Atomkraftwerke Regierung erwägt Laufzeitverlängerung um 28 Jahre
Das Kabinett prüft, die AKW-Laufzeitverlängerungen deutlich großzügiger zu gestalten. Die deutschen Meiler könnten demnach bis 2050 am Netz bleiben.
© Bernd Weißbrod/dpa

In Betrieb bis 2050? Das Kernkraftwerk Neckarwestheim
Das atomfreundliche Lager in der Union hat sich offenbar gegen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) durchgesetzt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben sich Umwelt-, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt darauf verständigt, Gutachter vier Szenarien für eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke errechnen zu lassen. Diese sollen eine Laufzeitverlängerung um vier, zwölf, 20 und 28 Jahre prüfen. Ursprünglich hatten die Koalitionäre Verlängerungen von fünf, zehn, 15 und 20 Jahren durchrechnen lassen wollen.
Die schwarz-gelbe Koalition hat eine AKW-Laufzeitverlängerung in Aussicht gestellt, um die Zeit zu überbrücken, bis genügend erneuerbare Energie zur Verfügung stehe. Sie arbeitet an einem energiepolitischen Gesamtkonzept, auf dessen Grundlage sie ab Herbst die Entscheidung über die AKW-Laufzeiten treffen will.
Der geltende, noch von Rot-Grün und den AKW-Betreibern ausgehandelte Atomkompromiss sieht Regellaufzeiten von 32 Jahren vor. Nach ihm würde der letzte Reaktor etwa 2022 abgeschaltet. Bei einer Verlängerung um 28 Jahre ergeben sich Gesamtlaufzeiten von 60 Jahren. Das würde bedeuten, dass das letzte Atomkraftwerk ungefähr im Jahr 2050 vom Netz ginge.
Bei den nun festgelegten Szenarien handele es sich "lediglich um vorläufige Berechnungen", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) der SZ. "Damit ist noch keine Vorentscheidung getroffen."
Röttgen tritt für eine deutlich knapper bemessene Verlängerung ein. Laut einem Bericht des Handelsblatts erklärte er sich aber bei einem Gespräch mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bereit, Szenarien für vier, zwölf, 20 und 28 Jahre errechnen zu lassen. Die Unionsfraktion hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, auch eine Verlängerung um bis zu 28 Jahre zu erwägen.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte im Handelsblatt in der Laufzeit-Frage ein Mitspracherecht der Bundesländer. "Natürlich ist zur Verlängerung der Laufzeiten ein Gesetz notwendig, und dafür ist auch eine Mehrheit im Bundesrat nötig. Die Länder müssen einer Laufzeitverlängerung also zustimmen", sagte er.
Der NRW-Regierungschef, dessen schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf zur Landtagswahl im Mai derzeit keine Mehrheit erwarten kann, stützte den in der CDU umstrittenen Atom-Kurs von Umweltminister Röttgen. Längere Laufzeiten seien nicht einfach nur eine Frage der Gegenleistung durch die Atomkraftwerksbetreiber, sagte er. "Kernenergie hat in Deutschland keine hohe Akzeptanz." Deshalb habe Röttgen Recht, wenn er sage, "dass sich die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung aus der Frage der Sicherheit und der Frage des künftigen Energie-Mixes ableiten muss und nicht aus einer Gegenleistung".
SPD-Chef Sigmar Gabriel griff die Regierung im Deutschlandradio Kultur wegen ihrer Atomkraft-Pläne an. Die Koalition müsse "von allen guten Geistern verlassen" sein. Wie man eine Verlängerung auf 60 Jahre für "älteste Schrottmeiler" verantworten könne, sei ihm schleierhaft, sagte der frühere Bundesumweltminister. "Das ist brutaler Lobbyismus. Es geht allein darum, dass ein Betreiber mit einem alten Atomkraftwerk eine Million Euro am Tag verdient." Gabriel verwies auf die immer wieder auftretenden Probleme in Reaktoren wie Krümmel, Biblis und Brunsbüttel und die offene Endlagerfrage.
- Datum 26.03.2010 - 08:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
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Das nun gleich wieder zu erwartende Argument, dass damit eine bloße Profitmaximierung der Betreiber auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung garantiert würde, amüsiert mich jedes Mal. Diese Kraftwerke wurden aus zwei guten Gründen gebaut. Erstens, weil sie Profit abwerfen. Zweitens, weil sie benötigten Strom produzieren. Die jeweilige Größe könnte auch von politischen Entscheidungen wesentlich beeinflußt werden. Ebenso der Verantwortliche Umgang mit dem Faktor Sicherheit. Wie gesagt, könnte.
Regenerative Energien sinken noch im Preis wie jede neue Technologie und werden vermutlich, auch in abhängigkeit der Nachfrage, unter den Preis von Atom und Kohle Gas Strom sinken. Auch Uran ist ein knappes Gut und in nicht all zu weiter Zukunft verbraucht - der Preis wird steigen.
Kann übrigens jemand mal die Kosten für die Entsorgung/ Lagerung der nächsten 1000000 Jahre der Brennstoffe schätzen? Ich bin der Meinung dass diese in die Kosten mit in die Kalkulation einfliessen lassen sollten.
Gibt es da verlässlich Quellen?
Ich bin der Meinung man sollte die Anlagen nur zulassen, wenn sich ein Versicherer findet, der das Risiko absichert! Die Kosten sind dann von den Betreibern zu tragen.
Andernfalls müssten wir die Kosten ja im Falle eines Supergau tragen. Dieser Vorschlag ist ernsthaft zu erwägen! - was mich extrem stutzig macht, ist dass keine Versicherung Atomkraftwerke versichern wird - die Versicherer stellen ihre normalen mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen an verknüpft mit der Höhe des Schadens und vielleicht eine kleine Gewinnspanne... .
Glaubt hier jemand wirklich das die paar Cent Preisvorteil pro KW/h das Risiko versichern könnten?
Ok, ich gebe zu ich nutze auch sehr gerne Strom - aber es gibt doch genug Alternativen die Risikoarm sind!
....wurden die Meiler gebaut mit der Erwartung der Investoren, sie könnten sie wirtschaftlich nutzen. Sie kalkulierten auf dieser Basis. Dann hat die Regierung nach der Investition die Eigentumsrechte verändert.
Vertrauen in die Eigentumsrechte ist eine, wenn nicht die wichtigst Grundlage der Attraktivität eines Standorts. Ein Land das seine Eigentumsrechte retroaktiv ändert ist ein unsicherer Standort. Man braucht höhere Gewinne um das Risiko nachträglicher Eigentumsrechtsänderung auszugleichen. Es ist also für die gesamte Wirtschaft wichtig, dass die Beschränkung ohne Zusatzabgabe an den Staat (das sähe aus wie Erpressung) revidiert wird.
Regenerative Energien sinken noch im Preis wie jede neue Technologie und werden vermutlich, auch in abhängigkeit der Nachfrage, unter den Preis von Atom und Kohle Gas Strom sinken. Auch Uran ist ein knappes Gut und in nicht all zu weiter Zukunft verbraucht - der Preis wird steigen.
Kann übrigens jemand mal die Kosten für die Entsorgung/ Lagerung der nächsten 1000000 Jahre der Brennstoffe schätzen? Ich bin der Meinung dass diese in die Kosten mit in die Kalkulation einfliessen lassen sollten.
Gibt es da verlässlich Quellen?
Ich bin der Meinung man sollte die Anlagen nur zulassen, wenn sich ein Versicherer findet, der das Risiko absichert! Die Kosten sind dann von den Betreibern zu tragen.
Andernfalls müssten wir die Kosten ja im Falle eines Supergau tragen. Dieser Vorschlag ist ernsthaft zu erwägen! - was mich extrem stutzig macht, ist dass keine Versicherung Atomkraftwerke versichern wird - die Versicherer stellen ihre normalen mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen an verknüpft mit der Höhe des Schadens und vielleicht eine kleine Gewinnspanne... .
Glaubt hier jemand wirklich das die paar Cent Preisvorteil pro KW/h das Risiko versichern könnten?
Ok, ich gebe zu ich nutze auch sehr gerne Strom - aber es gibt doch genug Alternativen die Risikoarm sind!
....wurden die Meiler gebaut mit der Erwartung der Investoren, sie könnten sie wirtschaftlich nutzen. Sie kalkulierten auf dieser Basis. Dann hat die Regierung nach der Investition die Eigentumsrechte verändert.
Vertrauen in die Eigentumsrechte ist eine, wenn nicht die wichtigst Grundlage der Attraktivität eines Standorts. Ein Land das seine Eigentumsrechte retroaktiv ändert ist ein unsicherer Standort. Man braucht höhere Gewinne um das Risiko nachträglicher Eigentumsrechtsänderung auszugleichen. Es ist also für die gesamte Wirtschaft wichtig, dass die Beschränkung ohne Zusatzabgabe an den Staat (das sähe aus wie Erpressung) revidiert wird.
... nicht einmal in die Zukunft der Atomtechnik weist, denn da sollen Minikraftwerke gebaut werden. Eine Technik die es heute nur aus fiskalischen Gründen gibt, jedes moderne Gaskraftwerk leistet auch in der schnellen Anpassung mehr.
Eine alte Technik, die neue Energietechnik sogar ausbremsen wird und deren Abfallproblem ungelöst ist - die Politik ist nicht mehr ganz beisammen.
Bei einer Technik die das Potential hat ein ganzes Land zu zerstören daref man gar nicvht von Sicherheit sprechen, es ist das falsche Wort, denn es ist Hirnriss, dieses Risiko überhaupt ein zu gehen.
Diese Versicherungskosten sollten eine spätere Regierung diesen Kraftwerken auferlegen und Aus ist!
Diese Kraftwerke produzieren den benötigten Strom nur als Grundlast und nicht die Menge die auch benötigt wird.
Monopole gehören eben nicht in die Marktwirtschaft.
....Link für die Kosten (ich meine tatsächlichen Kosten und nicht behauptete) der Versicherung?
....Link für die Kosten (ich meine tatsächlichen Kosten und nicht behauptete) der Versicherung?
das die Betreiber die über 2,5 Milliarden für die Asse Katastrophe bezahlen.
Aber da kann ich wahrscheinlich länger als 2050 warten.
2050? Wie war das noch? Übergangslösung bis alt. Energien soweit sind? Das dauert doch keine 40 Jahre! Was passiert mit den Einnahmen aus der Laufzeitverlängerung? Warum wird darüber kein Wort verloren? Wird Energie jetzt billiger, oder einfach nur nicht ganz so teuer wie sonst?
Wieder ein Musterbeispiel von CDU Politik: Wenige "Vettern" stopfen sich die Taschen voll auf Kosten der Allgmeinheit.
Regenerative Energien sinken noch im Preis wie jede neue Technologie und werden vermutlich, auch in abhängigkeit der Nachfrage, unter den Preis von Atom und Kohle Gas Strom sinken. Auch Uran ist ein knappes Gut und in nicht all zu weiter Zukunft verbraucht - der Preis wird steigen.
Kann übrigens jemand mal die Kosten für die Entsorgung/ Lagerung der nächsten 1000000 Jahre der Brennstoffe schätzen? Ich bin der Meinung dass diese in die Kosten mit in die Kalkulation einfliessen lassen sollten.
Gibt es da verlässlich Quellen?
Von mir aus sollen sie die Laufzeit verlängern. Aber gleichzeitig die Stromversorger verpflichten den Strompreis zu halbieren.
Dann wäre dieses gefährliche Geschenk wenigstens zu etwas Nütze und würde den Bürger entlasten. Leider kommt eine Klientelregierung auf solche Ideen nicht. Siehe: Steuergeschenk für Hotels - die dann vom Hotel eingesackt wird.
Ich bin der Meinung man sollte die Anlagen nur zulassen, wenn sich ein Versicherer findet, der das Risiko absichert! Die Kosten sind dann von den Betreibern zu tragen.
Andernfalls müssten wir die Kosten ja im Falle eines Supergau tragen. Dieser Vorschlag ist ernsthaft zu erwägen! - was mich extrem stutzig macht, ist dass keine Versicherung Atomkraftwerke versichern wird - die Versicherer stellen ihre normalen mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen an verknüpft mit der Höhe des Schadens und vielleicht eine kleine Gewinnspanne... .
Glaubt hier jemand wirklich das die paar Cent Preisvorteil pro KW/h das Risiko versichern könnten?
Ok, ich gebe zu ich nutze auch sehr gerne Strom - aber es gibt doch genug Alternativen die Risikoarm sind!
Mehr fällt mir eigentlich nicht zur Energiepolitik unserer Regierung ein.
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