Ökostrom Aufstand im SolarvalleySeite 2/2

Branchenexperten wie Bernd Schüßler vom Fachmagazin Photon halten die geplanten Einschnitte für hinnehmbar. Einen Einbruch des Marktes wie in Spanien, wo Madrid die Förderung 2008 überraschend deckelte und den weltweit wichtigsten Solarmarkt abwürgte, hält er für unwahrscheinlich. "Das ist bei den aktuell diskutierten Plänen nicht zu erwarten", sagt er.

Der Verbraucherzentralen Bundesverband hält die Kürzungen nicht nur für verträglich, sondern hatte ursprünglich sogar für noch höhere Einschnitte plädiert. Allein für alle im vergangenen Jahr neu installierten Solarstrom-Anlagen hätten die Verbraucher rund zehn Milliarden Euro zusätzlich zahlen müssen, berechneten die Verbraucherschützer.

"Die aktuellen Proteste der Solarbranche sind schwer nachvollziehbar", sagt Verbraucherschützer Holger Krawinkel. "Wegen der gesunkenen Modulpreise wird es doch sogar noch zu einem höheren Wachstum kommen." Die Solarbranche stehe vor einem nötigen Konsolidierungsprozess, gegen den sie sich wehre. "Die Branche repräsentiert nicht mehr das allgemeine gesellschaftliche Interesse am Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern verfolgt nur noch ihr eigenes Wohl", sagt Krawinkel. "Das ist eine traurige Entwicklung."
 

 
Leser-Kommentare
  1. Dümmer gehts nümmer!
    Auf einem ha mit PV-Anlagen läßt sich weit mehr Energie ernten als auf einem ha mit Biomasse. Soll Schwarzgelb das doch erst mal ihrem Bauernklientel vorschreiben.

    Sollen Subventionen vermieden werden sollte die Atomindustrie für ihren Atommüll aufkommen, dasselbe gilt für die Haftpflichtvers. die sie bisher kostenlos vom Staat erhält. Zu den 260 Mrd Subventionen die für die Atomenergie geflossen sind kein Wort von Schwarzgelb.

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    • joG
    • 05.02.2010 um 7:37 Uhr

    ...nicht ein Unrecht mit einem anderen Rechtfertigen. Strom aus Photovoltaik ist sehr teuer und die Erstellung der Anlagen ist schmutzig. Sie in Ländern minderer Sonneneinwirkung ist ökologischer Unsinn.

    • joG
    • 05.02.2010 um 7:37 Uhr

    ...nicht ein Unrecht mit einem anderen Rechtfertigen. Strom aus Photovoltaik ist sehr teuer und die Erstellung der Anlagen ist schmutzig. Sie in Ländern minderer Sonneneinwirkung ist ökologischer Unsinn.

  2. finde ich super, jetzt machen alle mit beim Subentionshaschen. Solar, Wind, Atom, Wasser, KOhle, wer kennt noch den Unterschied?

    • Fifty4
    • 04.02.2010 um 19:00 Uhr

    Das ich nicht lache.

    RWE und Konsorten wollen die Förderung durch die Verbraucher kippen, damit sie selbst die Beträge durch Preiserhöhungen abschöpfen können. Den Staat kostet die Solarförderung ja keinen Cent.

    Da sind wohl eher die CDU im Verein mit den Feisten Demokraten diejenigen, die nicht mehr das "allgemeine gesellschaftliche Interesse" vertreten, sondern die Interessen ihrer spendenden Klientel im Auge haben.

    Wir freuen uns schon auf den zusätzlichen Dreck aus den neuen Kohle- und Atomkraftwerken und besonders auf den Zoff, der daraus entsteht. Wohin mit dem atomaren Abfall ist ja noch nicht geklärt.

    Es wäre an der Zeit das Politiker mit Hirn diejenigen ohne Hirn ablösen würden. Wer wählt eigentlich solche Halb-Karikaturen?

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    "RWE und Konsorten wollen die Förderung durch die Verbraucher kippen, damit sie selbst die Beträge durch Preiserhöhungen abschöpfen können. Den Staat kostet die Solarförderung ja keinen Cent."

    Es ist genau anders herum: je schneller die Einspeisevergütung sinkt, desto schneller ist Solarstrom wettbewerbsfähig. Die Senkung der Vergütungssätze wird somit zum Problem von RWE und Konsorten. Denn Handwerker sagen, dass man auch mit den geringeren Einspeisesätzen Anlagen mit Profit betreiben kann.

    Was RWE und Konsorten sich wünschen, wären weniger Solaranlagen. Aber das ginge nur, wenn man die Menge der geförderten Module begrenzt. Doch genau das hat Herr Röttgen nicht vor.

    "RWE und Konsorten wollen die Förderung durch die Verbraucher kippen, damit sie selbst die Beträge durch Preiserhöhungen abschöpfen können. Den Staat kostet die Solarförderung ja keinen Cent."

    Es ist genau anders herum: je schneller die Einspeisevergütung sinkt, desto schneller ist Solarstrom wettbewerbsfähig. Die Senkung der Vergütungssätze wird somit zum Problem von RWE und Konsorten. Denn Handwerker sagen, dass man auch mit den geringeren Einspeisesätzen Anlagen mit Profit betreiben kann.

    Was RWE und Konsorten sich wünschen, wären weniger Solaranlagen. Aber das ginge nur, wenn man die Menge der geförderten Module begrenzt. Doch genau das hat Herr Röttgen nicht vor.

  3. Anscheinend geht die Solarbranche wie selbstverständlich davon aus, immense Subventionssummen zu erhalten. 10 Milliarden Euro müssen die Stromverbraucher für die 2009 installierten Anlagen zahlen. Wenn man davon nun etwas kürzen will, dass es vielleicht nur noch 7 Milliarden Euro sind, protestiert die Solarbranche.

    7.000.000.000 Euro!!! Für aktuell weniger als ein Prozent Solarstrom. Das sind Subventionssummen, von denen andere Industriezweige nur träumen können. Und die Solarbranche beschwert sich. Da hat man wohl jedes Maß verloren.

  4. "RWE und Konsorten wollen die Förderung durch die Verbraucher kippen, damit sie selbst die Beträge durch Preiserhöhungen abschöpfen können. Den Staat kostet die Solarförderung ja keinen Cent."

    Es ist genau anders herum: je schneller die Einspeisevergütung sinkt, desto schneller ist Solarstrom wettbewerbsfähig. Die Senkung der Vergütungssätze wird somit zum Problem von RWE und Konsorten. Denn Handwerker sagen, dass man auch mit den geringeren Einspeisesätzen Anlagen mit Profit betreiben kann.

    Was RWE und Konsorten sich wünschen, wären weniger Solaranlagen. Aber das ginge nur, wenn man die Menge der geförderten Module begrenzt. Doch genau das hat Herr Röttgen nicht vor.

    • iorso
    • 04.02.2010 um 19:19 Uhr

    Warum sollen Subventionen in zweistelliger Milliardenhöhe durch den Bürger gezahlt werden ?

    Wenn PV eine so gute Technik ist wie immer behauptet, so sollte sie sich doch auch ohne Subventionen durchsetzen.

    Unter Subventionen verstehe ich nicht, wenn günstige Kredite für die Erstellung einer Anlage gegeben werden - dies ist OK - aber Preisgarantie für eingespeisten Strom über Jahrzehnte, dies widerspricht jeder bürgerfreundlichen Betrachtungsweise.

    PV ist nun mal nicht grundlastfähig, und der 1 % Anteil an der Energiegewinnung sollte dies auch der Solar-Lobby klar machen.

  5. Eigenartig das das Solarvalley garnicht bei Leipzig liegt.
    Bis Leipzig sind noch gute 50 km
    Das Solarvelley liegt bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt und Bitterfeld
    ist sehr wohl bekannt als Chemie Standort.
    Man kann es wohl mal sagen - denn Arnstadt ist auch nicht größer
    und bekannter.

    • joG
    • 05.02.2010 um 7:37 Uhr

    ...nicht ein Unrecht mit einem anderen Rechtfertigen. Strom aus Photovoltaik ist sehr teuer und die Erstellung der Anlagen ist schmutzig. Sie in Ländern minderer Sonneneinwirkung ist ökologischer Unsinn.

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    "Strom aus Photovoltaik ist sehr teuer und die Erstellung der Anlagen ist schmutzig. Sie in Ländern minderer Sonneneinwirkung ist ökologischer Unsinn."

    Halte ich für weitgehend falsch:
    Energetisch amortisieren sich Solaranlagen nach wenigen Jahren (je nach Zelltyp), d.h. die erzeugte Energie übersteigt die zur Herstellung notwendige. Bei Nutzung über ca 20 Jahre ist es also energetisch lohnenswert.

    Natürlich bringt eine Anlage in der Sahara mehr als im Schwarzwald, aber Fakt ist, dass wir hier das Geld haben und den Strom hier brauchen. Und wir sind größtenteils dafür verantwortlich, dass Solaranlagen immer ökonomischer werden, unter anderem durch deutsche Spitzenforschung und -herstellung.

    Förderung war und ist leider notwendig, da Solarstrom gegen etablierten und bereits im gesamten letzten halben Jahrhundert subventionierten "schmutzigen" Strom aus Kohle und Atomkraft sonst keine Chance hätte.

    "Strom aus Photovoltaik ist sehr teuer und die Erstellung der Anlagen ist schmutzig. Sie in Ländern minderer Sonneneinwirkung ist ökologischer Unsinn."

    Halte ich für weitgehend falsch:
    Energetisch amortisieren sich Solaranlagen nach wenigen Jahren (je nach Zelltyp), d.h. die erzeugte Energie übersteigt die zur Herstellung notwendige. Bei Nutzung über ca 20 Jahre ist es also energetisch lohnenswert.

    Natürlich bringt eine Anlage in der Sahara mehr als im Schwarzwald, aber Fakt ist, dass wir hier das Geld haben und den Strom hier brauchen. Und wir sind größtenteils dafür verantwortlich, dass Solaranlagen immer ökonomischer werden, unter anderem durch deutsche Spitzenforschung und -herstellung.

    Förderung war und ist leider notwendig, da Solarstrom gegen etablierten und bereits im gesamten letzten halben Jahrhundert subventionierten "schmutzigen" Strom aus Kohle und Atomkraft sonst keine Chance hätte.

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