Subway und die Probleme in Deutschland Ein Schwager gegen die Krise
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Gegenwind aus Deutschland

Ziel sei, die Verkäufe pro Laden zu steigern und der jungen Zielgruppe um die 20 das Subway-Sandwich wieder mehr als "ausgewogene Ernährung für jeden Tag" nahe zu bringen. Außerdem tüfteln Reynish und deutsche Subway-Berater an einem Frühstück, das die Kette gerade in mehreren Restaurants testet. Zudem soll die neue Brötchensorte "Vollkorn" den Geschmack hierzulande besser treffen als die weichen, u-boot-förmigen Subway-Backwaren. "Deutschland hat für uns im Moment höchste Priorität", sagt Reynish. Gerade ist er von der internationalen Tagung der Subway-Franchise-Entwickler mit Gründer De Luca im spanischen Alicante zurückgekehrt. Seit wenigen Wochen hat der gebürtige Neuseeländer den Daumen auf dem deutschen Werbetopf. Im Marketing-Ausschuß, der von den deutschen Franchisenehmern gewählt wird, sorgt er aus seiner Sicht dafür, "dass die richtigen Dinge entschieden werden". Eine Roadshow für das Werbe-Konzept durch acht Städte noch im März soll ihm dabei helfen.

Dabei erwartet den Werbemann vermutlich harter Gegenwind von den Restauranteigentümern. Sie fordern mehr als nur Kosmetik. Schon im vergangenen Jahr fiel das System bei einer anonymen Zufriedenheitsstudie unter Franchisenehmern durch. Schließlich musste der deutsche Franchise-Verband (DFV) in Berlin, seit über 30 Jahren eine Vereinigung von Franchise-Systemen wie McDonalds, Schülerhilfe und Fressnapf, im vergangenen Sommer Subway die "ordentliche" Mitgliedschaft absprechen. "Subway befindet sich schon seit Jahren in einer problematischen Situation", sagt Torben Brodersen, Geschäftsführer des DFV.

Verschuldete Subway-Unternehmer wie ZEIT ONLINE-Leser Andreas Pauli aus Braunschweig halten wenig von der amerikanischen Charmeoffensive. Seine drei gut laufenden Subway-Restaurants, mit denen seine Töchter und er einen Jahresumsatz von 1,1 Millionen Euro erwirtschafteten, sind seit Wochen geschlossen, die Franchise-Verträge gekündigt. Der 49-jährige gelernte Ingenieur fühlt sich "ausgemerzt". Pauli hatte wegen mehrerer Produktrückrufe und Lieferschwierigkeiten eines Subway-Vertragsherstellers vor zwei Jahren von der europäischen Subway-Zentrale Schadenersatz gefordert. Das schmeckte Subway in Amsterdam damals nicht: Als Pauli eigenmächtig keine Franchise-Gebühren mehr zahlte, musste der Familien-Unternehmer raus aus dem System. Doch der Verkauf seiner Läden an andere Franchisenehmer sei unter anderem deshalb nicht zustande gekommen, weil die Subway-Verwaltung die ausstehenden Gebühren in sechsstelliger Höhe von Paulis Käufern gefordert habe. "Die Situation hat sich hochgeschaukelt", so Thies Vogel, Paulis Anwalt. Und sie zeigt, wie groß offenbar der Nachholbedarf bei Subway in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Franchisenehmern ist. Subway Deutschland wollte zu dem Fall aktuell keine Stellung nehmen, weil es sich um ein laufendes juristisches Verfahren handele.

Nachholbedarf hat die Marke auch in ihrer Vorbildrolle gegenüber den Franchisenehmern und deren Angestellten. "Subway hat bislang kaum Schritte unternommen, um verlässliche und transparente Arbeitsbedingungen zu schaffen", sagt Valerie Naumann, Geschäftsführerin des Bundesverbands Systemgastronomie. Die Charta des Verbands, in der sich alle großen Schnellrestaurant-Ketten auf dem deutschen Markt zu Tariflöhnen für die Mitarbeiter verpflichten, hat Subway immer noch nicht unterschrieben. Wer als Subway-Restaurantbesitzer branchenübliche Stundenlöhne oberhalb sieben Euro zahlen will, verzichtet wegen der schlechten Erträge häufig lieber auf einige Mitarbeiter und arbeitet selbst hinter der Kühl-Theke. So wie Franchisenehmer Christian F. (Name geändert): "Ich versuche, das Beste rauszuholen und nicht unterzugehen." Doch er sieht Hoffnung im Sandwich-System. "Neuerdings dürfen wir einen Tag im Jahr die Franchise-Gebühren für uns behalten", freut sich der Unternehmer. "Das ist schon mal ein Anfang."

 
Leser-Kommentare
  1. Ich mache immer einen weiten Bogen um diese Sklavenhalterläden. Andere mittlerweile auch. Gut, wenn das so weiter geht.

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    ich habe mehrere Unternehmen gelistet, die ich wegen Sklavenhaltung nicht mehr mit meinem Geld belästige. Schlecker, Lidel, Kamps, Kaisers, Subway. Kamps und Subway beuten auch noch ihre "Franchisepartner" aus. Es ist widerlich.

    Ansonsten schließe ich mich der weit verbreiteten Meinung im Forum an. Ein Döner oder eine Currywurst bieten mehr.

    Unter den Stehkaffees gibt es auch viele Perlen. Die werden oftmals von sehr fähigen Damen betrieben, denen der reguläre Arbeitsmarkt keine Chance gibt. Dort gibt es leckere Brötchen und keine amerikanische Pampe zu fairen Preisen.

    ich habe mehrere Unternehmen gelistet, die ich wegen Sklavenhaltung nicht mehr mit meinem Geld belästige. Schlecker, Lidel, Kamps, Kaisers, Subway. Kamps und Subway beuten auch noch ihre "Franchisepartner" aus. Es ist widerlich.

    Ansonsten schließe ich mich der weit verbreiteten Meinung im Forum an. Ein Döner oder eine Currywurst bieten mehr.

    Unter den Stehkaffees gibt es auch viele Perlen. Die werden oftmals von sehr fähigen Damen betrieben, denen der reguläre Arbeitsmarkt keine Chance gibt. Dort gibt es leckere Brötchen und keine amerikanische Pampe zu fairen Preisen.

  2. 2. Subway

    schmeckt nicht!

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    • lepkeb
    • 09.03.2010 um 18:39 Uhr

    Europa nicht habe hier mal eins probiert und es hat greulich geschmeckt. Hier in Canada gibt es das schöne nordamerikanische Brot (man gewöhnt sich an alles;)) kein Bagette, der Belag ist bis auf de Fleisch gepickelt und nicht dieses rohe Grünzeug wie in D-land und die Soßen sind auch chemischer aufgepeppt.
    Und man bekommt zum Preis eines 6'' in D-land 3x 12'' in Canada (die MwST ist in etwa die Selbe).
    Auch arbeiten hier mehr Schüler und Studenten, ist aber bei Micky Ds das Selbe. Von denen hätte man es sich abgucken sollen, "schmeckt" überall gleich.

    • lepkeb
    • 09.03.2010 um 18:39 Uhr

    Europa nicht habe hier mal eins probiert und es hat greulich geschmeckt. Hier in Canada gibt es das schöne nordamerikanische Brot (man gewöhnt sich an alles;)) kein Bagette, der Belag ist bis auf de Fleisch gepickelt und nicht dieses rohe Grünzeug wie in D-land und die Soßen sind auch chemischer aufgepeppt.
    Und man bekommt zum Preis eines 6'' in D-land 3x 12'' in Canada (die MwST ist in etwa die Selbe).
    Auch arbeiten hier mehr Schüler und Studenten, ist aber bei Micky Ds das Selbe. Von denen hätte man es sich abgucken sollen, "schmeckt" überall gleich.

  3. Ich esse lieber Kebab.

    • M.M.
    • 09.03.2010 um 17:05 Uhr

    Gegen Currywurst-Pommes können die mit ihren Salatbrötchen nicht anstinken.
    Und wenn ich ein Salatbrötchen essen will, bereite ich es mir selber zu.
    Ist wahrscheinlich auch besser und preisgünstiger.

    • 2eco
    • 09.03.2010 um 17:05 Uhr

    Ich habe früher immer sehr gerne bei Subway gegessen. Jetzt gehe ich höchstens 2 Mal pro Jahr in so einen Laden, aber auch nur mit 50% Gutschein.

    Früher hat man für ein Sandwich noch ca. 5€ bezahlt, was schon viel ist, und heute muss man teilweise 6-7€ auf den Tisch legen. Nein Danke.

    Die Franchisepolitik von Subway veranlasst mich dazu in Zukunft gar nicht mehr zu gehen.

  4. Tja, was soll man dazu sagen? Die Idee eines Sandwich Unternehmes mit dicken Broten zum selber belegen ist ja nach wie vor top. Im Prinzip ist Subways anderen Fast Food Ketten weit vorzuziehen.
    Das Problem sind die Preise und, meiner bescheidenen Meinung nach, die Qualität des Brotes.

    Sorry, aber im Brotland Deutschland billiges Amibrot zu verkaufen, das geht gar nicht. Kay, das gute Mehrkorn taugt nur bedingt für ein Sandwich, muß man zugeben, und Pumpernickel kann ich mir auch nicht so recht vorstellen. Aber wenn die Jungs mal sowas wie ein gutes Baguette oder Ciabatta zumindest mal als Alternative anbieten würden, wärs auch wieder interessanter. Die jetzige Matsche ist ne echte Zumutung, umso mehr wenn man da Preise von bis zu 8 Euro hinlegen muß. Das kann man sich mal spasseshalber antun, aber wenn es nur ebend mal um ne Kleinigkeit geht ist der Cheeseburger bei Macdonalds für nen Euro doch eher eine Alternative. Der hat zwar auch nen Matschbrot, aber von einem Burger erwartet man auch nichts Anderes.

    • A-Z
    • 09.03.2010 um 18:06 Uhr

    bei DER Dichte von Dönerläden, Pommesbuden usw., die wesentlich günstiger und schmackhafter sind, solchen amerikanischen Schrott kaufen und verzehren?

    Vor dem Hintergrund des Berichtes hier und dem mißglückten Boeing-Deal würde ich nun erst recht lieber jeden europäischen Imbiss vorziehen. Amerikanische Unternehmen müssen mal dringend dessen Grenzen aufgezeigt bekommen!

    • Delfin
    • 09.03.2010 um 18:10 Uhr
    8. Subway

    matchige Brötchen zu diesen Preisen machen einfach nicht an. Besonders auch, weil es bessere und preiswertere Alternativen gibt.Ein ordentlich belegter Döner für maximal 3 Euro bietet da bedeutend mehr.

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