Griechenland Merkel muss zur echten Europäerin werden
Merkel zögert bei den Hilfen für Griechenland. Statt an die heimischen Wähler zu denken, sollte sie mehr Verantwortung für Europa übernehmen, kommentiert Marcus Gatzke
Deutschland ist die stärkste Wirtschaftsmacht innerhalb der EU, ein politisches Schwergewicht. Was in Deutschland gesagt und diskutiert wird, hat Bedeutung, hat Folgen für Europa.
Deutschland, in Persona Bundeskanzlerin Angela Merkel, wurde dieser Verantwortung in den vergangenen Tagen nicht gerecht. Am 11. April einigten sich die EU-Staaten auf ein Rettungspaket für die Griechen. "Die Euro-Mitgliedsstaaten werden entschlossen und koordiniert handeln, sofern das nötig ist, um die finanzielle Stabilität insgesamt zu sichern."
Die Entscheidung kam spät, aber immerhin, sie kam. Merkel hatte lange gezaudert, bis sie letztlich doch zustimmte. Bis zum Schluss hielt sie sich alle Optionen offen und betonte, der Krisenfall sei äußerst unwahrscheinlich. Die zögerliche Haltung der "Madame Non", wie sie in Frankreich getauft wurde, zahlte sich jedoch aus. Sie setzte sich mit einer Kernforderung durch: Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde für den Fall der Fälle mit ins Boot geholt.
- Deutschlands Beitrag
Geplant ist, dass die staatliche Förderbank KfW der griechischen Regierung einen Kredit für zwölf Monate von bis zu 8,4 Milliarden Euro gewährt, der durch eine Bürgschaft des Bundes abgesichert ist. Es gibt noch keine konkrete Angabe zu weiterer Hilfe für 2011 und 2012, im Gespräch sind bis zu 30 Milliarden Euro. Das Gesetz soll im beschleunigten Verfahren durch Bundestag und Bundesrat. Die Bundesregierung begründet das Gesetz damit, dass es die Stabilität des Euro sichern helfe, was auch Deutschland nütze.
- Gesamtvolumen
Die Euro-Länder haben ein Drei-Jahres-Programm aufgelegt, in dessen Rahmen im ersten Jahr bilaterale Hilfen über insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro fließen könnten. Bis 2012 ist von bis zu 135 Milliarden Euro die Rede. Daran beteiligen sich alle 15 Euroländer entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Europäischen Zentralbank. Für Deutschland sind das rund 28 Prozent, für 2010 also etwa 8,4 Milliarden Euro. Der Internationale Währungsfonds würde ein weiteres Drittel der Gesamtlasten übernehmen, also im ersten Jahr zusätzliche 15 Milliarden Euro bereitstellen. Über den Bedarf im zweiten und dritten Jahr soll später entschieden werden. Die EU-Staaten betonen, dass die Hilfen keine Subvention darstellen – auf die Kredite müsse Griechenland einen marktüblichen Zins zahlen.
- Zeitplan
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Die Staats- und Regierungschefs sollen möglichst am 10. Mai bei einem Sondergipfel oder in einer Telefonkonferenz über die Hilfe abstimmen. Der Zeitplan sieht einen Abschluss der derzeit laufenden Verhandlungen der griechischen Regierung mit dem IWF und der EU-Kommission über ein Sparpaket für 2011 und 2012 am 2. Mai vor. Am gleichen Tag wollen die Euro-Finanzminister das Verhandlungsergebnis bewerten. Im griechischen Parlament steht dann am 6. und 7. Mai die Abstimmung über das Sparprogramm an.
Auf Grundlage der EU-Bewertung könnte das Bundeskabinett bereits am Montag, 3. Mai das Gesetz auf den Weg bringen. Bundestag und Bundesrat würden innerhalb der Woche folgen.
Die erste Tranche des Hilfskredites soll vor dem 19. Mai ausgezahlt werden. An dem Tag steht eine Milliardenumschuldung der griechischen Regierung an.
- Risiko
Der Bürger ist zunächst nicht betroffen. Die deutschen Kredite sollen über die Staatsbank KfW gestellt werden. Der Bund muss sich dafür allerdings verbürgen. Das heißt: Erst wenn Athen nicht mehr in der Lage wäre, die Kredite zurückzuzahlen, würden der Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler belastet. Wird Griechenland gerettet, könnte der KfW-Kredit sogar ein Geschäft für die Deutschen werden.
- EU-Vertrag
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Umstritten bleibt, ob die EU-Hilfen für Griechenland einen Verstoß gegen den EU-Vertrag darstellen. Er verbietet den Euro-Staaten eigentlich, sich gegenseitig Schulden abzunehmen (sogenannte "No-Bailout"-Klausel). Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hält das Kreditprogramm für vertragskonform.
Der Maastricht-Vertrag lässt aber für finanziellen Beistand Spielraum: Er macht Ausnahmen bei Naturkatastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Fraglich ist indes, ob die übermäßige Verschuldung eines Landes darunterfällt. Die deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Karl Albrecht Schachtschneider wollen vor Gericht ziehen, falls Geld für Griechenland fließen sollte.
Was damals als Sieg für Deutschland gefeiert wurde, wird aber jetzt zum Problem. Jetzt ist er da, der griechische Notfall, den Merkel über Wochen immer wieder abmoderiert hat. Mit ihm kommt die zögernde Bundeskanzlerin zurück. Sie macht einen Schritt nach vorn, um dann gleich wieder einen Schritt zurückzutreten. Sie betont die Verantwortung Deutschlands für Europa und den Euro. Sie sagt aber gleichzeitig, eine endgültige Entscheidung über die EU-Hilfen für Athen sei noch nicht getroffen.
Natürlich ist es richtig, den Griechen nicht einfach Geld hinterherzuwerfen. Natürlich müssen IWF und EZB harte Auflagen für einen strikten Sparkurs in Griechenland aufstellen. Aber zuallererst geht es jetzt darum, Griechenland zu stützen und die Märkte mit einer klaren Zusage zu beruhigen. Dazu gibt es keine Alternative. Oder glaubt die Kanzlerin wirklich, sie könnte Griechenland die Hilfe verweigern? Der Markt muss wissen: Die EU hilft. So wurde es ja auch am 11. April beschlossen. Stattdessen hält sich die Kanzlerin scheinbar alle Optionen offen.
Die Motive für diese Strategie sind klar: Am 9. Mai wird in Nordrhein-Westfalen gewählt. Der Wähler steht den Finanzhilfen - nicht zuletzt Dank der Griechenland-Hetze der Boulevardpresse – skeptisch gegenüber. Merkel versucht zu beruhigen, zu signalisieren, noch sei nichts entschieden. Sie muss erklären, warum etwas eingetreten ist, was die Kanzlerin lange nicht für möglich hielt. Das mag beim Wähler Wirkung zeigen. An den Finanzmärkten sorgt es für Unruhe und bei den europäischen Partnern für Verwirrung.
Stattdessen sollte Merkel den Deutschen erklären, was es bedeuten würde, nicht zu helfen. Die Kosten wären weitaus höher als die Milliarden, die jetzt nach Athen in Form von Krediten fließen werden. Deutsche Banken sind mit 45 Milliarden Euro an den griechischen Schulden beteiligt. Will die Kanzlerin eine neue Finanzkrise riskieren?
Sie muss gegenüber dem Wähler als europäische Staatsmännin auftreten, die konsequent zu der am 11. April getroffenen Entscheidung steht. Zusammen mit dem IWF, der EU und der EZB müssen dann die Bedingungen verhandelt werden, unter denen die Hilfe für Griechenland fließt. Was in diesem Augenblick ja auch passiert. Hart, aber fair. Griechenland muss einen Reformkurs einschlagen, eisern sparen und natürlich die Kredite zurückzahlen.
Gleichzeitig muss sie die eigenen Reihen schließen. Bei Schwarz-Gelb durfte in den vergangenen Tagen jeder seinen Senf zur aktuellen Situation dazugeben. Die Vorschläge reichten von Gläubigerkonferenz über einen Austritts Griechenlands aus der Eurozone, bis hin zu einer Umschuldung. Eine klare Linie? Fehlanzeige. Und Merkel schweigt.
- Datum 28.04.2010 - 15:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Auch der griechische Regierungschef Papandreu, sein Vize Pangalos, die griechischen Gewerkschaftsfüher und Politiker aus Spanien und Portugal müssten zu "echten" Europäern werden. Dies würde bedeuten, dass sie Verantwortung für dies hausgemachten Wirtschaftsprobleme ihrer Länder übernehmen und nicht versuchen Deutschland als Sündenbock zu missbrauchen. Weiterhin sollten sie versuchen in ihren Ländern zu sparen und die Wirtschaft zu stärken, so dass Griechenland die Kredite an die EU Partner in Zukunft wirklich zurückzahlen kann. Wenn alle Seiten anfangen solidarisch zu denken und alle EU Mitglieder bereit sind Nationalismus und Vorurteile abzubauen, kann die EU gerettet werden, um weiterhin den Frieden in Europa zu sichern. Dafür müssen aber auch die Nettoempfänger beginnen weniger egoistisch zu denken. Bei der EU geht es schließlich nicht nur darum darum zu feilschen, ein möglichst großes stück von dem gemeinsamen Kuchen abzubekommen.
Natürlich finde ich die andauernden Aufforderungen in den Medien - Griechelnd muss geholfen werden - auch nicht hilfreich.
Der tatsächliche Hauptgrund für Merkels taktieren dürfte darin begründet liegen, dass wieder einmal Banken sich verzockt haben, und zwar aus allen großen Wirtschaftsnationen. Und die Kanzlerin hat doch recht, wenn sie nach der vielfachen Kritik an der vergangen Bankenrettungsaktion sich jetzt sehr vorsichtig verhält. Und dass hier vor allem ausländische Banken saniert würden (frz., englische, amerikanische usw.) gibt Ihrer bedenklichen Haltung allemal recht. Dass hier jetzt Strauss-Kahn und Trichet auf sie ganz besonders einwirken ist nicht nur deren Ämtern als IWF- bzw. EZB-Chefs geschuldet. Sie dürften hier vor allem auch französische Interessen im Hinterkopf oder gar im Auftragsportfolio haben.
Ich bin ein ausgewiesener Freund Griechenlands und mit einigen griechischen Familien dort sehr eng befreundet. Und auch Griechenland darf mit Fug und Recht als deutschfreundlich bezeichnet werden. Daher befürworte ich selbstverständlich die Unterstützung Griechenlands jederzeit. Aber ich bin auch der Meinung, dass die Hauptprofiteuere des Desasters, die Banken und Spekulanten in vorderster Linie angemessen an der Sanierung beteiligt sein müssen. Die Zeit dafür sollte einer deutschen Kanzlerin aus eigenem Interesse allemal ausreichend zur Verfügung stehen.
Angela Merkel kann kaum etwas richtig machen. Hilft sie gibt es Prügel seitens der Bürger, sonst der Medien
Echte Europäerin? Was genau heißt das? Ich persönlich finde es gut, dass endlich einmal ZUERST gedacht und dann gehandelt wird. Leider ist das derzeit eher die Ausnahme. Wirtschaftliche Interessen, Stereotypen und das schnelle Geld stehen im Vordergrund. Wie auch in Griechenland. Das ist, als würde man den Lohn am ersten des Monats erhalten wollen. Wieso müssen die Kleinen stets in Vorleistung gehen, während die Großen mit beiden Händen ausgeben, aber wenn möglich Schwarz? Das ist kein Mehrwert für die Gesellschaft, das ist Diebstahl. Daher die Hetze des "kleinen Mannes". Frau Merkel tut gut daran zu überlegen. Sie trägt schließlich viel Verantwortung.
Es ist leidlich zu sehen, wie Reiche mit Geld umgehen. Auch die Banken, da wurden ganz andere Zahlen in den Sand gesetzt, aber Kleinvieh macht auch Mist. Den Mist haben wir in den letzten beiden Jahren riechen dürfen.
Staatsanleihen haben ihren Zweck, aber die Unterstützung eines maroden Hauses ist zwecklos. Eine Kernsanierung muss her und die ist noch teurer und komplizierter, zumal einige Dinge ja unter Denkmalschutz stehen, in Europa...Und das ist das Problem: es gibt keine Kommunikation,unter anderem wird noch immer mehr für Blumen als für Dolmetscher ausgegeben, Abgeordnete reisen und fahren wieder ab, ohne Aufgaben gelöst zu haben, weil man in verschiedenen Kulturkreisen nicht unbedingt gleich zu einer Lösung kommt.
Die Ignoranz für einander ist auch und gerade in EUROPA noch viel zu groß. Und weil junge Menschen heute in dieser "Haben-Wollen-Mentalität" aufwachsen, wird in wenigen Jahren überhaupt niemand mehr denken. Dann kehrt das Fuastrecht zurück, wie es in strukturschwachen gegenden schon der Fall ist. Wenn Regierungsoberhäupter nicht mehr überlegen dürfen, was soll dann werden?
Natürlich finde ich die andauernden Aufforderungen in den Medien - Griechelnd muss geholfen werden - auch nicht hilfreich.
Der tatsächliche Hauptgrund für Merkels taktieren dürfte darin begründet liegen, dass wieder einmal Banken sich verzockt haben, und zwar aus allen großen Wirtschaftsnationen. Und die Kanzlerin hat doch recht, wenn sie nach der vielfachen Kritik an der vergangen Bankenrettungsaktion sich jetzt sehr vorsichtig verhält. Und dass hier vor allem ausländische Banken saniert würden (frz., englische, amerikanische usw.) gibt Ihrer bedenklichen Haltung allemal recht. Dass hier jetzt Strauss-Kahn und Trichet auf sie ganz besonders einwirken ist nicht nur deren Ämtern als IWF- bzw. EZB-Chefs geschuldet. Sie dürften hier vor allem auch französische Interessen im Hinterkopf oder gar im Auftragsportfolio haben.
Ich bin ein ausgewiesener Freund Griechenlands und mit einigen griechischen Familien dort sehr eng befreundet. Und auch Griechenland darf mit Fug und Recht als deutschfreundlich bezeichnet werden. Daher befürworte ich selbstverständlich die Unterstützung Griechenlands jederzeit. Aber ich bin auch der Meinung, dass die Hauptprofiteuere des Desasters, die Banken und Spekulanten in vorderster Linie angemessen an der Sanierung beteiligt sein müssen. Die Zeit dafür sollte einer deutschen Kanzlerin aus eigenem Interesse allemal ausreichend zur Verfügung stehen.
Angela Merkel kann kaum etwas richtig machen. Hilft sie gibt es Prügel seitens der Bürger, sonst der Medien
Echte Europäerin? Was genau heißt das? Ich persönlich finde es gut, dass endlich einmal ZUERST gedacht und dann gehandelt wird. Leider ist das derzeit eher die Ausnahme. Wirtschaftliche Interessen, Stereotypen und das schnelle Geld stehen im Vordergrund. Wie auch in Griechenland. Das ist, als würde man den Lohn am ersten des Monats erhalten wollen. Wieso müssen die Kleinen stets in Vorleistung gehen, während die Großen mit beiden Händen ausgeben, aber wenn möglich Schwarz? Das ist kein Mehrwert für die Gesellschaft, das ist Diebstahl. Daher die Hetze des "kleinen Mannes". Frau Merkel tut gut daran zu überlegen. Sie trägt schließlich viel Verantwortung.
Es ist leidlich zu sehen, wie Reiche mit Geld umgehen. Auch die Banken, da wurden ganz andere Zahlen in den Sand gesetzt, aber Kleinvieh macht auch Mist. Den Mist haben wir in den letzten beiden Jahren riechen dürfen.
Staatsanleihen haben ihren Zweck, aber die Unterstützung eines maroden Hauses ist zwecklos. Eine Kernsanierung muss her und die ist noch teurer und komplizierter, zumal einige Dinge ja unter Denkmalschutz stehen, in Europa...Und das ist das Problem: es gibt keine Kommunikation,unter anderem wird noch immer mehr für Blumen als für Dolmetscher ausgegeben, Abgeordnete reisen und fahren wieder ab, ohne Aufgaben gelöst zu haben, weil man in verschiedenen Kulturkreisen nicht unbedingt gleich zu einer Lösung kommt.
Die Ignoranz für einander ist auch und gerade in EUROPA noch viel zu groß. Und weil junge Menschen heute in dieser "Haben-Wollen-Mentalität" aufwachsen, wird in wenigen Jahren überhaupt niemand mehr denken. Dann kehrt das Fuastrecht zurück, wie es in strukturschwachen gegenden schon der Fall ist. Wenn Regierungsoberhäupter nicht mehr überlegen dürfen, was soll dann werden?
doch erst von ihren Milliardengewinnen berichtet
na ja es heißt doch "wie gewonnen, so zerronnen"
der Staat kann nicht bei jedem negativen Geschäft einer Bank eintreten
die 45 mrd die die Banken verlieren würden, sind eben Geschäftsrisiko der Banken und im Prinzip bei dem ganzen Geld das die verwalten Peanuts
Warum werden in der Zeit Online, nur Kommentare pro Griechenlandhilfe veröffentlicht? Damit betreibt die Zeit auch nicht bessere bzw. genauso hirnlose Meinungsmache wie die Bild. Ich fürchte jedoch neben den dramatischen finanziellen Problemen die mit dieser Krise auf uns zu kommen werden noch ein ganz anderes. Politiker, Wirtschaftsbosse wie die Gutmensch-Globalisierungs-68er-Fraktion erkennen nicht, dass die Stimmung hier im Land wirklich am Brodeln ist. Irgendwann knallts. Unzwar richtig. Dann sind die neurlichen politischen Richtungen in der Niederlande und Ungarn ein heißes Lüftchen gegen das was kommen dürfte.
...da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben. Aber eine Verschiebung nach Rechts ist nicht auszuschließen - da gebe ich Ihnen recht.
Autoren, die nicht zu den Gruppen gehören, denen die öffentliche Armut in Deutschland langsam massiv an die Lebens- und Bildungsgrundlagen geht, können leicht solch politisch korrektes Geschreibsel von sich geben. Hier wird gerade zum wiederholten Male nicht nur die Zukunft unserer Kinder sondern gleich noch unserer Enkelkinder (sollte es noch welche geben) verfrühstückt. Da werden von Frau Merkel die Banken erneut außen vor gelassen. Nachdem wieder satte Gewinne berichtet werden, kassiert man die üppigen Renditen für griechische Staatsanleihen und übergibt das Risiko generös an den Steuerzahler. Dann noch zu fordern, "Verantwortung für Europa" zu übernehmen, empfinde ich als unglaubliche Dreistigkeit des Autors. Überraschung ! Deutschland macht seit Jahren nichts anderes als genau das: Verantwortung für Europa zu übernehmen. Es zahlt am meisten ein, ist - gemessen an Größe und Einwohnerzahl - am schlechtesten in den EU-Organen repräsentiert, muss sich ständig als Melkkuh hergeben und darf sich als Nazi beschimpfen lassen, wenn das Scheckbuch nicht rasch genug gezückt wird.
Deutschland sollte erst wieder Verantwortung zeigen, wenn die gesamte EU gründlich reformiert, massiv verkleinert und damit handhabbar und vor allem bezahlbar ist. Alles, was jetzt noch Griechenland oder anderen PIIGS-Staaten gegeben wird, erfüllt für mich den Tatbestand von Veruntreuung und Diebstahl von Steuergeldern.
...da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben. Aber eine Verschiebung nach Rechts ist nicht auszuschließen - da gebe ich Ihnen recht.
Autoren, die nicht zu den Gruppen gehören, denen die öffentliche Armut in Deutschland langsam massiv an die Lebens- und Bildungsgrundlagen geht, können leicht solch politisch korrektes Geschreibsel von sich geben. Hier wird gerade zum wiederholten Male nicht nur die Zukunft unserer Kinder sondern gleich noch unserer Enkelkinder (sollte es noch welche geben) verfrühstückt. Da werden von Frau Merkel die Banken erneut außen vor gelassen. Nachdem wieder satte Gewinne berichtet werden, kassiert man die üppigen Renditen für griechische Staatsanleihen und übergibt das Risiko generös an den Steuerzahler. Dann noch zu fordern, "Verantwortung für Europa" zu übernehmen, empfinde ich als unglaubliche Dreistigkeit des Autors. Überraschung ! Deutschland macht seit Jahren nichts anderes als genau das: Verantwortung für Europa zu übernehmen. Es zahlt am meisten ein, ist - gemessen an Größe und Einwohnerzahl - am schlechtesten in den EU-Organen repräsentiert, muss sich ständig als Melkkuh hergeben und darf sich als Nazi beschimpfen lassen, wenn das Scheckbuch nicht rasch genug gezückt wird.
Deutschland sollte erst wieder Verantwortung zeigen, wenn die gesamte EU gründlich reformiert, massiv verkleinert und damit handhabbar und vor allem bezahlbar ist. Alles, was jetzt noch Griechenland oder anderen PIIGS-Staaten gegeben wird, erfüllt für mich den Tatbestand von Veruntreuung und Diebstahl von Steuergeldern.
wissen wir es Schuld sind die Boulevardpresse nicht die Politiker, die Beamten und die Banker, nein drittklassige Zeitungen sind schuld, die dem "dummen" Wähler Schwachsinn erzählen
nicht motzen, nur brav zahlen und buckeln sollen der Wähler und das Kreuzerl da machen wo es die Regierung will
unglaublich so was zu schreiben und lesen zu müssen
Unglaublich, dass Sie so etwas schreiben können! Manchmal kann es auch hilfreich sein, seinen Kopf (bei manchen Menschen ist da ein gehirn drin)zu benutzen und mal darüber nachzudenken, was passiert, wenn was passiert!
(Vielleicht vorher mal eine Wirtschaftszeitung lesen???)
Unglaublich, dass Sie so etwas schreiben können! Manchmal kann es auch hilfreich sein, seinen Kopf (bei manchen Menschen ist da ein gehirn drin)zu benutzen und mal darüber nachzudenken, was passiert, wenn was passiert!
(Vielleicht vorher mal eine Wirtschaftszeitung lesen???)
Frau Merkel ist unsere Bundeskanzlerin. Sie hat dem deutschen Volke zu dienen und nicht deutsches Steuergeld leichtfertig europäischen "Freunden" hinterherzuwerfen.
Sehr geehrter BerndL,
natürlich ist Merkel Deutschland verpflichtet. Aber die Folgen, wenn Griechenland nicht unterstützt wird, wären weitaus gravierender, als Griechenland mit Krediten zu helfen.
Es handelt es sich auch um Kredite der staatlichen Bankengruppe KfW. Das Risiko für diese Hilfe übernimmt der Bund in Form einer Bürgschaft. Steuergelder fließen dabei nicht.
Grüße
Marcus Gatzke
als solche allerdings sollte sie sich ganz genau überlegen, ob sie mit einem leichten Achselzucken den Griechen Geld in den Topf ohne Boden wirft. Schließlich ist das nicht ein durch die Finanzkrise in Not geratenes Land, sondern hat sich durch Betrug in die Eurozone eingeschmuggelt.
Wie wäre es denn, wenn die zur Rettung Griechenlands verpflichteten Euro-Länder dasselbe machen, wie die Griechen? Generalstreik in allen Ländern und Griechenland soll raus aus der Eurozone, die Banken sollen doch sehen, wie sie zu ihrem Geld kommen!! Die wollten große Gewinne machen und haben verspielt. Haben die Banken denn eigentlich die finanzielle Lage Griechenlands kontrolliert, bevor sie Milliardenkredite vergaben? Weshalb soll nun wieder der Staat - sprich Steuerzahler - für Bankenverluste - denn darum geht es ja eigentlich!!! - gerade stehen?!
Die EU scheint mir ein Hühnerhaufen zu sein, denen der Ordnung schaffende Hahn fehlt.
Sehr geehrter BerndL,
natürlich ist Merkel Deutschland verpflichtet. Aber die Folgen, wenn Griechenland nicht unterstützt wird, wären weitaus gravierender, als Griechenland mit Krediten zu helfen.
Es handelt es sich auch um Kredite der staatlichen Bankengruppe KfW. Das Risiko für diese Hilfe übernimmt der Bund in Form einer Bürgschaft. Steuergelder fließen dabei nicht.
Grüße
Marcus Gatzke
als solche allerdings sollte sie sich ganz genau überlegen, ob sie mit einem leichten Achselzucken den Griechen Geld in den Topf ohne Boden wirft. Schließlich ist das nicht ein durch die Finanzkrise in Not geratenes Land, sondern hat sich durch Betrug in die Eurozone eingeschmuggelt.
Wie wäre es denn, wenn die zur Rettung Griechenlands verpflichteten Euro-Länder dasselbe machen, wie die Griechen? Generalstreik in allen Ländern und Griechenland soll raus aus der Eurozone, die Banken sollen doch sehen, wie sie zu ihrem Geld kommen!! Die wollten große Gewinne machen und haben verspielt. Haben die Banken denn eigentlich die finanzielle Lage Griechenlands kontrolliert, bevor sie Milliardenkredite vergaben? Weshalb soll nun wieder der Staat - sprich Steuerzahler - für Bankenverluste - denn darum geht es ja eigentlich!!! - gerade stehen?!
Die EU scheint mir ein Hühnerhaufen zu sein, denen der Ordnung schaffende Hahn fehlt.
Stoppt die Umgehung der Bailout-Klausel ! Stoppt den Finanzpolitischen Wahn!
Eure Stimme gegen den Vertragsbruch:
https://epetitionen.bunde...
Griechenland wird den Kredit niemals tilgen können und Deutschland auf den Schulden sitzten bleiben, die der Staat auch ersteinmal leihen muss.
...für die Initiative
...für die Initiative
...wären weitaus höher als wenn wir helfen: Den Blödsinn hat HRE-DB-Depfa-Ackermann der Kanzlerin beim Telefonat in der Nacht schon einmal geflüstert: Vor fast 2 Jahren. Er hat jetzt wieder geflüstert - aber nicht in der Nacht.
Wer sagt das, daß die Folgen einer Nichthilfe schlimmer wären -es wäre vielleicht ein Ende mit Schrecken. Im Moment sieht es aber nach einem Schrecken ohne Ende aus!
Wer sagt das, daß die Folgen einer Nichthilfe schlimmer wären -es wäre vielleicht ein Ende mit Schrecken. Im Moment sieht es aber nach einem Schrecken ohne Ende aus!
Ein typischer Gutmensch-Artikel der Postweltkriegssorte nach dem Motto "Deutschland sollte dies, Deutschland sollte das" --- bezahlen (was sonst).
Frau Merkel rückt - aus sehr guten Gründen - nicht sofort Geld für die Verschwender heraus und schon heisst es "das problematische Deutschland und seine wenig verantwortungsvolle Kanzlerin". Als Frau Merkel kurz nach Amtsantritt in Brüssel mit unseren gepumpten Milliarden um sich warf, da war alles bestens in Butter. Der ZEIT - Kommentator sollte nicht Pawlow-artig ausrasten, sobald Deutschland mit seinen Milliardenspenden nicht augenblicklich die Geldrausschmeisserei anderer Länder bezahlt. Das ist schlicht und einfach zu niedriges intellektuelles Niveau, liebe ZEIT-Redaktion.
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