Soffin Bankenrettungsfonds weist Defizit von mehr als einer Milliarde aus

Die Hypo Real Estate verhagelt die Bilanz: Der zur Rettung der deutschen Banken eingerichtete Fonds hat 2009 einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro gemacht.

Die Rettung der Hypo Real Estate könnte für den Steuerzahler teuer werden

Die Rettung der Hypo Real Estate könnte für den Steuerzahler teuer werden

Der drastische Wertverlust staatlich gestützter Banken wie der Hypo Real Estate hat beim Bankenrettungsfonds genannten Finanzmarktstabilisierungsfonds Soffin im vergangenen Jahr zu einem Milliardenverlust geführt. Der Fehlbetrag nach Bewertung werde die Milliardengrenze voraussichtlich "deutlich überschreiten", sagte der Chef des Finanzmarktstabilisierungsfonds, Hannes Rehm, am Mittwoch. Der Soffin muss – wie jedes Unternehmen – die Wertansätze seiner Kapitalbeteiligungen jährlich überprüfen und abschreiben, wenn sie sich geändert haben. "Die nun anstehenden Bewertungskorrekturen sind in dem Prozess der Bankenrettung keine Überraschung", betonte Rehm.

Ziel des Soffin sei es nicht, Gewinne zu erwirtschaften, sondern größeren Schaden von der Wirtschaft und der Gesellschaft infolge der Finanzmarktkrise fernzuhalten, sagte eine Sprecherin des Fonds. Es handele sich aber um reine Buchverluste, die daher vorerst ohne finanzielle Auswirkungen auf den Bund sind. Rehm hatte vor Belastungen für den Soffin bereits gewarnt. Die potenziellen Verluste stünden noch aus.

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Vordergründig ist die Rettung des deutschen Finanzsektors für die Bundesregierung ein lohnendes Geschäft. Im vergangenen Jahr nahm der staatliche Bankenfonds Soffin allein aus Zinsen für die Garantien im Volumen von 160 Milliarden Euro rund 650 Millionen Euro ein. Institute wie der Immobilienfinanzierer HRE und die Commerzbank waren in Folge der Finanzkrise ins Schlingern geraten, nur Staatshilfen konnten sie vor dem Kollaps bewahren. Der Soffin war im Herbst 2008 am Höhepunkt der Finanzkrise ins Leben gerufen worden.

 
Leser-Kommentare
    • Lutz1
    • 24.02.2010 um 19:41 Uhr

    Dieser Artikel ist ja Volksverblödung.Zinsen aus Garantien von 160 Milliarden? Bei nur 1 Prozent Zinsen p. a. müßten es 1.6 Milliarden sein. Bei 0,5 Prozent wären es noch 800 Millionen.Wo ja noch die eigentlich fälligen Bürgschafts- und Bearbeitngsgebühren, außerhalb der Zinsen, für diese Dienstleistung fehlen.
    650 Millionen ist dann ein gutes Geschäft??? Merkt Ihr es noch oder was ??
    Wieviel Zinsen zahlen wir Steuerzahler für die realen Milliardenkredite die wir den Banken geben die wir ja vorher als Gemeinschaft auch erst als Kredit zu einem bestimmten Zinssatz erwerben müssen??

    Wieso ist das Geldmarktstabilisierungsgesetz geheim?

    Wieso wird das Geld zu Milliarden von einer geheimen Kommision an die Banken verteilt obwohl alle dafür haften?

    Wieso ist diese geheime Kommision nicht mal gegenüber dem Parlamant also der gewählten Volksvertretung rechenschaftspflichtig ??????

    Wieso werden diese Fragen die existenziell sind nicht von unseren Pressevertretern gestellt ????

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    • joG
    • 25.02.2010 um 1:19 Uhr

    ....entstehen keine Zinsen. Bestenfalls kann man kalkulatorische Zinsen ansetzen, die allerdings zu einem angenommenen Risikoabschlag zu rechnen wären.

    Wie tief ist ihr Vertrauen in die deutsche Demokratie denn erschüttert, dass sie annehmen unsere Volksvertretung würde versuchen auf formell unrechtmäßigem Wege Gesetze in die Bücher zu schmuggeln (was dann aufgrund der Formfehler ergo natürlich kein geltendes Recht wäre).
    Natürlich wurde das FINANZmarkt Stabilisierungsgesetz formell einwandfrei erlassen und ist auch der Öffentlichkeit zugänglich. Sofern es sie interessiert, können sie das FMStBG, wie alle anderen Gesetze auch, im Bundesgesetzblatt oder direkt unter http://www.gesetze-im-int... einsehen. Vielleicht haben sie aber auch nur verzweifelt das Geldmarktstabilisierungsgesetz gesucht...

    • joG
    • 25.02.2010 um 1:19 Uhr

    ....entstehen keine Zinsen. Bestenfalls kann man kalkulatorische Zinsen ansetzen, die allerdings zu einem angenommenen Risikoabschlag zu rechnen wären.

    Wie tief ist ihr Vertrauen in die deutsche Demokratie denn erschüttert, dass sie annehmen unsere Volksvertretung würde versuchen auf formell unrechtmäßigem Wege Gesetze in die Bücher zu schmuggeln (was dann aufgrund der Formfehler ergo natürlich kein geltendes Recht wäre).
    Natürlich wurde das FINANZmarkt Stabilisierungsgesetz formell einwandfrei erlassen und ist auch der Öffentlichkeit zugänglich. Sofern es sie interessiert, können sie das FMStBG, wie alle anderen Gesetze auch, im Bundesgesetzblatt oder direkt unter http://www.gesetze-im-int... einsehen. Vielleicht haben sie aber auch nur verzweifelt das Geldmarktstabilisierungsgesetz gesucht...

  1. viereggtext - Die Retter haben ihren Fonds nicht richtig gemanagt? Hilft nur die propagierte Aufwärtsbewegung.

    • joG
    • 25.02.2010 um 1:19 Uhr

    ....entstehen keine Zinsen. Bestenfalls kann man kalkulatorische Zinsen ansetzen, die allerdings zu einem angenommenen Risikoabschlag zu rechnen wären.

    Antwort auf "Volksverblödung"
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    mag sein, dann nennen wir es Avalprovision.
    Ein gutes Geschäft ist es wohl trotzdem nicht, wenn von dem mageren Ertrag auch noch Bewertungsverluste, die zumindest zum Teil wohl auch schlagend werden, tragen muss.

    mag sein, dann nennen wir es Avalprovision.
    Ein gutes Geschäft ist es wohl trotzdem nicht, wenn von dem mageren Ertrag auch noch Bewertungsverluste, die zumindest zum Teil wohl auch schlagend werden, tragen muss.

  2. Wie tief ist ihr Vertrauen in die deutsche Demokratie denn erschüttert, dass sie annehmen unsere Volksvertretung würde versuchen auf formell unrechtmäßigem Wege Gesetze in die Bücher zu schmuggeln (was dann aufgrund der Formfehler ergo natürlich kein geltendes Recht wäre).
    Natürlich wurde das FINANZmarkt Stabilisierungsgesetz formell einwandfrei erlassen und ist auch der Öffentlichkeit zugänglich. Sofern es sie interessiert, können sie das FMStBG, wie alle anderen Gesetze auch, im Bundesgesetzblatt oder direkt unter http://www.gesetze-im-int... einsehen. Vielleicht haben sie aber auch nur verzweifelt das Geldmarktstabilisierungsgesetz gesucht...

    Antwort auf "Volksverblödung"
  3. Wer das Geld sucht: Es ist in den Taschen der Spekulanten, z. B. bei Merkels Geburtstagssaufkumpan Ackermann, der bei HRE abkassiert hat.

  4. Man hätte durch die Gründung einer "Good Bank", echte Kredite von Zockerschulden differenzieren können. Das wollte die Politik nicht.
    Die Finanz"wirtschaft" wird bedient, bis auch die letzte Schule und das letzte Krankenhaus privatisiert sind.

  5. mag sein, dann nennen wir es Avalprovision.
    Ein gutes Geschäft ist es wohl trotzdem nicht, wenn von dem mageren Ertrag auch noch Bewertungsverluste, die zumindest zum Teil wohl auch schlagend werden, tragen muss.

    Antwort auf "Für eine Garantie...."
  6. Wer die Nachrichten verfolgt hat ne leise Ahnung.
    Politik rettet Banken mit den Milliarden der Steuerzahler --> Banken heuer für viel Geld Politiker um bei irgendwelchen Kongressen und Seminaren Reden zu schwingen. Da haben wir doch einen veritablen Geld Kreislauf.

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