Finanzkrise US-Wirtschaft steht vor neuem Abschwung
Die US-Wirtschaft ist noch längst nicht über dem Berg. Ein genauer Blick zeigt: Der Mittelstand darbt und die Finanzkrise hat die kleineren Banken fest im Griff.
© Justin Sullivan/Getty Images

Viele Häuser in den USA stehen noch zum Verkauf: Die Wirtschaft ist noch lange nicht über dem Berg.
Auf den ersten Blick sieht alles ganz rosig aus: In den USA deuten die meisten Konjunkturindikatoren auf einen sich selbst tragenden Aufschwung hin. Die großen Unternehmen schreiben wieder Profite, die Aktienmärkte erklimmen im Wochenrhythmus neue Höhen und von Inflation ist weit und breit nichts zu sehen.
Da die Nachfrage nach Risikokapital zuletzt sogar auf ein Allzeithoch gestiegen ist und die Zinsen auf ihren extrem niedrigen Niveau verharren, reden die Börsianer inzwischen sogar schon wieder von einem Goldilock-Szenario, einem Umfeld, das fast paradiesischen Zuständen gleicht.
Aber Vorsicht, der Schein trügt. Die Saat der kommenden Probleme ist bereits gesät und teilweise sind sie auch schon sichtbar. Nur: Man muss bereit sein, sie auch sehen zu wollen. Es reicht nicht, sich nur die Entwicklung der großen Konzerne und Banken anzuschauen. Denen geht es wieder verhältnismäßig gut, sie kommen an Kredite und sind ausreichend mit Liquidität versorgt. Den staatlichen Subventionen sei Dank.
Wichtiger für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft sind die kleineren und mittleren Unternehmen. Sie stehen aber nicht im Rampenlicht und haben keine schlagkräftige Lobby. Deren Verband, die National Federation of Independent Business (NFIB) führt einmal im Monat eine Umfrage durch, die ein vollkommen anderes Bild vom Zustand der amerikanischen Wirtschaft zeichnet: Dem Mittelstand geht es schlecht. Die meisten Indikatoren für diesen Sektor sind zuletzt wieder deutlich gefallen.
Der Hauptgrund liegt in der Finanzierungsstruktur der Unternehmen. Sie haben ihre Konten nicht bei der Citigroup, die wieder Milliarden-Gewinne ausweist, sondern bei kleinen und mittleren Banken, die noch auf einem riesigen Berg von Problemen sitzen. Deren Bilanzen sind noch längst nicht von Not leidenden Krediten bereinigt und die Eigenkapitalstruktur ist immer noch mangelhaft. Zugang zu staatlichen Hilfen haben die Institute nicht, da das Geld schon von den Großbanken aufgebraucht wurde. In der Folge führt dies dazu, dass Kreditvergabe gerade an den Mittelstand erheblich leidet.
- Datum 08.04.2010 - 11:42 Uhr
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Sieht man sich die Exponentialkurve der US-Staatverschuldung an und bedenkt, dass in der Zwischenzeit wieder ein großer Teil der Gewinne aller Unternehmen durch den Finanzsektor „erwirtschaftet“ werden, also Geld aus Geld „wertgeschöpft“ wird, braucht man kein Prophet sein um den endgültigen Absturz vorauszusehen.
Während der Finanzsektor von 1948 bis 1989 im Durchschnitt nur mit 15,04% zu den gesamten Unternehmensgewinnen beitrug, waren es von 1990 bis 1999 im Durchschnitt bereits 25,15%. Von 2000 bis Ende 2009 schoss der Anteil des Finanzsektors an den Unternehmensgewinnen im Durchschnitt auf satte 33,94%! In Q4 2009 beträgt der Anteil des Finanzsektors bereits wieder 35,69%! Der Rekord im abgelaufenen Jahrzehnt wurde in Q4 2001 mit 44,59% markiert und das Tief in Q4 2008 mit 15,41%! Quelle Daten: Bea.gov
Wie bereits gesagt: Die Spezies Mensch ist unfähig aus Ihren Fehlern zu lernen.
Es geht munter weiter. Aber was soll´s auf der Titanic hat die Kapelle auch bis zum Schluss gespielt.
In diesem Sinne…schönes Wochenende…..
Angeblich leben WIR im Zeitalter der NACH -Aufklärung.
In Wirklichkeit sind das kleinere Kreise, die sich darum aufrichtig bemühen und die breite,allgemeine Pflege von Finanztricks (über das reale Marktgeschehen hinaus) ablehnen!
Zuviel glauben gerne an Zauberei, wenn sich dafür Ihr Kontostand erhöht!
Haben sich nicht die Mehrheit der Engländer, Griechen oder Iren über ihr nationales Finanz- Geschäftsmodell ganz naiv gefreut und es für erfolgreich gehalten?
Nach dem MOTTO: Was interessiert mich die Realität, wenn ich in der "aktuellen Traumwelt" (1998-2008)doch kommod lebe!So muss das dicke Ende kommen und man muss evt. ein bischen mehr erwachsen werden.
Wir leben eben noch halb in der Steinzeit und nur halb in der Zivilisation.
Es fehlt an ERKENNTNIS an allen Ecken und Enden,bzw. diese Gewinnung ist sekundär und damit nachrangig geworden,
denn der von Adam Smith geprägte Teil des Bürgertums ist daran nur insoweit interessiert, wie sich damit deren Kontostand erhöhen lässt:
Das ist die EIGENTLICHE BARBEREI! Das "feine" Bürgertum in der Welt ist korrupter, als es selbst sich eingestehen mag!
....genauer bezeichnen, die Sie verwenden? Ich finde eine Zahl von 20% für den gesamten Finanzsektor. http://bea.gov/industry/g...
Angeblich leben WIR im Zeitalter der NACH -Aufklärung.
In Wirklichkeit sind das kleinere Kreise, die sich darum aufrichtig bemühen und die breite,allgemeine Pflege von Finanztricks (über das reale Marktgeschehen hinaus) ablehnen!
Zuviel glauben gerne an Zauberei, wenn sich dafür Ihr Kontostand erhöht!
Haben sich nicht die Mehrheit der Engländer, Griechen oder Iren über ihr nationales Finanz- Geschäftsmodell ganz naiv gefreut und es für erfolgreich gehalten?
Nach dem MOTTO: Was interessiert mich die Realität, wenn ich in der "aktuellen Traumwelt" (1998-2008)doch kommod lebe!So muss das dicke Ende kommen und man muss evt. ein bischen mehr erwachsen werden.
Wir leben eben noch halb in der Steinzeit und nur halb in der Zivilisation.
Es fehlt an ERKENNTNIS an allen Ecken und Enden,bzw. diese Gewinnung ist sekundär und damit nachrangig geworden,
denn der von Adam Smith geprägte Teil des Bürgertums ist daran nur insoweit interessiert, wie sich damit deren Kontostand erhöhen lässt:
Das ist die EIGENTLICHE BARBEREI! Das "feine" Bürgertum in der Welt ist korrupter, als es selbst sich eingestehen mag!
....genauer bezeichnen, die Sie verwenden? Ich finde eine Zahl von 20% für den gesamten Finanzsektor. http://bea.gov/industry/g...
Wir freuen uns über Ihre Kritik, möchten Sie aber bitten, diese höflich und sachlich vorzutragen. Danke. Die Redaktion/sh
Offenbar vergisst man, dass auch bei 10 Millionen Arbeitslosen die gesamte restliche Bevölkerung weiterhin ihr volles Gehalt bezieht. Es ist also der "darbende" Mittelstand, der in den USA 12 Millionen Autos pro Jahr kauft, denn die paar tausend Millionäre brauchen schließlich so viele Autos nicht.
Angeblich leben WIR im Zeitalter der NACH -Aufklärung.
In Wirklichkeit sind das kleinere Kreise, die sich darum aufrichtig bemühen und die breite,allgemeine Pflege von Finanztricks (über das reale Marktgeschehen hinaus) ablehnen!
Zuviel glauben gerne an Zauberei, wenn sich dafür Ihr Kontostand erhöht!
Haben sich nicht die Mehrheit der Engländer, Griechen oder Iren über ihr nationales Finanz- Geschäftsmodell ganz naiv gefreut und es für erfolgreich gehalten?
Nach dem MOTTO: Was interessiert mich die Realität, wenn ich in der "aktuellen Traumwelt" (1998-2008)doch kommod lebe!So muss das dicke Ende kommen und man muss evt. ein bischen mehr erwachsen werden.
Wir leben eben noch halb in der Steinzeit und nur halb in der Zivilisation.
Es fehlt an ERKENNTNIS an allen Ecken und Enden,bzw. diese Gewinnung ist sekundär und damit nachrangig geworden,
denn der von Adam Smith geprägte Teil des Bürgertums ist daran nur insoweit interessiert, wie sich damit deren Kontostand erhöhen lässt:
Das ist die EIGENTLICHE BARBEREI! Das "feine" Bürgertum in der Welt ist korrupter, als es selbst sich eingestehen mag!
Kann mir jemand von den Lesern und Kommentatoren der Zeitung sagen, wieviel und wo (nach Länder wir BRD und China.., Institutionen) die USA und seine Regierung Schulden haben und dies vielleicht im Verhältnis zu Deutschland Auslandsschulden darstellen?!
Das wäre sehr nett. Es würde mich interessieren, ob die nächste Blase demnächst am Platzen ist.
Ich habe zwar meine Vermutungen und komme aus der Wirtschaft, habe hierin aber keinen Einblick.
Es wäre sehr freundlich, wenn mich jemand von Ihnen Erhellen würde.
Danke
Gruß, A. Geiger
http://en.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Diese Zahlen sind etwas allerdings mit Vorsicht zu nehmen. Die Erhebungsbasis ist unklar So haben bspw die USA Rücklagen auf Rentenverpflichtungen von ca 2,3 Billionen (deutsch), während Deutschland keine wesentlichen hat.
http://en.wikipedia.org/w...
http://en.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Diese Zahlen sind etwas allerdings mit Vorsicht zu nehmen. Die Erhebungsbasis ist unklar So haben bspw die USA Rücklagen auf Rentenverpflichtungen von ca 2,3 Billionen (deutsch), während Deutschland keine wesentlichen hat.
http://en.wikipedia.org/w...
....genauer bezeichnen, die Sie verwenden? Ich finde eine Zahl von 20% für den gesamten Finanzsektor. http://bea.gov/industry/g...
...habe ich die Statistik des Vorposters nicht auf die schnelle gefunden, aber die Statistik die Du oben verlinkt hast, zeigt den "Anteil der Finanzindustrie am GDP" - und nicht den Anteil der Profite die die Finanzindustrie im Vergleich zu den restlichen Unternehmensgewinnen "erwirtschaftet" hat...
Hier ein kleiner History Chart zu diesem Thema:
http://www.businessweek.c...
glg, martje ;-)
... Ihnen mit Daten und Quellen auszuhelfen, da Sie wiederholt nicht einmal darauf eingehen, noch eine diesbezügliche Quelle, ein 8-min. sehr interessanter Vortrag über die Finanzbranche von Simon Johnson (Ex-Chefökonom des IWF):
http://www.youtube.com/wa...
Sein Schlussatz ist bezeichnend: "We have big trouble ahead."
...
...für die links.
Was sagen sie? Sie zeigen überproportionelle Anteile des Finanzsektors am Gewinn gemessen am BIP. Die Frage ist dann volkswirtschaftlich, woraus die hohen Gewinne resultieren. Das ist entscheidend, wenn man Maßnahmen ergreifen will, die gesellschaftlich wünschenswert wären.
Üblicher Weise findet man den Grund solcher Zustände entweder in einer regulatorischen Wettbewerbsverzerrung, in Skalenerträgen oder in einer gestiegenen Effizienz des Sektors. Oft wirken diese Faktoren zusammen und ihre jeweiligen Anteile müssen auseinander dividiert werden. Im Falle des Finanzsektors sind mE alle drei Faktoren am Wirken. Das ließe mich vermuten, dass die effiziente Behebung relativ kompliziert sein wird und die üblichen plakativen Vorschläge unbrauchbar oder bestenfalls Teillösungen sein werden.
"...die hohen Gewinne resultieren."
because of the Quants ;-)
Nachvollziebar, haben sich die mathematischen Modelle im Finanzsektor enorm weiterentwickelt - die "klassische Geldpolitik" der Notenbanken hat diesen "Fortschritt" jedoch lange Zeit negiert, bzw die praktische Umsetzung dieser mathematischen Modelle viel zu spät zu Kenntniss genommen.
Nur um das (wahrscheinlich) bekannteste Beispiel zu nennen, die Credit Default Swaps von JPM - welche von einem Mathematikerteam rund um Blythe Masters in den 90er Jahren erfunden wurden - und die eine enorme Auswirkung auf die Profitabilität von "Securities" haben.
Weniger nachvollziebar sind jedoch die Praktiken dieser neuen Finanzprodukte, da sie sehr intransparent zwischen den Banken selbst, und nicht offen gehandelt werden...
Fazit: es geht im heutigen Markt nicht mehr um die Findung eines Preises für einen WERT - ganz im Gegenteil - es geht um die (math. Modellen zugrundeliegende) Profitmaximierung von gegebenen Preisdifferenzen.
Tip: http://www.ijcb.org
sehr aktuell (in Bezug auf PIIGS) folgender Beitrag: Cross-Border Spillovers from Fiscal Stimulus
glg, martje ;-)
...habe ich die Statistik des Vorposters nicht auf die schnelle gefunden, aber die Statistik die Du oben verlinkt hast, zeigt den "Anteil der Finanzindustrie am GDP" - und nicht den Anteil der Profite die die Finanzindustrie im Vergleich zu den restlichen Unternehmensgewinnen "erwirtschaftet" hat...
Hier ein kleiner History Chart zu diesem Thema:
http://www.businessweek.c...
glg, martje ;-)
... Ihnen mit Daten und Quellen auszuhelfen, da Sie wiederholt nicht einmal darauf eingehen, noch eine diesbezügliche Quelle, ein 8-min. sehr interessanter Vortrag über die Finanzbranche von Simon Johnson (Ex-Chefökonom des IWF):
http://www.youtube.com/wa...
Sein Schlussatz ist bezeichnend: "We have big trouble ahead."
...
...für die links.
Was sagen sie? Sie zeigen überproportionelle Anteile des Finanzsektors am Gewinn gemessen am BIP. Die Frage ist dann volkswirtschaftlich, woraus die hohen Gewinne resultieren. Das ist entscheidend, wenn man Maßnahmen ergreifen will, die gesellschaftlich wünschenswert wären.
Üblicher Weise findet man den Grund solcher Zustände entweder in einer regulatorischen Wettbewerbsverzerrung, in Skalenerträgen oder in einer gestiegenen Effizienz des Sektors. Oft wirken diese Faktoren zusammen und ihre jeweiligen Anteile müssen auseinander dividiert werden. Im Falle des Finanzsektors sind mE alle drei Faktoren am Wirken. Das ließe mich vermuten, dass die effiziente Behebung relativ kompliziert sein wird und die üblichen plakativen Vorschläge unbrauchbar oder bestenfalls Teillösungen sein werden.
"...die hohen Gewinne resultieren."
because of the Quants ;-)
Nachvollziebar, haben sich die mathematischen Modelle im Finanzsektor enorm weiterentwickelt - die "klassische Geldpolitik" der Notenbanken hat diesen "Fortschritt" jedoch lange Zeit negiert, bzw die praktische Umsetzung dieser mathematischen Modelle viel zu spät zu Kenntniss genommen.
Nur um das (wahrscheinlich) bekannteste Beispiel zu nennen, die Credit Default Swaps von JPM - welche von einem Mathematikerteam rund um Blythe Masters in den 90er Jahren erfunden wurden - und die eine enorme Auswirkung auf die Profitabilität von "Securities" haben.
Weniger nachvollziebar sind jedoch die Praktiken dieser neuen Finanzprodukte, da sie sehr intransparent zwischen den Banken selbst, und nicht offen gehandelt werden...
Fazit: es geht im heutigen Markt nicht mehr um die Findung eines Preises für einen WERT - ganz im Gegenteil - es geht um die (math. Modellen zugrundeliegende) Profitmaximierung von gegebenen Preisdifferenzen.
Tip: http://www.ijcb.org
sehr aktuell (in Bezug auf PIIGS) folgender Beitrag: Cross-Border Spillovers from Fiscal Stimulus
glg, martje ;-)
...aber sie wollen nicht lernen. Weil sie es nie gelernt haben.
...zerschlug (rotta) man den Tisch (banca) des Geldwechslers, wenn er keine Münzen mehr zum Tauschen hatte: banca rotta = Bankrott. War eigentlich ein ehrlicher, guter Brauch.
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