Tankjet-Deal Paris und Berlin wollen weiter für Airbus kämpfen

Das Aus für den Rüstungskonzern EADS in der Ausschreibung von US-Tankflugzeugen hat ein politisches Nachspiel: Berlin und Paris wollen den Fall vor die WTO bringen.

Die Ausschreibung um die Ausstattung der US-Luftwaffe mit Tankflugzeugen, aus der sich der europäische Rüstungskonzern EADS wegen angeblich unfairer Bedingungen zurückgezogen hatte, hat Empörung bei der französischen und der deutschen Regierung ausgelöst. Beide drohten mit Konsequenzen.

Aus Frankreich will sich Präsident Nicolas Sarkozy persönlich einschalten. "Wir werden reagieren. (...) Diese Angelegenheit ist in keinster Weise erledigt", sagte Europastaatssekretär Pierre Lellouche nach einem Treffen mit Ministerkollegen und Sarkozy in Paris. Europa dürfe zu den durch das Pentagon geschaffenen Tatsachen nicht schweigen, forderte Lellouche. Die Europäer müssten "sich Respekt verschaffen".

Anzeige

"Diese Angelegenheit ist in keinster Weise erledigt"

Frankreichs Europastaatssekretär Pierre Lellouche

Der französische Premierminister François Fillon warf Washington eine "schwere Verletzung" internationaler Wettbewerbsregeln vor. Er sehe einen Verstoß "gegen eine loyale Konkurrenz unserer Volkswirtschaften", sagte Fillon in einer Rede an der Berliner Humboldt-Universität.

Das von deutschen und französischen Anteilseignern dominierte Unternehmen EADS und sein US-Partner Northrop Grumman hatten kürzlich ihren Rückzug aus dem Bieterwettbewerb über 179 Tankflugzeuge im Wert von 35 Milliarden Dollar verkündet. Beide Konzerne begründeten dies mit unfairen Wettbewerbsbedingungen und beklagten, dass die Ausschreibung voll auf den Konkurrenten Boeing zugeschrieben worden sei.

Das europäisch-amerikanische Konsortium hatte den Auftrag zunächst eigentlich gewonnen. Boeing hatte dann aber wegen Fehlern beim Vergabeverfahren gerichtlich eine Neuausschreibung erzwungen.

Bei der Welthandelsorganisation WTO laufen seit Längerem zwei Verfahren, in denen sich EADS und der US-Konkurrent Boeing wegen Staatshilfen beim Bau von zivilen Flugzeugen gegenseitig verklagt haben. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte dazu: "Dort hat Amerika ja Europa verklagt, angeblich wegen unfairer Praktiken. Jetzt haben wir einen Gegenbeleg. Das wird in das Verfahren bei der WTO einzubeziehen sein."

Frankreich zeigte sich vorsichtiger, was die Einschaltung der WTO angeht. Man habe es mit einem Rüstungsgeschäft zu tun und in diesem Bereich gelte nicht das klassische Recht der Welthandelsorganisation, sagte Lellouche. Dennoch werde man reagieren. Der französische Präsident reist Ende März zu einem Staatsbesuch in die USA.

Wie Frankreich will auch die Bundesregierung die angebliche Benachteiligung von EADS im Rennen um die 179 Tankflugzeuge bei demnächst anstehenden Terminen mit den USA thematisieren. Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans sagte, die Regierung bedauere den Ausstieg von EADS und Northrop Grumman.

"Generell sind offene Märkte und Wettbewerb der beste Weg hin zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis", sagte Steegmans. Darauf hätten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien US-Präsident Barack Obama bereits im Dezember in einem Brief hingewiesen. Auf den Vorgang werde sicher bei demnächst anstehenden Gesprächen Bezug genommen.

Die IG Metall machte die deutsche und französische Regierung für die Schlappe für EADS mitverantwortlich. Berlin und Paris zögen nicht an einem Strang, sondern schafften EADS sogar heimische Konkurrenz, sagte der EADS-Beauftragte der Gewerkschaft, Bernhard Stiedl, zu Handelsblatt Online. "Mit diesen Entscheidungen überlässt man den Markt von Verteidigungs- und Sicherheitsgütern den außereuropäischen Ländern, zum Schaden für den Steuerzahler und der einheimischen Arbeitsplätze."

EADS hält sich trotz des Rückzugs die Tür offen, doch noch den lukrativen US Rüstungsmarkt mit europäischem Material zu beliefern. "Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt und dann, wenn es so weit ist, entscheiden, ob wir uns für einen Folgeauftrag bewerben oder nicht", sagte EADS-Chef Louis Gallois in einem Interview.

Auch Verteidigungsexperten sehen noch eine Chance für das Konsortium, größere Tanker-Flugzeuge in der Zukunft an die USA zu verkaufen, wenn der Austausch der Boeing KC-10 ansteht. Beschwerde wollen EADS und Northrop Grumman diesmal nach eigenen Angaben nicht einlegen. Beide Kontrahenten waren allerdings bereits einmal erfolgreich damit: Zuerst setzten EADS und Northrop Grumman eine Neuauflage der Ausschreibung durch, dann Boeing. Das Vergabeverfahren läuft schon seit 2001.

Dass die US-Regierung den Fall nun noch einmal aufrollen wird, gilt als eher unwahrscheinlich. "Der Umgang der Air Force mit der Ausschreibung erscheint rechtmäßig", sagte Senator John McCain über das Ergebnis. "Damit wäre es für den Kongress schwierig einzuschreiten, selbst wenn sich einige mehr Wettbewerb gewünscht hätten."

Die Zeit läuft in jedem Fall gegen EADS. Das US-Verteidigungsministerium kündigte an, den Prozess vermutlich zu beschleunigen. Ursprünglich sollten bis Mitte Mai die Angebote vorliegen und im September der Auftrag zugeteilt werden.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Die Regierungen des "alten Europa" haben wohl noch nicht mitbekommen, dass man in den USA Länder wie Deutschland und Frankreich als sicherheitspolitisch unzuverlässig betrachtet, spätestens seit 2003.

    Bei Rüstungsgütern wird man sich nicht auf eine Situation einlassen, dass Länder wie Deutschland oder Frankreich ein Mitspracherecht in einem Unternehmen haben, das die außenpolitische Handlungsfähigkeit z.B. durch Lieferstopp von Ersatzteilen o.ä. einschränken könnte.

    Der Wettbewerb war aus US-Sicht hilfreich, Qualität und Preis beim inländischen Haus- und Hoflieferanten mal wieder in vernünftige Bahnen zu lenken. Für mehr aber nicht.

    Zudem hat man nach den Technologie- und Budgetdesastern bei Projekten wie EF2000, NH90 und A400M im Pentagon durchaus Zweifel an der technologischen und kaufmännischen Kompetenz von EADS. Da hat Boeing einfach mehr Erfahrung mit Tankern.

    Jetzt nun als Europäer die Backen aufzuplustern wird nur dazu führen, dass Rüstungsgüter zukünftig nur noch vollständig US- Intern ausgeschrieben werden.
    Man mag es zwar nicht mögen, aber Europa sitzt hier nun mal am kürzeren Hebel.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Der Wettbewerb war aus US-Sicht hilfreich ... Für mehr aber nicht." Da irren Sie. Dieses Meisterstück amerikanischen Protektionismus hilft - übrigens vorallem Europa - viel mehr.
    Zum einen entscheidet sich Amerika für das eindeutig schlechtere Flugzeug, was Amerikas Militär nachhaltig schwächt - was IMMER gut ist.
    Des weiteren zeigt Amerika ganz klar, dass es zwar gern fairen Welthandel fordert und auf die Öffnung der Märkte drängt, selbst jedoch nicht ansatzweise dazu bereit ist. Bei den nächsten Verhandlungen um internationale Märkte und wirtschaftliche Zusammenarbeit wird das natürlich jeder im Hinterkopf haben und nachhaltig Amerikas wirtschaftlichen Interessen entgegentreten - was IMMER gut ist.
    Darüber hinaus zeigt Amerika damit, dass es zwar gern Sicherheitinteressen vorschützt, aber in Wirklichkeit nur die eigenen Interessen meint und dafür auch vor unlauteren Wettbewerb, Lügen und Wirtschaftsspionage nicht zurückschreckt. Wenn es also mal wieder um eine Forderung Amerikas nach einen Bespitzelungsabkommen geht, wird jeder andere sich das zwei Mal überlegen. Auch das ist IMMER gut.
    Fazit des ganzen ist: Europa mag zwar einen wichtigen Auftrag verlieren, Amerika jedoch drängt sich weiter in die Isolation. Das bisschen Plus,, das Obama im Ansehen Amerikas gebracht hat, ist längst verpufft, konnte das tiefe Tal Bushs nicht ansatzweise füllen und schon schaufelt Amerika weiter an seinem Grab - GUT.

    "Da hat Boeing einfach mehr Erfahrung mit Tankern." Das ist natürlich völliger Unsinn. Ähnliche Nachverhandlungsgezerre wie jene um die A400M sind bei Boeings Rüstungsprojekte seit vielen Jahrzehnten üblich und übersteigen das Volumen der A400M bei weitem.
    Hinzu kommt, dass bei internationalen Ausschreibungen mit fairem Wettbewerb Boeings Angebot für einen Tanker IMMER den kürzeren gezogen hat. Boeings Tanker ist eindeutig der Schlechtere ... und für den haben sich die Amerika jetzt entschieden. Mehr kann man sich eigentlich garnicht wünschen.

    "... aber Europa sitzt hier nun mal am kürzeren Hebel." Mal sehen, ob das auch noch so ist, wenn Obama mal wieder um Truppen und Unterstützung betteln kommt. Nicht nur, dass sich dank dieses Verhaltens Europa amerikanischen Wünschen immer öfter verweigern wird, es belastet damit auch die amerikanischen Ressourcen immer mehr.

    • joG
    • 11.03.2010 um 0:28 Uhr

    .....dass EADS/Northrop Grumman nicht verloren haben, sondern nicht riskierten zu gewinnen.

    "Der Wettbewerb war aus US-Sicht hilfreich ... Für mehr aber nicht." Da irren Sie. Dieses Meisterstück amerikanischen Protektionismus hilft - übrigens vorallem Europa - viel mehr.
    Zum einen entscheidet sich Amerika für das eindeutig schlechtere Flugzeug, was Amerikas Militär nachhaltig schwächt - was IMMER gut ist.
    Des weiteren zeigt Amerika ganz klar, dass es zwar gern fairen Welthandel fordert und auf die Öffnung der Märkte drängt, selbst jedoch nicht ansatzweise dazu bereit ist. Bei den nächsten Verhandlungen um internationale Märkte und wirtschaftliche Zusammenarbeit wird das natürlich jeder im Hinterkopf haben und nachhaltig Amerikas wirtschaftlichen Interessen entgegentreten - was IMMER gut ist.
    Darüber hinaus zeigt Amerika damit, dass es zwar gern Sicherheitinteressen vorschützt, aber in Wirklichkeit nur die eigenen Interessen meint und dafür auch vor unlauteren Wettbewerb, Lügen und Wirtschaftsspionage nicht zurückschreckt. Wenn es also mal wieder um eine Forderung Amerikas nach einen Bespitzelungsabkommen geht, wird jeder andere sich das zwei Mal überlegen. Auch das ist IMMER gut.
    Fazit des ganzen ist: Europa mag zwar einen wichtigen Auftrag verlieren, Amerika jedoch drängt sich weiter in die Isolation. Das bisschen Plus,, das Obama im Ansehen Amerikas gebracht hat, ist längst verpufft, konnte das tiefe Tal Bushs nicht ansatzweise füllen und schon schaufelt Amerika weiter an seinem Grab - GUT.

    "Da hat Boeing einfach mehr Erfahrung mit Tankern." Das ist natürlich völliger Unsinn. Ähnliche Nachverhandlungsgezerre wie jene um die A400M sind bei Boeings Rüstungsprojekte seit vielen Jahrzehnten üblich und übersteigen das Volumen der A400M bei weitem.
    Hinzu kommt, dass bei internationalen Ausschreibungen mit fairem Wettbewerb Boeings Angebot für einen Tanker IMMER den kürzeren gezogen hat. Boeings Tanker ist eindeutig der Schlechtere ... und für den haben sich die Amerika jetzt entschieden. Mehr kann man sich eigentlich garnicht wünschen.

    "... aber Europa sitzt hier nun mal am kürzeren Hebel." Mal sehen, ob das auch noch so ist, wenn Obama mal wieder um Truppen und Unterstützung betteln kommt. Nicht nur, dass sich dank dieses Verhaltens Europa amerikanischen Wünschen immer öfter verweigern wird, es belastet damit auch die amerikanischen Ressourcen immer mehr.

    • joG
    • 11.03.2010 um 0:28 Uhr

    .....dass EADS/Northrop Grumman nicht verloren haben, sondern nicht riskierten zu gewinnen.

  2. EADS muss sich damit abfinden, dass Boeing die besseren Beziehungen ins Pentagon hat.

    Warum soll es EADS besser gehen, als Heckler & Koch, MTU und Rheinmetall.
    Erstere hatten schon den Zuschlag für das neue Sturmgewehr der US Army, bis die Ausschreibung neu aufgelegt wurde.
    MTU bot damals für den M1 Abrams den gleichen Vielstoffmotor wie im Leopard II an. Das US-Militär entschied sich für eine heimische Gasturbine mit wesentlich schlechteren Kenndaten. Rheinmetall bot ebenfalls für den Abrams die 120 mm Kanone des Leopard II an, die in Vergleichsschießen alle Konkurenzmodelle schlug. Das US-Militär entschied sich für eine etwas schlechtere aus heimischer Fertigung.

    Achso:
    ""Generell sind offene Märkte und Wettbewerb der beste Weg hin zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis", sagte Steegmans."

    Haha, so wie beim A400M oder was?

    MfG
    AoM

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Komabe
    • 10.03.2010 um 20:45 Uhr

    ....wobei wir Europäer mit der A400M genau dasselbe machen. Dann können wir den Amis dasselbe nicht vorhalten, EADS hat die letzten Projekte einfach versiebt und steht daher nicht mehr für Vertrauen und Qualität.

    • Komabe
    • 10.03.2010 um 20:45 Uhr

    ....wobei wir Europäer mit der A400M genau dasselbe machen. Dann können wir den Amis dasselbe nicht vorhalten, EADS hat die letzten Projekte einfach versiebt und steht daher nicht mehr für Vertrauen und Qualität.

  3. OH::OHHH::Jetzt haben die AMIS angst,ich sehe schon die haben die Hosen voll.paris,berlin sind beleidigt,(was ist mit der A400M?)Warum musste dieser milliarden -Grab und steuer vernichtungsmaschinerie(airbus/eads) NUR vom Europäischer consortium/Firmen gebaut werden?Die eu-dssr eucheler,sollen aufhören mit schuld zuweisung,wie sie sich benehmen zeigt welche wahn Mentalität,Arroganz,und realitätsverlust sich im der eu-dssr cupola breit macht. Der möchtegern groß Napoleon,will vom die probleme das frankreich immer mehr in die Zange zerkuetchen ausweichen,und sich auf kosten der Europäer,im Internationale parkett profilieren.Die USA haben immer noch das recht frei zu entscheiden ,protektionismus wird hier im der eu-dssr am meistens im die tat umgesetzt,Patriotismus?die AMIS,sind stolz hier im der eu-dssr sind an der macht,im brussel,Leute das nur vom 31

  4. Man kann nun mal keinen Kunden gerichtlich zwingen, bei einem bestimmten Lieferanten einzukaufen. Mit solchen übertriebenen Reaktionen verdirbt man sich nur jede Chance für künftige Aufträge. EADS' amerikanischer Wunschpartner Northrop-Grumman hat sich klugerweise längst von EADS und diesem Auftrag distanziert, denn man möchte natürlich die Regierung nicht als Dauerkunden für andere Aufträge verlieren.

    • Komabe
    • 10.03.2010 um 20:45 Uhr

    ....wobei wir Europäer mit der A400M genau dasselbe machen. Dann können wir den Amis dasselbe nicht vorhalten, EADS hat die letzten Projekte einfach versiebt und steht daher nicht mehr für Vertrauen und Qualität.

    Antwort auf "Schlechte Verlierer"
    • Daimon
    • 10.03.2010 um 21:51 Uhr

    Ich frage mich ob die sich das von den Chinesen abgeschaut haben oder es immer schon so gehalten haben.

    Nur weil die Europäer keine willfährigen Lakaien bei jeder dummen Idee von Goerg W. waren sind sie nicht unzuverlässig.
    (Obwohl Schröder damals besser mal den Ball flach gehalten hätte. Hätten die USA den Mist mit dem IRAK gelassen ständen sie heute viel besser da.)

    Fragwürdig ist dagegen die Politik der Amerikaner die EU zu sabotieren. Sei es durch vorderung nach einem Beitritt der Türkei oder durch anzetteln von Volksabstimmungen durch gekaufte Lobbisten wie in Irland.

  5. "Der Wettbewerb war aus US-Sicht hilfreich ... Für mehr aber nicht." Da irren Sie. Dieses Meisterstück amerikanischen Protektionismus hilft - übrigens vorallem Europa - viel mehr.
    Zum einen entscheidet sich Amerika für das eindeutig schlechtere Flugzeug, was Amerikas Militär nachhaltig schwächt - was IMMER gut ist.
    Des weiteren zeigt Amerika ganz klar, dass es zwar gern fairen Welthandel fordert und auf die Öffnung der Märkte drängt, selbst jedoch nicht ansatzweise dazu bereit ist. Bei den nächsten Verhandlungen um internationale Märkte und wirtschaftliche Zusammenarbeit wird das natürlich jeder im Hinterkopf haben und nachhaltig Amerikas wirtschaftlichen Interessen entgegentreten - was IMMER gut ist.
    Darüber hinaus zeigt Amerika damit, dass es zwar gern Sicherheitinteressen vorschützt, aber in Wirklichkeit nur die eigenen Interessen meint und dafür auch vor unlauteren Wettbewerb, Lügen und Wirtschaftsspionage nicht zurückschreckt. Wenn es also mal wieder um eine Forderung Amerikas nach einen Bespitzelungsabkommen geht, wird jeder andere sich das zwei Mal überlegen. Auch das ist IMMER gut.
    Fazit des ganzen ist: Europa mag zwar einen wichtigen Auftrag verlieren, Amerika jedoch drängt sich weiter in die Isolation. Das bisschen Plus,, das Obama im Ansehen Amerikas gebracht hat, ist längst verpufft, konnte das tiefe Tal Bushs nicht ansatzweise füllen und schon schaufelt Amerika weiter an seinem Grab - GUT.

  6. "Da hat Boeing einfach mehr Erfahrung mit Tankern." Das ist natürlich völliger Unsinn. Ähnliche Nachverhandlungsgezerre wie jene um die A400M sind bei Boeings Rüstungsprojekte seit vielen Jahrzehnten üblich und übersteigen das Volumen der A400M bei weitem.
    Hinzu kommt, dass bei internationalen Ausschreibungen mit fairem Wettbewerb Boeings Angebot für einen Tanker IMMER den kürzeren gezogen hat. Boeings Tanker ist eindeutig der Schlechtere ... und für den haben sich die Amerika jetzt entschieden. Mehr kann man sich eigentlich garnicht wünschen.

    "... aber Europa sitzt hier nun mal am kürzeren Hebel." Mal sehen, ob das auch noch so ist, wenn Obama mal wieder um Truppen und Unterstützung betteln kommt. Nicht nur, dass sich dank dieses Verhaltens Europa amerikanischen Wünschen immer öfter verweigern wird, es belastet damit auch die amerikanischen Ressourcen immer mehr.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service