Bsirske im Interview "Sozial ist, was Kaufkraft schafft"
In den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes geht es um deutliche Lohnzuwächse. Ver.di-Chef Frank Bsirske sieht einigen Spielraum. Warum, sagt er im Interview
Frage: Herr Bsirske, im vergangenen September haben Sie gesagt: "Die Lohnentwicklungsbäume wachsen nicht in den Himmel." Nun gehen Sie mit einer Forderung von fünf Prozent an den Start. Wie passt das zusammen?
Antwort: Erst mal: Die Forderung unterscheidet sich deutlich von der in der letzten Tarifrunde.
Frage: 2008 waren das acht Prozent.
- Zur Person
Frank Bsirske, 1952 als Arbeitersohn in Helmstedt geboren, studierte Politik und war Bildungssekretär der Sozialistischen Jugend/Die Falken bevor er bei der ÖTV Karriere machte. Das Grünen- Mitglied wurde 2001 der erste Vorsitzende von Verdi, der Dienstleistungsgewerkschaft, die damals aus der Fusion von ÖTV, DAG, IG Medien, HBV und Postgewerkschaft entstand.
- Der Konflikt
Es beginnen die Tarifgespräche für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. Da der Abschluss meist auf die Beamten übertragen wird, betreffen die Verhandlungen gut zwei Millionen Menschen. Verdi, Beamtenbund sowie die Gewerkschaften der Polizisten und Lehrer erheben Forderungen im Gesamtvolumen von fünf Prozent.
Antwort: Die Grundlage für unsere aktuelle Forderung ergibt sich aus der erwarteten Inflationsrate von 1,2 Prozent für dieses Jahr und aus einem gesamtwirtschaftlichen Anstieg der Produktivität um 1,6 Prozent, wie der Sachverständigenrat erwartet.
Frage: Macht zusammen 2,8 Prozent.
Antwort: In den gesetzlichen Krankenversicherungen werden voraussichtlich Zusatzbeiträge für die Arbeitnehmer fällig, die zwischen 0,5 und 0,7 Prozent liegen. Und schließlich haben wir einen Nachholbedarf im öffentlichen Dienst. Zwischen 2000 und 2009 sind die Löhne in der deutschen Wirtschaft insgesamt um fünf Prozent stärker gestiegen als im öffentlichen Dienst.
Frage: Sie vergleichen dabei die Tarifeinkommen. Doch immer weniger Unternehmen zahlen Tarif, sodass die wirklichen Einkommen in der Privatwirtschaft sogar weniger stark gestiegen sind als im öffentlichen Dienst.
- Datum 11.01.2010 - 12:36 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Es ist einfach nicht einzusehen, das bei ständig steigender Produktivität der Bürger immer weniger Teilhabe am Kuchen des Sozialprodukts hat. Europa und Globalisierung sind Politik und Politik hat dem Menschen zu dienen, sprich: sein Lage zu verbessern.
Bei steigender Produktivität muss aber auch der Wohlstand zunehmen. Tut er es nicht, stimmt etwas mit er Politik nicht und es muss sich etwas ändern. Auf die derzeitige Situation angewendet, bedeutet diese Erkenntnis schlicht und ergreifend: Weg mit Europa! Weg mit der Globalisierung.
So einfach ist das, auch wenn Gewerkschaftsfunktionäre das natürlich so nicht sagen dürfen. Für sie muss gelten: Wenn die Gewinne steigen, muss der Werktätige etwas davon abhaben. Und zwar auch im Öffentlichen Dienst, denn mit steigenden Gewinnen müssen auch die Steuereinnahmen steigen, denn sonst ist ebenfalls etwas faul. So einfach ist auch das und alles andere lediglich Augenwischerei und Volksverdummung.
Fokko vom Selbstversorger-Blog/Fantasy-Blog
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http://selbstversorger-bl...
http://fokko.wordpress.com
Auf welchen Knopf muss man denn drücken, um mit der Globalisierung aufhören zu können? Und wie wollen Sie bei möglichem Erfolg verhindern, dass der Zugang der Kaufkraft für die einen nicht zur Verringerung der Kaufkraft für die anderen führt?.
Mehr Kaufkraft für den öffentlichen Dienst setzt privatwirtschaftliche Wachstum voraus, um nicht in einem zur Armut führenden Nullsummenspiel zu enden. Das schafft man doch nicht mehr ausschließlich in einem Binnenmarkt.
Auf welchen Knopf muss man denn drücken, um mit der Globalisierung aufhören zu können? Und wie wollen Sie bei möglichem Erfolg verhindern, dass der Zugang der Kaufkraft für die einen nicht zur Verringerung der Kaufkraft für die anderen führt?.
Mehr Kaufkraft für den öffentlichen Dienst setzt privatwirtschaftliche Wachstum voraus, um nicht in einem zur Armut führenden Nullsummenspiel zu enden. Das schafft man doch nicht mehr ausschließlich in einem Binnenmarkt.
"Sozial ist, was Kaufkraft schafft" ist mindestens genau so blöd wie "Sozial ist was Arbeit schafft".
Nur mit dem Unterschied, dass Bsirskes Slogan dem Kern der Sache deutlich näher kommt.
Es ist keinesfalls das sozial was Arbeit schafft! Es sei denn diese Arbeit würde dem Arbeitenden zu genügend Einkommen verhelfen, damit er durch die Früchte seiner Arbeit sich selbst und seine Familie angemessen versorgen könnte.
Vor diesem Hintergrund ist Kaufkraft, wenn sie ggf. auch auskömmlich ist, wesentlich sozialer und unabhängig davon, auf welchem Wege sie generiert wurde geeignet, um den "Mann und die Seinen" umfassend zu ernähren, bzw. ihnen eine Teilhabe am Gemeinschaftsleben auf gleicher Augenhöhe zu sichern!
Geleistete Arbeit hingegen dient für sich betrachtet zunächst einmal primär dem Arbeitgeber, der arbeiten, bzw. Produkte oder Dienstleistungen vom fleißigen Arbeiter erzeugen lässt, die er dann für teuer Geld auf den Markt bringt und ordentlich daran verdient.
Daran ist zunächst einmal gar nichts sozial, schon gar nicht in der heutigen Zeit, in der immer mehr Firmenlenker sich im Auftrag ihrer Shareholder und Kapitalgeber von gut bezahlten Vollzeit-Mitarbeitern trennen, zugunsten von modernen Billig-Lohnsklaven vom Typus Leiharbeit. Dieses Procedre ist, wenn auch (Hartz)gesetzlich legal, doch in höchstem Maße sozial und marodiert zusehends die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und spaltet/zerrüttet damit die Gesellschaft, in der wir leben.
Wirklich sozial wäre ein angemessenes Grundeinkommen für Alle, damit eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für jeden Bürger möglich ist, fernab von Existenzangst, Stigmatisierung und Armut!!!
Es ist keinesfalls das sozial was Arbeit schafft! Es sei denn diese Arbeit würde dem Arbeitenden zu genügend Einkommen verhelfen, damit er durch die Früchte seiner Arbeit sich selbst und seine Familie angemessen versorgen könnte.
Vor diesem Hintergrund ist Kaufkraft, wenn sie ggf. auch auskömmlich ist, wesentlich sozialer und unabhängig davon, auf welchem Wege sie generiert wurde geeignet, um den "Mann und die Seinen" umfassend zu ernähren, bzw. ihnen eine Teilhabe am Gemeinschaftsleben auf gleicher Augenhöhe zu sichern!
Geleistete Arbeit hingegen dient für sich betrachtet zunächst einmal primär dem Arbeitgeber, der arbeiten, bzw. Produkte oder Dienstleistungen vom fleißigen Arbeiter erzeugen lässt, die er dann für teuer Geld auf den Markt bringt und ordentlich daran verdient.
Daran ist zunächst einmal gar nichts sozial, schon gar nicht in der heutigen Zeit, in der immer mehr Firmenlenker sich im Auftrag ihrer Shareholder und Kapitalgeber von gut bezahlten Vollzeit-Mitarbeitern trennen, zugunsten von modernen Billig-Lohnsklaven vom Typus Leiharbeit. Dieses Procedre ist, wenn auch (Hartz)gesetzlich legal, doch in höchstem Maße sozial und marodiert zusehends die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und spaltet/zerrüttet damit die Gesellschaft, in der wir leben.
Wirklich sozial wäre ein angemessenes Grundeinkommen für Alle, damit eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für jeden Bürger möglich ist, fernab von Existenzangst, Stigmatisierung und Armut!!!
Es ist keinesfalls das sozial was Arbeit schafft! Es sei denn diese Arbeit würde dem Arbeitenden zu genügend Einkommen verhelfen, damit er durch die Früchte seiner Arbeit sich selbst und seine Familie angemessen versorgen könnte.
Vor diesem Hintergrund ist Kaufkraft, wenn sie ggf. auch auskömmlich ist, wesentlich sozialer und unabhängig davon, auf welchem Wege sie generiert wurde geeignet, um den "Mann und die Seinen" umfassend zu ernähren, bzw. ihnen eine Teilhabe am Gemeinschaftsleben auf gleicher Augenhöhe zu sichern!
Geleistete Arbeit hingegen dient für sich betrachtet zunächst einmal primär dem Arbeitgeber, der arbeiten, bzw. Produkte oder Dienstleistungen vom fleißigen Arbeiter erzeugen lässt, die er dann für teuer Geld auf den Markt bringt und ordentlich daran verdient.
Daran ist zunächst einmal gar nichts sozial, schon gar nicht in der heutigen Zeit, in der immer mehr Firmenlenker sich im Auftrag ihrer Shareholder und Kapitalgeber von gut bezahlten Vollzeit-Mitarbeitern trennen, zugunsten von modernen Billig-Lohnsklaven vom Typus Leiharbeit. Dieses Procedre ist, wenn auch (Hartz)gesetzlich legal, doch in höchstem Maße sozial und marodiert zusehends die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und spaltet/zerrüttet damit die Gesellschaft, in der wir leben.
Wirklich sozial wäre ein angemessenes Grundeinkommen für Alle, damit eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für jeden Bürger möglich ist, fernab von Existenzangst, Stigmatisierung und Armut!!!
Korrekt lautet dieser Satz natürlich: "Dieses Procedre ist, wenn auch (Hartz)gesetzlich legal, doch in höchstem Maße asozial und marodiert zusehends die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und spaltet/zerrüttet damit die Gesellschaft, in der wir leben."
Sorry, doch dieser Buchstabe "a" ist an dieser Stelle wirklich entscheidend und auch gerade in besonderem Maße bezeichnend für den Weg, den unser aktuelles System gerade dabei ist zu beschreiten :(((
Sollten diese Zahlen stimmen, so ergeben sich etliche Fragen vor allem, wenn man die Tatsache bedenkt, dass viele privatwirtschaftlich arbeitende Personen arbeitslos wurden, so dass der Anteil der Personen mit Arbeit sich sehr zu Gunsten der öffentlich Beschaftigten verlagerte.
"eine Statistik über das durchschnittliche ausgabefähige Einkommen der Haushalte (West) pro Monat (Quelle Stat. Bundesamt, 2003) abgebildet:
Selbständige €4.659.--
Beamte €4.496,--
Pensionäre €4.047,--
Angestellte €3.564,--
Arbeiter €2.574,--
Rentner €2.080,--
Arbeitslose €1.651,--"
Bevor ein Politiker eine Einkommensverbesserung zuläßt, sollte schon dargestellt werden, wie die Lebenskaufkraft der Öffentlichen im Vergleich aussieht und wie es sich rechtfertigt, dass der Steuerzahler seinen Job verlieren kann aber sein Angestellter nicht.
Die deutsche Volkswirtschaft leidet unter einem gewaltigen Leistungsbilanzüberschuss, der innerhalb der EU zu erheblichen Verwerfungen führt und unsere Wirtschaft für globale Krisen extrem anfällig macht.
Dies ist ein beunruhigender Zustand, da ist Frau Merkel auf internationalen Wirtschaftsgipfeln ganz einsichtig.
Kaum in der Heimat, bei ihrem Volk der Bild-Leser und Privatfernsehglotzern, da will man weiter, aufgrund erschreckender ökonomischer Inkompetenz, als Ziel die "Exportweltmeisterschaft" ausrufen.
Alleine die Mehrwertsteuererhöhung der letzten Regierung um 3% stellt eine weitere massive Belastung der Binnenkaufkraft zu Gunsten des Exports dar.
Diese gesamte Wirtschaftspolitik ist nicht nur unsozial,
sie ist auch volkswirtschaftlich schädlich.
Hohe Tarifabschlüsse fördern die Konjunktur mehr,
als Steuergeschenke für Vermögende.
"Grundsätzlich ist uns klar, dass wir die Lücke zur Privatwirtschaft nicht in einem Rutsch schließen können". Meint er nach unten oder nach oben?
Aber wir haben ja noch mal Glück gehabt, dass er nicht die Lücke zu den EU Bediensteten schließen will.
Sozial ist, was Kaufkraft schafft. Also sind die Nehmer nicht nur unsozial, weil sie keine Steuern zahlen, sondern auch, weil sie keine einstreikbare Kaufkraft haben.
Ich denke viele sind wirklich sozial eingestellt aber man lässt sie nicht in nennenswertem Maße einkaufen.
Irgendwann gab es ja mal ein Phänomen namens Konsumterror. Der ist ja jetzt wohl hoffentlich mit höchsten Weihen beerdigt.
Zahl mal den Zehnten, sagte der König. Ich baue Schlösser und finanziere Künstler an denen Du dich erbauen kannst und gebe Dir Schutz.
Der Zehnte reicht nicht mehr, um Schlösser zu bauen, Künstler zu finanzieren und für deinen Schutz zu sorgen. Ich muss jetzt auch noch für dich einkaufen. Die Sachen behalte ich aber selber. Sieh zu, was du von denen kriegst bei denen ich eingekauft habe.
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