Schuldenlast Merkel pikiert über Ackermanns Griechenland-Zweifel
Eine schonungslose Analyse oder gefährliche Spekulationen? Die Äußerungen von Deutsche-Bank-Chef Ackermann zur Griechenland-Krise stoßen auf ein geteiltes Echo.
© Karlheinz Schindler dpa/lbn

Zweifel an Griechenlands Leistungsfähigkeit: Josef Ackermann zu Gast bei Maybrit Illner
Die Bundesregierung zeigt sich alles andere als erfreut über die jüngsten Äußerungen von Josef Ackermann. Der Chef der Deutschen Bank hatte sich zur Frage, ob das krisengeschüttelte Griechenland jemals in der Lage sei, seine Verbindlichkeiten begleichen zu können, skeptisch gegeben. Er bezweifle, "ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen." Denn dazu bedürfe es "unglaublicher Anstrengungen", sagte er in der ZDF-Sendung Maybrit Illner .
Die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach sagte zwar, eine "öffentliche Rüge" sei nicht die Art der Bundeskanzlerin. Sie sprach aber auch davon, dass es zu Spekulationen über Schuldentilgung "keinen Anlass und keinen Nutzen" gibt. Grundlage für die Entscheidung der Euro-Länder zu Kredithilfen an das Land seien Bewertungen von EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds gewesen. Daher halte die Bundesregierung das Anpassungsprogramm von Griechenland "für realistisch und hat keinen Zweifel an der Entschlossenheit der griechischen Regierung, das in den nächsten Jahren umzusetzen". Direkt kommentieren wollte sie Ackermanns Äußerungen nicht.
Scharfe Kritik kam auch vom Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn. "Weder Herr Ackermann noch jemand anderes kann im Moment definitive Aussagen über die finanzielle Zukunft Griechenlands machen", sagte Horn der Online-Ausgabe des Handelsblatts . Ackermann hätte daher entweder differenzierter argumentieren müssen oder einfach schweigen sollen. "Die Lage Griechenlands hat er durch seine Äußerungen jedenfalls erschwert."
Der Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Baden-Württemberg pflichtete Ackermann dagegen bei. "Es spricht für ihn, dass er sich hinstellt und die Dinge beim Namen nennt. Wenn er sich hinstellen würde und sagen würde, es ist alles kein Problem – würde das der Markt eher glauben? Ich denke nicht", sagte Kayser.
Auch der Professor Wolfgang Gerke vom Bayrischen Finanzzentrum stimmte dem Bankchef zu. "Er hat die Wahrheit erzählt", sagte Gerke. Zugleich kritisierte er Ackermanns Auftritt, der nur wenige Tage nach dem Rettungspaket für Griechenland und dem Schutzschirm für die Euro-Zone erfolgte. "Warum hat er das nicht erzählt, bevor die Steuerzahler die Banken gerettet haben? Nachdem wir die Kreditwirtschaft gerettet haben, kriegen wir erzählt, dass man sie vielleicht doch umschulden muss", sagte der Finanzexperte. Aus Sicht der Steuerzahler, die letztlich für die Risiken gerade stehen müssen, sei das Verhalten nicht gut nachvollziehbar, sagte Gerke.
Der Professor Hans-Peter Burghof von der Universität Stuttgart-Hohenheim forderte die in Griechenland engagierten Investoren auf, Verantwortung zu übernehmen. Diejenigen Anleger, die in griechische Papiere investiert hätten, um gute Renditen einzustreichen, müssten nun auch die Risiken tragen. "Sie müssen akzeptieren, dass es schiefgehen kann. Man darf nicht in Realitätsverleugnung verfallen, das machen wir in der Finanzkrise viel zu oft", sagte Burghof.
An den Börsen trugen Ackermanns Äußerungen neben der allgemeinen Verunsicherung dazu, dass der Euro unter die psychologisch wichtige Marke von 1,25 Dollar rutschte. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise bis auf 1,2433 Dollar und war damit so billig wie seit November 2008 nicht mehr.
- Datum 14.05.2010 - 15:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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[b]Die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach sagte zwar, eine "öffentliche Rüge" sei nicht die Art der Bundeskanzlerin.[/b]
man könnte es auch anders formulieren: merkel beißt nie in die hand, die sie füttert. auch wenn diese manchmal zuschlägt.
und auch Deutschland und auch Amerika nie ihre Schulden zurückzahlen werden.
Es wird den Urknall geben und dann fängt alles wieder von vorne an.
Die Armen sind natürlich schlechter dran als die Reichen, das ist ja klar Frau Merkel oder?
Diese hinauszögern ind -schieben ist doch nur um noch ein bischen länger im Amt zu bleiben, aber wissen weiß sie es, da läuft nichts mehr!
Wer füttert hier wen?
und auch Deutschland und auch Amerika nie ihre Schulden zurückzahlen werden.
Es wird den Urknall geben und dann fängt alles wieder von vorne an.
Die Armen sind natürlich schlechter dran als die Reichen, das ist ja klar Frau Merkel oder?
Diese hinauszögern ind -schieben ist doch nur um noch ein bischen länger im Amt zu bleiben, aber wissen weiß sie es, da läuft nichts mehr!
Wer füttert hier wen?
Wenn man davon ausgeht, dass die Investment-Banking-Division der Deutschen Bank derzeit auch gegen den Euro aktiv ist, hat Herr Ackermann mit seiner Aussage das gemacht, was sein Job als Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG ist: Er hat für seine Bank Geld verdient, und das hat er nicht schlecht gemacht.
Was mich bei der gestrigen Dauerwerbesendung des ZDF gewundert hat war nur, dass das Logo der Deutschen Bank nicht prominenter placiert war...
Bei solchen einer Hofberichterstattung nahen Sendeformaten stellt sich die Frage nach der Daseinsberechtigung und dem Auftrag der gewührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen schon sehr massiv!
Ich stimme Tad Baste zu. Ich finde es ziemlich ernüchternd, dass nach der Finanzkrise, in der eigentlich allen klar geworden sein sollte, dass etwas gehörig falsch gelaufen ist, man so unkritisch mit dem Präsidenten einer Bankenvereinigung umgeht.
Maybrit Illner hat ja noch nicht einmal selber die kritischen Punkte angesprochen. Stattdessen wurde immer ein kleiner Beitrag eingespielt. Dazu stellt sie dann die Frage, jedoch stellt sich nicht die Antworten von Herrn Ackermann in Frage.
Die Deutsche Bank wäre genauso untergegangen wie andere Banken, wenn nicht geholfen worden wäre. Dass die Deutsche Bank von den Hilfsmaßnahmen selber profitiert hat, wurde nicht erwähnt. Die Deutsche Bank war vielleicht intelligenter, aber sie hat genau wie die anderen Banken mitgespielt und hätte am Ende ohne Hilfe verloren.
Mehr Investmentbänker würden die Konkurrenz auf die Manager erhöhen? Wieder bleiben Fusionen und Arbeitsplatzabbau der Banken unerwähnt! Die Banken halten doch selber die Konkurrenz klein.
Das einzige was Frau Illner den Äußerung von Herrn Ackermann entgegen bringen konnte, war ein verblüfftes Gesicht.
In diesen Momenten habe ich mich an den Trailer "Frost/Nixon" erinnert. Wo es der Anspruch des jungen Moderator es war, Nixon nach der Watergate-Affäre zur Verantwortung zu ziehen und ihn öffentlich zu demontieren. So geht es jedenfalls aus dem Trailer hervor.
Diesen Anspruch der Aufklärung habe ich bei
Maybrit Illner vermisst.
Ich stimme Tad Baste zu. Ich finde es ziemlich ernüchternd, dass nach der Finanzkrise, in der eigentlich allen klar geworden sein sollte, dass etwas gehörig falsch gelaufen ist, man so unkritisch mit dem Präsidenten einer Bankenvereinigung umgeht.
Maybrit Illner hat ja noch nicht einmal selber die kritischen Punkte angesprochen. Stattdessen wurde immer ein kleiner Beitrag eingespielt. Dazu stellt sie dann die Frage, jedoch stellt sich nicht die Antworten von Herrn Ackermann in Frage.
Die Deutsche Bank wäre genauso untergegangen wie andere Banken, wenn nicht geholfen worden wäre. Dass die Deutsche Bank von den Hilfsmaßnahmen selber profitiert hat, wurde nicht erwähnt. Die Deutsche Bank war vielleicht intelligenter, aber sie hat genau wie die anderen Banken mitgespielt und hätte am Ende ohne Hilfe verloren.
Mehr Investmentbänker würden die Konkurrenz auf die Manager erhöhen? Wieder bleiben Fusionen und Arbeitsplatzabbau der Banken unerwähnt! Die Banken halten doch selber die Konkurrenz klein.
Das einzige was Frau Illner den Äußerung von Herrn Ackermann entgegen bringen konnte, war ein verblüfftes Gesicht.
In diesen Momenten habe ich mich an den Trailer "Frost/Nixon" erinnert. Wo es der Anspruch des jungen Moderator es war, Nixon nach der Watergate-Affäre zur Verantwortung zu ziehen und ihn öffentlich zu demontieren. So geht es jedenfalls aus dem Trailer hervor.
Diesen Anspruch der Aufklärung habe ich bei
Maybrit Illner vermisst.
diesen Kommunikations-Legastheniker an der Spitze eines Dax-Konzerns positioniert? Seit der Victory-Affäre im Mannesmann-Prozess jagt doch ein Faux-Pas den nächsten.
Und warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, mich zum CEO der Deutschen Bank zu wählen??? Mal ganz im Ernst, Kommunikation kann ich besser!
ob er sagt die Wahrheit!
Sie haben Recht. ENDLICH HAT ES MAL EINER GESAGT!
Die WAHRHEIT! Woher heben Sie Ihre Naivität?
Sie haben Recht. ENDLICH HAT ES MAL EINER GESAGT!
Die WAHRHEIT! Woher heben Sie Ihre Naivität?
Die Sendung habe ich gestern im ZDF gesehen. Im Bankenwesen kenne ich mich kaum aus und konnte deshalb nicht wirklich die Aussagen von Herrn Ackermann kritisch überprüfen. Kennt sich jemand besser aus als ich? Kann mir jemand erklären, was die Regierung will im Bezug auf die Banken? [...]
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bisher fand ich es nicht richtig, daß Herr Ackermann immer als Bösewicht dargestellt wurde.
Ich find es nur merkwürdig, warum er dies erst dann sagt, nachdem die EU als Bürge eingesprungen ist.
Hat sich die Deutsche Bank auch die hohen Zinsforderungen and den griechischen Staat gesichert, obwohl er wusste, daß der griechische Staat diese nicht erbringen kann?
Ich bin immer noch der Meinung, daß die Insolvenz des griechischen Staates die richtige Lösung gewesen wäre, denn dann wäre diese Rechnung nicht aufgegangen.
Dann wären die Forderungen der Deutschen Bank gefährdet gewesen!
Jetzt sind sie für ein paar Jahre gesichert und die Banken können in dieser Zeit ihr Schäflein ins Trockene bringen.
Ackermann hat einen Vertrag mit der Deutschen Bank und nicht mit den deutschen Steuerzahlern und diesen Vertrag hält er konsequent und vorbildlich ein.
Genau diese Frage muss dringend beantwortet werden. Sollte es in Deutshcland und/oder Griechenland noch recherchierende Journalisten geben - hier wäre eine Aufgabe von Belang.
Dann wären die Forderungen der Deutschen Bank gefährdet gewesen!
Jetzt sind sie für ein paar Jahre gesichert und die Banken können in dieser Zeit ihr Schäflein ins Trockene bringen.
Ackermann hat einen Vertrag mit der Deutschen Bank und nicht mit den deutschen Steuerzahlern und diesen Vertrag hält er konsequent und vorbildlich ein.
Genau diese Frage muss dringend beantwortet werden. Sollte es in Deutshcland und/oder Griechenland noch recherchierende Journalisten geben - hier wäre eine Aufgabe von Belang.
der die Leistungsfähigkeit Griechenlands anzweifelt. Wenn man die Forumsbeiträge in der Zeit zu diesem Thema- auch bevor die Hilfen dann zugesagt wurden- gelesen hat, waren die Zweifler wohl in der Überzahl. Sogar im Staatsfernsehen, dem ZDF, eröffnete der "Heute" Sprecher, dass das Geld, was man den Griechen jetzt gibt, wohl weg sei.
Nur die Vertreter der Politik denken wohl anders. Aber es ist ja auch nicht ihr Geld, was da für immer verschwunden sein. wird.
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