Hypo Real Estate "Wir brauchen nicht nur gut bezahlte Egoisten"
Manager dürfen nicht nur auf das Geld schauen, sagt Florian Toncar im Interview. Der Vorsitzende des Soffin-Ausschusses kritisiert den Rücktritt von Wieandt bei der HRE.
ZEIT ONLINE: Herr Toncar, wie bewerten Sie den Rückzug von Herr Wieandt aus dem Vorstand der Hypo Real Estate?
Florian Toncar: Ich habe das mit Überraschung zur Kenntnis genommen. Für mich ist es unverständlich, dass Herr Wieandt sein Amt so kurzfristig aufgegeben hat. Dinge, die ich einmal begonnen habe, führe ich auch zu Ende.
ZEIT ONLINE: Es gab offenbar Streit um sein Gehalt.

Florian Toncar (FDP) ist mit Mitglied des Haushaltsausschusses im deutschen Bundestag und Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums für den Soffin.
Toncar: Es ging um viele Dinge – darunter auch Gehaltsfragen. Aber Geld kann nicht das alleinige Motiv für die Übernahme eines Jobs sein. Herr Wieandt wusste, dass die Bank massiv vom Staat gestützt wird und unter besonderer öffentlicher Beobachtung steht. Das bedeutet natürlich auch besondere Bedingungen für die Arbeit des Vorstands.
ZEIT ONLINE: Finanzminister Wolfgang Schäuble soll ihn aufgefordert haben, auf mehrere Hunderttausend Euro zu verzichten. Wieandt soll sich geweigert haben.
Toncar: Die Einzelheiten sind mir nicht bekannt. Aber ich finde es schon erstaunlich, dass für die Spitzenkräfte in der Branche die Vergütung das alleinige Kriterium für die Zufriedenheit im Job zu sein scheint. Dass es bei der Hypo Real Estate zu einer Deckelung der Gehälter kommen muss, ist nachvollziehbar.
Die Sanierung der Bank ist die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe, die es im Bankensektor seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben hat. Diese Aufgabe abzubrechen, weil 500.000 Euro nicht ausreichend sind, wäre für mich erschreckend.
ZEIT ONLINE: Herr Wieandt verdient woanders wahrscheinlich deutlich mehr.
Toncar: Ich halte es für eine ehrenwerte Aufgabe, eine Bank, deren Pleite eine Gefahr für die gesamte Volkswirtschaft darstellt, wieder auf einen sicheren Weg zu bringen. Der Erfolg, der mit einer solchen Aufgabe verbunden ist, wiegt mehr als nur die Höhe des Gehalts. Jemand, der zur Elite eines Landes gehört, sollte mehr im Blick haben als nur die eigene finanzielle Situation.
- Datum 26.03.2010 - 17:12 Uhr
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Hört sich ja gut an, was der Herr, der auf dem Bild den Eindruck eines Studenten in den ersten 3 Semestern macht, so sagt. Aber diesen Eindruck hat ja man ja auch bei älteren aller parteilichen Couleur.
Und er ist ja Politiker und da wollen wir natürlich ein gerüttelt Mass an Moral hören in diesen schweren Zeiten.
Und seit den Grünen wissen wir ja auch, dass das Hochhalten der Moral nicht davon abhält, Soldaten in einen Krieg zu schicken.
Aber für Euro 500.000,00 würde ich bei der Bilanzsumme und dem Geschäft nicht arbeiten. Denn z. B. als Verbands- oder Kassenchef verdient man ja nahezu genauso viel. Und da gibt es stetige, nahezu garantierte Einnahmen.
Natürlich ist das eine ehrenhafte Aufgabe. Aber wer mir weiss machen will, das ginge mit Methoden einer ehrenamtlichen Kassenverwaltung, der ist entweder sehr unerfahren oder ich unterstelle, er will mich aus irgendeinem Grund für dumm verkaufen.
Mna hat also wieder ordentlich Grund, die FDP zu kritisieren. Und was man anfängt, muss man zu Ende bringen? Aber wenn ich verhandeln kann, ist erst mal alles ergebnisoffen, sonst brauche ich keine Verhandlungen.
Nichts gegen ihn persönlich aber die Soffin ist auch eine halbstaatliche Angelegenheit. Interviewen Sie mal die Dame die jezt zu sagen hat.
die Aussage dieses Textes steht im Gegensatz dazu, wozu ein Manager gebruacht wird, nämlich Entscheidungen zu treffen, die auch mal weh tun können. Natürlich darf dabei nicht nur an den eigenen Profit, sondern an das bestehen der Firma gedacht werden. Ob 500.000 Euro für diesen Posten genug sind, darüber lässt sich streiten, aber ich finde, bei so einer hohen Verantwortung sind sie mehr als gerechtfertigt (auch wenn das hier nicht jedem schmecken dürfte).
.... sondern an das bestehen der Firma gedacht werden."
Genau da setzt meines Erachtens der Fehler an. Der Mann soll daran denken seinen Job zu tun und nicht an das Wohl und Weh einer amorphen Menschenansammlung. Gerade die Unbestimmbarkeit und Intransparenz der Aufgabe sind entscheidende Schwächen unserer Unternehmensgesetzgebung und -Kultur.
Es ist die Aufgabe der Politik vorzugeben was man in der Gesellschaft tun darf und ein System zu entwerfen und zu implementieren, das allgemein Überschreitungen ahndet. Es wäre die Aufgabe des Managers innerhalb dieses Dürfens für seine Geldgeber den höchsten Gewinn zu erwirtschaften. Moral zu verlangen verwischt die Transparenz. Wenn jeder sein eigenes Haus ordentlich bestellt, ist das durchaus genug. Verlangt man mehr, so schwächt das die Gesellschaft. So zumindest sagt die Wissenschaft.
.... sondern an das bestehen der Firma gedacht werden."
Genau da setzt meines Erachtens der Fehler an. Der Mann soll daran denken seinen Job zu tun und nicht an das Wohl und Weh einer amorphen Menschenansammlung. Gerade die Unbestimmbarkeit und Intransparenz der Aufgabe sind entscheidende Schwächen unserer Unternehmensgesetzgebung und -Kultur.
Es ist die Aufgabe der Politik vorzugeben was man in der Gesellschaft tun darf und ein System zu entwerfen und zu implementieren, das allgemein Überschreitungen ahndet. Es wäre die Aufgabe des Managers innerhalb dieses Dürfens für seine Geldgeber den höchsten Gewinn zu erwirtschaften. Moral zu verlangen verwischt die Transparenz. Wenn jeder sein eigenes Haus ordentlich bestellt, ist das durchaus genug. Verlangt man mehr, so schwächt das die Gesellschaft. So zumindest sagt die Wissenschaft.
erfolgt im Kapitalismus stets nur über die Ausbeutung fremder Arbeitskraft als Lohnarbeit, der Kapitalist zahlt dem Arbeiter nur einen Teil des von ihm im Produktionsprozess geschaffenen tatsächlichen Wertes als Lohn aus –
das reale Mehrprodukt der gesellschaftlich verrichteten Arbeit kommt aber nicht der Gesellschaft insgesamt zugute.
Genau das hat sinngemäß Karl Marx vor weit über 100 Jahren schon formuliert.
„Jemand, der zur Elite eines Landes gehört, sollte mehr im Blick haben als nur die eigene finanzielle Situation.“
Genau diese Message kann einfach nur als absolut naiv bezeichnet werden, wenn sie zum Wertewandel in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem aufruft.
Denn nach wie vor gilt:
"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.«
Alles andere ist illusorisches Gefasel, denn ohne Kommunist zu sein, ist eines klar:
Das ist einfach systemimmanent.
Antenne1.
Ich gebe Ihnen in allen Punkten recht.
Immer höher,schneller,weiter. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Das System wird uns eh bälde um die Ohren fliegen.
Und das wissen die Oberen....
Die Staatsbankrotte ziehen am Horizont herauf.
Flickschusterei an allen Stellen. Es läuft wohl nicht mehr rund.
Die virtuelle Blasenökonomie hat sich von der realen Mehrwertschöpfung lange verabschiedet.
Wer are living in "strange times".
Ich glaube der "Politischen Elite" kein Wort mehr.
Demnächst ist sich jeder seinem Selbst überlassen.
Nur ein "Reset" Button wird alles wieder ausnivilieren.
Danach wir auch die "Begrifflichkeit" der "Sozialen Verantwortung" in den Geschichtsbüchern enden.....
In diesem Sinne,
ein Kind der 80 er Jahre,
welches an eine besser Zukunft glaubte.....
Antenne1.
Ich gebe Ihnen in allen Punkten recht.
Immer höher,schneller,weiter. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Das System wird uns eh bälde um die Ohren fliegen.
Und das wissen die Oberen....
Die Staatsbankrotte ziehen am Horizont herauf.
Flickschusterei an allen Stellen. Es läuft wohl nicht mehr rund.
Die virtuelle Blasenökonomie hat sich von der realen Mehrwertschöpfung lange verabschiedet.
Wer are living in "strange times".
Ich glaube der "Politischen Elite" kein Wort mehr.
Demnächst ist sich jeder seinem Selbst überlassen.
Nur ein "Reset" Button wird alles wieder ausnivilieren.
Danach wir auch die "Begrifflichkeit" der "Sozialen Verantwortung" in den Geschichtsbüchern enden.....
In diesem Sinne,
ein Kind der 80 er Jahre,
welches an eine besser Zukunft glaubte.....
Antenne1.
Ich gebe Ihnen in allen Punkten recht.
Immer höher,schneller,weiter. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Das System wird uns eh bälde um die Ohren fliegen.
Und das wissen die Oberen....
Die Staatsbankrotte ziehen am Horizont herauf.
Flickschusterei an allen Stellen. Es läuft wohl nicht mehr rund.
Die virtuelle Blasenökonomie hat sich von der realen Mehrwertschöpfung lange verabschiedet.
Wer are living in "strange times".
Ich glaube der "Politischen Elite" kein Wort mehr.
Demnächst ist sich jeder seinem Selbst überlassen.
Nur ein "Reset" Button wird alles wieder ausnivilieren.
Danach wir auch die "Begrifflichkeit" der "Sozialen Verantwortung" in den Geschichtsbüchern enden.....
In diesem Sinne,
ein Kind der 80 er Jahre,
welches an eine besser Zukunft glaubte.....
.... sondern an das bestehen der Firma gedacht werden."
Genau da setzt meines Erachtens der Fehler an. Der Mann soll daran denken seinen Job zu tun und nicht an das Wohl und Weh einer amorphen Menschenansammlung. Gerade die Unbestimmbarkeit und Intransparenz der Aufgabe sind entscheidende Schwächen unserer Unternehmensgesetzgebung und -Kultur.
Es ist die Aufgabe der Politik vorzugeben was man in der Gesellschaft tun darf und ein System zu entwerfen und zu implementieren, das allgemein Überschreitungen ahndet. Es wäre die Aufgabe des Managers innerhalb dieses Dürfens für seine Geldgeber den höchsten Gewinn zu erwirtschaften. Moral zu verlangen verwischt die Transparenz. Wenn jeder sein eigenes Haus ordentlich bestellt, ist das durchaus genug. Verlangt man mehr, so schwächt das die Gesellschaft. So zumindest sagt die Wissenschaft.
ordentlich bestellt kann in manchen Fällen die Gesellschaft darunter leiden. Das sagt die Wissenschaft auch. Man nennt das dann "tragedy of the commons" und es scheint dass es in mehr Fällen der Fall ist als bisher angenommen. Ausserdem beruht die Wirtschaftswissenschaft (wie alle anderen Wissenschaften auch) auf unrealsitischen Annahmen und sollte mit weniger blindem Vertrauen behandelt werden. Alleine schon die Annahme das allen Wirtschaftssubjekten alle Informationen kostenlos zur Verfügung stehen ist nicht gegeben.
....rufen suboptimale Lösungen, wie Sie richtig sagen, oft hervor. Es gilt diese aufzuspüren und die Eigentumsrechtsstrukturen (gesellschaftliche Ordnung) so zu definieren, dass die hierdurch hervorgerufenen Schäden reduziert werden. Dabei müssen die Vor- und Nachteile der möglichen Eigentumsrechtestrukturen festgestellt und analysiert werden. Da die Fixierung der Eigentumsrechte die Handlungen so vieler Personen massive Verwerfungen hervorrufen kann, ist diese Aufgabe mit besonderer Sorgfalt zu behandeln. Dazu gibt es relativ robuste Methoden. Weil dies so wichtig ist, muss man die Ergebnisse der Wählerschaft transparent aufbereiten und vortragen. Ein Gesetz sollte nie ohne solches Prozedere erlaubt sein.
....rufen suboptimale Lösungen, wie Sie richtig sagen, oft hervor. Es gilt diese aufzuspüren und die Eigentumsrechtsstrukturen (gesellschaftliche Ordnung) so zu definieren, dass die hierdurch hervorgerufenen Schäden reduziert werden. Dabei müssen die Vor- und Nachteile der möglichen Eigentumsrechtestrukturen festgestellt und analysiert werden. Da die Fixierung der Eigentumsrechte die Handlungen so vieler Personen massive Verwerfungen hervorrufen kann, ist diese Aufgabe mit besonderer Sorgfalt zu behandeln. Dazu gibt es relativ robuste Methoden. Weil dies so wichtig ist, muss man die Ergebnisse der Wählerschaft transparent aufbereiten und vortragen. Ein Gesetz sollte nie ohne solches Prozedere erlaubt sein.
....rufen suboptimale Lösungen, wie Sie richtig sagen, oft hervor. Es gilt diese aufzuspüren und die Eigentumsrechtsstrukturen (gesellschaftliche Ordnung) so zu definieren, dass die hierdurch hervorgerufenen Schäden reduziert werden. Dabei müssen die Vor- und Nachteile der möglichen Eigentumsrechtestrukturen festgestellt und analysiert werden. Da die Fixierung der Eigentumsrechte die Handlungen so vieler Personen massive Verwerfungen hervorrufen kann, ist diese Aufgabe mit besonderer Sorgfalt zu behandeln. Dazu gibt es relativ robuste Methoden. Weil dies so wichtig ist, muss man die Ergebnisse der Wählerschaft transparent aufbereiten und vortragen. Ein Gesetz sollte nie ohne solches Prozedere erlaubt sein.
Ich möchte mal Wissen, welche Verantwortung ein Manager wirklich hat. Alles was ich bisher gesehen habe ist: Er hat gar keine Verantwortung obwohl immer auf die immense Verantwortung hingewiesen wird. Diesen Leuten fehlt Moral, Ethik und eben Verantwortungsgefühl. Stattdessen sind sie ausschließlich auf möglichst großes Einkommen und Gie,r Gier und nochmals Gier ausgerichtet. Haben sie die Karre dann in den Dreck gefahren, verschwinden sie kurzzeitig mit sehr viel Geld in der Tasche,welches womöglich auch noch Eingeklagt wird, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden. Kurze Zeit später tauchnen sie woanders wieder auf und das Spielchen beginnt von Neuem.
[Verzichten Sie auf Pauschalisierungen, die sehr wahrscheinlich als beleidigend verstanden werden können. Danke, die Redaktion/vv]
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