Vulkanausbruch auf Island Gestrandet in Delhi
Der gesperrte europäische Luftraum betrifft Tausende Reisende in Indien. Das Chaos bei den Airlines fängt die indische Gastfreundschaft auf. Von Tina Groll, Delhi
© Tina Groll

In der Metropole Dehli nimmt man die Aschewolke über Europa überaus gelassen auf
"Okay, the problem is: There is a cloud of vulcano ashes above Europe. When we fly, we crash and die – so we stay." ("Das Problem ist: Es gibt eine Aschewolke über Europa. Wenn wir fliegen, stürzen wir ab und sterben. Also bleiben wir.") Der belgische Medienberater Sven Moons bringt die Lage von Tausenden Reisenden in Indien auf den Punkt. Wir sitzen fest. In der Metropole Delhi sind es 42 Grad, über der Rezeption des Hotels surren die Ventilatoren. Der Hotelmanager, ein Mann mit Schnauzbart, schüttelt seinen Kopf, das typisch indische Nicken für "Ja, ich verstehe." "No problem, Sir. You can stay as long as it is necessary." Wir können bleiben, so lange es nötig ist – und zwar kostenlos. Die Zimmer sind sowieso leer, denn die neuen Gäste aus Europa können auch nicht nach Indien kommen.
Eigentlich sollte es eine viertägige Recherchereise gemeinsam mit drei Kollegen aus Belgien und Dänemark nach Delhi sein. Mit einer der letzten Maschinen der indischen Fluggesellschaft Jeitairways, die von Brüssel nach Delhi startete, waren wir Mittwochnacht angekommen. Am Donnerstag hatten wir von dem Vulkanausbruch gehört und noch gelacht.
- Fluglinien
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Informationen über Flugausfälle und Verspätungen:
Lufthansa 01805 805 805 www.lufthansa.com
Air Berlin 01805 737 800 www.airberlin.com
Easy Jet 01805 029292 www.easyjet.com
Website mit den Telefonnummern aller größerer Fluglinien www.telefonnummer-airlines.de
- Flughäfen
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Auf den folgenden Internetseiten und unter folgenden Telefonnummern können Sie sich über Sperrungen, Verspätungen und Flugausfälle informieren:
Berlin Schönefeld 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de
Berlin Tegel 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de
Bremen +49 (0) 421 55950 www.airport-bremen.de
Dresden +49 (0) 351 8810 www.dresden-airport.de
Düsseldorf +49 (0) 211 4210 www.duesseldorf-international.de
Erfurt 0180 5 410 970www.flughafen-erfurt.de
Frankfurt/Main 0180 5 372 4636 www.frankfurt-airport.de
Hamburg +49 (0) 40 50 750 www.ham.airport.de
Hannover +49 (0) 511 9770 www.hannover-airport.de
Köln/Bonn 0180 5 737800 www.koeln-bonn-airport.de
Leipzig/Halle +49 (0) 341 224 1155 www.leipzig-halle-airport.de
München +49 (0)89 9752 13 13 www.munich-airport.de
Münster/Osnabrück +49 (0) 25 71 940www.flughafen-fmo.de
Nürnberg +49 (0) 911 937 00 www.airport-nuernberg.de
Saarbrücken +49 (0) 6893 83272 www.flughafen-saarbruecken.de
Stuttgart 0180 5 948444www.flughafen-stuttgart.de
Internationale Flughäfen findet man auf www.flightradar24.com
- Linienbusse
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Eurolineswww.eurolines.com
Deutsche Touring GmbH Servicehotline: +49 (0) 69 7903 501 www.touring.de
Berlin Linienbuswww.berlinlinienbus.de
Gullivers Servicehotline: +49 (0) 030 311 0 211 www.gullivers.de
Orland Servicehotline: +49 (0) 9721 47 59 00 www.orland.de
- Andere Transportwege
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Ocean24 ist ein Buchungsportal für Fährverbindungen Servicehotline: Tel.: +49 (0) 180 4 999 203 www.ocean24.com
Auf Facebook gibt es einen Zusammenschluss von Nutzern, die Car-Pools bilden: http://www.facebook.com/carpooleurope
Nationale Mitfahrzentralen:
Mitfahrzentrale www.mitfahrzentrale.de
Mitfahrgelegenheit www.mitfahrgelegenheit.de
Internationale Mitfahrzentralen:
Roadsharing.comwww.roadsharing.com und Ride4cents.org www.ride4cents.org
Autovermieter:
Avis Servicehotline: 0180 5 21 77 02 www.avis.de
Europcar Servicehotline: 0180 5 8000 www.europcar.de
Hertz Servicehotline: 0180 5 33 3535 www.hertz.de
Sixt Servicehotline: 0180 5 25 25 25 www.sixt.de
Und jetzt? Wir wissen es nicht, denn es gibt kein Durchkommen auf der Hotline von Jetairways. Bis auf Athen sind alle Flüge nach Europa vorerst gestrichen. Mehr Informationen gibt es nicht. Eigentlich sollten wir in dieser Nacht nach Hause fliegen. Aber daraus wird wohl nichts. Zwar aktualisiert die Fluggesellschaft ständig die Infos auf ihrer Website, doch da stehen nur erneut gestrichene Flüge. Fragen wie: Wo komme ich unter, wenn ich festsitze? Wer bezahlt das Hotelzimmer?, bleiben unbeantwortet. Zumindest findet man den Hinweis, dass die Airline eine freiwilligen Entschädigung bezahlen wolle, doch wie und wo man diese bekommt, bleibt zumindest in der Nacht zum Sonntag unrecherchierbar. Zudem kostet der Anruf auf der Hotline mit dem europäischen Mobiltelefon ein Vermögen. Stundenlang in der Hotline festhängen? Unbezahlbar.
"Wenn Sie die Airline anrufen, nehmen Sie ruhig das Hoteltelefon", sagt der Hotelmanager und reicht es herüber. "Das ist sicher billiger." Nach einer Stunde in der Warteschleife geben wir auf.
Kaum anders ist es an den Infoschaltern der Airlines am Internationalem Flughafen von Delhi. Ob Jetairways, British Airways oder Lufthansa. Niemand weiß, wann es wieder Flüge nach Europa geben wird. Oder aus Europa nach Indien. Oder wer wann welchen Flug bekommen wird. Auch offizielle Zahlen, wie viele Reisende nach Europa derzeit in Delhi festsitzen, bekommt man nicht. Eine ambivalente Stimmung herrscht hier. Chaos und gleichzeitig Ruhe. "You have to wait. And until then – enjoy India", wiederholen die indischen Mitarbeiter immer wieder. Sie wirken gelassen und freundlich. "Take your time." Indisches Kopfschütteln. Yes, yes.
Wenigstens übernehmen die meisten Airlines die anfallenden Hotelkosten. Auch wenn dafür viel Anstehen, Geduld und Bürokratie notwendig ist, bis man den entsprechenden Gutschein in der Hand hält. Die indische Gastfreundschaft wiegt den Ärger allerdings wieder auf. Die typisch indische Schicksalsergebenheit beruhigt die Gestrandeten. "Wo kommen Sie her? Wie gefällt Ihnen Indien? Sind Sie aus Europa und können nicht zurück? Dann sollten Sie unbedingt eine Sightseeing-Tour machen", "Wenn Sie hier länger festsitzen, sollten Sie nach Rajasthan fahren, ich komme von dort. Es ist wundervoll", "Fliegen Sie nach Goa und machen Sie dort einen Yoga-Kurs", "Haben Sie eine Unterkunft? Sie können bei meiner Familie und mir bleiben, so lange es nötig ist."
- Datum 18.04.2010 - 11:35 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Interessanter Artikel!
Den positiven Eindruck der Reisenden bzgl. Indien kann ich von früheren Reisen nur bestätigen. Falls ich tatsächlich nochmals inkarnieren werde, dann bitte in Indien.
Denn das konsumorientierte Lebensverständnis im Westen zielt im Wesentlichen darauf hin, so viel wie möglich aus dem Leben rauszuholen, falls nötig, auf Kosten anderer. Man identifiziert sich mit dem Auto, mit der Einrichtung, mit der Wohnung usw. Ziemlich armselig, das Ganze.
In Indien wird die aktuelle Inkarnation nur als eine von vielen betrachtet. Und das Ziel ist, vom Kreislauf der Inkarnationen freizukommen um eine übergeordnete tranzendentale Ebens zu erreichen. Denn alles, was ein Mensch über den Tod hinaus mitnehmen kann, sind seine Gedanken, Worte und Handlungen aus seiner vergangenen Inkarnation. Die Seele als transzendentaler Minichip sozusagen.
Und nach vedischer Auffassung resultieren hieraus die künftigen Inkarnationen. Aus vedischer Sicht kommen alle Lebewesen aus derselben transzendentalen Quelle. Und es gibt nur ein Bewusstsein, es gibt keinen Plural. Zwar nehmen wir uns als getrennte Wesen wahr. Aus vedischer Sicht handelt es sich hierbei um Maya, um Täuschung.
Denn hinter dem individuellen Bewusstsein liegt das kollektive Bewusstsein, in welches die Gedanken und Gefühle aller Wesen einfliessen. Wer einem Wesen hilft, hilft allen Wesen. Und wer einem Wesen schadet, schadet allen Wesen. Und in letzter Konsequenz sich selbst. Alles sehr einfach.
... gilt das Prinzip:
Matri devo bhava - Gott wohnt in der Mutter
Pitri devo bhava - der Vater ist Gott
Acharya devo bhava - durch den Lehrer spricht Gott
Atiti devo bhava - der Gast ist von Gott gesandt
Indien war früher eines der reichsten Länder der Erde - von hier gingen die wichtigsten Impulse aus, die das Leben der größten Zivilisationen der Welt geprägt haben -
das Zehner System haben die Araber aus Indien übernommen - der Bruchteil, der von der Vedischen Mathematik bis auf den heutigen Tag noch überliefert ist verdient besondere Beachtung und läßt auf die ursprüngliche Reichweite dieses Systems schließen ( http://www.matheknueller.... )
die Gesetzmäßigkeiten des Sthapatya Veda (die Vedische Baukunst - http://www.sthapatya-veda... -) kamen aus Indien über Ägypten nach Europa.
Indische Astrologen haben schon vor 5000 Jahren die Bewegung der Planeten unseres Sonnensystems genau berechnet.
Ayurvedische Chirurgen haben schon vor 5000 Jahren erfolgreich komplizierte chirurgische Eingriffe praktiziert.
Die Philosophen Griechenlands wurden stark von der Vedischen Philosophie Indiens beeinflußt.
... gilt das Prinzip:
Matri devo bhava - Gott wohnt in der Mutter
Pitri devo bhava - der Vater ist Gott
Acharya devo bhava - durch den Lehrer spricht Gott
Atiti devo bhava - der Gast ist von Gott gesandt
Indien war früher eines der reichsten Länder der Erde - von hier gingen die wichtigsten Impulse aus, die das Leben der größten Zivilisationen der Welt geprägt haben -
das Zehner System haben die Araber aus Indien übernommen - der Bruchteil, der von der Vedischen Mathematik bis auf den heutigen Tag noch überliefert ist verdient besondere Beachtung und läßt auf die ursprüngliche Reichweite dieses Systems schließen ( http://www.matheknueller.... )
die Gesetzmäßigkeiten des Sthapatya Veda (die Vedische Baukunst - http://www.sthapatya-veda... -) kamen aus Indien über Ägypten nach Europa.
Indische Astrologen haben schon vor 5000 Jahren die Bewegung der Planeten unseres Sonnensystems genau berechnet.
Ayurvedische Chirurgen haben schon vor 5000 Jahren erfolgreich komplizierte chirurgische Eingriffe praktiziert.
Die Philosophen Griechenlands wurden stark von der Vedischen Philosophie Indiens beeinflußt.
die wahrheit ist viel banaler, der inidsche Spiritualismus ist real, beschränkt sich aber auf eine kleine Minderheit von Menschen. Die Mehrheit ist entweder mit dem Überleben beschäftigt oder materialistisch orientiert.
Die einfache Wahrheit ist, dass der Inder immer mit Warten beschäftigt ist. Er wartet auf den Zug, der morgen kommt oder nächste Woche. Er wartet auf die indischen Gerichte oder Behörden, deren Langsamkeit legendär ist. Er wartet auf die Post, die irgendwann kommt oder nicht. Er wartet auf eine stabile Telefonverbindung... Warten und Geduld gehören schlicht zum indischen Alltag. Und eine Dunstglocke wird keinen Inder von irgend etwas abhalten.
@ wie auch immer
Der indische Spiritualismus beschränkt sich auf eine kleine Minderheit von Menschen? Wie kommen Sie denn da drauf? Nach meiner Erfahrung existiert in jeder indischen Wohnung ein Hausalter, auch wenns nur ein Bild und ein paar Blumen sind. Und die modernen Inder haben üblicherweise auch kein Problem damit, Spiritualität und Realität unter einen Hut zu bringen.
Sieht man z. B. auch daran, dass in Indien Kühe bis heute Vorfahrt haben. Nach indischer Auffassung trinken wir die Milch der Kühe, somit wird die Kuh zu unserer Mutter. Und die Mutter ermordet und frisst man nicht.
Zwar mögen wir im Westen über dieses Verständnis lachen, nachdem im Westen der Rationalismus zur herrschenden Gottheit erkoren wurde, sozusagen. Indessen wusste bereits Carl Gustav Jung, dass das höchste Ziel die spirituelle Ebene ist. Aus indischer Sicht ist das westliche, auf die rationale Ebene beschränkte Denken jedenfalls platt wie eine Flunder.
Zu Recht, wie ich meine. Denn 60 Jahre Nachkriegszeit und rationales Denken waren ausreichend, die Erde in eine vergiftete und verstrahlte Müllhalde zu verwandeln, umkreist von einem wachsenden Ozonloch und einem Ring aus Weltraumschrott. Ein Grossteil der Menschen hat keinen ausreichenden Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung, während der andere Teil eine ungeheuerliche Energieverschwendung pflegt. Da lob ich mir doch das indische Lebensverständnis. Denn früher oder später kommt der Bumerang, nur eine Frage der Zeit.
Egänzend sei noch erwähnt, dass die Inder selbstverständlich ein rationales Denken pflegen. Rationales und spirituelles Denken werden in Indien allerdings nicht als Gegensatz gesehen, vielmehr baut das spirituelle Denken auf dem rationalen Denken auf.
Eine spirituelle Sichtweise führt notwendigerweise zu einer Ebene, die jenseits der Polarität der materiellen Welt liegt. Und Wahrnehmungen und Erfahrungen, die sich auf diese Ebene beziehen, sind zwangsläufig subjektiv, weil diese meistens nur subjektiv erfahren werden können.
Vor rund 500 Jahren entdeckte Kolumbus Amerika, als dieser den Seeweg nach Indien suchte. Die heimkehrenden Seefahrer beschrieben die Indianer und die Tiere auf dem neuen Kontinent zum Teil sehr unterschiedlich. Manche berichteten von Menschen, auf derem Kopf Federn wachsen usw. usf. Die Tatsache, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Seefahrer voneinander abwichen, besagte jedoch nicht, dass der neue Kontinent nicht existierte.
So ungefähr verstehe ich die unterschiedlichen Sachdarstellungen, wie diese in verschiedenen Religionen zum Ausdruck kommen. Um selber einen Eindruck zu gewinnen, muss man sich auf die Reise machen. Und der Starway to heaven ist Meditation, und da gibts bekanntlich viele Formen. Und man muss dafür nicht nach Indien reisen. Obwohl die Umgebung dort weiterhelfen kann.
Hier, eine neue indische Temepalanlage unter Youtube:
http://www.youtube.com/wa...
Ich verstehe die Aufregung nicht. Was ist so schlimm, in Indien, auf den Kanaren oder sonstwo festzusitzen. EC Karten funktionieren überall. Alles scheint paralysiert, so schnell es eben geht wieder ins eigene uniformierte Leben mit allen tagtäglichen Zwängen zurückzukehren. Die Glücklichen, die so einige extra Tage im Urlaub geschenkt bekommen, sollten sich freuen und nicht heulen. Selbst die, die nicht feststecken. Chef anrufen, sagen man sei irgendwo gestrandet und die Sonne genießen.
Hier nochmal dasselbe, mit besserer Akustik
http://www.youtube.com/wa...
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