Debatte zur Euro-Krise Wie kann der Euro gerettet werden?
Mit 750 Milliarden Euro stemmt sich die Euro-Zone gegen die Spekulanten. Aber wird das Paket ausreichen, um die Euro-Krise zu beenden? Debattieren Sie mit uns.
In der schwersten Krise des Euro seit Gründung der Währungsunion zeigen die Euro-Staaten Geschlossenheit: Um den Verfall der gemeinsamen Währung zu stoppen, haben die Finanzminister der 16 Euroländer ein nie da gewesenes Auffangnetz beschlossen.
Mit Kreditgarantien in Höhe von 750 Milliarden soll eine Pleite von EU-Staaten verhindert werden. Zusätzlich kauft die Europäische Zentralbank Staatsanleihen am Markt auf, um angeschlagene EU-Mitglieder wie Portugal, Spanien und Irland zu entlasten. In Europa ist dies ein Tabubruch, da damit die Unabhängigkeit der Zentralbank aufs Spiel gesetzt wird.
Aber werden die Maßnahmen ausreichen, um einen Dominoeffekt zu verhindern? Spanien und Portugal haben sich zu neuen Einsparungen verpflichtet, aber ob sie sich am Ende daran halten, ist alles andere als sicher.
Was muss zusätzlich unternommen werden, um den Euro zu retten? Hätte Griechenland die Eurozone verlassen sollen? Wie kann Europa es schaffen, dass solche Krisen künftig verhindert werden?
Debattieren Sie mit uns.
- Datum 11.05.2010 - 14:57 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 39
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durch eine demokratische gewählte Europaregierung gerettet werden.
Entweder, die Sache wird zu Ende gebracht, oder sie fliegt uns um die Ohren.
Und wenn das Auffangnetz reißt, hängen wir einfach noch ne Null dran (daran sind wir ja mittlerweile geübt) und bilden ein Auffangnetz für das Auffangnetz für das Auffangnetz für das Auffangnetz ...
Kurzfristig ja, auf länger Sicht natürlich nicht.
Einen Schuldner können nur folgende Dinge retten:
1. Die reiche Erbtante.
2. Strengste Einsparungen und Schuldenabbau.
3. Der berühmte Lottogewinn
4. Insolvenz.
Umgesetzt auf unsere chronisch verschuldeten Staaten :
1. Erbschaftssteuer und höhere Besteuerung der Reichen.
2. Einsparungen im Haushalt.
Punkt 3 ist etwas unwahrscheinlich.
Punkt 4 sollte man vermeiden.
Der Euro in seiner jetzigen Form ist zum Scheitern verurteilt.
Was wir jetzt seit Sonntag haben ist eine Schuldenunion mit einer Weichwährung, das von den Schuldnern gegenseitig finanziert werden soll.
Wer sich die unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen im euroraum ansieht, der wird erkennen, dass diese so verschieden sind, dass vollkommen verschiedene MAßnahmen in den einzelnen Ländern ergriffen werden müssen.
Dies ist auch ein fiskalpolitisches Problem. Die Zinssätze für Deutschland gehorchen anderen Regeln als die einer Boomwirtschaft wie Irland. Wenn man das nicht beherzigt, entstehen Blasen und Ungleichgewichte.
Der Ruf nach mehr Koordination ist jetzt trügerisch. Das wird nichts helfen und sorgt nur dafür, dass die bisher solventen Ländern für die Schulden der Anderen zahlen müssen, ohne dass diesen dabei in der Entwicklung und Anpassung ihrer Volkswirtschaft geholfen wird.
Wer das fordert, soll mal erklären wo er koordinieren will,, bis zu welchem Punkt, mit welchen Ländern, mit welchem Ziel und ob das alles mit den jeweiligen Verfassungen konform ist.
Wer sich das mal überdenkt, der wird erkennen, dass dies alles nicht helfen wird und zu unserem Nachteil gereichen wird.
Der Weg der Eurozone wurde durch die Beschlüsse der EU und der Bundesregierung vorgezeichnet.
Alle Kreditzusagen und Bürgschaften ändern nichts an den Solvenz- und Strukturproblemen der "Krisenstaaten". Eine Linderung der bestehenden Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen wird über dauerhafte Transferleistungen in wohl jährlich zweistelliger Milliardenhöhe erzielt. Aus Agrar- und tourismusabhängigen Staaten wie Griechenland und Portugal werden über Nacht keine innovativen Hightechstandorte mit weltmarktfähigen Produkten. (der größte Wert der Athener Börse ist ein Getränkeabfüller).
Die der EU und dem IWF gegenüber gemachten Sparmaßnahmen werden von den Mitgliedstaaten nicht durchgeführt. Dies liegt an zu hohen innenpolitischen Barrieren (z.B. Unruhen) und den Verlockungen über die Geldpresse der EZB sich politische Zustimmung zu erkaufen. Der fatale Beschluss der EZB vom Wochenende ist m.E. nicht umkehrbar.
Die Geberstaaten, bzw. deren Steuerzahler sind die großen Verlierer des Prozesses. Neben drastischen Einsparungen zur Reduzierung der "eigenen" Verschuldung kommen weitere Milliardenlasten aus der Inanspruchnahme aus den gegebenen Bürgschaften auf diese Länder zu.
Die Verfassung der Bundesrepublik wird weiter ausgehöhlt, die EU-Kommission wird die Regeln vorgeben. Landtags- und Bundestagswahlen erübrigen sich dann, Deutschland ist nicht mehr souverän.
Ich denke das dort stehen muss; „Wie kann Deutschland gerettet werden!“.
Der Euro insgesamt mit den Südstaaten geht nicht.
Die Regierungen lügen, und denken ohne harte Arbeit ein gutes Leben zu führen.
Das böse kommt noch.
Was zu denken von Spanien, 30% von ihre Heuser kann man kaufen.
Die Arbeitslosigkeit ist um die 40%.
Dass kann nicht gut gehen.
Last die Deutschen und Holländer zusammen ein Nord Euro starten.
Ich denke dass wir und unsere Nachkommen froh sein werden.
So so, die EU "stemmt sich gegen die Spekulanten"? Also nicht: Die EU weist die Spekulanten in die Schranken? Oder: Die EU entmachtet die Spekulanten? Oder: Die EU verbietet die Spekulation?
Sie stemmt sich also nur - gegen die Übermacht.
Und nicht mal das. Sie stemmt sich gegen die Spekulanten, so wie man sich gegen eine Hyäne "stemmt", indem man ihr ein Stück Fleisch hinwirft und hofft, dass die Hyäne eine Weile satt ist.
Die Politik wird dann eben immer wieder neues Fleisch hinwerfen.
Was passiert, wenn kein Fleisch mehr da ist, brauche ich wohl nicht zu sagen. Aber da haben wir eine andere Regierung, die es wieder auf die Vorgängerin schieben kann...
Die Politik wird dann eben immer wieder neues Fleisch hinwerfen.
Was passiert, wenn kein Fleisch mehr da ist, brauche ich wohl nicht zu sagen. Aber da haben wir eine andere Regierung, die es wieder auf die Vorgängerin schieben kann...
Peter Schiff hat recht.
http://www.youtube.com/wa...
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