Der Elektrokonzern Siemens verschärft seinen Sparkurs und streicht weitere knapp 2000 Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen seien die Antriebstechnologie und das Geschäft mit Großanlagen für die Industrie, teilte die Siemens AG in München mit. Die Planungen habe die Führung den Betriebsräten im Wirtschaftsausschuss vorgestellt.

Konzernchef Peter Löscher hatte schon im Vorfeld Einschnitte angekündigt. Dabei nannte er weder die Zahl der betroffenen Mitarbeiter, noch sonstige Details.

Die IG Metall protestierte umgehend. "Angesichts des Rekordergebnisses im ersten Quartal 2010 ist es einfallslos und unnötig, mit wenig stichhaltigen Argumenten die Abwicklung ganzer Geschäftsbereiche mit insgesamt rund 2000 Beschäftigten in Deutschland zu planen", teilte die Gewerkschaft mit.

Erst am Dienstag hatte Siemens mit einem Gewinnzuwachs überrascht. Der Siemens-Gewinn erhöhte sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (beginnt am 30. September) vor allem dank der Kostensenkungen in Vertrieb und Verwaltung um fast ein Viertel auf gut 1,5 Milliarden Euro. Die Umsätze des Konzerns fielen aber im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Euro.