gfk-Konsumklimaindex Kauflust der Deutschen wächst
Bessere Konjunkturdaten und die Aussicht auf höhere Einkommen hellen hierzulande die Stimmung der Verbraucher auf. Mit Großkäufen halten sie sich aber noch zurück.
© Andreas Rentz/Getty Images

Die Einkaufswagen haben wieder zu tun: Die Marktforscher der GfK prognostizieren jedenfalls einen stabilen Konsum
Die deutschen Verbraucher blicken wieder optimistischer in die Zukunft: Der Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kletterte im Mai auf 3,8 und erreichte den höchsten Stand seit November, teilten die Marktforscher mit. Im Vormonat hatte der Index noch bei revidiert 3,4 Punkten gelegen. "Damit ist der Abwärtstrend des Konsumklimas im Frühjahr 2010 gestoppt", kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl die Ergebnisse der monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern.
Als Grund für die Stabilisierung machten die GfK-Experten die besseren Aussichten für die gesamte Konjunktur aus. Der entsprechende Teilindikator stieg deutlich um 18 auf 22,5 Punkte. Vor allem durch das Ausbleiben "eines krisenbedingten Beschäftigungseinbruchs" sinke die Angst vor Arbeitslosigkeit. Zudem schätzten die Bürger ihre eigene finanzielle Lage merklich besser ein. Dieser Teilindikator machte einen Sprung um fast 22 auf 35,2 Punkte – der höchste Wert seit knapp neun Jahren.
Wegen hoher Energiepreise hielten sich die Konsumenten aber bei Großkäufen zurück, hieß es weiter. Die Deutschen zögerten weiter damit, teure Güter wie Autos, Möbel oder Sofas zu kaufen, hieß es. Trotzdem geht die GfK geht davon aus, dass sich der Stimmungswandel fortsetzt, zumal die Verbraucherpreise insgesamt nur leicht steigen dürften. Der Privatkonsum 2010 werde stabil bleiben, während der Export die wesentlichen Wachstumsimpulse liefere.
Analysten werteten die Zahlen als gutes Zeichen, sahen aber keine Trendwende. "Die Griechenland-Krise dürfte künftig in den Fokus rücken. Deutschland muss dafür bezahlen. Das könnte die Konsumstimmung belasten", warnte Simon Junker von der Commerzbank. Auch Jürgen Michels von der Citigroup erwartete kaum entscheidende Impulse vom Konsum: "Die realen Einkommen werden wegen der leicht steigenden Teuerungsraten stagnieren. Außerdem dürften die Autoverkäufe schwach ausfallen, weil wegen der Abwrackprämie viele Anschaffungen im vergangenen Jahr vorgezogen wurden." Diese Nachfrage fehle jetzt.
- Datum 27.04.2010 - 10:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 2
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Doch ja, dass tut sie ganz bestimmt!
Fragt sich nur wie sich das denn mit dem dazu diametral verlaufenden, realen Konsumvermögen verhält, dessen Prognosen für die Zukunft, insbesondere vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden prekären Arbeits- und Familienverhältnisse, deutlich weniger Anlass zu plakativem Optimismus geben sollte!
Bis zur NRW-Wahl gibt es nichts, das nicht wächst und gedeiht. Vor allem sowas wie KaufLUST und InvestionsLUST und UrlaubsVORFREUDE.
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