Rettungsschirm USA freuen sich über Europas Hilfspaket

Obama hat Merkel zur Rettung von Griechenland und Euro-Zone gedrängt. Nie war ein wirtschaftlich stabiles Europa so wichtig für die USA wie jetzt.

Barack Obama

Barack Obama

Es ist 20.41 Uhr in Deutschland, als sich in New York ein mieser Börsentag in eine Katastrophe verwandelt. Plötzlich geht der Dow Jones in den Sturzflug über. Der wichtigste Aktienindex der Welt rauscht nach unten, wie es noch nie der Fall war, auch nicht auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Sekunde für Sekunde verbrennen Milliarden. Es gibt Unternehmen, die nun fast nichts mehr wert sind. Panik ist im Spiel. Das ist brandgefährlich, nicht nur für die Zocker, für alle anderen auch. Fast zehn Prozent verliert der Dow Jones zwischenzeitlich. Dann endlich fangen sich die Kurse, es geht wieder aufwärts. Das war am Donnerstagabend. Was war passiert?

Der Tag beginnt bereits schlecht: Die Griechenland-Krise erreicht die US-Märkte mit voller Wucht. Händler reagieren entsetzt auf eine Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) und drücken die Kurse ins Minus. Sie hatten erwartet, dass die EZB den Kauf griechischer Staatsanleihen bekannt geben würde. Im US-Fernsehen wettert eine Abgeordnete aus Washington, nun werde der Internationale Währungsfonds von den USA mehr Geld verlangen.

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Auf dem Parkett der New York Stock Exchange flimmern ab 14 Uhr minutenlang Bilder von Ausschreitungen in Athen in der Dauerschleife. Dann brechen alle Dämme. Die bereits entstandenen Verluste lösen bei elektronischen Handelssystemen Verkaufsautomatismen aus. Die Computer übernehmen und führen die Börse an den Rand eines Supercrashs. Das US-Fernsehen hat unterdessen auf Apokalypse-Modus umgeschaltet: Auf der linken Bildschirmhälfte Straßenschlachten in Athen, auf der rechten Seite blinken Kursverluste, dazu kreischende Moderatorenstimmen.

Die Sorge um Griechenland und die Folgen eines möglichen Bankrotts des Landes beschäftigen die USA aber nicht erst seit diesem denkwürdigen Beinahe-Crash. Ein wirtschaftlich stabiles Europa ist für das Land wichtiger denn je. Barack Obama will die Ausfuhren der US-Industrie bis 2015 verdoppeln. Zwei Millionen neue Jobs könnten auf diese Weise entstehen, so die Hoffnung. "Wir müssen unsere Wirtschaft künftig auf einer neuen, stärkeren und ausgeglicheneren Basis wieder aufbauen", sagte Obama, der mit seiner Exportoffensive das US-Handelsdefizit senken will. Der Präsident will Kredite bereitstellen, um die Ausfuhren mittelständischer Unternehmen zu fördern und sich persönlich um die Neugestaltung der US-Wirtschaft kümmern.

Leser-Kommentare
  1. daß der Dollar VEIL schwächer ist als der Euro?

    Was wir momentan betreiben, ist eine Rettung
    des weltweiten Finazsystems - vorrangig des
    Dollars.

    Das System wird uns aber ohnehin in ein paar
    Monaten um die Ohren fliegen...

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    Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative.
    Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs.

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten.

    Die ständige Kritik bezüglich der Hilfen ist dem Umstand geschuldet, das viele nicht verstehen, dass wir ähnlich wie im Märchen von den des "Kaisers neue Kleider" nur noch reich sind bzw. waren, weil alle daran geglaubt haben und nicht sehen wollten oder konnten!

    Solche Annahmen haben die Qualität von Dolchstoßlegenden, was für den einen oder anderen Verantwortlichen, für die eine oder andere Ideologie ganz nützlich sein mag, aber nicht den Realitäten entspricht und somit auch keine Lösungen schafft.

    H.

    Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative.
    Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs.

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten.

    Die ständige Kritik bezüglich der Hilfen ist dem Umstand geschuldet, das viele nicht verstehen, dass wir ähnlich wie im Märchen von den des "Kaisers neue Kleider" nur noch reich sind bzw. waren, weil alle daran geglaubt haben und nicht sehen wollten oder konnten!

    Solche Annahmen haben die Qualität von Dolchstoßlegenden, was für den einen oder anderen Verantwortlichen, für die eine oder andere Ideologie ganz nützlich sein mag, aber nicht den Realitäten entspricht und somit auch keine Lösungen schafft.

    H.

  2. Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative.
    Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs.

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten.

    Die ständige Kritik bezüglich der Hilfen ist dem Umstand geschuldet, das viele nicht verstehen, dass wir ähnlich wie im Märchen von den des "Kaisers neue Kleider" nur noch reich sind bzw. waren, weil alle daran geglaubt haben und nicht sehen wollten oder konnten!

    Solche Annahmen haben die Qualität von Dolchstoßlegenden, was für den einen oder anderen Verantwortlichen, für die eine oder andere Ideologie ganz nützlich sein mag, aber nicht den Realitäten entspricht und somit auch keine Lösungen schafft.

    H.

    Antwort auf "Schon mal überlegt,"
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    Mit Verlaub, Sie scheinen das System an sich nicht zu verstehen.

    "Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative." Absoluter Schwachsinn!! 1. Das System an sich wird man nicht "retten" können, und schon gar nicht mit den finanzpolitischen Maßnahmen die beschlossen wurden. 2. Natürlich gibt es Alternativen, sogar mehr als eine. Aber das würde den Finanzterroristen sicherlich nicht schmecken.

    "Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs." -> Damit zeigen Sie, dass sie das System wirklich nicht begreifen, der Zusammenbruch ist systemtechnisch vorgesehen!!! Die Deutschen Politiker müssten in dieser Phase die Deutschen stützen und nicht die Griechen (weil selbstverschuldet) oder den Amerikaner (weil die Finanzterroristen)...

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten. -> Die dritte Fehleinschätzung, es wird immer deutlicher, dass ihre sog. "Schieflage" gesteuert wird. Wir, d.h. der deutsche Bürger ist mit Sicherheit nicht ein Verursacher der Krise, da muss man auf andere zeigen. Der Michel bürgt ja noch, fragt sich nur wie lange noch und was dann passiert.

    aber da Selbsterkenntnis und Änderung des zerstörerischen Lebenswandels bei Institutionen, Parteien oder Nationen so wahrscheinlich sind wie bei Alkoholikern oder drogensüchtigen Privatpersonen auch, wird die Lebenslüge vom ewigen Wachstum und weiter aufrechterhalten, weil die Alternative Bescheidenheit und Verzicht hieße, was aber weder für erfolgsorientierte Eliten noch verwöhnte Wähler attraktiv ist.

    Daher geht es der Weltwirtschaft wie dem Umweltschutz: Warnzeichen werden ignoriert, lieber wird an den Symptomen herumgewerkelt und ansonsten getan, als hätte man alles im Griff.

    Oder wie der Kölner sagt: Et hätt immer noch
    jot jejange

    Mit Verlaub, Sie scheinen das System an sich nicht zu verstehen.

    "Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative." Absoluter Schwachsinn!! 1. Das System an sich wird man nicht "retten" können, und schon gar nicht mit den finanzpolitischen Maßnahmen die beschlossen wurden. 2. Natürlich gibt es Alternativen, sogar mehr als eine. Aber das würde den Finanzterroristen sicherlich nicht schmecken.

    "Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs." -> Damit zeigen Sie, dass sie das System wirklich nicht begreifen, der Zusammenbruch ist systemtechnisch vorgesehen!!! Die Deutschen Politiker müssten in dieser Phase die Deutschen stützen und nicht die Griechen (weil selbstverschuldet) oder den Amerikaner (weil die Finanzterroristen)...

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten. -> Die dritte Fehleinschätzung, es wird immer deutlicher, dass ihre sog. "Schieflage" gesteuert wird. Wir, d.h. der deutsche Bürger ist mit Sicherheit nicht ein Verursacher der Krise, da muss man auf andere zeigen. Der Michel bürgt ja noch, fragt sich nur wie lange noch und was dann passiert.

    aber da Selbsterkenntnis und Änderung des zerstörerischen Lebenswandels bei Institutionen, Parteien oder Nationen so wahrscheinlich sind wie bei Alkoholikern oder drogensüchtigen Privatpersonen auch, wird die Lebenslüge vom ewigen Wachstum und weiter aufrechterhalten, weil die Alternative Bescheidenheit und Verzicht hieße, was aber weder für erfolgsorientierte Eliten noch verwöhnte Wähler attraktiv ist.

    Daher geht es der Weltwirtschaft wie dem Umweltschutz: Warnzeichen werden ignoriert, lieber wird an den Symptomen herumgewerkelt und ansonsten getan, als hätte man alles im Griff.

    Oder wie der Kölner sagt: Et hätt immer noch
    jot jejange

  3. Mit Verlaub, Sie scheinen das System an sich nicht zu verstehen.

    "Aber solange Aussicht besteht, das System zu retten gibt es keine Alternative." Absoluter Schwachsinn!! 1. Das System an sich wird man nicht "retten" können, und schon gar nicht mit den finanzpolitischen Maßnahmen die beschlossen wurden. 2. Natürlich gibt es Alternativen, sogar mehr als eine. Aber das würde den Finanzterroristen sicherlich nicht schmecken.

    "Denn wenn uns das ganze um die "Ohren" fliegt, ist es eh egal, ob wir Dollar oder Griechenland gestützt haben oder wer weis wen. Tun wir es nicht steigt nur die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs." -> Damit zeigen Sie, dass sie das System wirklich nicht begreifen, der Zusammenbruch ist systemtechnisch vorgesehen!!! Die Deutschen Politiker müssten in dieser Phase die Deutschen stützen und nicht die Griechen (weil selbstverschuldet) oder den Amerikaner (weil die Finanzterroristen)...

    Es ist weder hilfreich noch realistisch davon auszugehen, das wir nicht Teil dieses Systems oder nicht Mitverursacher der Schieflage wären bzw. das wir uns entziehen könnten. -> Die dritte Fehleinschätzung, es wird immer deutlicher, dass ihre sog. "Schieflage" gesteuert wird. Wir, d.h. der deutsche Bürger ist mit Sicherheit nicht ein Verursacher der Krise, da muss man auf andere zeigen. Der Michel bürgt ja noch, fragt sich nur wie lange noch und was dann passiert.

    Antwort auf "Möglich..."
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    Denn darauf scheint ihre Antwort hinauszulaufen.

    Ich halte es für hahnebüchen von einer Steuerung auszugehen, weil absolut niemand davon einen Nutzen hat.
    Man kann ohne weiteres eine Kausalkette aufbauen, die auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner der verschiedenen gesellschaftlich relevanten Gruppen basiert und kommt ziemlich schnell zur heutigen Lage.
    Der deutsche Michel ist selbst über beide Ohren verschuldet, der einzige Unterschied zu den USA liegt nur darin, dass diese ihre Schulden privatwirtschaftlich organisiert haben, wohingegen unsere verstaatlicht wurden.
    Wir waren im Grunde genommen schon vor der Finanzkrise pleite, wir wussten es lediglich noch nicht bzw. haben die entsprechenden Fakten nicht ernst genommen.
    Wenn die Bundesrepublik ein Unternehmen wäre, hätte wir nach deutschen Recht schon vor 30 Jahren Insolvenz anmelden müssen!
    Das wir drohten Pleite zu gehen war seinerzeit der Grund für den Regierungswechsel hin zu Kohl.
    Die neoliberalen Rezepte waren der Versuch die politisch nicht durchsetzbaren notwendigen Ausgabenkürzungen durch Einnahmesteigerung zu kompensieren, was trotz sozialer Verwerfungen zu gelingen schien, nicht zuletzt durch die Schröder´sche wirtschaftliche Seifenblase, die mächtig zur Krise beigetragen hat und nun die reale Staatsverschuldung durch Wertkorrektur offengelegt hat.

    Banken, auch die amerikanischen tun nur das, was der Gesetzgeber Ihnen erlaubt hat,ebenso wie die deutschen Landesbanken.

    H.

    Denn darauf scheint ihre Antwort hinauszulaufen.

    Ich halte es für hahnebüchen von einer Steuerung auszugehen, weil absolut niemand davon einen Nutzen hat.
    Man kann ohne weiteres eine Kausalkette aufbauen, die auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner der verschiedenen gesellschaftlich relevanten Gruppen basiert und kommt ziemlich schnell zur heutigen Lage.
    Der deutsche Michel ist selbst über beide Ohren verschuldet, der einzige Unterschied zu den USA liegt nur darin, dass diese ihre Schulden privatwirtschaftlich organisiert haben, wohingegen unsere verstaatlicht wurden.
    Wir waren im Grunde genommen schon vor der Finanzkrise pleite, wir wussten es lediglich noch nicht bzw. haben die entsprechenden Fakten nicht ernst genommen.
    Wenn die Bundesrepublik ein Unternehmen wäre, hätte wir nach deutschen Recht schon vor 30 Jahren Insolvenz anmelden müssen!
    Das wir drohten Pleite zu gehen war seinerzeit der Grund für den Regierungswechsel hin zu Kohl.
    Die neoliberalen Rezepte waren der Versuch die politisch nicht durchsetzbaren notwendigen Ausgabenkürzungen durch Einnahmesteigerung zu kompensieren, was trotz sozialer Verwerfungen zu gelingen schien, nicht zuletzt durch die Schröder´sche wirtschaftliche Seifenblase, die mächtig zur Krise beigetragen hat und nun die reale Staatsverschuldung durch Wertkorrektur offengelegt hat.

    Banken, auch die amerikanischen tun nur das, was der Gesetzgeber Ihnen erlaubt hat,ebenso wie die deutschen Landesbanken.

    H.

  4. aber da Selbsterkenntnis und Änderung des zerstörerischen Lebenswandels bei Institutionen, Parteien oder Nationen so wahrscheinlich sind wie bei Alkoholikern oder drogensüchtigen Privatpersonen auch, wird die Lebenslüge vom ewigen Wachstum und weiter aufrechterhalten, weil die Alternative Bescheidenheit und Verzicht hieße, was aber weder für erfolgsorientierte Eliten noch verwöhnte Wähler attraktiv ist.

    Daher geht es der Weltwirtschaft wie dem Umweltschutz: Warnzeichen werden ignoriert, lieber wird an den Symptomen herumgewerkelt und ansonsten getan, als hätte man alles im Griff.

    Oder wie der Kölner sagt: Et hätt immer noch
    jot jejange

    Antwort auf "Möglich..."
  5. Die Fianzfüchse können uns in ganz schöne Tiefen werfen. Und Europa ausbluten lassen. Andererseits destabilsiert Europa auf Talfahrt die Weltwirtschaft.

  6. sondern die Politiker, die, getrieben von Wählern und Lobbyisten, seit Jahrzehnten durch verantwortungslose Schuldenpolitik die 'Lebenskraft' der ihnen anvertrauten Länder immer mehr schwächen und verkümmern lassen, bis die Nationen als komatöse Staatsruinen auf Gedeih und Verderb am Tropf der internationalen Geldgeber hängen.

    Ob Griechenland von der EU durchgefüttert werden muss oder die USA von den Staatsanleihen der roten Mafiabande in Peking abhängig sind, sind beides für die jeweiligen Länder betrübliche Zukunftsaussichten.

    Leider setzt sich in der internationalen Politik nicht die Erkentnnis durch, dass Schuldenmachen weder für eine Privatperson noch für einen Staat eine gesunde Lebensperspektive bedeutet.

  7. nun haben wir eine Art FED in Europa geschaffen.

    Danke Obama, danke IWF und danke Trichet!

    Naja so lange wir genügend Papier und Tinte haben, ist ja alles in Ordnung.

    Schmeißt die Druckmaschinen an und alle Probleme lösen sich in Luft auf.

    Gibt es denn niemanden mehr in der Politik, der diesen Wahnsinn stoppt?

    Oder liegt es vielmehr daran, dass dieser Zustand gewollt ist?

    Wieso stellt sich nicht der Rat der Wirtschaftsweisen vor die Kameras und erklärt dem deutschen Volk, was da eigentlich die letzten Tage und Wochen seitens der Politik verbrochen wurde.

    Wo sind die Kritiker?

    Glaubt denn tatsächlich jemand daran, dass diese Schulden jemals getilgt werden können?

    Die Ohnmacht der Europäer gegenüber der angloamerikanischen Finanzelite ist erschreckend.

    Mir wird so langsam echt schlecht.

  8. Ich glaube auch immer mehr, dass das, was wir betreiben eine Appeasement-Politik ist. Wie damals redet man sich bis ein, dass das Monster, indem man immer wieder Zugeständnisse mach, am Ende doch nicht zum Äußersten gehen werde.

    Doch man verkennt die fatale Eigen-Dynamik, die die unkontrollierbaren Finanzmärkte inzwischen gewonnen haben. Die Blase wird, ja sie muss irgendwann platzen. Und im Nachhinein wird man wahrscheinlich sagen, man hätte sie schon 2008 platzen lassen sollen.

    Man muss kein Ökonom sein um zu verstehen, dass hier mit Geldmassen hantiert wird, denen überhaupt keine realistische Wertschöpfung mehr gegenübersteht. Ganz im Gegenteil sind alle westlichen Staaten mit enormen zukünftigen Renten- und Sozialausgaben konfrontiert. Und das Geld unserer Kinder und Enkelkinder ist auch schon verpfändet.

    Ein gewisses Maß an Spekulation gehört zu jedem dynamischen Markt, doch inzwischen ist der reale Markt nur eine Marginalie gegenüber dem Spekulationsmarkt. Das billige Geld, das nach der ersten Krise in den Markt gegeben wurde, wurde eben nicht in den realen Markt investiert sondern fast vollständig in den Spekulantenmarkt und hat absurder Weise damit das völlig Missverhältnis noch verschlimmert. Das kann und wird nicht gut gehen.

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