Schuldenkrise Griechenland fordert EU-Hilfe an
Athen zieht die Reißleine: Regierungschef Papandreou bittet die EU und den Internationalen Währungsfonds um die vereinbarten Finanzhilfen.
Griechenland wird angesichts der drohenden Staatspleite die Finanzhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen. "Ich habe die entsprechende Anweisung an das Finanzministerium gegeben", sagte Ministerpräsident Giorgios Papandreou in einer Fernsehansprache an das griechische Volk. "Es ist zwingend, dass wir um die Aktivierung des Rettungsmechanismus bitten."
Papandreou sagte, die Hoffnung, die internationalen Märkte würden positiv auf das griechische Sparprogramm und den Hilfeplan der EU reagieren, habe sich nicht erfüllt. Griechenland laufe Gefahr, dass wegen der Spekulanten alle Sparanstrengungen zunichte gemacht werden. Aus diesem Grund sei Athen gezwungen zu handeln.
Die EU bestätigte den Antrag der griechischen Regierung. Währungskommissar Olli Rehn sagte: "Das läuft jetzt alles automatisch ab." Der Hilfsantrag muss von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF geprüft werden. Ein Kommissionssprecher ergänzte, die EU-Behörde werde den Antrag gemeinsam mit der EZB so schnell wie möglich prüfen. "Die Analyse wird sicher keine Wochen, sondern Tage dauern." Zunächst werde die Kommission eine Empfehlung für die Euroländer ausarbeiten. Auf dieser Grundlage müssten dann deren Staats- und Regierungschefs über die Zahlung der Hilfen entscheiden.
Griechenland braucht bis zum 19. Mai mehr als acht Milliarden Euro, um einen auslaufenden Kredit zu refinanzieren. Am Kapitalmarkt kann das hoch verschuldete Land frisches Geld derzeit aber nur zu sehr hohen Zinsen aufnehmen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass das griechische Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr noch höher ausgefallen ist als ursprünglich angegeben. Daraufhin stieg der Risikoaufschlag für griechische Staatspapiere erneut auf ein Rekordhoch. Nach Bekanntwerden der Hilfsanfrage sank der Risikoaufschlag für griechische Staatsanleihen. Auch der Euro legte im Verhältnis zum Dollar zu.
- EU-Rettungsplan
Die Euro-Länder haben ein Drei-Jahres-Programm aufgelegt, in dessen Rahmen im ersten Jahr bilaterale Hilfen über insgesamt bis zu 30 Milliarden Euro fließen könnten. Daran beteiligen sich alle Euroländer entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Europäischen Zentralbank (EZB). Für Deutschland wären das rund 28 Prozent, also etwa 8,4 Milliarden Euro. Der Internationale Währungsfonds (IWF) würde ein weiteres Drittel der Gesamtlasten übernehmen, also im ersten Jahr zusätzliche 15 Milliarden Euro bereitstellen. Damit wäre der noch ausstehende Finanzierungsbedarf für dieses Jahr mehr als gedeckt. Über den Bedarf im zweiten und dritten Jahr soll später entschieden werden.
- Zinsen
Die EU-Staaten betonen, dass die Hilfen keine Subvention darstellen - auf die Kredite müsse Griechenland einen marktüblichen Zins zahlen. Allerdings läge dieser unter den zuletzt drastisch gestiegenen Zinsen, denn der Satz für Kredite der Euroländer orientiert sich am Durchschnitt der letzten drei Monate.
- Auflagen
Zu Bedingungen des Hilfspakets macht das Kommuniqué keine Angaben. Es heißt lediglich, die EU-Kommission werde zusammen mit der EZB und dem IWF die Bedingungen klären. Diese sollen sich an den Empfehlungen des Rats der EU-Finanzminister vom Februar orientieren. Damals war Griechenland aufgefordert worden, bis 2012 das Haushaltsdefizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken und somit das Maastricht-Kriterium wieder einzuhalten. Nach neuesten Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat lag die Quote im vergangenen Jahr bei 13,6 Prozent.
- Rückgriff
Es bleibt der Regierung in Athen überlassen, ob und wann sie die Hilfen anfordert. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank sollen dann überprüfen, ob der Einsatz gerechtfertigt ist. Die letzte Entscheidung liegt bei den Finanzministern der Euro-Zone, die einstimmig die Auszahlung der Hilfe beschließen müssten. Laut Beschluss greift der Plan, wenn sich Griechenland nicht mehr ausreichend am Kapitalmarkt refinanzieren kann. Das griechische Finanzministerium macht den Abruf der Hilfe von der weiteren Entwicklung der Marktzinsen abhängig. Die Rendite für zweijährige Staatsanleihen war am 22. April mit einem beispiellosen Sprung auf 10,03 Prozent gestiegen. Bis Mitte Mai brauchen die Griechen mehr als acht Milliarden Euro, um einen auslaufenden Kredit zu refinanzieren.
- EU-Vertrag
Umstritten bleibt, ob die EU-Hilfen für Griechenland einen Verstoß gegen den EU-Vertrag darstellen. Er verbietet den Euro-Staaten eigentlich, sich gegenseitig Schulden abzunehmen (so genannte "No-Bailout"-Klausel). Der Chef der Eurogruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hält das Kreditprogramm für vertragskonform. Der Maastricht-Vertrag lässt aber für finanziellen Beistand Spielraum: Er macht Ausnahmen bei Naturkatastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Fraglich ist indes, ob die übermäßige Verschuldung eines Landes darunterfällt. Die deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Karl Albrecht Schachtschneider wollen vor Gericht ziehen, falls Geld für Griechenland fließen sollte.
Die Euro-Staaten hatten zusammen mit dem IWF ein Hilfspaket geschnürt, nach dem Deutschland den Griechen in diesem Jahr mit maximal 8,4 Milliarden Euro helfen soll. Das Gesamtpaket der Europartner umfasst für dieses Jahr 30 Milliarden Euro, der IWF könnte weitere 15 Milliarden Euro zuschießen. In Athen verhandeln bereits Experten des IWF, der EZB und der Europäischen Kommission über die Modalitäten zur Hilfeleistung an die Griechen.
In Berlin betonte ein Regierungssprecher allerdings, dass Griechenland ohne ein fertiges Sanierungskonzept des IWF nicht mit Finanzhilfen der Euro-Partner rechnen könne. "Ein IWF-Paket ist Voraussetzung für die Aktivierung eines Hilfspakets", sagte er. Auch das Finanzministerium wies darauf hin, dass die griechische Regierung bisher noch keine Einigung mit dem IWF über die konkreten Sanierungsmaßnahmen des Staatshaushaltes für die Jahre 2011 und 2012 getroffen habe. Deutschland sei zur Solidarität bereit, hieß es. Aber dafür müssten die nötigen Voraussetzungen gegeben sein. Deutschland und die Eurozone seien aber auf jeden Fall kurzfristig handlungsfähig.
IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn sagte, die Gespräche hätten gerade erst begonnen und würden noch einige Zeit brauchen. Zugleich wies er Berichte zurück, der IWF plane eine Umstrukturierung der griechischen Schulden, bei der Gläubiger Abschläge hinnehmen müssten. Diese Sorge hat in den vergangenen Tagen die Finanzmärkte beunruhigt.
- Datum 23.04.2010 - 14:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
- Kommentare 66
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werden die Griechen nicht aus der EU geworfen? Erst erschleichen sie sich durch gröbste Bilanzfälschung den Zugang und wollen jetzt unterstützt werden.
Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
Wenn die griechischeFührung noch ein bisschen Ehre hat, erwägt sie einen freiwlligen EU-Austritt, um die anderen Völker Europas nicht auch mit in den Abgrund zu reißen.
....die man keinesfalls abtun darf, dass alle EURO Länder zwar vielleicht nicht fälschen, aber doch ihre Bücher undurchsichtig führen, um den jeweiligen Grad der eigentlichen Verschuldung zu kaschieren. So zeigen Länder wie die Bundesrepublik nicht, wie viele unverbriefte Zusagen sie an bspw die Rentenkasse haben. Dabei handelt es sich um Gelder in mehrfacher Größe des BIP.
dort engagiert sind und es auch der Frau im Hosenanzug klar ist,dass sie ihrer Bevölkerung nicht klar machen kann, warum der dt. Steuerzahler Unterstützung für die Ausfälle von Kreditgeschäften der systemrelevanten Banken mit Griechenland bezahlen soll, wenn es die EU verlässt. Hört sich doch besser an, wenn man den schwarzen Peter der EU zu schieben kann.
Interessant wäre zu wissen, in welchem Maße dt. Banken gegen die Staatspleite wetten.
....die man keinesfalls abtun darf, dass alle EURO Länder zwar vielleicht nicht fälschen, aber doch ihre Bücher undurchsichtig führen, um den jeweiligen Grad der eigentlichen Verschuldung zu kaschieren. So zeigen Länder wie die Bundesrepublik nicht, wie viele unverbriefte Zusagen sie an bspw die Rentenkasse haben. Dabei handelt es sich um Gelder in mehrfacher Größe des BIP.
dort engagiert sind und es auch der Frau im Hosenanzug klar ist,dass sie ihrer Bevölkerung nicht klar machen kann, warum der dt. Steuerzahler Unterstützung für die Ausfälle von Kreditgeschäften der systemrelevanten Banken mit Griechenland bezahlen soll, wenn es die EU verlässt. Hört sich doch besser an, wenn man den schwarzen Peter der EU zu schieben kann.
Interessant wäre zu wissen, in welchem Maße dt. Banken gegen die Staatspleite wetten.
das eine Nation die Verantwortlich ist für Mio. von Menschen und die Infrastruktur die diese brauchen, den ohne eigene Intelligenz agierenden Märkten ausgesetzt wird da diese beinahe komplett dereguliert wurden. Deregulierung hat's gebracht... für Investoren, Bilanzen, Transnationale Konzerne, Finanzmärkte, Banken und ein verschwindend kleiner Teil der Angestellten... Aber sonst? Wer bleibt nach der Durchsicht der Hochglanzprospekte die in den Steueroptimierungssystemen aufliegen den noch übrig den man als Teilnehmer am angeblichen Wohlstandswachstum bezeichnen könnte? Wer genau hat von den Theorien des "trickle down" Effektes den auch noch was gehabt?
Fast schon könnte man deregulierte Märkte als Leichenflederer bezeichnen die eben dank der fehlenden Regeln mit maximal primitiven Instinkten nach allem greifen was möglich ist...
...diese Aussage falsch ist: "Märkten ....da diese beinahe komplett dereguliert wurden" Die Märkte und Institute wurden nämlich mit Tausenden Seiten Regulierung ziemlich umfänglich reguliert. Die Regeln und Regeldurchsetzung waren nur schlampig. Wäre es aber so gewesen, dass der Finanzsektor ungeregelt gewesen wäre, so wäre das von den Politikern wie Eisener Hans, Waigel, Dr Merkel, Trittin oder Steinbrück zu vertreten, die für die Regeln bzw deren Fehlen verantwortlich gewesen wären.
...diese Aussage falsch ist: "Märkten ....da diese beinahe komplett dereguliert wurden" Die Märkte und Institute wurden nämlich mit Tausenden Seiten Regulierung ziemlich umfänglich reguliert. Die Regeln und Regeldurchsetzung waren nur schlampig. Wäre es aber so gewesen, dass der Finanzsektor ungeregelt gewesen wäre, so wäre das von den Politikern wie Eisener Hans, Waigel, Dr Merkel, Trittin oder Steinbrück zu vertreten, die für die Regeln bzw deren Fehlen verantwortlich gewesen wären.
Nur bei Griechenland allein wird es nicht bleiben.
Der Countdown für das Scheitern der EU hat begonnen.
Das Schwarze Loch auf Erden hat sich geöffnet und es wird auch Deutschland hineinziehen. Jetzt werden erst einmal 8,4 Milliarden nur von uns fällig, die wir niemals wiedersehen.
Orpheus
8,4 Milliarden? Naja, was ist das gegen die Hypo Real Esate? Da sind es 100 Milliarden an Garantien, für die der Steuerzahler bürgt.
8,4 Milliarden? Naja, was ist das gegen die Hypo Real Esate? Da sind es 100 Milliarden an Garantien, für die der Steuerzahler bürgt.
Deutsche Bürger, öffnet Eure Taschen! Da weiß man doch, wofür man arbeiten geht und Steuern zahlt.
Wer, um Himmels Willen, setzt diesem wirtschaft- und finanzpolitischen Unsinn ein Ende? Es gibt nur eine vernünftige Lösung: Griechenland muß raus aus der Eurozohne und über eine Abwertung der Drachme seinen Staatshaushalt sanieren. Für mich steht fest, daß ich CDU und FDP nie wieder wählen werde (SPD und Grüne haben sich eh schon lange erledigt), wenn Sie deutsches Geld kriminell-betrügerischen Griechen hinterherwerfen werden. Die Kanzlerin hat geschworen, daß sie ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm wenden wird. Davon kann ja wohl keine Rede mehr sein.
... mindestens genauso teuer für uns wird. Müssen wir doch dann all die Banken wieder auszahlen, die sich dick mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt haben:
http://www.welt.de/wirtsc...
Und da waren die deutschen Banken schon vorsichtig, die nächsten Pleitekandidaten Irland und Spanien hängen noch viel stärker drin. Die wollen dann mit Sicherheit auch Geld von uns.
Schliesslich wurden (und werden) die gr. Anleihen von der EZB als Einlage aktzeptiert:
http://www.welt.de/finanz...
Werden die mit einem Schlag wertlos, dann haben wir den Crash2.0, schliesslich spekulieren die Banken auf Basis dieser vermeintlichen Sicherheiten schon wieder ordentlich.
Wir sehen also: egal was die Kanzlerin rummerkelt, es spielt kaum eine Rolle, sie ist halt eben nicht die Superwoman, die die Blö*-Zeitung gerne aus ihr macht.
Wenn in der Politik Aufrichtigkeit eine Rolle spielen würde und die Akteure den Durchblick hätten, dann, ja dann hätte es den Euro (und damit die Probleme) nie gegeben ;-)
... mindestens genauso teuer für uns wird. Müssen wir doch dann all die Banken wieder auszahlen, die sich dick mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt haben:
http://www.welt.de/wirtsc...
Und da waren die deutschen Banken schon vorsichtig, die nächsten Pleitekandidaten Irland und Spanien hängen noch viel stärker drin. Die wollen dann mit Sicherheit auch Geld von uns.
Schliesslich wurden (und werden) die gr. Anleihen von der EZB als Einlage aktzeptiert:
http://www.welt.de/finanz...
Werden die mit einem Schlag wertlos, dann haben wir den Crash2.0, schliesslich spekulieren die Banken auf Basis dieser vermeintlichen Sicherheiten schon wieder ordentlich.
Wir sehen also: egal was die Kanzlerin rummerkelt, es spielt kaum eine Rolle, sie ist halt eben nicht die Superwoman, die die Blö*-Zeitung gerne aus ihr macht.
Wenn in der Politik Aufrichtigkeit eine Rolle spielen würde und die Akteure den Durchblick hätten, dann, ja dann hätte es den Euro (und damit die Probleme) nie gegeben ;-)
...hiesse der Titel wohl besser.
Griechenland musste so handeln, das war abzusehen. Jetzt muss es einen konsoldiierungskurs fahren, der der wirtschaftlichen Entwicklung schaedlich ist.
Gedient ist dabei niemandem. Neben der Finanzhilfe an Griechenland, deren Rueckzahlung angesichts der immensen Schulden und der strukturellen probleme des landes erstmal in den Sternen steht, besitzt dieser Fall auch eine Symbolwirkung.
Die No-Bailout-Klausel der EU wird gebrochen, auch wenn Schaeuble das nicht so nennt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Staaten folgen.
Eine Verweigerung der Hilfe an Griechenlands ist kein verrat an der europaeischen Idee, sondern zeigt im gegenteil die Auffassung von Leuten, die die Eu wohl in erster Linie als reine Wirtschaftsunion auffassen.
Ein Euro-Austritt waere fuer alle wohl die beste Loesung gewesen.
Eine Hilfe nur vom IWF die zweitbeste.
Und die aktuelle Strategie ist die schlechteste Loesung.
Allerdings muss noch gesagt werden, dass die groessten Fehler in der Vergangenheit geschahen, als der Stabilitaetspakt sukzessive ausgehoelt wurde und eine Koordinierung europaeischer Wirtschaftspolitik versaeumt wurde.
Jetzt muss man die Zeche zahlen fuer Fehler, die fast allein auf das Konto der Politik gehen.
Dieses Missmanagement bei einer Jahrhundertidee wie dem poltischen Zusammenwachsen Europas ist unentschuldbar.
Auch wir Deutschen muessen uns da an die eigene Nase fassen.
Die Zukunft der EU sieht erstmal duester aus.
....sollte und ich bin darin mit Ihnen konform, dass das nicht nur die Griechen sind, ist im Augenblick belanglos. Die eigentliche Frage ist und muss sein: Ist es den Griechen Geld zu leihen verfassungsmäßig? Das sollte man schon klären, denn ein Staat, dessen Regierungen wiederholt verfassungswidrig handeln ist kaum akzeptabel.
"Ein Euro-Austritt waere fuer alle wohl die beste Loesung gewesen."
Das würde über kurz oder lang das Ende des Euro bedeuten und für uns auch erstmal nicht billiger werden (neues Banken-Bailout). Auch der IWF übrigens nicht, denn der bekommt sein Geld ja auch von irgendwo her ;-)
Aber klar, ich fänds gut.
"Allerdings muss noch gesagt werden, dass die groessten Fehler in der Vergangenheit geschahen, als der Stabilitaetspakt sukzessive ausgehoelt wurde und eine Koordinierung europaeischer Wirtschaftspolitik versaeumt wurde."
Der größte Fehler war der Euro. Ohne gescheiten Ausgleichsmechanismus ist eine einheitliche Währung fast immer tödlich für zwei unterschiedlich entwickelte Regionen (siehe Ost-West-Deutschland, Nord-Süd-Italien usw.).
Von "Koordinierung" und "Wirtschaftsregierung" wird hingegen zZ viel geschwafelt, hört sich alles irgendwie nach Planwirtschaft an. Ich hab keinen Schimmer wie das funktionieren soll, schon gar nicht dauerhaft. Per Subventionen? Per Steuerpolitik? Per Lohnvorgabe? Alles ungeeignete Instrumente. Mit dem Stabilitätspakt ist es dasselbe, denn was kann man einem Währungsmitglied schon androhen, wenn es (aufgrund der Ungleichgewichte) verzweifelt versucht sich über Wasser zu halten, bzw. sogar aufzuholen?
Davon abgesehen: Irland war ja sogar mal europäischer Musterknabe, Steuerdumping und aufgeblähter Finanzmarkt, TOLL!! Ich kann mich noch an die Artikel erinnern. Wer schaut da so kleinlich auf Stabilität?
....sollte und ich bin darin mit Ihnen konform, dass das nicht nur die Griechen sind, ist im Augenblick belanglos. Die eigentliche Frage ist und muss sein: Ist es den Griechen Geld zu leihen verfassungsmäßig? Das sollte man schon klären, denn ein Staat, dessen Regierungen wiederholt verfassungswidrig handeln ist kaum akzeptabel.
"Ein Euro-Austritt waere fuer alle wohl die beste Loesung gewesen."
Das würde über kurz oder lang das Ende des Euro bedeuten und für uns auch erstmal nicht billiger werden (neues Banken-Bailout). Auch der IWF übrigens nicht, denn der bekommt sein Geld ja auch von irgendwo her ;-)
Aber klar, ich fänds gut.
"Allerdings muss noch gesagt werden, dass die groessten Fehler in der Vergangenheit geschahen, als der Stabilitaetspakt sukzessive ausgehoelt wurde und eine Koordinierung europaeischer Wirtschaftspolitik versaeumt wurde."
Der größte Fehler war der Euro. Ohne gescheiten Ausgleichsmechanismus ist eine einheitliche Währung fast immer tödlich für zwei unterschiedlich entwickelte Regionen (siehe Ost-West-Deutschland, Nord-Süd-Italien usw.).
Von "Koordinierung" und "Wirtschaftsregierung" wird hingegen zZ viel geschwafelt, hört sich alles irgendwie nach Planwirtschaft an. Ich hab keinen Schimmer wie das funktionieren soll, schon gar nicht dauerhaft. Per Subventionen? Per Steuerpolitik? Per Lohnvorgabe? Alles ungeeignete Instrumente. Mit dem Stabilitätspakt ist es dasselbe, denn was kann man einem Währungsmitglied schon androhen, wenn es (aufgrund der Ungleichgewichte) verzweifelt versucht sich über Wasser zu halten, bzw. sogar aufzuholen?
Davon abgesehen: Irland war ja sogar mal europäischer Musterknabe, Steuerdumping und aufgeblähter Finanzmarkt, TOLL!! Ich kann mich noch an die Artikel erinnern. Wer schaut da so kleinlich auf Stabilität?
Die tolle EU hat sich innerhalb weniger Monate selbst erledigt. Ob es da reicht, dass GR aus dem €uro raugeht, wage ich zu bezweifeln. Dieses ganze System wird früher oder später crashen. Also lieber jetzt ein Ende mit Schrecken und raus aus dem Euro und zurück zu DMark.
....dass sich die "Eu sich innerhalb weniger Monate erledigt". Das wäre auch nicht nur gut. Die Meinung das könne so sein, ist auch eine Gefahr. Sie lenkt davon ab, dass die EU sowie auch die Mitgliedsregierungen wesentlich stärker und effektiver von den Wählern kontrolliert werden müssen. Dazu braucht es eine systematische Überarbeitung der Institutionen und des Berichtswesen, das nur durch unermüdlichen Einsatz der Bürger erzwungen werden kann.
....dass sich die "Eu sich innerhalb weniger Monate erledigt". Das wäre auch nicht nur gut. Die Meinung das könne so sein, ist auch eine Gefahr. Sie lenkt davon ab, dass die EU sowie auch die Mitgliedsregierungen wesentlich stärker und effektiver von den Wählern kontrolliert werden müssen. Dazu braucht es eine systematische Überarbeitung der Institutionen und des Berichtswesen, das nur durch unermüdlichen Einsatz der Bürger erzwungen werden kann.
Die griechischen Regierungen der letzten Jahre und Jahrzehnte tragen die Hauptschuld für die krassen Fehlentwicklungen, für die Fälschungen der Kennzahlen und für das Bezahlen mit ungedeckten Schecks. Ich vertrete gerne und nachhaltig die umstrittene Meinung, daß ein solcher Schuldner das Tafelsilber herausrücken sollte. Die eine oder andere Insel könnte Griechenland abtreten ohne das Gesicht zu verlieren.
Dennoch gehört auch eine Gruppe von Leuten auf die Anklagebank, die dort immer wieder sitzen müßten, die aber nie belangt werden. Es sind diejenigen, die gegen ein Land, gegen dessen Währung, die zufällig auch unsere ist und für eigenen Profit spekulieren. Die Spekulanten wetten auf eine Katastrophe und tun alles dafür, daß sie eintritt, es ist die Arbeit mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Solche Wetten sind ein Verbrechen mit legalen Mitteln der Finanzmärkte. Das Elend, das diese Zocker verursachen, um sich selbst zu bereichern, ist gewaltig. Nur der Maßanzug unterschiedet diese Kriminellen von Räubern und Dieben, die noch die Ärmsten bestehlen würden.
Bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität haben die Ermittlungsbehörden in den letzten Jahren ihre Methoden zwar immer weiter verbessert, aber die ganz großen Raubfische schwimmen bislang unerkannt an jedem Netz vorbei. Es ist dringend, deren Raubzüge zu begrenzen und sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Selbst im Fall der Zocker und Spekulanten, deren Rolle ich fuer stark ueberbewertet halte, da sie ja nur auf etwas spekulieren und es damit deutlich machen, dass jenseits ihres Einflusses entstanden ist, ist selbst deren Verhalten und deren relative MAcht Ausdruck politischen Versagens.
Die Politik haette strengere regeln erlassen muessen und diese dann angemessen kontrollieren muessen.
Da sie das nicht getan hat, war es entweder nicht notwendig oder sie haben sich im besten Falle als komplett unfaehig erwiesen, im schlimmsten als bestechlich und korrupt.
Mit der einfachen Agitation gegen "die Spekulanten" sollte man die Politiker nicht durchkommen lassen.
Die VErantwortlichen fuer dieses Versagen auf nationaler und kontinentaler Ebene in ihren Reihen muesser mit groesster Sorgfalt ermittelt und veroeffentlicht werden.
Einer davon ist sicherlich auch die deutsche Regierung, die mit als erste den Stabilitaetspakt umgangen hat und damit die Blaupause fuer griechische Vergehen geliefert hat.
Das Spekulantentum hat erstmal nur sekundär mit der GR- Krise zu tun.
Denn man musste ja nicht als griechische Regierung das billige Geld (dank Greenspan) der Grossbanken nehmen.
Abnehmer GR ist doch kein Kind und weiss, was er da tut!!!
Oder?
Griechische Sozialisten (der verantwortl.Ex- Regierung) haben aber dem Anschein nach die Macke,
alle spekulativen Kapitalströme der Weltwirtschaft als Ströme von Räubern zu sehen, von welchen es möglichst viel abzuknapsen gilt, Geld , das ohnehin gestohlen sei!
Die These des Spekulantentums ist also evt. nur eine perfide Ausrede der gr. Regierung, um von der sehr gewollten und scheinmoralisch gerechtfertigten Konsumorgie Griechenlands abzulenken und sich mal wieder als Opfer der ausländischen Räuber (Spekulanten) -mittelfristig- darstellen zu können!
Und darüber wird dann (vermutlich) von GR der totale Schuldenerlass schon in 3-6 jahren eingefordert werden und gleichzeitig wieder mal mit Kriegsreparationen gedroht werden!
Über diese Drehung werden sie sich ganz herauswinden können u. wir haben die Schulden an der Backe.
So zahlen wir wohl weiterhin indirekt WK II Reparationen an die "ganz lieben Partisanen" u. ihre Urenkel.
Fazit: Erpressung auf dem internationalen Parkett wir viel zu einfach gemacht!
D. hat schon gegenüber Ludwig XIV im 17. Jh. lieber auf Land verzichtet um des lieben Friedens Willen, dieser Friedenswille der D. Kaiser ist aber heute voll vergessen, weil politisch völlig unkorrekt gegenüber F.!
Selbst im Fall der Zocker und Spekulanten, deren Rolle ich fuer stark ueberbewertet halte, da sie ja nur auf etwas spekulieren und es damit deutlich machen, dass jenseits ihres Einflusses entstanden ist, ist selbst deren Verhalten und deren relative MAcht Ausdruck politischen Versagens.
Die Politik haette strengere regeln erlassen muessen und diese dann angemessen kontrollieren muessen.
Da sie das nicht getan hat, war es entweder nicht notwendig oder sie haben sich im besten Falle als komplett unfaehig erwiesen, im schlimmsten als bestechlich und korrupt.
Mit der einfachen Agitation gegen "die Spekulanten" sollte man die Politiker nicht durchkommen lassen.
Die VErantwortlichen fuer dieses Versagen auf nationaler und kontinentaler Ebene in ihren Reihen muesser mit groesster Sorgfalt ermittelt und veroeffentlicht werden.
Einer davon ist sicherlich auch die deutsche Regierung, die mit als erste den Stabilitaetspakt umgangen hat und damit die Blaupause fuer griechische Vergehen geliefert hat.
Das Spekulantentum hat erstmal nur sekundär mit der GR- Krise zu tun.
Denn man musste ja nicht als griechische Regierung das billige Geld (dank Greenspan) der Grossbanken nehmen.
Abnehmer GR ist doch kein Kind und weiss, was er da tut!!!
Oder?
Griechische Sozialisten (der verantwortl.Ex- Regierung) haben aber dem Anschein nach die Macke,
alle spekulativen Kapitalströme der Weltwirtschaft als Ströme von Räubern zu sehen, von welchen es möglichst viel abzuknapsen gilt, Geld , das ohnehin gestohlen sei!
Die These des Spekulantentums ist also evt. nur eine perfide Ausrede der gr. Regierung, um von der sehr gewollten und scheinmoralisch gerechtfertigten Konsumorgie Griechenlands abzulenken und sich mal wieder als Opfer der ausländischen Räuber (Spekulanten) -mittelfristig- darstellen zu können!
Und darüber wird dann (vermutlich) von GR der totale Schuldenerlass schon in 3-6 jahren eingefordert werden und gleichzeitig wieder mal mit Kriegsreparationen gedroht werden!
Über diese Drehung werden sie sich ganz herauswinden können u. wir haben die Schulden an der Backe.
So zahlen wir wohl weiterhin indirekt WK II Reparationen an die "ganz lieben Partisanen" u. ihre Urenkel.
Fazit: Erpressung auf dem internationalen Parkett wir viel zu einfach gemacht!
D. hat schon gegenüber Ludwig XIV im 17. Jh. lieber auf Land verzichtet um des lieben Friedens Willen, dieser Friedenswille der D. Kaiser ist aber heute voll vergessen, weil politisch völlig unkorrekt gegenüber F.!
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