Energieversorgung Skrupellosigkeit siegt beim Bau der Ostseepipeline
Die Ostseepipeline soll russisches Gas direkt nach Deutschland leiten. Das größte Energieprojekt Europas war lange umstritten. In diesen Tagen beginnt der Bau. Das Konkurrenzprojekt Nabucco haben die Russen abgehängt – weil sie ohne Skrupel Tatsachen geschaffen haben.
Dieser Hering, nur 30 bis 40 Zentimeter lang. Er hat Klaus Schmidt manchen Nerv gekostet. Von einem Fisch will sich der Logistikmanager der Ostseepipeline nicht aufhalten lassen. Nicht jetzt, wo es losgehen kann. Jedes Jahr im Frühling wird der Greifswalder Bodden von riesigen Heringsschwärmen aufgesucht. Deswegen darf Schmidt die Rohre für seine Gasleitung noch nicht auf deutschem Meeresgrund versenken. Aber Schmidt und der Hering, sie haben sich arrangiert.
Der Bau der Ostseepipeline beginnt nun auf hoher See, vor der schwedischen Insel Gotland. Mitte Mai, wenn der Hering abgelaicht hat, kann Schmidt dann auch in deutschen Gewässer loslegen.
Klaus Schmidt, mittelgroß, Helm, Sicherheitsjacke, steht auf einer Anhöhe und blickt über die Lagerfläche neben dem Kai von Mukran, dem alten Fährhafen von Sassnitz auf Rügen. Die Bucht wurde eigens für Nord Stream, wie die Ostseepipeline heißt, aufgeschüttet. Jetzt lagern dort mehr als 4000 Rohre. „Wir können durchatmen“, sagt der 60-Jährige, als die Sonne die Wolken durchbricht. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen.
Pünktlich, wie vor vier Jahren geplant, werden Anfang April die ersten Rohre der umstrittenen Leitung verlegt, die erstmals die sibirischen Gasfelder mit den Verbrauchern in Westeuropa verbinden soll. Europas größtes Energieprojekt wird nach Jahren des Streits und der Ungewissheit konkret.
Es ist der Triumph in einem langen Wettlauf darum, wer Deutschland und Zentraleuropa in den nächsten Jahrzehnten mit Gas versorgen wird. Es geht um Geopolitik, Macht und Milliarden.
Das Nord-Stream-Konsortium um den russischen Konzern Gazprom hat einen Konkurrenten. Der hat Konzerne wie RWE oder die österreichische OMV in seinen Reihen und zielt mit der Pipeline Nabucco ebenfalls auf deutsche Gaskunden. Die Motive könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Nord Stream den Weg für russisches Gas nach Zentraleuropa vereinfachen soll, will Nabucco Gas aus dem kaspischen Raum über eine Südroute in den Westen bringen – um die Dominanz der Russen zu brechen.
Aber Nabucco steckt im Planungsstadium, Nord Stream ist bald Realität. Die Russen haben, ohne alle Genehmigungen abzuwarten, Tatsachen geschaffen.
In Deutschland ist das Duell Nordstream gegen Nabucco auch der Schaulauf zweier Alt-Politiker, die sich schon immer für mindestens genauso bedeutend hielten, wie die Energieprojekte, die sie nun vorantreiben: Gerhard Schröder und Joschka Fischer. Der Altkanzler ist oberster Lobbyist für Nord Stream. Fischer, ehemaliger Außenminister, macht das gleiche für Nabucco. Das gibt der Diskussion zusätzliche Brisanz.
1224 Kilometer lang vom russischen Wyborg bis Lubmin bei Greifswald soll sie werden, die Nord-Stream-Leitung. Der Transport durch Transitländer, die wie die Ukraine in den vergangenen Jahren den Gashahn zudrehen konnten, soll entfallen. Gazprom und seine deutschen Partner BASF und Eon haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie die Pipeline bauen werden.
Das mag auch das Geheimnis sein, warum es trotz der vielen Probleme geklappt hat: Machtvolles Auftreten der Branchenriesen gepaart mit hoher Risikobereitschaft.
- Datum 30.03.2010 - 10:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Handelsblatt.com
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Nabucco wird in jedem Fall gebaut, das ist eine politische Notwendigkeit.
Schröder und seine Lobby haben jahrelang versucht diesen Bau zu hintertreiben und damit am Ende keinen Erfolg gehabt.
Eine Abhängigkeit von russischen Gas jedenfalls musste um jeden Preis zu vermieden werden.
Solange Nabucco gebaut wird, ist es auch völlig egal ob Northstream existiert oder nicht.
Insofern können wir uns gelassen zurücklehnen.
H.
Soweit ich weiß, liefert Russland seit vielen Jahren sehr zuverlässig Gas nach Deutschland. Einen solchen Handelspartner sollte man nicht immer kritisieren. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass Gas zukünftig im steigendem Maße in der elektrischen Energieerzeugung eingesetzt wird. Somit besteht eine große Abhängigkeit von diesem Energieträger. Bezüglich der Nabucco-Pipeline, deren Bau und Inbetriebnahme ebenso von großer Wichtigkeit ist, lässt sich sagen, dass sehr viele Faktoren wie Förderungen und Durchleitungen nicht geklärt sind. Ganz im Gegenteil, einzelne Durchleitungsländer nutzen diese Pipeline als politisches Druckmittel. Ich persönlich bin noch nicht von der Umsetzung dieses Projekts überzeugt.
Guten Tag.
Soweit ich weiß, liefert Russland seit vielen Jahren sehr zuverlässig Gas nach Deutschland. Einen solchen Handelspartner sollte man nicht immer kritisieren. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass Gas zukünftig im steigendem Maße in der elektrischen Energieerzeugung eingesetzt wird. Somit besteht eine große Abhängigkeit von diesem Energieträger. Bezüglich der Nabucco-Pipeline, deren Bau und Inbetriebnahme ebenso von großer Wichtigkeit ist, lässt sich sagen, dass sehr viele Faktoren wie Förderungen und Durchleitungen nicht geklärt sind. Ganz im Gegenteil, einzelne Durchleitungsländer nutzen diese Pipeline als politisches Druckmittel. Ich persönlich bin noch nicht von der Umsetzung dieses Projekts überzeugt.
Guten Tag.
Heute verbraucht Deutschland 90 Mrd.m3 p.a. mit dem Russengaz direkt aus dem Festnetz ohne Transitrisiko der Ukraine oder Polen kommen dann 60% zum heutigen Jahresverbrauch an.
Dann können alle Kohlekraftwerke auf Gaz umgestellt werden un wir hätten sofort 40% weniger CO2-Emission zu heute!
Bankgarantien des Steuerzahler die nutzen!!
Mannensmann-Röhren und Stahl wird beschäftigt und reales Gaz kommt in Deutschland an. Sicher!
Statt Granatien in den Rachen der Banken zu werfen, nichts außer Luft!
Gut gemacht Schröder!
In D werden zwar ca 90-100 Mrd m3 Gas im Jahr verbraucht.
Davon liefert Rußland 30-40 Mrd.
Vom Gesamtverbrauch werden 80% allerdings für Heizungen, davon 50% für die Haushalte benötigt. 10-13% davon wird zur Stromerzeugung verwendet.
Wie im Text ist das Gas aus der Ostseeleitung nicht nur für D bestimmt.
Wie sollte D denn auch soviel Gas verbrauchen? Sollte man die Dämmvorschriften für Häuser reduzieren?
Im Gegenteil, die Verbraucher werden auch weiter immer weniger verbrauchen. Auch die Stromerzeugung aus Gas wird noch weiter zurückgehen - dank der erneuerbaren Energie.
Besser wäre es gewesen D und Europa würden sich künftig autonom mit (Bio)gas versorgen. Das Potential von Biogas ist da.
http://www.unendlich-viel...
Das Gegenteil wird eintreten. Der Gasverbrauch wird auch in Zukunft hauptsächlich
...statt Anlagen zur Anlieferung von LNG zu installieren. So kann man weniger an den Markt und hat einen politisch denkenden Lieferanten. Das ist immer schlechter.
In D werden zwar ca 90-100 Mrd m3 Gas im Jahr verbraucht.
Davon liefert Rußland 30-40 Mrd.
Vom Gesamtverbrauch werden 80% allerdings für Heizungen, davon 50% für die Haushalte benötigt. 10-13% davon wird zur Stromerzeugung verwendet.
Wie im Text ist das Gas aus der Ostseeleitung nicht nur für D bestimmt.
Wie sollte D denn auch soviel Gas verbrauchen? Sollte man die Dämmvorschriften für Häuser reduzieren?
Im Gegenteil, die Verbraucher werden auch weiter immer weniger verbrauchen. Auch die Stromerzeugung aus Gas wird noch weiter zurückgehen - dank der erneuerbaren Energie.
Besser wäre es gewesen D und Europa würden sich künftig autonom mit (Bio)gas versorgen. Das Potential von Biogas ist da.
http://www.unendlich-viel...
Das Gegenteil wird eintreten. Der Gasverbrauch wird auch in Zukunft hauptsächlich
...statt Anlagen zur Anlieferung von LNG zu installieren. So kann man weniger an den Markt und hat einen politisch denkenden Lieferanten. Das ist immer schlechter.
Soweit ich weiß, liefert Russland seit vielen Jahren sehr zuverlässig Gas nach Deutschland. Einen solchen Handelspartner sollte man nicht immer kritisieren. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass Gas zukünftig im steigendem Maße in der elektrischen Energieerzeugung eingesetzt wird. Somit besteht eine große Abhängigkeit von diesem Energieträger. Bezüglich der Nabucco-Pipeline, deren Bau und Inbetriebnahme ebenso von großer Wichtigkeit ist, lässt sich sagen, dass sehr viele Faktoren wie Förderungen und Durchleitungen nicht geklärt sind. Ganz im Gegenteil, einzelne Durchleitungsländer nutzen diese Pipeline als politisches Druckmittel. Ich persönlich bin noch nicht von der Umsetzung dieses Projekts überzeugt.
Guten Tag.
....Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist besser.
....Vertrauen ist schlecht, Kontrolle ist besser.
Nabucco wird sicherlich wohl auch gebaut werden. Der zukünftige Bedarf an Erdgas der EU wird sicherlich aber so groß sein, das nicht nur Nabucco, sondern auch Nordstream, Southstream und Bluestream benötigt werden. Darüber hinaus sind auch weitere Arten von Energie notwendig, um die Verschiebung zur CO2-Neutralität zu gewährleisten.
Die Russen haben etwas was wir in Zukunft noch viel mehr brauchen, als in den letzten Jahrzehnten. Energie in hohen Reserven, egal ob Atomstrom, Gas oder Erdöl. Darüber hinaus sollte jeder froh sein, das die Russen ihr Pipeline-System Richtung Europa festigen. Denn die großen Reserven sind alle im asiatischen Raum zu finden. Und der Energiebedarf Indiens und Chinas ist immens.
Was viele nicht Wissen: Gerhard Schroeder wolle zuerst beim Nabuco Projekt als Cheflobbyist anheuern. Seine finanziellen Forderungen/Ansprueche waren allerdings so hoch, seine Gier so ungezuegelt, das Konsortium hat ihn einfach abgelehnt und den "billigeren" Fischer genommen.
Ich muss Salokin79 zustimmen. Russland war bis jetzt ein zuverlässiger Gaslieferant. Natürlich sollten wir uns nicht von Russland abhängig machen aber solange russisches Gas zu haben ist sollten wir es nehmen. Ohne dem Partner Russland gegenüber ständig unser Misstrauen zum Ausdruck zu bringen!
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Schröder passt kein Blatt Papier!
Hören Sie auf mit Ihren Desinformationen!!!
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Schröder passt kein Blatt Papier!
Hören Sie auf mit Ihren Desinformationen!!!
In D werden zwar ca 90-100 Mrd m3 Gas im Jahr verbraucht.
Davon liefert Rußland 30-40 Mrd.
Vom Gesamtverbrauch werden 80% allerdings für Heizungen, davon 50% für die Haushalte benötigt. 10-13% davon wird zur Stromerzeugung verwendet.
Wie im Text ist das Gas aus der Ostseeleitung nicht nur für D bestimmt.
Wie sollte D denn auch soviel Gas verbrauchen? Sollte man die Dämmvorschriften für Häuser reduzieren?
Im Gegenteil, die Verbraucher werden auch weiter immer weniger verbrauchen. Auch die Stromerzeugung aus Gas wird noch weiter zurückgehen - dank der erneuerbaren Energie.
Besser wäre es gewesen D und Europa würden sich künftig autonom mit (Bio)gas versorgen. Das Potential von Biogas ist da.
http://www.unendlich-viel...
Das Gegenteil wird eintreten. Der Gasverbrauch wird auch in Zukunft hauptsächlich
Das Gas und die kommende Währung wird Deutschland und Russland auf eine ganz neue Art verbinden, das ist auch gut so.
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