Missbrauchsskandal Merkel vermittelt zwischen Leutheusser und Zollitsch
Mit ihren Äußerungen zum Missbrauchsskandal sorgte Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger bei Erzbischof Zollitsch für Empörung. Beide geben sich nun gesprächsbereit.
© Andreas Rentz/Getty Images

Bleibt bei ihrer Meinung: Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist im Streit um die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen an katholischen Schulen auf die Kirche zugegangen. Die Ministerin sei zu einem Gespräch bereit, sagte ihr Sprecher in Berlin. Auch der Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sagte, er sei zu einem Treffen bereit.
Leutheusser-Schnarrenberger bleibt jedoch trotz des Gesprächsangebots bei ihrer grundsätzlichen Kritik. Es gebe keinen Grund, die Kritik zurückzunehmen, sagte der Sprecher des Bundesjustizministeriums. Leutheusser-Schnarrenberger will dem Erzbischof demnach nun "in angemessener Form" antworten. Die Kritik der Ministerin bezieht sich auf die Leitlinien der Kirche zu diesem Thema. Sie halte es nicht für ausreichend, dass erst in erwiesenen Fällen sexuellen Missbrauchs eine Aufforderung zur Selbstanzeige erfolge, sagte Leutheusser-Schnarrenberger in Deutschlandradio Kultur. Sie sei der Meinung, dass bei Verdachtsfällen die Staatsanwaltschaft tätig werden solle.
"Ich denke, bei all dieser Auseinandersetzung darf doch eines nicht aus dem Blickfeld geraten: Nämlich, dass es um Opfer sexuellen Missbrauchs geht, der vor vielen Jahren, vor Jahrzehnten stattgefunden hat", sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Es müsse etwas getan werden, um dies künftig in dieser Form zu verhindern.
Erzbischof Robert Zollitsch hatte sich empört über die Worte der Ministerin geäußert. Seinem Empfinden nach habe es in der Politik noch nie eine "ähnlich schwerwiegende Attacke auf die katholische Kirche gegeben". Zollitsch telefonierte wegen der Auseinandersetzung bereits am Dienstag mit Bundeskanzlerin Merkel. Zu dem Inhalt machten weder ein Sprecher der Bischofskonferenz noch Regierungssprecher Ulrich Wilhelm Angaben. Wilhelm sagte lediglich, Merkel habe keinen Zweifel, dass die Bischöfe das Thema "angemessen und ernsthaft" bearbeiteten. Die Deutsche Bischofskonferenz berät derzeit auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Freiburg über den Umgang mit dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch an katholischen Schulen.
Der Anwalt eines Missbrauchsopfers stellte am Mittwoch Strafanzeige gegen Zollitsch und seinen Vorgänger im Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. Die Staatsanwaltschaft solle ein Ermittlungsverfahren wegen Strafvereitelung einleiten, sagte Rechtsanwalt Christian Sailer. "Es besteht der Verdacht, dass die Verbrechen bis in die jüngste Zeit vertuscht und die Täter von einer Pfarrei in die andere versetzt wurden, um sich weiter an Jugendlichen zu vergehen." Die von ihm vertretene Frau sei in den siebziger Jahren im Bistum Würzburg über Jahre hinweg sowohl körperlich misshandelt als auch sexuell missbraucht worden.
- Datum 24.02.2010 - 19:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 58
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da scheint die Trennung von Kirche und Staat ja mal zu funktionieren. Und schön zu sehen, wie sich die katholische Kirche versucht, aus ihrer Verantwortung zu stehlen. Wer Recht in Deutschland bricht, muss auch hier von einem deutschenGericht verurteilt werden, da gibt es keine Mauscheleien hinter verschlossenen Türen.
Ansonsten, einfach mit der Abschaffung der Kirchensteuer drohen, da fluppt es dann wieder mit dem Glauben. ( An das Geld wohlgemerkt )
"die spinnen, die Römer" sagete schon Asterix.
Fr. leutheuser-Schnarrenberger ziehen sie ihren Damenhut und gehen sie freiwillig aus ihrem Amt.
Offensichtlichere Klientelpolitik und gleichzeitiger Angriff auf ihren Koalitionspartner, ich als Oppositionsanhänger habe nichts dagegen, aber wollen sie dem Anspruch geügeleisten und dieses Land in der jetzigen Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode zu leiten, dann leisten sie ihren Beitrag und gehen sie.
Machen sie Platz für jemanden der nicht prostituierbar ist oder wenigstens für jemanden der das Geld noch gebrauchen kann.
ist eine der wenigen Minister(innen) in diesem Land, die - weil sie Rückgrat hatte - von ihrem Amt zurückgetreten ist. So eine Frau als "prostituierbar" zu bezeichnen ist eine Unverschämtheit.
Das sie in der Steuer-CD Angelegenheit Zweifel hat (die ich nicht habe) ist mit den Sexualpraktiken nicht vergleichbar. Bei der Verurteilung vom Missbrauch von Kindern und Jugendlichen kann es keine Zweifel geben.
Auch die katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz! Das ist eine schon lange überfällige Lektion, die sie zu lernen hat.
Nichts zur Sache beizutragen, aber trotzdem Schwätzen, daß ist typisch für Leute aus ihrem Lager. Hauptsache wieder über eine Person aus rein lagertaktischen Gründen hergezogen.
ist eine der wenigen Minister(innen) in diesem Land, die - weil sie Rückgrat hatte - von ihrem Amt zurückgetreten ist. So eine Frau als "prostituierbar" zu bezeichnen ist eine Unverschämtheit.
Das sie in der Steuer-CD Angelegenheit Zweifel hat (die ich nicht habe) ist mit den Sexualpraktiken nicht vergleichbar. Bei der Verurteilung vom Missbrauch von Kindern und Jugendlichen kann es keine Zweifel geben.
Auch die katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz! Das ist eine schon lange überfällige Lektion, die sie zu lernen hat.
Nichts zur Sache beizutragen, aber trotzdem Schwätzen, daß ist typisch für Leute aus ihrem Lager. Hauptsache wieder über eine Person aus rein lagertaktischen Gründen hergezogen.
So weit kommt's noch !
Dieser Mann nimmt sich scheinbar nicht nur ziemlich wichtig sondern auch noch für voll...!
Aber etwas anderes war aus diesem Zirkel weltfremder, sexualgestörter Soziopathen auch nicht zu erwarten !
Wenn ich nur schon lese, mit welcher Chuzpe Bischof Mixa versucht, solche Geschehnisse auf die sexuelle Revolution der 68'er abzuwälzen, packt mich die kalte Wut !
Diese Kirche ist für mich ein schon seit Ewigkeiten in hrnrissigen Dogmen erstarrter und moralisch total verkommener Sauhaufen !
Sie hat sich immerhin 2000 Jahre gehalten und ist weltweit vertreten. So wie man mit der Kirche in Deutschland umgeht, so geht man auch mit der Demokratie um, z. B. wie Sie mit der Nutzung Ihrer Meinungsfreiheit. Und weil das zunimmt gebe ich der Demokratie zumindest in Deutschlands keine 2000 Jahre.
Die Mittel und Wege des 2000-jährigen Macht-Erhalts der katholischen Kirche wollen Sie aber doch sicherlich nicht auf diese sog. Demokratie übersetzt sehen, oder ?
Mit Verlaub; dieser Vergleich hinkt !
Sie hat sich immerhin 2000 Jahre gehalten und ist weltweit vertreten. So wie man mit der Kirche in Deutschland umgeht, so geht man auch mit der Demokratie um, z. B. wie Sie mit der Nutzung Ihrer Meinungsfreiheit. Und weil das zunimmt gebe ich der Demokratie zumindest in Deutschlands keine 2000 Jahre.
Die Mittel und Wege des 2000-jährigen Macht-Erhalts der katholischen Kirche wollen Sie aber doch sicherlich nicht auf diese sog. Demokratie übersetzt sehen, oder ?
Mit Verlaub; dieser Vergleich hinkt !
Frau Leutheuser-Schnarrenberger ist wohl die einzige Liberale unter den heutigen "Liberalen". Ich hoffe mal, dass sie in dieser Angelegenheit nicht klein beigibt. Ich finde es unerträglich, dass esoterische Zirkel so einen Einfluss auf den Staat ausüben und in unserem Grundgesetz immer noch Bezug auf irgendwelche zusammenfabulierten Metawesen genommen wird.
Es ist mir völlig unerklärlich, wie es Kirchenvertreter angesichts der Vorfälle, auch in Irland, noch wagen können, Ultimaten zu stellen - eigentlich müsste sich im ganzen Land Gelächter erheben.
ist eine der wenigen Minister(innen) in diesem Land, die - weil sie Rückgrat hatte - von ihrem Amt zurückgetreten ist. So eine Frau als "prostituierbar" zu bezeichnen ist eine Unverschämtheit.
Das sie in der Steuer-CD Angelegenheit Zweifel hat (die ich nicht habe) ist mit den Sexualpraktiken nicht vergleichbar. Bei der Verurteilung vom Missbrauch von Kindern und Jugendlichen kann es keine Zweifel geben.
Auch die katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz! Das ist eine schon lange überfällige Lektion, die sie zu lernen hat.
In diesem Fall ist prostituierbar mit käuflich gleichzusetzen, meinetwegen auch noch mit bewußter Schnauze halten.
Im übrigen sollten Sie nicht nur meinen Kommentarlesen, sondern den Artikel dazu!!!!!!!!!!!!
Die angeblich meisten Vermögen wurden in den 50 und 60.er Jahren wegen der NS-Zeit außer Landes gebracht und in den 70.er Jahren angeblich wegen der Bedrohung des Kommunismus.
In den letzten 3 Jahrzehnten wegen zu hoher Steuern etc.
Die katholische Kirche bekam glücklicher Weise keine Straffreiheit zugesagt, bei Offenlegung aller vergehen.
Die Steuerhinterzieher hatten vom damaligen Finanzminister Eichel eine solche bekommen und trotzdem hat sie kaum jemand genutzt.
Dazu hat die Schnarre aber keine Meinung, jedenfalls nicht öffentlich.
Für mich ist Kindesmißbrauch das schlimmste vergehen was ein Mensch begehen kann.
Weil jemand einmal richtig gehandelt hat ist das noch lange kein Freifahrtsschein!! für spätere Zeiten.
Oder wollen wir eine gute Tat mit einer schlechten aufwiegen und zwar egal ob die schlechte Strafbar oder Amtsverfehlung ist.
Danke an Hans Peter Blume, haben Sie auch die Phoenixrunde gestern gesehen? lapidar scheinbar nicht.
auf meine Anmerkungen zu Ihrem Kommentar, disqualifizieren Sie sich selbst. Ich habe dem nichts hinzu zufügen.
Die katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz, Sie haben recht. So ist es- und genau so handelt sie.
Es gibt nämlich k e i n e Rechtsverpflichtung zur Anzeige beim Verdacht auf Missbrauch. Da staunt der Laie, es ist aber so.
Nur in der katholischen Kirche gibt es seit 2002 ein innerkirchliches Papier, dass sofortige Meldung jedes VERDACHTES an den Ortsbischof verlangt.
Das bedeutet, die Kirche ist strenger als der Gesetzgeber. Aber Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat nichts davon gewusst und beschuldigt die Kirche, wo sie -wenn schon denn schon- den Gesetzgeber beschuldigen müsste.
Es ist eben eine heikle Sache und Missbrauchsopfer wollen oft keine Öffentlichkeit, deshalb eben gibt es auch keine Anzeigepflicht!
Also alles ein Sturm im Wasserglas-Schnarre hat einen Fehler gemacht. Ist aber kein Beinbruch.
In diesem Fall ist prostituierbar mit käuflich gleichzusetzen, meinetwegen auch noch mit bewußter Schnauze halten.
Im übrigen sollten Sie nicht nur meinen Kommentarlesen, sondern den Artikel dazu!!!!!!!!!!!!
Die angeblich meisten Vermögen wurden in den 50 und 60.er Jahren wegen der NS-Zeit außer Landes gebracht und in den 70.er Jahren angeblich wegen der Bedrohung des Kommunismus.
In den letzten 3 Jahrzehnten wegen zu hoher Steuern etc.
Die katholische Kirche bekam glücklicher Weise keine Straffreiheit zugesagt, bei Offenlegung aller vergehen.
Die Steuerhinterzieher hatten vom damaligen Finanzminister Eichel eine solche bekommen und trotzdem hat sie kaum jemand genutzt.
Dazu hat die Schnarre aber keine Meinung, jedenfalls nicht öffentlich.
Für mich ist Kindesmißbrauch das schlimmste vergehen was ein Mensch begehen kann.
Weil jemand einmal richtig gehandelt hat ist das noch lange kein Freifahrtsschein!! für spätere Zeiten.
Oder wollen wir eine gute Tat mit einer schlechten aufwiegen und zwar egal ob die schlechte Strafbar oder Amtsverfehlung ist.
Danke an Hans Peter Blume, haben Sie auch die Phoenixrunde gestern gesehen? lapidar scheinbar nicht.
auf meine Anmerkungen zu Ihrem Kommentar, disqualifizieren Sie sich selbst. Ich habe dem nichts hinzu zufügen.
Die katholische Kirche steht nicht über dem Gesetz, Sie haben recht. So ist es- und genau so handelt sie.
Es gibt nämlich k e i n e Rechtsverpflichtung zur Anzeige beim Verdacht auf Missbrauch. Da staunt der Laie, es ist aber so.
Nur in der katholischen Kirche gibt es seit 2002 ein innerkirchliches Papier, dass sofortige Meldung jedes VERDACHTES an den Ortsbischof verlangt.
Das bedeutet, die Kirche ist strenger als der Gesetzgeber. Aber Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat nichts davon gewusst und beschuldigt die Kirche, wo sie -wenn schon denn schon- den Gesetzgeber beschuldigen müsste.
Es ist eben eine heikle Sache und Missbrauchsopfer wollen oft keine Öffentlichkeit, deshalb eben gibt es auch keine Anzeigepflicht!
Also alles ein Sturm im Wasserglas-Schnarre hat einen Fehler gemacht. Ist aber kein Beinbruch.
Das Verhalten von Frau Leutheuser-Schnarrenberger ist umso
unverständlicher als sie für die Strafverfolgung von Kindes-mißbrauch überhaupt nicht zuständig ist. Die Zuständigkeit
liegt bei den einzelnen Staatsanwaltschaften der Landesju-
stizministerien, die über eine wie auch immer geartete "Zu-
sammenarbeit" mit der Kirche durchaus unterschiedliche Er-
fahrungen gemacht haben können. Für gemeinsames Vorgehen
wäre der Vorsitzende der Justizministerkonferenz zuständig.
Das ist ja genau das Problem : viel zu wenige Menschen fühlen sich zuständig, wenn hilflose Kinder mißbrauchenden "Autoritätspersonen" ausgeliefert sind.Man sollte sich auch einmal fragen, warum die Opfer sich nicht ihren Eltern anvertrauen konnten, bzw warum diese keine rechtlichen Schritte eingeleitet haben und jetzt angeblich das meiste verjährt ist...Haben alle Angst vor ihrer "Mutter Kirche" ? Wer nichts gegen Mißbrauch unternimmt macht sich mitschuldig.
Das ist ja genau das Problem : viel zu wenige Menschen fühlen sich zuständig, wenn hilflose Kinder mißbrauchenden "Autoritätspersonen" ausgeliefert sind.Man sollte sich auch einmal fragen, warum die Opfer sich nicht ihren Eltern anvertrauen konnten, bzw warum diese keine rechtlichen Schritte eingeleitet haben und jetzt angeblich das meiste verjährt ist...Haben alle Angst vor ihrer "Mutter Kirche" ? Wer nichts gegen Mißbrauch unternimmt macht sich mitschuldig.
Bravo, Frau Leutheuser-Schnarrenberger!
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