Video-Debatte "Wachstum ist nicht das Ziel"
Wachstum hilft nicht weiter, sagt Miranda Schreurs. Wir brauchen nachhaltige Investitionen und ein gerechteres Sozialsystem. Eine Antwort auf Stephan Schulmeister
Miranda Schreurs ist eine weit gereiste Ökonomin. Gerade kommt die Leiterin der Forschungsstelle Umweltpolitik der Freien Universität Berlin von einer längeren Japan-Reise zurück. Überall auf der Welt, sagt sie, werde derzeit über Wachstum geredet; weltweit mache man sich Gedanken über steigende Arbeitslosenzahlen und die Folgen der Krise. Das große Problem aber packten viele Staaten nicht an: Den Gesellschaften müsse ein Umbau ihres Wirtschaftssystems gelingen – hin zu einer Wirtschaftsform, die den Bürgern ein gutes Leben ermöglicht und die Ressourcen der Umwelt schont.
- Kamera auf Reisen
Eine Debatte in Bild und Ton: Die Wirtschaftsredaktion von ZEIT ONLINE hat eine Minikamera durch Deutschland, Österreich und die Schweiz geschickt, um eine Diskussion über nachhaltiges Wachstum anzustoßen. Acht Wochen war die Kamera unterwegs. Das Besondere: Jeder Ökonom konnte das Statement seines Vorgängers auf der Kamera anschauen und darauf antworten.
- Die Diskutanten
Fünf Ökonomen debattieren für ZEIT ONLINE miteinander: Hans Christoph Binswanger von der Universität St. Gallen, der Chef des Ifo-Instituts in München, Hans-Werner Sinn, Sebastian Dullien von der HTW Berlin, Dr. Stephan Schulmeister vom Wien Austrian Institute of Economic Research (WIFO) und Miranda Schreurs von Freien Universität Berlin
Hiervon sei auch Deutschland weit entfernt: "Noch immer", sagt Schreurs, "investieren wir viel zu sehr in Energieformen, die unsere Atmosphäre verschmutzen und die begrenzten Ressourcen zu sehr in Anspruch nehmen." Mit dem Statement von Miranda Schreurs schließt die Debatte um gutes Wachstum auf ZEIT ONLINE. Sie können gerne weiter diskutieren, und zwar hier.
Die bisherigen Beiträge: Christoph Binswanger (Universität St. Gallen), Hans-Werner Sinn (ifo-Institut München), Sebastian Dullien (HTW Berlin) und Stephan Schulmeister (Wien Austrian Institute of Economic Research).
- Datum 14.04.2010 - 12:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 17
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Wir brauchen einen Systemumbau, weg vom Wachstumsdiktat, das unsre 1 Mio Milliardäre und etliche Mio Millionäre noch reicher macht, sondern eine gerechtere Verteilung der Lebensqualität inkl. Arbeit.
Ob wir in schlechte oder gute Ernergieformen investieren ist eine inkompetente Betrachtungsweise!
Es gibt ökonomisch keine gute oder schlechte Energie!
Letztlich nützt uns eine gute Energieform oder die Investition darin gar nichts, wenn die Versorgung nicht gesichert oder absehbar gesichert sein wird oder die Umstellung zu kurzfristig erfolgt und damit zu viele soziale Probleme produziert.
Ebenso ist pauschale Wachstumskritik nicht zielführend, dem liegt eine versimpelnde Betrachtungsweise zugrunde, die eher für unsere Probleme verantwortlich ist, als das Wachstum schlechthin.
Anzustrebendes Wirtschaftswachstum ist immer qualitativ, niemals quantitativ. Das wird gerne vertauscht, weil letzteres plan- und vor allem kontrollierbar ist, ersteres nicht.
Natürlich gehen quantitative Effekte damit einher, die sind aber immer begrenzt oder führen im Falle einer Förderung zu Überproduktion und mangelnde Innovation und damit schlicht zu den Problemen die wir haben.
Leider haben die Akteuere ein Interesse quantitatives Wachstum zu fördern, es sichert den Bestand an Macht, Reichtum, Arbeitsplätzen und sozialen Status.
H.
....das Gute, Reine und Wahre regiert. Das will jeder in seinen Träumen. Bei dem Vortrag fehlt aber leider jegliche Indikation, wie sie das erreichen will.
Ob wir in schlechte oder gute Ernergieformen investieren ist eine inkompetente Betrachtungsweise!
Es gibt ökonomisch keine gute oder schlechte Energie!
Letztlich nützt uns eine gute Energieform oder die Investition darin gar nichts, wenn die Versorgung nicht gesichert oder absehbar gesichert sein wird oder die Umstellung zu kurzfristig erfolgt und damit zu viele soziale Probleme produziert.
Ebenso ist pauschale Wachstumskritik nicht zielführend, dem liegt eine versimpelnde Betrachtungsweise zugrunde, die eher für unsere Probleme verantwortlich ist, als das Wachstum schlechthin.
Anzustrebendes Wirtschaftswachstum ist immer qualitativ, niemals quantitativ. Das wird gerne vertauscht, weil letzteres plan- und vor allem kontrollierbar ist, ersteres nicht.
Natürlich gehen quantitative Effekte damit einher, die sind aber immer begrenzt oder führen im Falle einer Förderung zu Überproduktion und mangelnde Innovation und damit schlicht zu den Problemen die wir haben.
Leider haben die Akteuere ein Interesse quantitatives Wachstum zu fördern, es sichert den Bestand an Macht, Reichtum, Arbeitsplätzen und sozialen Status.
H.
....das Gute, Reine und Wahre regiert. Das will jeder in seinen Träumen. Bei dem Vortrag fehlt aber leider jegliche Indikation, wie sie das erreichen will.
Unsere Wirtschaft beruht auf Wachstum, wie unsinnig das auch immer sein mag. Dazu muss auch die Geldmenge mitwachsen, was einfach möglich ist, da Geld virtuell ist.
Aber alle Ressourcen der Erde sind endlich und das sinnlose Ausbeuten steigert zwar das Bruttosozialprodukt, ist aber im Prinzip idiotisch.
Noch was: allein in Deutschland hat sich die Wirtschaft in den letzten 50 Jahren mehr als verzwanzigfacht, aber den einzelnen Menschen geht es nicht wirklich viel besser und es gibt mehr Menschen im arbeitsfähigen Alter, die keine Arbeit haben.
Nur ist es nicht seltsam, dass das kaum einem Bürger so klar zu Bewusstsein kommt, wie es sich bei genauem Hinschauen doch schon seit langem unübersehbar zeigt?!
Kann es sein, dass die Arbeitnehmer in Schach gehalten werden, z. B. mit der andauernd geschürten Angst vor dem irreversiblen Absturz in das Prekariat, welches Harz I-IV seinen "Begünstigten" verheißt?
Vor lauter Rabotti, Rabotti im alltäglichen Hamsterrad, wird der eingeschüchterten Michel überwiegend des ungetrübten Urteilsvermögens entledigt, so das er kaum mehr in der Lage ist nachzuvollziehen, was ihm die unheilige Phalanx aus Boni gesteuerten Wirtschaftsbossen, neoliberalen Geldeliten und deren politisch etablierten Bütteln, da oktroyieren!
Das die Ressourcen unseres Planeten ebenso endlich sind wie die Toleranz gegenüber der permanenten Vergiftung unserer Umwelt, dass werden ganz besonders unsere Kinder und Enkel am eigenen Leibe erfahren müssen!
Die feinen Politfuzzies, die uns dies alles im Auftrag (und gesteuert) von dunklen Profiteuren und Gewinnlern - jenen die hinter den umtriebigen Lobbyisten stehen - eingebrockt haben, genießen dann schon ihre fetten Pensionen und diversen Aufsichtsratpöstchen, jenseits des unsäglichen Leides, dass sie dem Gros der Bürger kaltherzig beschert haben!
Leute schaut doch einmal genauer hin: Wirtschaftswachstum, wie es die Politik propagiert, ist eine Milchmädchenrechnung, ja gar ein Holzweg geradewegs in den Abgrund. Die Bäume wachsen nun einmal nicht in den Himmel!
Nur ist es nicht seltsam, dass das kaum einem Bürger so klar zu Bewusstsein kommt, wie es sich bei genauem Hinschauen doch schon seit langem unübersehbar zeigt?!
Kann es sein, dass die Arbeitnehmer in Schach gehalten werden, z. B. mit der andauernd geschürten Angst vor dem irreversiblen Absturz in das Prekariat, welches Harz I-IV seinen "Begünstigten" verheißt?
Vor lauter Rabotti, Rabotti im alltäglichen Hamsterrad, wird der eingeschüchterten Michel überwiegend des ungetrübten Urteilsvermögens entledigt, so das er kaum mehr in der Lage ist nachzuvollziehen, was ihm die unheilige Phalanx aus Boni gesteuerten Wirtschaftsbossen, neoliberalen Geldeliten und deren politisch etablierten Bütteln, da oktroyieren!
Das die Ressourcen unseres Planeten ebenso endlich sind wie die Toleranz gegenüber der permanenten Vergiftung unserer Umwelt, dass werden ganz besonders unsere Kinder und Enkel am eigenen Leibe erfahren müssen!
Die feinen Politfuzzies, die uns dies alles im Auftrag (und gesteuert) von dunklen Profiteuren und Gewinnlern - jenen die hinter den umtriebigen Lobbyisten stehen - eingebrockt haben, genießen dann schon ihre fetten Pensionen und diversen Aufsichtsratpöstchen, jenseits des unsäglichen Leides, dass sie dem Gros der Bürger kaltherzig beschert haben!
Leute schaut doch einmal genauer hin: Wirtschaftswachstum, wie es die Politik propagiert, ist eine Milchmädchenrechnung, ja gar ein Holzweg geradewegs in den Abgrund. Die Bäume wachsen nun einmal nicht in den Himmel!
nur im kleinen Leute. Begreift das doch endlich.
Solange es nur eine Person auf der Welt gibt, die motiviert ist, mehr zu erreichen/besitzen als seine Mitmenschen, bricht das System zusammen.
...ausser.. man verbannt diese all zu gierigen auf eine Steueroase. Dort können die dann Steuern hinterziehen soviel Sie wollen... mit dem Humankapital, den Rohstoffen, den Schulen und der Infrastruktur die sie dort vorfinden...
Aber von Sozialismus hat doch niemand geredet.
Ich finde die Debatte schon sehr wichtig und das gar nicht mal im Hinblick auf die Umstellung der persönlichen Bedürfnisse. Ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach wird aber der Zahl Wirtschaftswachstum viel zu viel Bedeutung beigemessen.
So wie ich es verstehe wird die Zahl einfach als Änderung des Bruttoinlandsproduktes bestimmt. Das allein ist deshalb nur bedingt aussagekräftig weil eine große Inflation das Wirtschaftswachstum steigen werden ließe ohne tatsächlich mehr Produziert zu haben (Güter, Dienstleistungen und was auch immer).
Darüber hinaus möchte man ja selbst auch von einem etwaigen wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. In wie weit wirkt sich das Wirtschaftswachstum auf mein persönliches Leben aus? Eine einfache und direkte Verbindung ist mir jedenfalls nicht bekannt.
Vor allem aber ist sie kein gutes Maß für das "Wohlstandswachstum". Sofort fragt sich da jeder: "Wohlstandswachstum"?
Wie soll man das messen? Das ist die beste Frage die man stellen kann, denn welche Faktoren sollen denn überhaupt berücksichtigt werden und wie kann man sie adäquat quantisieren?
Und wessen Wohlstand soll gemessen werden? Natürlich sollte man sich nicht auf eine bestimmte Gruppe konzentrieren. Um dann aber Aussagen treffen zu können ist es natürlich wichtig nicht mehr nur von Mittelwerten, häufigsten Werten, Quantilen oder Standartabweichungen zu sprechen. All diese Größen machen ja nur Sinn, bzw. geben nur dann Aufschluss über eine Verteilung, wenn man weiß um welche Verteilung es sich handelt. Sie lassen dementsprechend nur bedingt Schlüsse zu. Wichtig wäre also auch dass Medien und Berichte viel mehr Wert darauf legen die gesamten Verteilungen darzustellen als nur einzelne Kenngrößen. Das setzt natürlich ein Minimum an stochastischem Grundwissen beim Publikum voraus. Sonst kann es die Informationen nicht bewerten. (Bis dato kommt das an den Schulen viel zu kurz, obwohl es grundlegend für eine politische Meinungsbildung ist.)
Diese Fragen kann ich leider auch nicht beantworten, aber man muss darüber diskutieren ob man eine Wirtschaftspolitik wirklich anhand des Wirtschaftswachstums bewerten soll oder nicht doch lieber nach anderen Größen sucht.
...ausser.. man verbannt diese all zu gierigen auf eine Steueroase. Dort können die dann Steuern hinterziehen soviel Sie wollen... mit dem Humankapital, den Rohstoffen, den Schulen und der Infrastruktur die sie dort vorfinden...
Aber von Sozialismus hat doch niemand geredet.
Ich finde die Debatte schon sehr wichtig und das gar nicht mal im Hinblick auf die Umstellung der persönlichen Bedürfnisse. Ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach wird aber der Zahl Wirtschaftswachstum viel zu viel Bedeutung beigemessen.
So wie ich es verstehe wird die Zahl einfach als Änderung des Bruttoinlandsproduktes bestimmt. Das allein ist deshalb nur bedingt aussagekräftig weil eine große Inflation das Wirtschaftswachstum steigen werden ließe ohne tatsächlich mehr Produziert zu haben (Güter, Dienstleistungen und was auch immer).
Darüber hinaus möchte man ja selbst auch von einem etwaigen wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. In wie weit wirkt sich das Wirtschaftswachstum auf mein persönliches Leben aus? Eine einfache und direkte Verbindung ist mir jedenfalls nicht bekannt.
Vor allem aber ist sie kein gutes Maß für das "Wohlstandswachstum". Sofort fragt sich da jeder: "Wohlstandswachstum"?
Wie soll man das messen? Das ist die beste Frage die man stellen kann, denn welche Faktoren sollen denn überhaupt berücksichtigt werden und wie kann man sie adäquat quantisieren?
Und wessen Wohlstand soll gemessen werden? Natürlich sollte man sich nicht auf eine bestimmte Gruppe konzentrieren. Um dann aber Aussagen treffen zu können ist es natürlich wichtig nicht mehr nur von Mittelwerten, häufigsten Werten, Quantilen oder Standartabweichungen zu sprechen. All diese Größen machen ja nur Sinn, bzw. geben nur dann Aufschluss über eine Verteilung, wenn man weiß um welche Verteilung es sich handelt. Sie lassen dementsprechend nur bedingt Schlüsse zu. Wichtig wäre also auch dass Medien und Berichte viel mehr Wert darauf legen die gesamten Verteilungen darzustellen als nur einzelne Kenngrößen. Das setzt natürlich ein Minimum an stochastischem Grundwissen beim Publikum voraus. Sonst kann es die Informationen nicht bewerten. (Bis dato kommt das an den Schulen viel zu kurz, obwohl es grundlegend für eine politische Meinungsbildung ist.)
Diese Fragen kann ich leider auch nicht beantworten, aber man muss darüber diskutieren ob man eine Wirtschaftspolitik wirklich anhand des Wirtschaftswachstums bewerten soll oder nicht doch lieber nach anderen Größen sucht.
...ausser.. man verbannt diese all zu gierigen auf eine Steueroase. Dort können die dann Steuern hinterziehen soviel Sie wollen... mit dem Humankapital, den Rohstoffen, den Schulen und der Infrastruktur die sie dort vorfinden...
...ausser.. man verbannt diese all zu gierigen auf eine Steueroase. Dort können die dann Steuern hinterziehen soviel Sie wollen... mit dem Humankapital, den Rohstoffen, den Schulen und der Infrastruktur die sie dort vorfinden...
Frau Schreurs mag im Grunde mit der Aussage, man müsse das Wirtschaftssystem wegen seiner Wachstumorientierung verändern und sozusagen "modernisieren", Recht haben.
Doch das Perfide dabei: Haupsächlich die sozialen Sicherungssyyteme unserer Gesellschaft sind auf volkswirtschaftliches Wachstum angewiesen.
Bedenkt man die vom Bundestag beschlossene Schuldenbremse, dann könnte ein erheblicher Abbau der Sozialausgaben dabei nicht verhindert werden, weil ein auf Schulden finanzierter Umbau des Wirtschaftsystems nicht weiter möglich ist.
Das wiederrum ist sicher nicht im Sinne Frau Schreurs oder des Lesers.
Auch wenn mir die Einsicht schmerzt:
Auf (Gesamtwirtschaftliches-)Wachstum werden wir alle noch lange angewiesen sein, da wir uns etwas anderes zwangsweise nichtmehr leisten können.
Eines hat die Videoserie sicherlich deutlich gemacht: Über die Wege zum gerechten Wachstum sind sich nicht mal die Experten wirklich einig. Kompatibel ist da wenig; eine gemeinsame Plattform ließe sich daraus jedenfalls kaum errichten.
Mir scheint indes, dass wir bei der Beantwortung der Frage, was denn eine gerechte Wachstumsstrategie sei, ein grundsätzliches Problem haben, das erst beseitigt werden müsste, bevor man ein Brainstorming ansetzt.
Und zwar müssten die nationalen und supranationalen Exekutiven, jene Institutionen also, die die demokratische Legitimation innehaben, ihre Gestaltungsmacht wieder zurückgewinnen.
Durch die ungestüme Globalisierung und die Entfesselung der Finanzmärkte sind die bestimmenden Handlungsoptionen im Wesentlichen auf die darin agierenden Interessengruppen übergegangen. Sie setzen die Rahmen, die Normen und Regeln! Sie tun und machen und verbitten sich jegliche Einmischung. Erst wenn´s schiefgeht und die Hütte brennt, darf die staatliche Feuerwehr ausrücken und helfend eingreifen.
Wie gesagt, diese grotesk verschobenen Machtverhältnisse müssen zunächst korrigiert werden; die Ökonomie hat sich der Politik wieder unterzuordnen. Sie muss wieder dienen und nicht absolut herrschen, wie gegenwärtig.
Erst dann, bin ich überzeugt, dürfte die Suche nach dem richtigen Weg zu gerechtem Wachstum mit einigem Erfolg begonnen und betrieben werden können.
Ob wir in schlechte oder gute Ernergieformen investieren ist eine inkompetente Betrachtungsweise!
Es gibt ökonomisch keine gute oder schlechte Energie!
Letztlich nützt uns eine gute Energieform oder die Investition darin gar nichts, wenn die Versorgung nicht gesichert oder absehbar gesichert sein wird oder die Umstellung zu kurzfristig erfolgt und damit zu viele soziale Probleme produziert.
Ebenso ist pauschale Wachstumskritik nicht zielführend, dem liegt eine versimpelnde Betrachtungsweise zugrunde, die eher für unsere Probleme verantwortlich ist, als das Wachstum schlechthin.
Anzustrebendes Wirtschaftswachstum ist immer qualitativ, niemals quantitativ. Das wird gerne vertauscht, weil letzteres plan- und vor allem kontrollierbar ist, ersteres nicht.
Natürlich gehen quantitative Effekte damit einher, die sind aber immer begrenzt oder führen im Falle einer Förderung zu Überproduktion und mangelnde Innovation und damit schlicht zu den Problemen die wir haben.
Leider haben die Akteuere ein Interesse quantitatives Wachstum zu fördern, es sichert den Bestand an Macht, Reichtum, Arbeitsplätzen und sozialen Status.
H.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren