Stabilität der Weltfinanzen Die Bankenkrise kehrt zurück
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Krisenhafte Zuspitzung an den Märkten

Tatsächlich spiegeln etliche Indikatoren eine neuerliche große Unsicherheit am Bankenmarkt wider. So parken die Banken der Euro-Zone immer mehr Geld bei der EZB. Inzwischen übersteigen die Tagesgeldeinlagen dort das Volumen kurz nach der Lehmann-Pleite. Auch wenn die Situation nicht so einfach zu vergleichen ist, da sich jetzt viel mehr Geld im Umlauf befindet als im Herbst 2008, sind Europas führende Banker besorgt. "Die Anspannung im Interbankenmarkt zeigt, dass die Krise noch nicht vorüber ist", sagt Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer des privaten Bankenverbandes BdB.

Und Klaus-Peter Müller, Aufsichtratschef der Commerzbank sieht es so: "Die Situation ist von hoher Nervosität geprägt." Andere Topbanker werden in Wien noch deutlicher: "Ich würde schon sagen, dass wir eine Vertrauenskrise haben, die über den Fall Spanien hinausgeht", sagt einer, der nicht namentlich genannt werden will. Ein anderer, der nicht namentlich Öl ins Feuer gießen will, spricht von "einer krisenhaften Zuspitzung an den Märkten."

Der letzte Rettungsanker für Banken und Staaten ist jetzt die EZB. Die versucht, die geldpolitischen Zügel in der Hand zu halten und routinierten Optimismus zu verbreiten. Die Preisstabilität funktioniere und Inflationsgefahren seien nicht zu erkennen, die Zinsen blieben deswegen stabil bei ihrem historischen Tief von einem Prozent, verkündete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag routiniert.

Er verteidigte den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank mit einer "akuten Gefährdung des Weltfinanzsystems". Dass die Banken in der Euro-Zone inzwischen 369 Mrd. Euro bei der EZB parken und nicht in den Markt geben, sorgte selbst den Berufsoptimisten Trichet. "Das bedeutet, dass dieser Markt nicht richtig funktioniert", räumte der Franzose ein. Beruhigend klang das nicht.

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn es hinter der Wand schimmelt, dann hilft auch ein frischer Anstrich nicht auf Dauer (das Rettungspaket).

    Es wird Zeit, das System so zu ändern, dass die Banken nicht mehr systemrelevant sind.

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    Wie wahr , wie wahr.

    Leider wird das nicht passieren. Wer einmal die Macht besitzt gibt sie (freiwillig) nicht mehr ab.

    Willkommen in der Welt der 'neuen' Kaiser, der wahren Machthaber über diesen Planeten.

    und das ausgerechnet der Krisengewinnler Ackermann wieder vorprescht überrascht auch nicht.
    Der sitzt, wie eine Zecke, fest in Muttis Ohr!
    Dabei ist er aber in keiner Weise alternativlos und systemisch ist er auch nicht!

    • joG
    • 11.06.2010 um 15:42 Uhr

    ....hinweisen sollte ist, dass es die Regierungen sind, von denen im Augenblick das Problem ausgeht und nicht die Banken. Das ist vor allem daher beängstigend, weil es keinen Grund gibt anzunehmen, dass sie die Banken regulieren könnten, wo sie doch ihre eigenen Angelegenheiten so schlecht geregelt haben.

    Wie wahr , wie wahr.

    Leider wird das nicht passieren. Wer einmal die Macht besitzt gibt sie (freiwillig) nicht mehr ab.

    Willkommen in der Welt der 'neuen' Kaiser, der wahren Machthaber über diesen Planeten.

    und das ausgerechnet der Krisengewinnler Ackermann wieder vorprescht überrascht auch nicht.
    Der sitzt, wie eine Zecke, fest in Muttis Ohr!
    Dabei ist er aber in keiner Weise alternativlos und systemisch ist er auch nicht!

    • joG
    • 11.06.2010 um 15:42 Uhr

    ....hinweisen sollte ist, dass es die Regierungen sind, von denen im Augenblick das Problem ausgeht und nicht die Banken. Das ist vor allem daher beängstigend, weil es keinen Grund gibt anzunehmen, dass sie die Banken regulieren könnten, wo sie doch ihre eigenen Angelegenheiten so schlecht geregelt haben.

  2. Wie wahr , wie wahr.

    Leider wird das nicht passieren. Wer einmal die Macht besitzt gibt sie (freiwillig) nicht mehr ab.

    Willkommen in der Welt der 'neuen' Kaiser, der wahren Machthaber über diesen Planeten.

    Antwort auf "Schimmel"
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    • AZ
    • 11.06.2010 um 14:14 Uhr

    Genauer gesagt, die Politik könnte es -- wenn sie denn wollte.

    Begrenzung der Größe von Banken, strikte Trennung von Investment vom klassischen Kreditgeschäft, Sanktionierung von übermäßig kurzfristiger Finanzierung, ...

    (Manchmal ist's schade, daß wir in einer *parlamentarischen* Demokratie leben, in der nicht umgesetzt wird, was ziemlich sicher Volkes Wille ist.)

    • AZ
    • 11.06.2010 um 14:14 Uhr

    Genauer gesagt, die Politik könnte es -- wenn sie denn wollte.

    Begrenzung der Größe von Banken, strikte Trennung von Investment vom klassischen Kreditgeschäft, Sanktionierung von übermäßig kurzfristiger Finanzierung, ...

    (Manchmal ist's schade, daß wir in einer *parlamentarischen* Demokratie leben, in der nicht umgesetzt wird, was ziemlich sicher Volkes Wille ist.)

  3. Dass die Banken von Anfang an ihre Zahlen nicht alle auf den Tisch gelegt haben, dürfte bekannt sein. Dagegen hat man den "staatlichen" nachgesagt, die können's nicht.

    "Er verteidigte den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank mit einer "akuten Gefährdung des Weltfinanzsystems". Denkt er, damit lässt sich wohl alles rechtfertigen? Wo bleiben die Konsequenzen? Müssen wir ohnmächtig zusehen, wie diese Hasardeure die Realwirtschaft und damit die ehrliche Arbeit der Menschen ruinieren?

    • Lyaran
    • 11.06.2010 um 13:30 Uhr

    Das System sollte wirklich mal grundlegend überdacht werden.
    Und die Banken sollen sich mal schön selbst eine Lösung einfallen lassen bei der nicht die Bürger zur Kasse gebeten werden. Wozu haben wir den unsere hochbezahlten Experte? Wirtschaftler verdienen eine Menge Geld weil sie ja so gut sind und das System durchschauen. Jetzt sollen sie mal was für ihr Geld leisten! Ich bezahle ja auch keinen Handwerker um etwas zu reparieren und der kassiert ab nur um mir dann zu sagen das er keine Lösung hat.
    Wenn Banken riskante Kredite vergeben bekommen sie doch hohe Zinsen dafür, oder? Sie lassen sich das Risiko also bezahlen nur um dann im Falle eines Ausfalles hilflos mit den Schultern zu zucken? Wo sind denn die Zinsen geblieben wenn nicht um Ausfälle zu decken?

    • WIHE
    • 11.06.2010 um 13:36 Uhr

    Im Vertrauen auf den Euro liehen Banken und Sparer den Südländern Geld, viel zu viel Geld.

    Jetzt haben wir den Salat.

    Die guten Menschen von Europa (die Deutschen) werden mit einem Gutteil des Schadens belastet.

    Dabei wollte ich nie ein guter Mensch sein.
    Ich werde irgndwann auswandern.

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    • Klaue
    • 11.06.2010 um 14:02 Uhr

    Lesen Sie sich mal diesen Artikel durch:
    http://www.heise.de/tp/r4...

    Mal sehen ob sie danach immer noch davon überzeugt sind das wir die Guten sind.

    Glauben Sie wirklich mit der DM wären wir jetzt in einer anderen Situation? Vor zwanzig Jahren befand sich die BRD in derselben Lage. Was anschließend folgte war der Ausverkauf der Ostgebiete und dadurch ein neuer Wirtschaftsaufschwung. Und von dem Euro sprach damals keiner. Zwölf Jahre später dasselbe Szenario. Nur diesmal hießen die Länder, Spanien, Italien, und Griechenland. Die Wirtschaft in Deutschland boomte und Deutschland war Exportweltmeister. Und jetzt schimpfen wir auf diese Länder? Dies ist in meinen Augen der Beginn von Kriegstreiberei.

    • Klaue
    • 11.06.2010 um 14:02 Uhr

    Lesen Sie sich mal diesen Artikel durch:
    http://www.heise.de/tp/r4...

    Mal sehen ob sie danach immer noch davon überzeugt sind das wir die Guten sind.

    Glauben Sie wirklich mit der DM wären wir jetzt in einer anderen Situation? Vor zwanzig Jahren befand sich die BRD in derselben Lage. Was anschließend folgte war der Ausverkauf der Ostgebiete und dadurch ein neuer Wirtschaftsaufschwung. Und von dem Euro sprach damals keiner. Zwölf Jahre später dasselbe Szenario. Nur diesmal hießen die Länder, Spanien, Italien, und Griechenland. Die Wirtschaft in Deutschland boomte und Deutschland war Exportweltmeister. Und jetzt schimpfen wir auf diese Länder? Dies ist in meinen Augen der Beginn von Kriegstreiberei.

    • Klaue
    • 11.06.2010 um 14:02 Uhr

    Lesen Sie sich mal diesen Artikel durch:
    http://www.heise.de/tp/r4...

    Mal sehen ob sie danach immer noch davon überzeugt sind das wir die Guten sind.

  4. und das ausgerechnet der Krisengewinnler Ackermann wieder vorprescht überrascht auch nicht.
    Der sitzt, wie eine Zecke, fest in Muttis Ohr!
    Dabei ist er aber in keiner Weise alternativlos und systemisch ist er auch nicht!

    Antwort auf "Schimmel"
    • AZ
    • 11.06.2010 um 14:05 Uhr

    ... wird, daß Griechenlands Pleite der Bankenkriese geschuldet ist.

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