Schuldenkrise Banken lassen Griechenland im Stich

Die Regierung in Athen ist nicht mehr kreditwürdig. Eine Ratingagentur stufte Griechenland auf "Ramschstatus" herunter. Auch Portugal gerät zunehmend unter Druck.

Eine große Angst der Griechen in der Schuldenkrise: Sozialer Abstieg

Eine große Angst der Griechen in der Schuldenkrise: Sozialer Abstieg

Angesichts der exorbitant steigenden Kosten für seine Staatsschulden kann Griechenland auf den Finanzmärkten kein Geld mehr aufnehmen. Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Kreditwürdigkeit auf "Ramschstatus" herunter, drei Stufen niedriger als bisher: Das Land werde nun nur noch mit BB+/B bewertet, teilte S&P mit. Der Ausblick sei negativ.

Die Regierung reagierte besorgt. "Es ist nunmehr ein klar europäisches Thema", sagte ein Regierungssprecher im griechischen Radio wenige Minuten nach der Abwertung. Es war das erste Mal, dass ein Sprecher so schnell auf eine Abwertung reagierte. Weil das Land kein Geld mehr leihen könne, müsse die Hilfe der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds bis zum 19. Mai bereit stehen, sagte Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou.

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Bis dahin braucht das Land neues Geld, um alte Verbindlichkeiten zu bezahlen. Da für die griechische Regierung der Zugang zu den Märkten "unmöglich" sei, müsse "die Prozedur bis zu diesem Datum beendet, bestätigt und unterschrieben sein", sagte Papakonstantinou. Es war das erste Mal, dass Athen offiziell erklärte, nicht mehr kreditwürdig zu sein.

Deutschlands Beitrag

Geplant ist, dass die staatliche Förderbank KfW der griechischen Regierung einen Kredit für zwölf Monate von bis zu 8,4 Milliarden Euro gewährt, der durch eine Bürgschaft des Bundes abgesichert ist. Es gibt noch keine konkrete Angabe zu weiterer Hilfe für 2011 und 2012, im Gespräch sind bis zu 30 Milliarden Euro. Das Gesetz soll im beschleunigten Verfahren durch Bundestag und Bundesrat. Die Bundesregierung begründet das Gesetz damit, dass es die Stabilität des Euro sichern helfe, was auch Deutschland nütze.

Gesamtvolumen

Die Euro-Länder haben ein Drei-Jahres-Programm aufgelegt, in dessen Rahmen im ersten Jahr bilaterale Hilfen über insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro fließen könnten. Bis 2012 ist von bis zu 135 Milliarden Euro die Rede. Daran beteiligen sich alle 15 Euroländer entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Europäischen Zentralbank. Für Deutschland sind das rund 28 Prozent, für 2010 also etwa 8,4 Milliarden Euro. Der Internationale Währungsfonds würde ein weiteres Drittel der Gesamtlasten übernehmen, also im ersten Jahr zusätzliche 15 Milliarden Euro bereitstellen. Über den Bedarf im zweiten und dritten Jahr soll später entschieden werden. Die EU-Staaten betonen, dass die Hilfen keine Subvention darstellen – auf die Kredite müsse Griechenland einen marktüblichen Zins zahlen.

Zeitplan

Die Staats- und Regierungschefs sollen möglichst am 10. Mai bei einem Sondergipfel oder in einer Telefonkonferenz über die Hilfe abstimmen. Der Zeitplan sieht einen Abschluss der derzeit laufenden Verhandlungen der griechischen Regierung mit dem IWF und der EU-Kommission über ein Sparpaket für 2011 und 2012 am 2. Mai vor. Am gleichen Tag wollen die Euro-Finanzminister das Verhandlungsergebnis bewerten. Im griechischen Parlament steht dann am 6. und 7. Mai die Abstimmung über das Sparprogramm an.

Auf Grundlage der EU-Bewertung könnte das Bundeskabinett bereits am Montag, 3. Mai das Gesetz auf den Weg bringen. Bundestag und Bundesrat würden innerhalb der Woche folgen.

Die erste Tranche des Hilfskredites soll vor dem 19. Mai ausgezahlt werden. An dem Tag steht eine Milliardenumschuldung der griechischen Regierung an.

Risiko

Der Bürger ist zunächst nicht betroffen. Die deutschen Kredite sollen über die Staatsbank KfW gestellt werden. Der Bund muss sich dafür allerdings verbürgen. Das heißt: Erst wenn Athen nicht mehr in der Lage wäre, die Kredite zurückzuzahlen, würden der Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler belastet. Wird Griechenland gerettet, könnte der KfW-Kredit sogar ein Geschäft für die Deutschen werden. 

EU-Vertrag

Umstritten bleibt, ob die EU-Hilfen für Griechenland einen Verstoß gegen den EU-Vertrag darstellen. Er verbietet den Euro-Staaten eigentlich, sich gegenseitig Schulden abzunehmen (sogenannte "No-Bailout"-Klausel). Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hält das Kreditprogramm für vertragskonform.

Der Maastricht-Vertrag lässt aber für finanziellen Beistand Spielraum: Er macht Ausnahmen bei Naturkatastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Fraglich ist indes, ob die übermäßige Verschuldung eines Landes darunterfällt. Die deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Karl Albrecht Schachtschneider wollen vor Gericht ziehen, falls Geld für Griechenland fließen sollte.

Die Kosten für die Schulden Griechenlands stiegen derweil auf immer neue Rekordwerte: Investoren verlangten für zehnjährige griechische Staatsanleihen eine Rendite von 9,622 Prozent. Deutschland muss für seine als sicher geltenden Papiere gerade einmal rund drei Prozent zahlen. Noch teurer wurden zweijährige Staatsanleihen aus Griechenland, deren Rendite auf 14,96 Prozent stieg.

"Die Geldeinlagen in Griechenland sind sicher", beschwichtigte der Regierungssprecher. Die Verhandlungen mit dem IWF und der EU gingen bald zu Ende. Wir werden bald Unterstützung bekommen, hieß es. "Die Moral in der Regierung ist sehr gut. Wir tun was richtig ist". Ministerpräsident Giorgios Papandreou hatte in einer emotionalen Rede seine Landsleute zum Zusammenhalt aufgerufen: "Griechenland geht durch eine der schwierigsten Phasen seiner Geschichte", sagte er und warb um Verständnis im Volk. Trotz der schwierigen Lage lagen öffentliche Verkehrsmittel in Athen lahm. Und zahlreiche Gewerkschaften kündigten weitere Streiks für Anfang Mai an.

Auch die Preise für Kreditversicherungen auf griechische Staatsschulden erreichten neue Rekordwerte. In der Folge stiegen die Kosten für portugiesische und spanische Schulden. Die beiden südeuropäischen Staaten weisen ebenfalls eine hohe Staatsverschuldung aus. Die Entwicklung zog auch die internationalen Börsen in Mitleidenschaft: Der deutsche Aktienindex gab bis zum Abend 2,7 Prozent ab. Die Kurse an der Pariser Börse fielen um 3,8 Prozent, in London gaben die der wichtigsten Unternehmen 2,6 Prozent nach.

Auch Portugal stufte die Ratingagentur herab, von A+ auf das Niveau A-. Die Börse reagierte prompt: Kurse in Lissabon stürzten zum Handelsschluss um 5,36 Prozent. Die Beschäftigten im Lande streikten: Bahn- und Busverkehr kamen nach ersten Medienbilanzen im ganzen Land nahezu völlig zum Erliegen. Vom Ausstand betroffen war auch der für Lissabon wichtige Fährverkehr auf dem Fluss Tejo. Die Beteiligung lag nach Gewerkschaftsangaben zwischen 40 und 80 Prozent. 20.000 Menschen sollen sich danach an den Aktionen beteiligt haben.

Die sozialistische Minderheitsregierung von Ministerpräsident José Sócrates will mit einem strikten Sparprogramm das Rekord- Haushaltsdefizit von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 8,5 Prozent im laufenden Jahr und auf 2,8 Prozent bis 2013 drücken. Projekte wie die Hochgeschwindigkeitsbahn nach Spanien werden um zwei Jahre verschoben. Durch Privatisierung von Staatseigentum erhofft man sich in Lissabon zusätzliche Einnahmen von sechs Milliarden Euro. Das Defizit in Portugal ist allerdings niedriger als im krisengeschüttelten Griechenland. Dort hatte es 2009 bei 13,6 Prozent gelegen.

Griechenland hatte die Staaten der Euro-Zone am Freitag um Milliardenhilfe gebeten. Ein zuvor vereinbarter Hilfsmechanismus sieht vor, dass das Land dieses Jahr bis zu 30 Milliarden Euro Notkredite von den Euroländern erhalten kann. Deutschland würde dazu bis zu 8,4 Milliarden Euro beitragen. Weitere bis zu 15 Milliarden Euro könnten vom Internationalen Währungsfonds kommen.

Die EU will das Milliarden-Hilfspaket für Griechenland bald fertig haben. Die Arbeiten kämen gut voran und sollten Anfang Mai abgeschlossen sein, sagte eine EU-Kommissionssprecherin.

Politiker der Regierungskoalition in Berlin erneuerten allerdings ihre Forderung, die griechischen Sparpläne als Voraussetzung für Hilfen ausführlich zu prüfen. SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier kündigte zudem an, die SPD werde ihre Zustimmung zu einem Gesetz für die Hilfen verweigern, wenn Deutschland nicht die Bankenbranche an der Rettung Griechenlands beteilige.

Die Eurogruppe wird nach Informationen aus EU-Kreisen möglicherweise in wenigen Tagen ein Sondertreffen zur Freigabe der Kredithilfen für Griechenland einberufen. "Es findet ein sehr intensiver Austausch statt über die Idee eines außerordentlichen Gipfels der Euro-Gruppe am 10. Mai in Brüssel", sagte ein Vertreter der spanischen EU-Ratspräsidentschaft.
 

 
Leser-Kommentare
    • lepkeb
    • 27.04.2010 um 19:30 Uhr

    Ratingagenturen. LOL Die haben schon bei der Immo-Krise so richtig mit ihren Bewertungen gelegen.
    Portugal wird ja auch schon in die Richtung getrieben.
    Aber es zeigt auch die totale Inkompetenz der dt. und europäischen Politiker, man lässt sich von Jüngelchen um die 30 und ihren Analysen gegen die Wand fahren.

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    Was ist das für eine kranke Welt. Irgendwelche ganz wichtigen Leute von einer Ratingagentur stufen Griechenland auf "Ramschstatus" als wäre es ein weiterer Marktartikel.
    Das ganze System von Spekulanten, Börsen und Ratingagenturen muß endlich abgeschafft werden, damit wieder mit dem Realwert gerechnet und gewirtschaftet werden kann. Es war ein Fehler, diese Räuberbanden nicht schon während der ersten Finanzkrise bestraft zu haben.
    Wer wird der nächste nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien sein? Mit ein paar weiteren Erdbeben vielleicht der Exportmeister Deutschland.

    Was ist das für eine kranke Welt. Irgendwelche ganz wichtigen Leute von einer Ratingagentur stufen Griechenland auf "Ramschstatus" als wäre es ein weiterer Marktartikel.
    Das ganze System von Spekulanten, Börsen und Ratingagenturen muß endlich abgeschafft werden, damit wieder mit dem Realwert gerechnet und gewirtschaftet werden kann. Es war ein Fehler, diese Räuberbanden nicht schon während der ersten Finanzkrise bestraft zu haben.
    Wer wird der nächste nach Griechenland, Portugal, Spanien, Italien sein? Mit ein paar weiteren Erdbeben vielleicht der Exportmeister Deutschland.

  1. Ich habe noch nie verstanden warum wir alle Länder in die EU lassen.Wofür werden Regeln aufgestellt für die Aufnahme, wenn man sich doch bescheißen lässt was die Finanzen angeht?. Ich wäre für einen harten Kern der EU bestehend aus Deutschland,Österreich,den Niederlanden,Luxenburg,Belgien, Dänemark und Frankreich. Den anderen Ländern könnte man eine privilegierte Handelspartnerschaft. Im Endeffekt müssen wir nämlich immer die Welt retten, weil "wir" die Bösen waren im zweiten WK.Ich setze hier wir in Anführungszeichen, da selbst meine Großeltern nicht mehr am Krieg aktiv teilgenommen haben.In diesem Zusammenhang spricht kaum Jemand von den Italienern oder Japan.

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    da kann ich Ihnen nur 110%tig zustimmen, leider wird sich
    nichts tun, wohin mit all' den Politikern die nach Bruessel "verfrachtet" wurden ?

    Genau. Und zack, zack, allet raus, was nicht nach einer bestimmten Pfeife tanzt!

    Sie sollten nicht vergessen, dass die Wirtschaft immer so handelt. Die Wirtschaft, besonders die Banken, können nicht in großen Zusammenhängen denken. Und ein Staat, eine Nation, die sich dazumal in einem Staatenverbund befindet, darf oder kann man nicht wie eine Postbank behandeln. Denn, wenn Millionen von Menschen offensichtlich Unrecht getan wird, passiert danach noch etwas viel Schlimmeres. Und, dass ein Staat abgezockt wurde, heißt noch nicht, dass seine Bewohner dafür leiden müssen. Außer natürlich, man ist eine Bank. Banken können, wie gesagt, nicht denken. Banken sind die Maschinen der Gesellschaft. Und dabei sollte man ihre Ansichten bewenden.

    Auch ich lehne die Zahlungen an Griechenland und sonstige Bankrotteure ab. Aber was fuer Konsequenzen hat denn das in diesen Laendern ? Ein Grossteil der Geringverdiener faellt in bittere Armut, was machen die denn ? Die kommen zu uns (zu wem sonst ? Der Rest ist ja auch pleite). Na bei Griechenland vielleicht 2 Mio ? Portugal & Irland jeweils 1 Mio, Spanien 3 Mio, macht 7 Mio neue Mitbuerger die fuer meine Rente "sorgen". Dazu kommen die Asylanten und Illegalen aus diesen Laendern. Die bankrotten Staaten werden keine solchen Animositaeten entwickeln wie unser Gutmenschenstaat. Die werden die rausschmeissen (na sagen wir 2 Mio). Wo gehen die hin ?

    Ich bin militanter Antirassist und ein gluehender Verehrer der Multikultur, aber die Rechnung, die uns damit praesentiert wird, moechte ich nicht begleichen. Wir muessten also aus dem Schengen-Abkommen austreten, die Bundeswehr aus Afghanistan zurueckholen (wir brauchen jeden Mann) und die Grenzen dichtmachen. Da dies politisch nicht durchsetzbar ist, werden wir dann mit dieser Anarchie leben duerfen.

    Ich war schon immer ein Anhaenger Bakunins.

    Ihre Anspielung auf den 2. Weltkrieg ist gar nicht so falsch. Damals im Krieg war es die deutsche Wehrmacht, die marode Verbündete wie Italien in Afrika oder Griechenland unterstützen musste bis zum Kollaps.

    Heute im Frieden sind es deutsche Gelder, die in alle Richtungen in marode bis kriminelle Systeme gesteckt werden, bis zum Kollaps. Wo sind die Schreiberlinge und Schwätzer, die mahnen, daß man aus der Geschichte lernen muß?

    Meine volle Unterstützung für ihren beitrag, sie treffen den Nagel auf den kopf.

    "Im Endeffekt müssen wir nämlich immer die Welt retten, weil "wir" die Bösen waren im zweiten WK."

    Klarer Fall von verzerrter Wahrnehmung. Nach dem 2. Weltkrieg haben die USA "die Welt gerettet" und dafür beträchtliche Summen ausgegeben.

    "Ich setze hier wir in Anführungszeichen, da selbst meine Großeltern nicht mehr am Krieg aktiv teilgenommen haben."

    Vollkommen egal. Das heutige Weltwirtschaftsgeschehen hat nichts mit Ihren Weltkriegsfantasien zu tun.

    "In diesem Zusammenhang spricht kaum Jemand von den Italienern oder Japan."

    Italien ist kleiner und wirtschaftlich nicht so leistungsfähig. Japan liegt am anderen Ende der Welt. Was haben die mit dem Euro und Griechenland zu tun? Das ist doch unser Thema oder nicht?

    Wenn irgendwann Deutschland wirtschaftlich am Boden sein sollte, dann werden sich einige Länder an Ihre Worte erinnern.

    Warum gerade diese Länder?

    Die Dänen haben mit Grichenland im übrigen zur Zeit wenig am Hut, die freuen sich viel mehr das sie auf den Euro-Zug nie aufgesprungen sind. Sondern freuen sich an ihrem alten Kronen-Mobil.

    da kann ich Ihnen nur 110%tig zustimmen, leider wird sich
    nichts tun, wohin mit all' den Politikern die nach Bruessel "verfrachtet" wurden ?

    Genau. Und zack, zack, allet raus, was nicht nach einer bestimmten Pfeife tanzt!

    Sie sollten nicht vergessen, dass die Wirtschaft immer so handelt. Die Wirtschaft, besonders die Banken, können nicht in großen Zusammenhängen denken. Und ein Staat, eine Nation, die sich dazumal in einem Staatenverbund befindet, darf oder kann man nicht wie eine Postbank behandeln. Denn, wenn Millionen von Menschen offensichtlich Unrecht getan wird, passiert danach noch etwas viel Schlimmeres. Und, dass ein Staat abgezockt wurde, heißt noch nicht, dass seine Bewohner dafür leiden müssen. Außer natürlich, man ist eine Bank. Banken können, wie gesagt, nicht denken. Banken sind die Maschinen der Gesellschaft. Und dabei sollte man ihre Ansichten bewenden.

    Auch ich lehne die Zahlungen an Griechenland und sonstige Bankrotteure ab. Aber was fuer Konsequenzen hat denn das in diesen Laendern ? Ein Grossteil der Geringverdiener faellt in bittere Armut, was machen die denn ? Die kommen zu uns (zu wem sonst ? Der Rest ist ja auch pleite). Na bei Griechenland vielleicht 2 Mio ? Portugal & Irland jeweils 1 Mio, Spanien 3 Mio, macht 7 Mio neue Mitbuerger die fuer meine Rente "sorgen". Dazu kommen die Asylanten und Illegalen aus diesen Laendern. Die bankrotten Staaten werden keine solchen Animositaeten entwickeln wie unser Gutmenschenstaat. Die werden die rausschmeissen (na sagen wir 2 Mio). Wo gehen die hin ?

    Ich bin militanter Antirassist und ein gluehender Verehrer der Multikultur, aber die Rechnung, die uns damit praesentiert wird, moechte ich nicht begleichen. Wir muessten also aus dem Schengen-Abkommen austreten, die Bundeswehr aus Afghanistan zurueckholen (wir brauchen jeden Mann) und die Grenzen dichtmachen. Da dies politisch nicht durchsetzbar ist, werden wir dann mit dieser Anarchie leben duerfen.

    Ich war schon immer ein Anhaenger Bakunins.

    Ihre Anspielung auf den 2. Weltkrieg ist gar nicht so falsch. Damals im Krieg war es die deutsche Wehrmacht, die marode Verbündete wie Italien in Afrika oder Griechenland unterstützen musste bis zum Kollaps.

    Heute im Frieden sind es deutsche Gelder, die in alle Richtungen in marode bis kriminelle Systeme gesteckt werden, bis zum Kollaps. Wo sind die Schreiberlinge und Schwätzer, die mahnen, daß man aus der Geschichte lernen muß?

    Meine volle Unterstützung für ihren beitrag, sie treffen den Nagel auf den kopf.

    "Im Endeffekt müssen wir nämlich immer die Welt retten, weil "wir" die Bösen waren im zweiten WK."

    Klarer Fall von verzerrter Wahrnehmung. Nach dem 2. Weltkrieg haben die USA "die Welt gerettet" und dafür beträchtliche Summen ausgegeben.

    "Ich setze hier wir in Anführungszeichen, da selbst meine Großeltern nicht mehr am Krieg aktiv teilgenommen haben."

    Vollkommen egal. Das heutige Weltwirtschaftsgeschehen hat nichts mit Ihren Weltkriegsfantasien zu tun.

    "In diesem Zusammenhang spricht kaum Jemand von den Italienern oder Japan."

    Italien ist kleiner und wirtschaftlich nicht so leistungsfähig. Japan liegt am anderen Ende der Welt. Was haben die mit dem Euro und Griechenland zu tun? Das ist doch unser Thema oder nicht?

    Wenn irgendwann Deutschland wirtschaftlich am Boden sein sollte, dann werden sich einige Länder an Ihre Worte erinnern.

    Warum gerade diese Länder?

    Die Dänen haben mit Grichenland im übrigen zur Zeit wenig am Hut, die freuen sich viel mehr das sie auf den Euro-Zug nie aufgesprungen sind. Sondern freuen sich an ihrem alten Kronen-Mobil.

  2. Jeder Leser sollte das Graffiti genau betrachten. Anstatt Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen wird von einigen Leuten in Griechenland Deutschland als Sündenbock für die hausgemachten Finanzprobleme missbraucht. Warum sollten dt. Steuerzahler unter diesen Bedingungen bereit sein Milliarden nach Griechenland zu überweisen ?

    Die Angst vor dem sozialen Abstieg in Griechenland halte ich für völlig überzogen. Niemand wird obdachlos, nur weil das 14. Monatsgehalt gestrichen und das Renteneintrittsalter von 55 auf 60 angehoben wird !! Die griechischen Millionäre werden auch nicht obdachlos, wenn sie so besteuert werden, wie dies in anderen EU Ländern der Fall ist.

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    „Warum sollten dt. Steuerzahler unter diesen Bedingungen bereit sein Milliarden nach Griechenland zu überweisen ?“

    Ja, keine Ahnung, aber der Steuerzahler wird ja auch nicht gefragt.

    Juni 2009 Urlaub in Griechenland (der 7.)
    Ich hatte ein Problem mit der Klimaanlage auf dem südlichen Peleponnes. Ich brauchte also eine Werkstatt weil sehr warm. Ich habe bei zwei Tankstellen gefragt und keine positive Antwort bekommen. Da fiel mir was ein und bei der dritten habe ich getankt und zwanzig Euro zusätzlich hingelegt. Plötzlich gab es eine Werkstatt so 30km entfernt. Der Inhaber hat telefoniert und ich konnte hinfahren. Dort wurde der Lüfter ausgebaut und dann Kalamata telefoniert wegen eines Ersatzteils, das dann bei einer anderen Werkstatt drei Tage später eintreffen sollte. Dort bin ich dann hingefahren und wollte das Ersatzteil, weil teuer, mit Kreditkarte bezahlen. Die nette Dame hat sich erst stur gestellt aber weitere 20 Euro waren die Lösung. Mit dem Ersatzteil bin ich dann wieder in die andere Werkstatt gefahren und dort wurde es eingebaut. Alles bar, keine Rechnung. Abgesehen von größeren Stätten gab

    „Warum sollten dt. Steuerzahler unter diesen Bedingungen bereit sein Milliarden nach Griechenland zu überweisen ?“

    Ja, keine Ahnung, aber der Steuerzahler wird ja auch nicht gefragt.

    Juni 2009 Urlaub in Griechenland (der 7.)
    Ich hatte ein Problem mit der Klimaanlage auf dem südlichen Peleponnes. Ich brauchte also eine Werkstatt weil sehr warm. Ich habe bei zwei Tankstellen gefragt und keine positive Antwort bekommen. Da fiel mir was ein und bei der dritten habe ich getankt und zwanzig Euro zusätzlich hingelegt. Plötzlich gab es eine Werkstatt so 30km entfernt. Der Inhaber hat telefoniert und ich konnte hinfahren. Dort wurde der Lüfter ausgebaut und dann Kalamata telefoniert wegen eines Ersatzteils, das dann bei einer anderen Werkstatt drei Tage später eintreffen sollte. Dort bin ich dann hingefahren und wollte das Ersatzteil, weil teuer, mit Kreditkarte bezahlen. Die nette Dame hat sich erst stur gestellt aber weitere 20 Euro waren die Lösung. Mit dem Ersatzteil bin ich dann wieder in die andere Werkstatt gefahren und dort wurde es eingebaut. Alles bar, keine Rechnung. Abgesehen von größeren Stätten gab

    • 781
    • 27.04.2010 um 19:38 Uhr

    Ich finde ihr Titelbild schlicht weg eine Sauerei.

  3. ist die Sucht der EU immer mehr neue Mitglieder, sprich
    Abkassierer, in's Boot zu holen, FLIRT mit Island ?! ich
    glaub's nicht, raus aus dem EURO kann momentan die einzige
    Konsequenz sein als GEGENLEISTUNG der Griechenlandhilfen.
    PORTUGAL wartet schon und weitere werden folgen, wie lange
    lassen WIR uns DAS noch gefallen, hoffentlich wird der 9.MAI vernichtend fuer den Einen oder Anderen, hoffentlich !

  4. da kann ich Ihnen nur 110%tig zustimmen, leider wird sich
    nichts tun, wohin mit all' den Politikern die nach Bruessel "verfrachtet" wurden ?

    Antwort auf "Rausschmeißen"
  5. in naher Zukunft auch Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien (!), Albanien, der serbischen Republik und
    allen anderen Armenhäuser Europas, die Olli Rehn zu
    EU-Ambitionen verführt hat, mit meinem Steuergeld
    ebenfalls unter die dürren Ärmchen zu greifen.

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    "Mit meinem Steuergeld". Wer sich nur um seine eigenen Abgaben den Kopf zerbricht, sollte gar nicht erst über internationale Geschehnisse argumentieren. Es zahlen fast zwei Drittel aller Deutschen Steuern, und es gibt bestimmt auch viele, die (auch wenns schwerfällt) den stabilisierenden Nutzen darin sehen. Außerdem wird Griechenland auch ohnehin schon in die Kandarre genommen, um das Geld zu bekommen.

    "Mit meinem Steuergeld". Wer sich nur um seine eigenen Abgaben den Kopf zerbricht, sollte gar nicht erst über internationale Geschehnisse argumentieren. Es zahlen fast zwei Drittel aller Deutschen Steuern, und es gibt bestimmt auch viele, die (auch wenns schwerfällt) den stabilisierenden Nutzen darin sehen. Außerdem wird Griechenland auch ohnehin schon in die Kandarre genommen, um das Geld zu bekommen.

  6. Sehr oft wird die Bevölkerung (WO AUCH IMMER) es nicht hinnehmen, wenn ihr Stuss produziert und hinterher sind immer die jeweils anderen schuld, dass es nicht zu einem besseren ERgebnis kam. Sich zum Gefangenen von Ratingagenturen zu machen, billigen Populismus im eigenen Land gegen ein ganzes anderes Land zu betreiben, weil gerade Wahlkampf ist... Die Tour zieht nicht mehr so wie früher. Es ist gerade jetzt so abschreckend, weil diese Regierung und die sie tragenden Parteien keine wirklichen Ziele hat - außer dem, an der Macht zu bleiben

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