Automobilindustrie Auto-Absatz in Deutschland bricht ein

Im Februar sind im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent weniger Wagen neu zugelassen worden. Im Februar 2009 hatte es bei den Neuzulassungen ein Zehn-Jahres-Hoch gegeben.

Die Autobranche in Deutschland schwächelt: Im Februar ist der Absatz stark gesunken

Die Autobranche in Deutschland schwächelt: Im Februar ist der Absatz stark gesunken

Um fast ein Drittel ist der Absatz der Autobranche in Deutschland eingebrochen. Im Februar wurden nur noch rund 200.000 Pkws neu zugelassen, wie der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, in Genf mitteilte. Dies bedeute gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang von 30 Prozent. Laut VDA war im Februar 2009 jedoch aufgrund des damaligen Anlaufens der Abwrackprämie ein Zehn-Jahres-Hoch bei den Neuzulassungen erreicht worden.

Im vergangenen Jahr waren in Deutschland dank der Abwrackprämie 3,8 Millionen Autos verkauft worden. Für das gesamte Jahr 2010 rechnet Wissmann weiter mit einem Rückgang der Neuzulassungen auf 2,75 bis 3 Millionen Pkws. Damit "liegen diese beiden Jahre im Schnitt klar über dem mittelfristigen Marktvolumen" von 3 bis 3,1 Millionen Wagen, fügte der VDA-Präsident hinzu.

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Dagegen legt der Export der deutschen Hersteller im fünften Monat in Folge zu. Die Autobauer lieferten im Februar mehr als 300.00 Pkws ins Ausland, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 57 Prozent. Vor einem Jahr war der Export um 47 Prozent eingebrochen.

Auch der Ordereingang aus dem Ausland legte im Februar 2010 um rund ein Drittel zu. Dank der verbesserten Nachfrage aus dem Ausland wurden in den deutschen Werken im Februar 443.200 Pkws gebaut – fast 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dagegen sei der Auftragseingang im Inland stark geschrumpft. Nur 357.000 Fahrzeuge wurden bestellt.

Für VDA-Chef Wissmann sei klar erkennbar, dass sich "die automobilen Gewichte auf dem Weltmarkt verschieben". Die deutschen Autobauer setzen verstärkt auf das Auslandsgeschäft. Vor allem in Asien hoffen gerade die Premiumhersteller auf deutlich wachsenden Absatz. "Wer wie die deutschen Hersteller und Zulieferer dort präsent ist, wird zu den Gewinnern gehören", sagte Wissmann weiter. Neben Asien insgesamt gehörten zu den Wachstumsmärkten auch die USA.

Aber auch bei Klein- und Ökoautos nehmen die lange als zögerlich kritisierten Konzerne langsam Fahrt auf. Daimler plant in China ein kleines Elektroauto, Volkswagen will bis 2018 rund drei Prozent des Gesamtabsatzes mit E-Autos bestreiten, und auch BMW will noch vor 2015 sein stromgetriebenes "Megacity Vehicle" auf den Markt bringen.

 
Leser-Kommentare
    • WIHE
    • 02.03.2010 um 15:32 Uhr

    Diese Vergleiche mit dem Vorjahresmonat stiften in solch chaotischen Zeiten (Stichwort Abwrackpramie, Krise) mehr Verwirrung als dass sie Klarheit über die Gegenwart und nahe Zukunft schaffen.

    Mich würde viel mehr interessieren, ob die Verkäufe im Februar dieses Jahres höher oder niedriger lagen als im Januar dieses Jahres, ebenfalls würde mich interessieren, wie das in früheren Jahren, als es keine Abwrackprämie gab, in der Regel war.

    • Hickey
    • 03.03.2010 um 13:12 Uhr

    brauchen solche artikel eine solch klingend Überschrift.

    Schreit da etwa der Autor nach Aufmerksamkeit :)

  1. Am besten wir "helfen" mit ein paar MIlliarden...

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