De Boers Rücktritt Stoff für Legenden
Yvo de Boer hat als oberster UN-Klimasekretär Fehler gemacht. Doch eher als er hätte Rajendra Pachauri zurücktreten müssen, der Chef des Klimarats. Von Fritz Vorholz
© Ronaldo Schemidt/AFP/Getty Images

Yvo de Boer auf einer Pressekonferenz in Mexiko vor wenigen Tagen
Der angekündigte Rücktritt von Yvo de Boer, dem Exekutivsekretär des in Bonn ansässigen UN-Klimasekretariats, hat das Zeug für eine nette Legende. Sie lautet, de Boer habe das Handtuch geworfen, weil er nach dem unrühmlichen Ende des Klimagipfels von Kopenhagen bereits das Scheitern des nächsten Klimagipfels im mexikanischen Cancun fürchtet – und sich der Schmach entziehen will, auch dabei wieder im Rampenlicht zu stehen.
Das ist gleich zweimal falsch.
Erstens wird die Rolle des UN-Klimasekretariats überschätzt. Es ist ein Dienstleistungsbetrieb, eine Behörde, die Klimakonferenzen organisatorisch vorbereitet und Informationen für die Delegierten zusammenstellt und aufbereitet. Klimakonferenzen scheitern aber eben so wenig an schlechter Vorarbeit des Sekretariats wie besonders sorgfältige Vorbereitung zum Erfolg führen kann. Sieg oder Niederlage bestimmen die Delegierten aus fast 200 Nationen schon selbst; im vergangenen Dezember waren es sogar Staats- und Regierungschefs, die den Gipfel in den Sand setzten. Yvo de Boer war es nicht.
Zweitens: Die Vermutung, de Boer wolle sich der im kommenden Dezember in Cancun drohenden neuen Schmach quasi durch "Flucht" entziehen, geht von der Erwartung aus, Cancun solle oder müsse eigentlich eine Art "Erlösungsgipfel" werden. Das ist naiv. Tatsächlich sind Klimaverhandlungen Teil eines Prozesses, Fortschritt und Rückschläge inklusive. Manche Konferenzen verlaufen erfolgreich, andere scheitern. Nach Cancun wird dieser Prozess weitergehen – so oder so, jedenfalls vollkommen unabhängig vom Ergebnis des Konklave. Vermutlich wird man anschließend sogar darüber streiten, ob Cancun ein Erfolg war oder nicht. De Boer ist lange genug im Klimageschäft, um das genau zu wissen. Aus seinem Rücktritt lässt sich deshalb nicht auf die Aussichten für Cancun schließen.
De Boers Arbeitsvertrag mit den Vereinten Nationen wäre im September regulär geendet. Nun will er zwei Monate früher aufhören. Warum? Geht er vielleicht freiwillig, bevor er gegangen worden wäre? Über seine wahren Beweggründe kann im Moment nur spekuliert werden.
Es ist nicht so, dass de Boer keine Fehler gemacht hätte. Er war es, der dafür stand, die Klimakonferenz in Kopenhagen zur Chefsache zu machen und die Staats- und Regierungschefs einzubeziehen. Damit ist er gescheitert. Das Spektakel lässt sich in Cancun kaum wiederholen. Dort werden wieder die Minister verhandeln.
Hinzu kommt: De Boer hatte vor Kopenhagen besonders eng mit der dänischen Umweltministerin Connie Heedegard kooperiert, wohl wissend, dass zwischen ihr und dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen nicht die allerbesten Beziehungen bestehen. Als drei Tage vor dem Ende der Konferenz die Leitung von Heedegard zu Rasmussen wechselte, war de Boers guter Draht zur Konferenz-Präsidentschaft beschädigt.
Chef des Klimasekretariats zu sein ist ein aufreibender Job. Deshalb sind auch persönliche Motive, die de Boer jetzt als Rücktrittsgrund anführt, respektabel. Allerdings hatte tatsächlich niemand damit gerechnet, dass ausgerechnet de Boer das Handtuch wirft, obwohl das im Grunde ein relativ unspektakulärer Vorgang ist. Erwartet worden war eher der Rücktritt von Rajendra Pachauri, Chef des UN-Klimarates IPCC; dem Gremium war vor Kurzem ein peinlicher Fehler nachgewiesen worden. Träte nach de Boer auch Pachauri zurück, wäre der Weg tatsächlich für etwas Neues frei.
- Datum 18.02.2010 - 18:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Blasen platzen eben irgendwann einmal.
Nachdem so viele Lügen, für Informierte schon sehr lange bekannt, nun aufgeflogen sind und die wirklichen Ziele offengelegt wurden, gibt es keine Veranlassung, den Klimarat weiter am Leben zu erhalten.
In verschiedenen brit. und US-Zeitungen wurden die wahre Ziele genannt:
"Nicht ob es wirklich wärmer oder kälter wird, ist wichtig, entscheidend ist, es gibt zu viele Menschen.
Kinder sind Klimaschädlinge, Geburtenverhinderungsmaßnahmen zu finanzieren ist billiger als neue Technologien, so der OPT.
Klimaguru Meadow sieht lt. Spiegel-online-Interview die Tragfähigkeit von Mutter Erde bei 1 Mrd. Menschen weltweit! Wir alle sollgten uns an den Lebensstil, den CO2-Ausstoß eines Afghanen gewöhnen.
Damit wird begründet, daß die noch unterentwickelten Länder sich weiterhin nicht entwickeln sollen, die wollen sich aber auch fortentwickeln wie wir es getan haben, um ihren Bevölkerungen ein besseres Leben, frei von Hunger, vermeidbaren Krankheiten. Armut zu geben.
Vorgeblich für den Klimaschutz gibt es Biotreibstoffe, es wird mit Lebensmitteln Mais, Reis, Getreide spekuliert. Der Genfer Soziologe Jean Ziegler fordert ein Tribunal für Spekulanten wegen Verbrechen an der Menschlichkeit.
"Tribunal für Spekulanten" http://www.initiative.cc/...
Al Gore verbraucht mehr Strom in einer Woche als über 28 Millionen Ugander in einem Jahr http//debatte.welt.de/.../was soll die klimadebatte afrika verhungert -
In Ergänzung zu 1.
Die letzte Lüge des IPCC (Schmelzen der Himalaya-Gletscher bis 2035) ging auf den WWF zurück. Gründer: Prinz Philips, Gemahl der Queen und Rassist mit Drang zum Massenmord: (O-Ton): „Sollte ich einmal wiedergeboren werden, dann bitte als tödlicher Virus. So könnte ich meinen Teil beitragen, um das Problem der Überbevölkerung zu lösen.“
Wir haben auf der Welt viele Probleme, ein Klimawandel gehört nicht dazu. Es ist Zeit die Lügner und Betrüger vom IPCC endlich zu stoppen. Lösen wir diese nutzlose Institution endlich auf.
... diese Entscheidung.
Der Schwindel ist entlarvt, die politische Vernunft hat über den Lobbyismus die Oberhand behalten.
Es gibt nichts mehr zu administrieren.
Noch konsequenter wäre die Auflösung der im Rahmen dieses weltumspannenden Humbugs gebildeten Institutionen.
1. @ opdeglueck: Nein Dennis L. Meadows ist kein Klimaguru, sondern Wirtschaftswissenschaftler. Und er hat die Obergrenze auch nicht bei 1 Mrd. Menschen angegeben. Hier das Zitat aus Spiegel Online: "Schon sieben Milliarden Menschen sind für diesen Planeten zu viel, wenn sie alle einen erträglichen Lebensstandard haben sollen. Wenn man akzeptiert, dass nur eine kleine Elite einen erträglichen Lebensstil hat und der Rest nicht, sind fünf bis sechs Milliarden Menschen in Ordnung. Wenn jeder das volle Potential von Mobilität, Ernährung, Selbstentfaltung haben soll, sind es ein oder zwei Milliarden." Heißt ein bis zwei Milliarden Menschen, die so verschwenderisch mit Rohstoffen und Umwelt umgehen, wie wir das tun.
2. In den 50er und 60er Jahren hat man noch geglaubt, Wasser und Luft seinem praktisch unendlich aufnahmefähig für unseren Dreck. Wenn wir heute noch so mit der Umwelt umgehen würden wie damals, hätten wir schon längst den Kollaps, den Meadows vorhersagt. Aber wir haben gelernt und vieles verändert, obwohl auch damals viele Holzköpfe gesagt haben,dass man das alles nicht braucht und das nur Ansichten von Kommunisten und Ökofaschisten (aus das Wort gab es in der Diskussion!) sind.
3. Ist es eigentlich so schwer zu begreifen: Die Erde ist ein endliches System mit endliche vielen Ressourcen. Unendliches Wachstum ist in einem solchen System nicht möglich.
Zwei Planeten treffen sich im All.
"Du siehst aber schlecht aus? Bist du krank?"
"Frage nicht. Ich habe Homo Sapiens."
"Mache dir nichts draus. Das geht vorbei."
Es gibt einen weiteren Grund, warum De Boers jetzt das Handtuch wirft, für viele überraschend und für manche gelegen, ergibt sich doch Dadurch die Möglichkeit, das Scheitern der Kopenhagen Konferenz zumindest teilweise auf ihn abzuladen. Pachauri gehört sicherlich zu ihnen.
De Boers hat sich nach Bekanntwerden der E-Mails um Phil. Jones, einer der einflussreichsten Klimatologen im IPCC, sehr negativ über diese Vorgänge geäußert. Als Generalsektretär hat er sicherlich intimere Kenntnisse über die Art und Weise, wie im IPCC versucht wird, zu einem großen Teil mit Erfolg, kritische Wissenschaftler mit ihren Ausführungen von Veröffentlichungen und Einfluss fern zu halten.
Vielleicht sieht er den Sturz Pachauris mit einiger Sicherheit kommen und will damit nicht in einem Atemzug genannt werden. Vielleicht hat er aber auch genug von den Wahrheitsfindungen in den einzelnen IPCC Arbeitskreisen.
Man muss davon ausgehen, dass er nicht nur von der eklatanten Fehlleistung zu den Himalaja Gletschern gewusst hat.
Deshalb ist er wohl der Meinung, dass ein Abgang zur rechten Zeit für ihn nur förderlich sein kann.
De Boer taugt nicht als Sündenbock, dafür ist sein Ruf zu gut. Und wie wir in dem Artikel, der hier kommentiert wird ja bereits lesen konnten, ist das Scheitern des Klimagipfels ihm nicht anzulasten.
Desweiteren hat de Boer mit dem IPCC nicht so direkt zu tun, wie Ihre Äußerungen suggerieren. Das Klimaschutzsekretariat ist neben der Vorbereitung der Konferenzen dafür zuständig, die flexiblen Mechanismen (namentlich den Clean Development Mechanism) zu verwalten, das International Transaction Log (ITL) für den Internationalen Emissionshandel - nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Emissionshandelssystem - zu unterhalten und die Entscheidungen der Ausschüsse, Organe und Äußerungen der Vertragsstaaten zu dokumentieren.
Mit der Grundlagenwissenschaft des IPCC besteht keine unmittelbare Verbindung. De Boer wird sich die IPCC-Erkenntnisse des vierten Sachstandsberichts sicherlich nicht en detail angesehen haben. Er ist schließlich kein Wissenschaftler, sondern Diplomat.
Ihre Vermutungen finde ich daher nicht sehr überzeugend...
Eridon 25
Nun ja, dass DeBoer nichts von dem wusste, was im Vierten Sachbestandsbericht steht, ist doch wohl sehr unwahrscheinlich.
Er hätte gar nicht viel lesen, sondern nur öfters das Fernsehen einschalten müssen. Dort waren ja die Spitzenleistungen der Forschung mit Himalajaschmelze und Rückgang der Getreideproduktion um 50 % bis zum Jahr 2020 in einigen Afrikastaaten ausführlich dargestellt worden.
Und ein besonderer Leckerbissen war sicherlich die Darstellung der Himalaja-Schmelze im deutschen Fernsehen durch Schellnhuber, mit der er das restliche Schmelzen der Gletscher in den kommenden 25 bis 30 Jahren voll bestätigte.
Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass er mit den Spitzenleuten des IPCC nun gar nicht über diese und andere außergewöhnlichen “Erkenntnisse “ gesprochen hat. Und dass die Tätigkeiten von Phil. Jones, Mann und seinen Kollegen ihm nun ganz verborgen geblieben sind, wer will das denn glauben.
De Boer hat seinen Abgang um einige Monate nach vorne verlegt. Sicherlich hatte er dazu als Diplomat seine Gründe.
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