Staatsschulden Deutscher Staatshaushalt rutscht tiefer ins Minus
Die Staatsverschuldung ist 2009 stärker gestiegen als bislang bekannt. Mit 3,3 Prozent liegt sie deutlich über der Grenze des EU-Stabilitätspakts.
© Sean Gallup/Getty Images

Schwere Zeiten für den Finanzminister: Die Schuldenprognose für 2010 sieht Deutschland weit über der Maastricht-Grenze von drei Prozent
Das Staatsdefizit betrug im vergangenen Jahr 79,3 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit und revidierte damit erste Schätzungen vom Januar. Die gesamtstaatliche Neuverschuldung kletterte nicht zuletzt wegen der Konjunkturpakete im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise auf 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Damit überschritt Deutschland erstmals seit 2005 wieder die im EU-Stabilitätspakt festgelegte Maastricht-Grenze. Die EU-Regel erlaubt ein Defizit von maximal drei Prozent des BIP. Im Juni 2007 hatte Brüssel das Defizitverfahren gegen Deutschland eingestellt. Im Januar waren die Statistiker zunächst von einem Fehlbetrag von 77,2 Milliarden Euro und einer Defizitquote von 3,2 Prozent ausgegangen.
Ökonomen hatten mit einem deutlich negativen Ergebnis gerechnet, da neben den Konjunkturprogrammen auch die Kurzarbeit und die infolge der Wirtschaftskrise sinkenden Steuereinnahmen die öffentlichen Haushalte belasteten. Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die staatliche Defizitquote 2010 auf 5,0 Prozent steigen dürfte. 2011 soll sie wieder auf 4,5 Prozent reduziert werden.
Verglichen mit anderen Euro-Ländern steht Deutschland aber noch gut da. Griechenland wies eine Defizitquote von 12,7 Prozent aus, gefolgt von Irland und Spanien mit mehr als zehn Prozent. Die Sorgen über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands haben an den Finanzmärkten das Vertrauen in den Euro erschüttert.
Zusätzlich hat der schwache Konsum den Aufschwung der deutschen Wirtschaft zum Jahresende 2009 gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im vierten Quartal trotz positiver Impulse durch den Export auf dem Niveau des Vorquartals, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Erholung der deutschen Wirtschaft von der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg geriet damit ins Stocken. Zuvor war die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge gewachsen. Für das Gesamtjahr bestätigten die Statistiker einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent.
Zuletzt war auch der Ifo-Geschäftsklimaindex nach zehn Monaten Aufwärtstrend unerwartet gefallen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn führte dies insbesondere auf die schwache Entwicklung im Einzelhandel zurück.
- Datum 24.02.2010 - 09:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 15
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... Bund der Steuerzahler in den letzten 6 Monaten um knapp !! 70 MILLIARDEN € !! gestiegen...
...pro Kopf von 19.500 € auf 20.500 €...
Respekt! Ordentliches Tempo!
Sollte es denn ein Wunder sein, dass dieser Zustand eingetreten ist ?
Dieses Europa selbst, aber auch die Verschwendung nach außen, sorgen für den schlechten Staatshaushalt.
Jetzt kommt noch die große finanzielle Hilfe für griechenland dazu, denn schließlich soll dieser unsägliche Euro (oder sollte ich lieber verfluchte Euro schreiben?) nicht dem Verfall geweiht sein.
Habe ich da was verschlafen ?
Dieser Euro hat schon längst seinen Abgesang eingeleitet.
Und schuld daran sind die Visionäre, die eigentlich hätten zum Arzt gehen sollen ( eine Deutung Helmut Schmidts )
Spanien, Italien, Portugal und die gesamten ehemaligen Ostblockstaaten, werden an unserer Tankstelle halt machen.
Der Abschwung hat längst begonnen.
Und Deutschland spielt den Krösus, verteilt gelder an Unternehmen, die ihre Firmen schlecht geführt haben, den Banken werden die Verluste erstattet, Steuererleichterungen und nochmals Steuererleichterungen.
Werden wir eigentlich regiert , oder nur verwaltet und wer regiert uns dann?
Georges H. Peters Orpheus
Deutschland tut als Netto-Exporteur gut daran, auch andere EU-Staaten nicht ins Bodenlose stuerzen zu lassen. Schliesslich werden massenweise deutsche Produkte nach Griechenland, Spanien, Irland etc... verkauft. Wenn sich die Menschen dort mehrheutlich keine Miele-Kuechen mehr leisten koennen und die Laender nicht mehr in offshore Windkraftanlagen investieren koennen, wenn man keine Bio-Lebensmittel mehr absetzen kann (und die kommen in anderen Laendern zu fast 80% aus Deutschland), dann sind es deutsche Arbeitsplaetze, die verlorengehen. Ein wenig mehr Zurueckhaltung und Haehme waeren also angebracht.
Deutschland tut als Netto-Exporteur gut daran, auch andere EU-Staaten nicht ins Bodenlose stuerzen zu lassen. Schliesslich werden massenweise deutsche Produkte nach Griechenland, Spanien, Irland etc... verkauft. Wenn sich die Menschen dort mehrheutlich keine Miele-Kuechen mehr leisten koennen und die Laender nicht mehr in offshore Windkraftanlagen investieren koennen, wenn man keine Bio-Lebensmittel mehr absetzen kann (und die kommen in anderen Laendern zu fast 80% aus Deutschland), dann sind es deutsche Arbeitsplaetze, die verlorengehen. Ein wenig mehr Zurueckhaltung und Haehme waeren also angebracht.
außen gibt
- frisierte Arbeitslosenzahlen
- frisierte Ausbildungsplatzzahlen
- 10 % Schulabgänger ohne Schulabschluss - Zukunft HartzIV
die Blase scheint langsam zu platzen. Verschweigen kann man hier nichts mehr.
Deutschland tut als Netto-Exporteur gut daran, auch andere EU-Staaten nicht ins Bodenlose stuerzen zu lassen. Schliesslich werden massenweise deutsche Produkte nach Griechenland, Spanien, Irland etc... verkauft. Wenn sich die Menschen dort mehrheutlich keine Miele-Kuechen mehr leisten koennen und die Laender nicht mehr in offshore Windkraftanlagen investieren koennen, wenn man keine Bio-Lebensmittel mehr absetzen kann (und die kommen in anderen Laendern zu fast 80% aus Deutschland), dann sind es deutsche Arbeitsplaetze, die verlorengehen. Ein wenig mehr Zurueckhaltung und Haehme waeren also angebracht.
Wie kurz Sie denken überlasse ich ihnen und wie meine Einschätzung zur Lage ist, entscheide ich.
Was hat aber meine Meinung bezüglich der europäischen Lage nun mit Häme zu tun?
Ihre Exportbegründung hat im übrigen längst ausgedient.
Wenn Deutschland den menschen in den jeweiligen Ländern das geld geben muß, dass sie eine Waschmaschine a
Wie kurz Sie denken überlasse ich ihnen und wie meine Einschätzung zur Lage ist, entscheide ich.
Was hat aber meine Meinung bezüglich der europäischen Lage nun mit Häme zu tun?
Ihre Exportbegründung hat im übrigen längst ausgedient.
Wenn Deutschland den menschen in den jeweiligen Ländern das geld geben muß, dass sie eine Waschmaschine a
und etwas weniger Haehme.
"Ökonomen hatten mit einem deutlich negativen Ergebnis gerechnet..."
...und ich rechne damit, dass wir in den kommenden Jahrzehnten mal wieder eine massive Geldentwertung bekommen werden.
Alles sorgt sich um Griechenland, das deutschen und französischen Banken "nur" 120 Milliarden schuldet, anderen EU-Ländern doppelt so viel. Dabei sind die Schulden Italiens und Irlands bei EU-Banken um ein Vielfaches höher. Selbst das kleine Portugal schuldet 165 Mrd, davon 82 Mrd an spanische Banken. Spanien wiederum schuldet 748 Mrd, davon 225 Mrd an deutsche Banken. Alle EU-Länder sind gegeneinander bis über die Ohren verschuldet.
Wie kurz Sie denken überlasse ich ihnen und wie meine Einschätzung zur Lage ist, entscheide ich.
Was hat aber meine Meinung bezüglich der europäischen Lage nun mit Häme zu tun?
Ihre Exportbegründung hat im übrigen längst ausgedient.
Wenn Deutschland den menschen in den jeweiligen Ländern das geld geben muß, dass sie eine Waschmaschine a
Der Vorwurf der Haeme bezog sich nicht direkt auf Sie, sondern ist eine allgemeine Beobachtung der Haltung, die man derzeit in Deutschland gegenueber besonders ueberschuldeten Staaten an den Tag legt a la "der Celtic Tiger war wohl nur ein Bettvorleger".
Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre, war nicht einer groesseren Binnennachfrage geschuldet, sondern vor allem der grossen Nachfrage aus anderen Laendern - das koennen Sie doch nicht ernsthaft abstreiten. Mag sein, dass andere Laender allzu leichtfertig Kredite vergeben haben - doch mit dieser Liquiditaet wurden viele deutsche Produkte gekauft. Natuerlich war mein Beitrag nicht als ein "weiter so" gemeint - nur als Bitte um eine weniger selbstgerechte Diskussionskultur. Nur ein Beispiel: dass z.B. Kreditkarten in England, Irland, Spanien etc. sehr viel leichter vergeben wurden als in Deutschland ist uns seit langem bekannt - im grenzueberschreitenden Zahlungsverkehr wurden diese Kreditkarten als Zahlungsmittel aber dennoch immer gerne von uns angenommen - ist ja schliesslich nicht unser Problem, wenn dem Kunden irgendwann spaeter die Karte platzt.
Hierzulande wird hingegen Sparsamkeit zum Wert an sich erhoben - einen Wirtschaftsaufschwung aber wird man mit Sparsamkeit auch nicht bewerkstelligen koennen.
Der Vorwurf der Haeme bezog sich nicht direkt auf Sie, sondern ist eine allgemeine Beobachtung der Haltung, die man derzeit in Deutschland gegenueber besonders ueberschuldeten Staaten an den Tag legt a la "der Celtic Tiger war wohl nur ein Bettvorleger".
Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre, war nicht einer groesseren Binnennachfrage geschuldet, sondern vor allem der grossen Nachfrage aus anderen Laendern - das koennen Sie doch nicht ernsthaft abstreiten. Mag sein, dass andere Laender allzu leichtfertig Kredite vergeben haben - doch mit dieser Liquiditaet wurden viele deutsche Produkte gekauft. Natuerlich war mein Beitrag nicht als ein "weiter so" gemeint - nur als Bitte um eine weniger selbstgerechte Diskussionskultur. Nur ein Beispiel: dass z.B. Kreditkarten in England, Irland, Spanien etc. sehr viel leichter vergeben wurden als in Deutschland ist uns seit langem bekannt - im grenzueberschreitenden Zahlungsverkehr wurden diese Kreditkarten als Zahlungsmittel aber dennoch immer gerne von uns angenommen - ist ja schliesslich nicht unser Problem, wenn dem Kunden irgendwann spaeter die Karte platzt.
Hierzulande wird hingegen Sparsamkeit zum Wert an sich erhoben - einen Wirtschaftsaufschwung aber wird man mit Sparsamkeit auch nicht bewerkstelligen koennen.
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