Auto-Industrie General Motors verdreifacht Opel-Sanierungsbeitrag
Die Sanierungskosten für Opel steigen zwar, doch wird GM die Hälfte selbst tragen. Damit erfüllt der Konzern die Bedingungen von Bund und Ländern für die Staatshilfen.
Der US-Autokonzern General Motors (GM) will weniger staatliche Hilfen für seine europäische Tochter Opel in Anspruch nehmen als bisher geplant. Der Eigenanteil solle von 600 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro steigen, teilte die Adam Opel GmbH mit. Damit erfüllt GM die Bedingungen, die Bund und Länder gestellt hatten. GM solle mindestens die Hälfte der Sanierungskosten selbst tragen, hatten sie gefordert.
Die von den europäischen Regierungen erbetenen Kredit- und Bürgschaftszusagen reduzieren sich dadurch auf unter zwei Milliarden Euro. GM-Chef Ed Whitacre sieht darin auch eine vertrauensbildende Maßnahme für die Verhandlungen mit den europäischen Regierungen.
Die geschätzten Kosten sind inzwischen von ursprünglich 3,3 Milliarden auf 3,7 Milliarden Euro gestiegen. Ein Opel-Sprecher sagte, die zusätzlichen Mittel seien ein "Sicherheitspuffer", das Geld fließe in die Restrukturierung, in Investitionen und diene zudem der Liquiditätssicherung.
GM will sowohl mehr Eigenkapital bereitstellen als auch neue Kredite aufnehmen. "Jetzt hoffen wir, dass dieses deutliche Signal als ein wichtiger Meilenstein in unserem Bemühen gesehen wird, mithilfe von Bürgschaften die noch verbleibende Finanzierungslücke überbrücken zu können", sagte Opel-Chef Nick Reilly.
- Datum 02.03.2010 - 11:28 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Es ist ja offenbar Mode geworden, daß der Staat bei allen möglichen Unternehmen den Retter spielt. Es werden Bürgschaften übernommen und Kredite verteilt mit der unsicheren Erwartung, daß die Gelder getilgt und verzinst werden.
Der Staat übernimmt somit die Rolle von Banken und anderen Kreditgebern mit Kapital, welches eingentlich ihm von den Steuerzahlern übergeben wurde, um damit die eigentlichen staatlichen Aufgaben erfüllen zu können. Nicht nur das, er leiht sich jetzt schon Geld zur bisherigen Aufgabenbewältigung und nun noch darüber hinaus weiteres Geld, um hier Rollen und Aufgaben zu füllen, die nicht in seiner Zuständigkeit liegen.
Diese völlig bedenkenlose und eigenmächtige Staatsverschuldung wird offensichtlich von etlichen Politikern und auch Journalisten befürwortet. In welche Katastrophen das führen kann, das hat man in den letzten Jahren eigentlich zur Genüge vorgeführt bekommen. Anscheinend waren die Lehren noch längst nicht schmerzhaft genug - manche lernen eben nie.
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