endlichen fossilen Ressourcen sowie unzureichend erforschte Technik zur Erzeugung erneuerbarer Energien sind. Aber Hauptsache alles auf morgen verschieben, nicht?
am längeren Hebel und hält die Hand auf. Ohne Alternativenergien sehen wir alt aus. Und die Lieferanten brauchen Absatz. Klimabewusster Drittelmix? http://viereggtext.blogsp...
Grosse Energieerzeuger betrachten also eine unabhängige Energieerzeugung skeptisch; wahrscheinlich mit der gleichen Skepsis mit der ein Hersteller von Bademoden die FKK Bewegung betrachtet. So weit, so normal.
Was ich jetzt nur nicht verstehe, ist der Platz den die Zeit dieser absolut unsensationellen Nachricht einrichtet? Ist sonst nichts passiert? Und dann stößt mein suchendes Auge auf einen Bericht über die Lobbyarbeit eines Biogasunternehmers der alle Zutaten für einen echten Skandal mitbringt. Das die FDP dabei von Zukunftssicherheit für Anleger spricht, kurz nachdem eine 50% Kürzung der Zulagen für Solarstrom angekündigt wurde, gibt der Sache dann auch noch den richtigen Drive...
UND WAS MACHT IHR DAMIT?
Schämt Euch!
Na los!
W.
Vielleicht:
Gier macht dumm.
oder:
Gier macht krank.
oder:
Gier macht asozial.
sowie die Äquivalente absorbieren einen immer erheblicheren Teil der Wärmestrahlung, die unsere Erde verlässt, soviel ist sicher. Je mehr CO2 man also aus stößt, desto mehr Partikel werden zur Absorption beitragen. Ob die weltumspannenden klimatischen veränderungen letztlich nur daher rühren ist völlig unwichtig, denn erstens: energieproduktion aus öl/naturgas erzeugt eine Menge CO2 das alleine durch diesen Umstand seinen Beitrag leistet, zweitens: die ressourcen sind endlich, die zu erwartenden Preise werden immer höher liegen? Wie schwer ist es darin die Pointe zu erkennen? Die Gewinner einer nachhaltigen und prinzipiell unendlichen Energieproduktion sind alle Menschen die auf unkomplizierten Strom aus der Dose angewiesen sind, so auch Sie. Es nützt Ihnen also nichts weiter abzuwarten, da das einzige was dadurch Riskiert wird, Lieferengpässe seitens verfügbarer Energie durch die endlichen fossilen Ressourcen sowie unzureichend erforschte Technik zur Erzeugung erneuerbarer Energien sind. Aber Hauptsache alles auf morgen verschieben, nicht?
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