Neil Barofsky Amerikas gefährlichster Ermittler
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 Keine Angst vor den Mächtigen

Die Frage, die Barofsky umtreibt: Warum erlaubten die Notenbanker und das Finanzministerium AIG, die Forderungen der Banken zu 100 Prozent zu befriedigen? Hätten die Notenbank und die Regierung AIG fallen lassen, hätte das mit hoher Wahrscheinlichkeit das weltweite Finanzsystem und damit auch die Banken mitgerissen. "Das war der Moment, als die Fed die größtmögliche Verhandlungsmacht gegenüber den Banken hatte", wunderte sich der Inspektor in einem Interview. "Hinterher ist man immer schlauer, aber da hätten doch andere Dinge passieren können."

Barofsky scheut nicht davor zurück, sich mit den Mächtigen anzulegen. Von den AIG-Managern forderte er Millionen an Bonuszahlungen zurück – die Auszahlung der Prämien sei ein "Versagen" des Finanzministeriums gewesen, watschte er Geithners Behörde öffentlich ab. Er strengte eine Untersuchung der New Yorker Zentralbank an, die damals unter Geithners Führung die Rettungsaktion organisierte. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht, dass Geithners ehemalige Mitarbeiter versuchten, die Vorgänge um die AIG-Auszahlungen zu vertuschen.

Dass er unerschrocken ist, hat der Jurist bereits bei seiner früheren Tätigkeit als stellvertretender Staatsanwalt bewiesen, als er gegen Drogenbosse in Kolumbien vorging. Er entging nur knapp einem Attentat in der Nähe von Bogota.

Barofskys Wühlarbeit hat inzwischen das Interesse von Kongressabgeordneten beider Parteien geweckt. Es sei eine "extrem nützliche Grundlage für unsere Untersuchung", sagte der kalifornische Abgeordneten Darrell Issa, der sich als Geithners härtester Kritiker bei der Anhörung am Mittwoch erwies.

Bei seiner Vernehmung am Mittwoch attackierte Barofsky den angeschlagenen Finanzminister mit neuen Vorwürfen. So seien nach seinen Erkenntnissen die französischen Aufsichtsbehörden in jenen Tagen durchaus bereit gewesen, über mögliche Abschläge bei den AIG-Auszahlungen an französische Banken zu verhandeln. Ein Argument, mit dem die US-Notenbanker bisher die Auszahlung von 100 Prozent verteidigt hatten, lautete, dass die Franzosen keinerlei Abschläge akzeptieren wollten. Das habe dazu geführt, dass dann auch die restlichen Gläubigerbanken auf die volle Summe bestanden. So wie es aussieht, hat der SigTarp ein weiteres Loch in die Verteidigungslinie der Notenbank geschlagen.

 
Leser-Kommentare
  1. Nein, es gibt natürlich keine Verschwörung der "Hochfinanz", das bilden wir uns alle nur ein. Komisch nur, daß immer wieder Tatsachen ans Licht kommen, die eine Verschwörung incl. Inszenierung von Propagandaschauspielen nahelegen.

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    mit solchen Kommentaren setzen Sie sich dem Spott der "Verschwörungstheoretiker-Lächerlichmacher" aus.

    Ich versichere Ihnen, dass gerade jetzt schon jemand an einem Kommentar tippt, der Sie als Spinner hinstellen wird.

    Aber frei nach Ghandi: "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich und dann erkennen alle die Wahrheit." Also weitermachen!

    • keox
    • 26.02.2010 um 19:37 Uhr

    diese Figuren zum Dunstkreis von Goldman Sucks?

    Ist es hierzulande nicht ebenso, daß die Verursacher als 'Retter' eingesetzt werden?

    Der einzige Unterschied scheint zu sein, daß es hier keinen Barofsky gibt. Wo, wie, und was, warum, das alles sind Fragen, die die deutsche Öffentlichkeit nicht zu interessieren hat.

    mit solchen Kommentaren setzen Sie sich dem Spott der "Verschwörungstheoretiker-Lächerlichmacher" aus.

    Ich versichere Ihnen, dass gerade jetzt schon jemand an einem Kommentar tippt, der Sie als Spinner hinstellen wird.

    Aber frei nach Ghandi: "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich und dann erkennen alle die Wahrheit." Also weitermachen!

    • keox
    • 26.02.2010 um 19:37 Uhr

    diese Figuren zum Dunstkreis von Goldman Sucks?

    Ist es hierzulande nicht ebenso, daß die Verursacher als 'Retter' eingesetzt werden?

    Der einzige Unterschied scheint zu sein, daß es hier keinen Barofsky gibt. Wo, wie, und was, warum, das alles sind Fragen, die die deutsche Öffentlichkeit nicht zu interessieren hat.

  2. mit solchen Kommentaren setzen Sie sich dem Spott der "Verschwörungstheoretiker-Lächerlichmacher" aus.

    Ich versichere Ihnen, dass gerade jetzt schon jemand an einem Kommentar tippt, der Sie als Spinner hinstellen wird.

    Aber frei nach Ghandi: "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich und dann erkennen alle die Wahrheit." Also weitermachen!

    Antwort auf "Verschwörung?"
  3. ...ist vermutlich viel zu dröge für Menschen mit einer blühenden Fantasie.

    Wir haben es hier einfach nur mit Leuten zu tun, die die Gelegenheit genutzt haben, nochmal richtig abzukassieren.

    Langweilig! Da steckt doch bestimmt eine kompliziert ausgeklügelte Verschwörung dahinter...

  4. Auch Herr Barofsky wird seinen Preis haben. Wenn er unbestechlich ist, wird er eben für geisteskrank erklärt. Da können die Amerikane durchaus noch von den Deutschen lernen (z.B. der brutalst mögliche Volksverdummer aus Hessen).

    Ich hätte ja gerne das Gesicht von Herrn Ackermann geseehen, wenn die Deutsche Bank nicht die 11,8 Milliarden bekommen hätte.

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    Wie kommen Sie eigentlich dazu, einem Mann, den Sie gar nicht kennen, mal locker Bestechlichkeit vorzuwerfen ("wird auch seinen Preis haben"). Sie machen sich durch ein solches Posting in Deutschland strafbar (Verleumdung); und die ZEIT gleich mit, da sie es erlaubt, dass Ihre Netsite für solche Straftaten benutzt wird.

    Wie kommen Sie eigentlich dazu, einem Mann, den Sie gar nicht kennen, mal locker Bestechlichkeit vorzuwerfen ("wird auch seinen Preis haben"). Sie machen sich durch ein solches Posting in Deutschland strafbar (Verleumdung); und die ZEIT gleich mit, da sie es erlaubt, dass Ihre Netsite für solche Straftaten benutzt wird.

  5. Wie kommen Sie eigentlich dazu, einem Mann, den Sie gar nicht kennen, mal locker Bestechlichkeit vorzuwerfen ("wird auch seinen Preis haben"). Sie machen sich durch ein solches Posting in Deutschland strafbar (Verleumdung); und die ZEIT gleich mit, da sie es erlaubt, dass Ihre Netsite für solche Straftaten benutzt wird.

    Antwort auf "Da kommt nichts nach"
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    ...der Kommentar erscheint mir aber ziemlich humorlos...

    • hego5
    • 30.01.2010 um 19:46 Uhr

    Seid wann sind Meinungen strafbar? Auch wenn diese zum Teil etwas konträr sind, aber deswegen gleich eine "Verleumdung" zu unterstellen, halte ich für etwas sehr gewagt. Eher im Gegenteil, ich bin heil froh mich in der Zeit mit anderen Ansichten austauschen zukönnen. Ist das nicht ihrem Interesse?

    Mit freundlichen Grüßen

    hego5

    ...der Kommentar erscheint mir aber ziemlich humorlos...

    • hego5
    • 30.01.2010 um 19:46 Uhr

    Seid wann sind Meinungen strafbar? Auch wenn diese zum Teil etwas konträr sind, aber deswegen gleich eine "Verleumdung" zu unterstellen, halte ich für etwas sehr gewagt. Eher im Gegenteil, ich bin heil froh mich in der Zeit mit anderen Ansichten austauschen zukönnen. Ist das nicht ihrem Interesse?

    Mit freundlichen Grüßen

    hego5

  6. ...der Kommentar erscheint mir aber ziemlich humorlos...

    Antwort auf "Strafbar"
  7. Ich erinnere an eine Sitzung im Kongress letzten Jahres, als Bernanke über die getätigten Banken-Rettungspakete Rechenschaft ablegen sollte, aber ein Betrag so um eine Billion Dollar einfach verschwunden war. Man könnte sich auch fragen, wie es sein kann, dass aus dem Bankenrettungspaket in Höhe von 700 Mrd. Dollar eine Billion Dollar verschwinden kann. Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass die fehlende Billion bei AIG versickert ist.

  8. Manus manum lavat - eine stille Verschwörung, auch Kölscher Klüngel genannt - ach, vielleicht stimmt die Dimension nicht.

    Aber so funktioniert Politik: Man braucht die Banker, um Geld zu drucken und unter das Volk zu bringen, damit letzteres sich in dem Glauben an Lohn- oder Vermögenssteigerungen wiegen kann. Da kann man den anderen nicht so einfach fallen lassen, dennn das würde ja dieses System ins Wanken bringen und deswegen sind manche Banken s y s t e m r e l e v a n t.

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