Arabische Emirate Der höchste Wolkenkratzer der Welt

Dubai hütet seine Geheimnisse. Niemand kann sagen, wie hoch das Gebäude "Burj Dubai“ wirklich ist, das am Montagabend mit großem Spektakel eröffnet wird.

"Mehr als 800 Meter" lautete die offizielle Auskunft des Bauträgers Emaar Properties. Das sei Teil der Mystik, die das neue Haus der Superlative ausstrahlen solle, hieß es zur Begründung. Eins allerdings steht fest - mit dem gigantischen Wolkenkratzer hat der arabische Wüstenstaat den bisherigen Rekordhalter, den 509 Meter hohen "Taipei 101" in der Hauptstadt Taiwans, um Längen überholt.

6000 Gäste aus aller Welt haben sich zur Eröffnung angesagt, um dem von schlechten Nachrichten arg gebeutelten Emir von Dubai, Mohammed bin Raschid al-Maktum, bei Feuerwerk und Lichtschau eine Atempause zu geben. Eigens auf den vierten Jahrestag seiner Machtübernahme hat der 60-jährige Chef von "Übermorgenland" die Eröffnung seines neuen Luxustempels aus Eisen und Stahl legen lassen.

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Denn der Scheich, der in seiner Freizeit gern dichtet, twittert und Pferde züchtet, will demonstrieren, dass sein Vision von Dubai den schweren Stürmen der Weltwirtschaftskrise trotzen kann. "Ich bin ein Beduine – und Beduinen lieben Herausforderungen", vertraute er kürzlich Gästen in seinem Palast an, während sich die über 90 Gläubigerbanken und Investmentfonds bei den Umschuldungsgesprächen bislang an seinen Unterhändlern die Zähne ausbeißen.

Mit dem neuen Weltwunder der Baukunst soll Dubai nun wenigstens für einige Tage aus den negativen Schlagzeilen herauskommen. 160 Etagen hat das von dem amerikanischen Architekten Adrian Smith entworfene Gebäude, das 2004 begonnen wurde. Als "Kunstwerk" und "Heim für die Elite der Welt" preisen die Werbemanager den Gigaturm auf der offiziellen Website.

12.000 Menschen sollen am Ende in dieser vertikalen Kleinstadt arbeiten.

Zwei Monate dauert es, bis alle Fensterscheiben einmal geputzt sind. Und an der Spitze befinden sich das höchste Fitnessstudio sowie die höchste Aussichtsplattform der Welt, auf die bereits am Dienstag die ersten Besucher im Weltrekordaufzug hoch sausen können. Weiter unten auf drei Etagen entsteht das erste Luxushotel des Globus mit Armani-Logo. Die 175 Zimmer und Suiten werden von dem italienischen Modezar persönlich gestaltet. "Die Entwicklung Dubais fasziniert mich. Ich bin überzeugt, dass das Burj Dubai zu einem weltweiten Symbol der Stadt aufrücken wird", meinte er zur Begründung.

Wie stark Bauträger Emaar Properties von der Krise betroffen ist, ist unklar. Anders als Konkurrent Nakheel, der die erste künstliche Palmeninsel vor der Küste aufschüttete und bebaute, musste Emaar bislang nicht um Aufschub bei Krediten bitten. Auch die 1100 Apartments in den Superturm sind "praktisch zu 100 Prozent verkauft", wie Bill Baker wissen will, der als Chefingenieur der Chicagoer Hochhausspezialisten Skidmore, Owings & Merrill (SOM) die Konstruktion entworfen hat.

Damit der Rekordturm nicht unter seiner 110.000 Tonnen schweren Last aus Beton, Stahl, Aluminium und Glas zusammenbricht, entwickelte Baker einen "buttressed core", wie er den aus Beton gefertigen Kern des Gebäudes nennt.

Leser-Kommentare
  1. der überschießenden Reichtümer der Energiebesitzer. Eine Herausforderung für Terroristen? Der pure Luxus in der Wüste... zum Glück hat dieser Turm Wasser und Strom, im Gegegensatz zu vergleichbaren Ehrgeiz-Projekten. http://viereggtext.blogsp...

  2. "Dubai hütet seine Geheimnisse. Niemand kann sagen, wie hoch das Gebäude "Burj Dubai“ wirklich ist, das am Montagabend mit großem Spektakel eröffnet wird."

    Öhm, niemand der Trigonometrie nicht beherrscht.

    Ich glaube nicht das Theodoliten und GPS Empfänger in Dubai verboten sind...

    ...einmal Position am Fuss, einmal in 10 Km Entfernung, einen Winkel zur Spitze...
    ...Done

  3. 3.

    Jetzt kommen bestimmt ein Paar komische Kommentare über Wüste und Öl,man sagt bei uns(in der Wüste) niemand schubst einen toten Hund.
    und der Kluge versteht was der Spruch bedeutet!!!!bloß nicht neidisch sein.

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    ...Kompensationsgebäude neidisch...

    ...Kompensationsgebäude neidisch...

  4. ...Kompensationsgebäude neidisch...

    Antwort auf "Kommentar Nr. 3"
  5. Ich finde es mutig, dass in Dubai solche Projekte durchgeführt und hoffentlich trotz "Krise" auch weiterhin umgesetzt werden. Solche Bauwerke zu schaffen ist wirklich eine Herausforderung für alle Beteiligten und irgendwie auch Sinnbild und Prestigeobjekt einer Weltstadt.

    Da könnte sich Deutschland eine Menge abschauen um mal ansatzweise ähnlich zukunftsträchtige Großprojekte umzusetzen. "Klotzen statt Kleckern" ohne zu striktes Sicherheitsdenken sollte eben auch erwogen werden um Architektur zu schaffen mit denen sich Menschen weltweit identifizieren.

    Natürlich könnte man einwerfen, dass die verwendeten Milliarden nicht gegen Ausbeutung oder Armut verwendet wurden, aber das sind zwei Baustellen die man trennen sollte. Und ich glaube der reale Anblick des Burj Dubai wird viele Menschen noch über viele Jahre erfreuen und ein Sinnbild für Dubai werden - was mich schon mal positiv stimmt.

    Grüße
    Till

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    Gebäude die Menchen "erfreuen" und Sie "positiv stimmt", sollten keinen Vorrang haben vor Armut, Hungertod, Elend, Korruption und Ausbeutung. Wieso sollte man diese "Baustellen" trennen? Eine Gesellschaft in der immernoch Gebäude und Reichtum einiger weniger mehr wert sind als das Wohl aller, kann mental nicht weit vom Mittelalter liegen. leider ist es in Europa auch nicht viel besser, wie der geplante Schlossbau in Berlin zeigt.

    Gebäude die Menchen "erfreuen" und Sie "positiv stimmt", sollten keinen Vorrang haben vor Armut, Hungertod, Elend, Korruption und Ausbeutung. Wieso sollte man diese "Baustellen" trennen? Eine Gesellschaft in der immernoch Gebäude und Reichtum einiger weniger mehr wert sind als das Wohl aller, kann mental nicht weit vom Mittelalter liegen. leider ist es in Europa auch nicht viel besser, wie der geplante Schlossbau in Berlin zeigt.

    • KHJ
    • 04.01.2010 um 0:56 Uhr

    "Dubai hütet seine Geheimnisse. Niemand kann sagen, wie hoch das Gebäude "Burj Dubai“ wirklich ist, das am Montagabend mit großem Spektakel eröffnet wird."

    ... 818 Meter hoch!!! Und weiter

    Das war einer der größten Aufträge, den das Familienunternehmen aus Niederzier (Düren) bei Köln jemals hatte. Bei Lopark wurde das Parkett für den Burj Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt, gefertigt. Rund 30 Mal waren die Mitarbeiter zum Verlegen in den letzten Jahren in Dubai. Morgen wird der 800 Meter hohe Turm eröffnet.

    In Krefeld bei Thyssen Krupp wurden zum Beispiel die Stahlträger für den Rohbau produziert.

    KHJ aus Köln

  6. 7. 818

    http://www.burjofdubai.co...

    Ich habe mal nicht nur den ersten Treffer (bei Google) gelesen. Die Adresse oben war so was wie der 5te.

    Natuerlich klingt es besser wenn da ein Geheimnis dahinter steckt.

  7. Gebäude die Menchen "erfreuen" und Sie "positiv stimmt", sollten keinen Vorrang haben vor Armut, Hungertod, Elend, Korruption und Ausbeutung. Wieso sollte man diese "Baustellen" trennen? Eine Gesellschaft in der immernoch Gebäude und Reichtum einiger weniger mehr wert sind als das Wohl aller, kann mental nicht weit vom Mittelalter liegen. leider ist es in Europa auch nicht viel besser, wie der geplante Schlossbau in Berlin zeigt.

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