EU-Gipfel in Brüssel Kampf gegen den Zerfall der Währungsunion

In Brüssel beraten die Regierungschefs der Euro-Zone, wie die Abwertung der Währung zu verhindern ist. Angela Merkel sucht nach einem Instrument gegen Spekulanten.

Unter dem Eindruck der Turbulenzen an den Börsen weltweit haben sind die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone zum Handel entschlossen. Dem 110-Milliarden-Kreditpaket zur Rettung Griechenlands sollen weitere drastische Maßnahmen gegen die Schuldenkrise folgen. Eile ist geboten – noch bevor die Finanzmärkte am Montag wieder öffnen, sollen die Aktionen in Brüssel beschlossen werden. Dort wollen sich die EU-Minister am Sonntagabend darüber einigen, dass die Kommission künftig Kredite für zahlungsunfähige Euro-Länder aufnehmen kann. Von einer drohenden Attacke auf den Euro und systemischen Gefahren für das Finanzsystem war die Rede. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel warf ihre Bedenken über Bord und räumte ein, die Euro-Zone müsse sich mit einem Gemeinschaftsinstrument gegen Spekulanten wehren.

Es handele sich um eine ernste Situation, sagte Merkel. Die Lage auf den Finanzmärkten sei äußerst kritisch. Die Stabilität des Euro als Ganzes sei mit dem Hilfsprogramm für Griechenland allein noch nicht gesichert. Daher würden die Euro-Länder weitere gemeinsame Maßnahmen beschließen. Merkel versuchte, den Eindruck von Panik zu vermeiden: "Es ist wichtig, dass wir entschlossen, aber auch in großer Ruhe an die Sache herangehen."

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Merkel konnte auf dem Gipfel bisher einiges von dem durchsetzen, was aus Sicht der Bundesregierung das Gebot der Stunde ist: den Anschub tiefgreifender Reformen des gesetzlichen Fundaments der Währungsunion. Die Euro-Chefs vereinbarten, den Stabilitätspakt durch effektivere Sanktionen und engere wirtschaftspolitische Koordination zu verstärken. Die schon vereinbarte Arbeitsgruppe unter der Leitung des EU-Ratspräsidents Herman Van Rompuy soll dazu rasch Vorschläge erarbeiten. Die Euro-Länder verpflichteten sich zudem, den Abbau ihrer Staatsschulden zu beschleunigen. Auch schärfere Aufsichtsregeln für den Finanzsektor und eine Kostenbeteiligung der Banken an der Krise sollen zügig unter Dach und Fach gebracht werden.

Die Euro-Zone greift für ihre neue Verteidigungsstrategie auf den Notstandsparagrafen im EU-Vertrag zurück. Dieser erlaubt finanziellen Beistand der EU, wenn ein Land durch außergewöhnliche Ereignisse, die sich seiner Kontrolle entziehen, in Schwierigkeiten steckt. Die Kommission werde im Notfall Geld am Kapitalmarkt für Länder aufnehmen können – mit einer expliziten Garantie der Mitgliedstaaten und einer impliziten Garantie der Europäischen Zentralbank (EZB).

Deutschland

Im Zuge der Griechenland-Hilfe ist geplant, dass die staatliche Förderbank KfW der griechischen Regierung einen Kredit für zwölf Monate von bis zu 8,4 Milliarden Euro gewährt. Eine Bürgschaft des Bundes sichert ihn ab.

Bis 2012 sind insgesamt 22,4 Milliarden Euro vorgesehen.

Die Bundesregierung begründet das Gesetz damit, dass es die Stabilität des Euro sichern helfe, was auch Deutschland nütze.

Volumen

Die Euro-Länder haben ein Drei-Jahres-Kreditprogramm beschlossen. Sie sollen 80 Milliarden Euro aufbringen, 30 Milliarden der Internationale Währungsfonds.

Daran beteiligen sich alle 15 Euroländer entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Europäischen Zentralbank. Für Deutschland sind das rund 28 Prozent, für 2010 also etwa 8,4 Milliarden Euro.

Die EU-Staaten betonen, dass die Hilfen keine Subvention darstellen – auf die Kredite muss Griechenland fünf Prozent Zins zahlen.

Zeitplan

Nach der Abstimmung der EU-Finanzminister ging das Gesetz im beschleunigten Verfahren durch Bundestag und Bundesrat. Bereits am Freitag stimmten beide Kammern darüber ab. 

Am selben Tag trafen sich die EU-Staats- und Regierungschefs, um die Kredithilfen für Griechenland endgültig abzusegnen. 

In Athen befasst sich das griechische Parlament mit dem Sparprogramm der Regierung. Am Donnerstag stimmten die Abgeordneten darüber ab. Die Maßnahmen sorgten für Protest.

Die erste Tranche des Hilfskredites soll vor dem 19. Mai ausgezahlt werden. An dem Tag steht eine Milliardenumschuldung der griechischen Regierung an.

Risiko

Der Bürger ist zunächst nicht betroffen. Die deutschen Kredite sollen über die Staatsbank KfW gewährt werden.

Der Bund muss sich dafür allerdings verbürgen. Das heißt: Erst wenn Athen nicht mehr in der Lage wäre, die Kredite zurückzuzahlen, würden der Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler belastet.

Wird Griechenland gerettet, könnte der KfW-Kredit sogar ein Geschäft für die Deutschen werden.

EU-Vertrag

Umstritten bleibt, ob die EU-Hilfen für Griechenland einen Verstoß gegen den EU-Vertrag darstellen. Er verbietet den Euro-Staaten eigentlich, sich gegenseitig Schulden abzunehmen (die sogenannte "No-Bailout"-Klausel). Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hält das Kreditprogramm für vertragskonform.

Der Maastricht-Vertrag lässt aber für finanziellen Beistand Spielraum: Er macht Ausnahmen bei Naturkatastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Fraglich ist indes, ob die übermäßige Verschuldung eines Landes darunterfällt.

Die deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel, Joachim Starbatty, Wilhelm Nölling und Karl Albrecht Schachtschneider wollen vor Gericht ziehen, falls Geld für Griechenland fließen sollte.

Sparkurs

Griechenland verpflichtet sich zu einem harten und streng überwachten Sparkurs. Der sieht massive Kürzungen bei Einkommen und Renten sowie Steuererhöhungen vor. So wird die Mehrwertsteuer zum zweiten Mal in diesem Jahr um zwei Punkte auf dann 23 Prozent heraufgesetzt.

Bis 2013 will die Regierung in Athen 30 Milliarden Euro sparen und bis 2014 das Haushaltsdefizit von derzeit 13,6 Prozent auf die EU-Obergrenze von 3 Prozent drücken.

Eurogruppen -Chef Jean-Claude Juncker sagte am Samstag, es sei eine globale Operation in Gang, die Währungsunion in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die "Attacke wilder und blinder Spekulation" gehe über Griechenland hinaus, sagte Juncker dem Luxemburger Radiosender RTL. An den Märkten liefen vergangene Woche trotz des Rettungsprogramms der Euro-Länder für Griechenland die Wetten auf eine Zahlungsunfähigkeit Portugals und Spaniens, die wie viele andere Euro-Staaten nach der Finanzkrise unter einer hohen Schuldenlast ächzen. Weltweit brachen die Kurse an den Aktienmärkten ein, der Euro verstärkte seinen Abwärtstrend.

Die Euro-Länder segneten auf dem Treffen auch die beispiellosen Kredithilfen für Griechenland ab, die das Mittelmeerland vor der Pleite bewahren sollen. Griechenland erhält über drei Jahre Beistandskredite von insgesamt 110 Milliarden Euro. Der Internationale Währungsfonds übernimmt davon 30 Milliarden, die Euro-Länder schultern 80 Milliarden Euro. Auf Deutschland als größtes Mitgliedsland der Währungsunion entfallen 22,4 Milliarden Euro. Bundestag und Bundesrat hatten das dafür notwendige Gesetz in dieser Woche im Eilverfahren beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht bereitete der noch immer herrschenden Unsicherheit über die Rechtmäßigkeit dieses Instruments vorerst ein Ende und wies am Samstag den Eilantrag von fünf Professoren zurück , die Auszahlung zu stoppen.

Die angekündigte Hilfe der Banken für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland stößt auf Kritik. Hinter den von Banken und Versicherern in Aussicht gestellten Anleihen stehe eine staatlich verbürgte Garantie, sagte der Präsident des Bundesverbands Groß- und Außenhandel (BGA), Anton F. Börner, der Welt am Sonntag . Das Risiko trage weiterhin der Steuerzahler. "Das ist reine Kosmetik", kritisierte Börner. Deutsche Banken und Versicherer hatten angekündigt, auslaufende Kredite des griechischen Staats und griechischer Banken zu verlängern. Das Volumen der Zusagen liegt bei acht Milliarden Euro.

 
Leser-Kommentare
  1. Merkel sucht! Merkel fordert! Merkel mahnt!

    "Rausgeschmissen" haben die anderen Staatslenker diese unfähige Dame, um nach Lösungen zu suchen. Und dieses ohne genervt zu werden. So wird die Wahrheit sein.

    Unsere Führungsrolle ist dahin, verwirkt. Zu Recht!

    Man kann sich nicht des Eindrucks nicht erwehren, hier agiert Honeckers späte Rache!

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    • joG
    • 09.05.2010 um 8:57 Uhr

    Sollte das stimmen, so ist das eine Katastrophe. Hat sie noch immer nicht verstanden, dass es die "Spekulanten" waren, die Europa davor bewahrten weiterhin die aus dem schlecht gemachten Vertragswerk zum Euro im Verborgenen zu schwelen und krebsartig zu wuchern? Man hatte es ja lange genug verheimlicht. Oder zahlen wir nicht schon genug für die schlampige und unehrliche Handhabung durch die Interessengemeinschft Europa in Berlin und Brüssel?!

    Oder hätte sie den Bankrott einfach weiter verschwiegen und die späteren Kosten ausufernd wachsen lassen wollen? In der Wirtschaft nennte man so etwas Konkursverschleppung und ist eine Straftat.

    Davor bewahrten sie die "Spekulanten" und uns vor weiteren Schäden durch den Verlust des Schutzes, den das GG deutschen Bürgern vor dem Lissabonner und Maastricht Vertrag garantierte. Nun soll am Wochenende eine neue Abmachung getroffen werden? Auf die Schnelle und im Schweinsgalopp? Hinter verschlossenen Türen? Von Leuten, die gegen "Spekulanten" hetzen, weil diese skandalös wachsendes Unheil aufdeckten und uns, Merkels Volk damit vor Schäden durch die Tätern bewahrten? Ich dachte sie sei auf ihres Volkes Wohlergehen vereidigt. Ist das nicht so?

    • joG
    • 09.05.2010 um 8:57 Uhr

    Sollte das stimmen, so ist das eine Katastrophe. Hat sie noch immer nicht verstanden, dass es die "Spekulanten" waren, die Europa davor bewahrten weiterhin die aus dem schlecht gemachten Vertragswerk zum Euro im Verborgenen zu schwelen und krebsartig zu wuchern? Man hatte es ja lange genug verheimlicht. Oder zahlen wir nicht schon genug für die schlampige und unehrliche Handhabung durch die Interessengemeinschft Europa in Berlin und Brüssel?!

    Oder hätte sie den Bankrott einfach weiter verschwiegen und die späteren Kosten ausufernd wachsen lassen wollen? In der Wirtschaft nennte man so etwas Konkursverschleppung und ist eine Straftat.

    Davor bewahrten sie die "Spekulanten" und uns vor weiteren Schäden durch den Verlust des Schutzes, den das GG deutschen Bürgern vor dem Lissabonner und Maastricht Vertrag garantierte. Nun soll am Wochenende eine neue Abmachung getroffen werden? Auf die Schnelle und im Schweinsgalopp? Hinter verschlossenen Türen? Von Leuten, die gegen "Spekulanten" hetzen, weil diese skandalös wachsendes Unheil aufdeckten und uns, Merkels Volk damit vor Schäden durch die Tätern bewahrten? Ich dachte sie sei auf ihres Volkes Wohlergehen vereidigt. Ist das nicht so?

  2. Die gleichen Sprüche all dieser Volks"vertreter" gab es doch schon vor 1,5 Jahren bei der Lehman- (und eben nicht Finanz-)-Krise!

    Gut, dass die Kommissionen alle schon eingesetzt sind, wie im Artikel beschrieben, wenn diese so schnell lernen wie ein menschliches Kind, können wir ja in etwa 15 Jahren mit ersten Ergebnissen rechnen...

  3. Griechenland ist eigentlich - volkswirtschaftlich in EU Dimensionen gesehen, ein unwichtiger Zwerg. Weniger als 3%, das ist weniger als ein 1/30 der EU-Wirtschaftsleistung wird dort erbracht. Dennoch vermochte es dieser Wirtschaftszwerg vermöge seiner Gaunereien (die von mindestens einer besonderen US -Bank , nämlich Goldman Sachs aktiv befördert wurden) die Stabilität der ganzen Euro-zone so zu gefährden, dass teure
    Rettungsmaßnahmen (mit unseren deutschen Steuergeldern !) angeblich unumgänglich wurden.
    Man kann sich hier schon fragen, ob es sich um einen bewusst augesetzten vertrauenserodierenden Virus handelt. Damit die Amis weiterhin günstig an Internationales Finanzgeld zur Finanzierung ihres skandalösen Haushaltsdefizits kommen, während wir Europäer
    für dieselben Finanzierung exorbintante Zinsen werden zahlen müssen. Was wird denn passieren, wenn Deutschland auch Portugal und Spanien mitfinanzieren muss, neben GR. GR-Bürge macht schon 10% der jährlichen Neuverschuldung in D aus- wenn die anderen Länder dazukommen, dann wird unsere Soldarität richtig teuer werden - deutsche Bundesanleihen auf Junk-Status - 10 % Zinsen statt 4% wi jetzt - das wird dann richtig teuer für uns dt. Steuerzahler.

    Freundschaft mit Gaunern hatte schon immer einen hohen Preis. Die Amis werden sich ins Fäustchen lachen. Hort der Stabilität mit Minizinsen.
    Wer ermächtigte eigenlich Angie zu diesem Ausverkauf der Nation?

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    • joG
    • 09.05.2010 um 9:11 Uhr

    ....wurde ein Hannoveraner Soziologie Professor interviewt. Das war interessant, wie gestern der Jubelartikel in Die ZEIT zum Zusammenrücken der EU Länder in der Not. Beide predigten auf unterschiedliche Weise die deutsche Religion der Solidarität innerhalb der EU und bereiteten die Bevölkerung darauf vor, dass wir eine "Solidaritätsgemeinschaft" jetzt wären und die "Menschenwürde" Umverteilung diktiere.

    Leider hatte der Mann heute früh in gewissem Umfang recht. Über den Lissabonner Vertrag kann man einen Zwang zur Umverteilung aus reichen Ländern in arme ableiten. Das ist schon so. Daher waren die Gegner dieses Vertrags so entsetzt. Letztlich werden wir für die Renten der Griechen mit haften und dafür, dass diese bei gleichem Preisniveau auch ähnlich menschenwürdiges Leben möglich ist. Natürlich hafteten dann auch die Luxemburger für uns.....

    • joG
    • 09.05.2010 um 9:11 Uhr

    ....wurde ein Hannoveraner Soziologie Professor interviewt. Das war interessant, wie gestern der Jubelartikel in Die ZEIT zum Zusammenrücken der EU Länder in der Not. Beide predigten auf unterschiedliche Weise die deutsche Religion der Solidarität innerhalb der EU und bereiteten die Bevölkerung darauf vor, dass wir eine "Solidaritätsgemeinschaft" jetzt wären und die "Menschenwürde" Umverteilung diktiere.

    Leider hatte der Mann heute früh in gewissem Umfang recht. Über den Lissabonner Vertrag kann man einen Zwang zur Umverteilung aus reichen Ländern in arme ableiten. Das ist schon so. Daher waren die Gegner dieses Vertrags so entsetzt. Letztlich werden wir für die Renten der Griechen mit haften und dafür, dass diese bei gleichem Preisniveau auch ähnlich menschenwürdiges Leben möglich ist. Natürlich hafteten dann auch die Luxemburger für uns.....

  4. Dann soll die doch Joe Ackermann, unseren wirklichen Kanzler, fragen

  5. Wollen wir mal sehen, was morgen am Ende herauskommt. Nach den Sprüchen von Tante Merkel in der Tagesschau habe ich aber wenig Hoffnung.
    Was mich rasend macht,ist das dies alles vorauszusehen war und vorausgesehen wurde. Jeder, der ein Minimum an wirtschaftlichem Verstand hat, weiß dass der Euro eine totale Mißgeburt war, weil die eingebundenen Wirtschaften der verschiedenen Länder nicht zusammenpassen.
    Auf den Euroscheinen ist symbolhaft eine Brücke zu sehen. Ein passendes Symbol: Was man nicht sieht, ist, dass diese Brücke über Erdbebenspalten gebaut ist.

  6. In Fortsetzung des obigen Beitrages:
    Die Politiker, die als Eltern dieser Missgeburt Euro firmieren, lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
    1. Die Gruppe der politischen Dummschwätzer, die von Wirtschaft keine blasse Ahnung haben und folglich auch nicht davon, wofür sie abgestimmt haben.
    2. Die Zyniker, die wußten, dass der Euro ohne gemeinschaftlichen wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Unterbau irgendwann gegen die Wand rast.
    Unter den Zynikern gibt es eine entscheidende Untergruppe: Die Leute, die dieses Katastrophenseznario bewußt in Kauf nahmen - weil sie wußten, dass die europäische zentrale Superregierung nur nach so einem Schock auf den Weg gebracht werden könnte.
    Aus beiden (bzw allen drei) Gruppen hören wir deshalb heute die Forderung nach mehr Zentralismus, nach Entmachtung der Einzelstaaten, nach der Beseitigung der Reste nationaler Demokratien.

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    • keox
    • 09.05.2010 um 0:41 Uhr

    "Unter den Zynikern gibt es eine entscheidende Untergruppe: Die Leute, die dieses Katastrophenseznario bewußt in Kauf nahmen - weil sie wußten, dass die europäische zentrale Superregierung nur nach so einem Schock auf den Weg gebracht werden könnte."

    das trifft den Kern.

    • joG
    • 09.05.2010 um 9:16 Uhr

    ....die offensichtlich schlampige (soweit sie nicht sogar absichtlich so gemacht wurden) Verträge machten, oder sie beibehielten und den Schaden damit heranwachsen ließen, also grob fahrlässig handelten, nicht persönlich haftbar zu machen.

    Dass sie aber nun im Hinterzimmer zusammensitzen und ausarbeiten, wie die neuen Verträge aussehen sollen ist ein Skandal der hiesigen Staatsform.

    • keox
    • 09.05.2010 um 0:41 Uhr

    "Unter den Zynikern gibt es eine entscheidende Untergruppe: Die Leute, die dieses Katastrophenseznario bewußt in Kauf nahmen - weil sie wußten, dass die europäische zentrale Superregierung nur nach so einem Schock auf den Weg gebracht werden könnte."

    das trifft den Kern.

    • joG
    • 09.05.2010 um 9:16 Uhr

    ....die offensichtlich schlampige (soweit sie nicht sogar absichtlich so gemacht wurden) Verträge machten, oder sie beibehielten und den Schaden damit heranwachsen ließen, also grob fahrlässig handelten, nicht persönlich haftbar zu machen.

    Dass sie aber nun im Hinterzimmer zusammensitzen und ausarbeiten, wie die neuen Verträge aussehen sollen ist ein Skandal der hiesigen Staatsform.

  7. Das ist der blanke Hohn. Jahr für Jahr verschuldet sich jede Regierung eines jeden EU-Landes aufs neue. Auch die deutsche Staatsverschuldung galoppiert seit 2 Jahrzehnten unaufhaltsam davon. Wie wäre es, wenn Frau Merkel und Herr Westerwelle sowie die anderen Staatenlenker endlich mal mit dem Sparen anfangen und im großen Stil Subventionen abbauen bzw. keine neuen, wie z. B. die Hotel-Ankurbelungs-Steuer, einführen. Jede Regierung gestaltet doch die Schulden ihres Landes selbst. Insofern sind nicht die Banken oder Spekulanten schuld, sondern alle diese Staatenlenker, die sich nun so aufregen.

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    de.wikipedia.org/wiki/Juliusturm

    und sie fing mit Rüstungsausgaben an, die jedes vernünftige Maß überschritten - so wie immer noch in Griechenland und vermutlich in der Türkei.

    Nicht erst seit 20 Jahren.

    de.wikipedia.org/wiki/Juliusturm

    und sie fing mit Rüstungsausgaben an, die jedes vernünftige Maß überschritten - so wie immer noch in Griechenland und vermutlich in der Türkei.

    Nicht erst seit 20 Jahren.

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