Regulierungsdebatte "Die Banken attackieren nur"
Adam Posen, Wirtschaftswissenschaftler und externes Mitglied im geldpolitischen Rat der Bank of England, rät im Interview zu einem harten Umgang mit den Finanzhäusern.
© Alex Grimm/Getty Images

Die Türme des Geldes: Frankfurts Banken-Skyline
ZEIT ONLINE: Der Plan von Obamas Wirtschaftsberater Paul Volcker, den Banken Eigenhandel und Geschäfte mit Hedgefonds oder Private-Equity-Gesellschaften zu verbieten, entzweit die Fachwelt. Was ist von ihm zu halten?
Adam Posen: Der Volcker-Vorschlag ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir konzentrieren uns derzeit zu sehr auf die Feinabstimmung der Anreizsysteme.
ZEIT ONLINE: Warum ist das ein Problem?

Adam Posen, Wirtschaftswissenschaftler und externes Mitglied im geldpolitischen Rat der Bank of England
Posen: Wir geben den Aufsichtsbehörden zu viel Ermessensspielraum. Das ist gefährlich. Mächtige Interessen werden die Behördenvertreter beeinflussen und vielleicht sogar auf ihre Seite ziehen. Die Banken werden ihr Verhalten nicht ändern, wenn sie wissen, dass sie die Aufsicht beeinflussen können.
ZEIT ONLINE: Was empfehlen sie?
Posen: Wir brauchen klare und strenge Regeln und wir müssen die Struktur des Finanzsystems verändern. Darum geht es in Paul Volckers Vorschlägen.
ZEIT ONLINE: Die Banken lehnen diese aber ab.
Posen: Immer wenn eine neue Maßnahme vorgeschlagen wird, versuchen die Banken, sie dadurch zu verhindern, dass sie auf mögliche Nachteile hinweisen. Natürlich hat jede Maßnahme Vorteile und Nachteile. Es gibt nicht das eine Instrument, das alle Probleme löst. Die Strategie der Branche besteht darin, keine eigenen Beiträge zu leisten und alle Vorschläge zu attackieren.
ZEIT ONLINE: Was folgt daraus?
Posen: Die Konsequenz kann nicht sein, dass wir nichts tun – vor allem weil die geplanten neuen Kapital- und Liquiditätsstandards sowie der Vorschlag von Paul Volcker richtig sind.
Die Fragen stellte Mark Schieritz.
- Datum 03.02.2010 - 19:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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...sind in aller Erfahrung gut für das Geschäft. Da gibt es viel zu arbitrieren.
Wir können mit den Banken und Finazen gar kein Problem haben,
denn bis jetzt dürfen diese weiter machen wie gehabt.
Wir haben ein Problem mit den Politikern dieser Welt, die den Blick nicht über ihren Brieftaschenrand hinaus bekommen !
Leitzinsen wurden gesenkt und wer profitiert davon?
Das ganze Finanzsystem hat schon Mafiose Strukturen..
Es ist höchste zeit das das Finanzsystem Reformiert wird, sonst kann man die Zukunft abschreiben
Posen: Wir brauchen klare und strenge Regeln und wir müssen die Struktur des Finanzsystems verändern.
Wo kann ich eine entsprechende Petition unterschreiben?
Niemand hat die Absicht, die Gesellschaften zu ruinieren und die Staaten zu zerstören.
Das ist lediglich ein unbeabsichtigter Kollateralschaden, der bei der Durchsetzung der Finanzspekulations- und -anlagenbetrugwirtschaftsinteressen der "systemisch bedeutenden und unbedingt erhaltenswerten Ex-Banken" zur Realistation jener Einkünfte entsteht, die wir als "Leistungsträgerentgelte und -boni" erklärt bekommen.
Freuen wir uns doch. Dann fällt bestimmt auch für uns noch der eine oder andere abgenagte Knochen ab, den die Herren - z.B. nach der großen Party des Hypo-Realestatevorstandes und des HSH-Nordbankvorstandes, nach dem großen bad-debts Karusselgeschäft Ende 2009 - übrig lassen.
Und bei unseren Ellenbogen, kicken wir die ganzen anderen Hungerleider und Habenichtse garantiert von diesen Nahrungsabfallresourcenplätzen weg.
Haiti Made in Germany.
Dr. Helmut Kohl - Papa Doc?
Dr. Angela Merkel - Baby Doc?
Dr. Josef Ackermann - President Tonton Macoute de gestion financière?
Wenn das Geld irgendwo hin geflossen ist, kann es dann auch wieder zurück?
Das Finanzsystem nutzt nur die Spielräume die man ihnen läst und diese weder duch die Regierungen festgelegt, aber diese sind käuflich !
der Beweiß Hotell sagt alles über das Geneinwohl der FDP aus und sollten diese nicht Ihre Ko kündigen, sollte man diese beim Wort nehmen und nach Afg. schicken
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