Pro BP-Boykott als Chance für eine Wende
Die Ölpest ist mehr als nur ein tragischer Unfall. BP hat das Ausmaß der Katastrophe über Wochen vertuscht und verharmlost. Jetzt müssen die Verbraucher ein Zeichen setzen.
Pro: Ein Boykott als Chance für eine Wende
Von Marcus Gatzke
Ein sterbender Pelikan. Er steht stellvertretend für die
Umweltkatastrophe
, die sich derzeit im Golf von Mexiko ereignet. Steht für die
große Zahl von Tieren
, die täglich sterben müssen, weil ein britischer Ölkonzern beim Tiefseebohren Fehler machte und jetzt Millionen Liter Öl täglich in den Ozean fließen. Steht für die Mangrovenwälder an der amerikanischen Küste, die absterben, weil das Öl ihre Luftöffnungen in den Wurzeln verklebt.
Nur ein Unfall, nur menschliches Versagen? Nein, es ist viel mehr als das. BP hat das Ausmaß der Katastrophe über Wochen vertuscht und verharmlost. Der Konzern hatte nie einen vernünftigen Plan entwickelt, wie mit einer möglichen Unterwasserhavarie umzugehen sei. Er überging vor dem Unfall Sicherheitsbedenken eigener Ingenieure. Er verbat offenbar Aufräumarbeitern, Atemschutzmasken zu tragen, damit keine Image schädigenden Bilder entstehen konnten. Er ließ Journalisten von ölverschmierten Stränden vertreiben. Er redete systematisch die austretende Ölmenge klein und unterschlug den Behörden und der Öffentlichkeit immer wieder wichtige Informationen.
Und das Argument, die laxen Umweltschutzstandards von BP seien typisch für die ganze Branche, trifft zumindest in den USA nicht zu. Nach Angaben des Center for Public Integrity in Washington D.C. hat BP in den letzten drei Jahren in den USA sehr viel mehr Verstöße gegen den Umweltschutz begangen als irgendein anderer Mineralölkonzern. Hier , hier und hier können BPs Verfehlungen noch einmal eindrucksvoll nachgelesen werden.
Es ist deshalb an der Zeit, als mündiger Verbraucher seine Stimme zu erheben und ein selbstbewusstes Signal zu setzen: So nicht!
Ein Boykott könnte auf vielerlei Weise wirken. Er würde den Druck auf BP erhöhen, die Betroffenen auch wirklich zu entschädigen und für alle Folgeschäden an der Umwelt geradezustehen. Bislang ist dies nicht der Fall . Er könnte BP dazu zwingen, künftig mehr Transparenz herzustellen und ökologischer vorzugehen.
Aber was ist mit Shell (Nigeria!) oder ExxonMobil (Exxon-Valdez!)? Keine Frage, auch andere Ölkonzerne haben gewaltigen Dreck am Stecken. Nur geht es darum gerade nicht. Es geht um einen Unfall, leichtfertig herbeigeführt von einem bestimmten Unternehmen; um eine Umweltkatastrophe, vergleichbar im Ausmaß mit dem Unfall in Tschernobyl. Der Überheblichkeit, mit der BP mit diesem Fall umgeht, müssen Grenzen gesetzt werden – und die Benzinkäufer haben es in der Hand, dies zu tun.
Niemand kann garantieren, dass damit die Welt der Ölkonzerne besser wird. Aber ein Beispiel würde gesetzt. Wenn die Kunden BP dazu zwingen können, sich zu verändern, dann wird sich das auch auf andere Konzerne auswirken. Weil sie lernen, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie zu leichtfertig handeln.
Im besten Fall könnte ein Boykott von BP dann zu mehr werden, als nur zu einem Ventil für die aufgestaute Wut . Er könnte Ausgangspunkt sein für eine Wende, die in den Köpfen eines jedes einzelnen von uns beginnt. Jeder sollte für sich die Frage beantworten: Wie kann ich meine individuelle Abhängigkeit vom Öl reduzieren? "Wenn sich Mentalitäten ändern, ändern sich auch Märkte", sagt der amerikanische Philosoph Birger Priddat . Recht hat er. Wenn wir eins aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko lernen können, dann dies.
- Datum 24.06.2010 - 14:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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wieso fragt da niemand nach?
http://www.shortnews.de/i...
Goldman Sachs verkauft "zufällig" rechtzeitig die BP-Aktien.
BP-Chef verkauft "zufällig" rechtzeitig die BP-Aktien.
Boots & Coots, eine Spezialfirma für die Bekämpfung derartiger Katastrophen wurde 10 Tage, bevor sich die Explosion ereignete, an Haliburton verkauft.
Hier kommen keine Nachfragen. Nichts. Wieso gibt es keine detaillierte Berichterstattung in den Medien über das tatsächliche Ausmaß. BP und Obama deckeln doch alle Informationsmöglichkeiten zu.
Und da spricht man von Verbraucherboykott? Das ist doch ein Witz.
Seit Exxon-Valdez ist das Haftungsrisiko der Firman für Ölkatastrophen auf 75 Mill. beschränkt. Den Rest trägt der us-amerikanische Steuerzahler. Da kann man dann boykottieren, wie man will. Es passiert nichts.
.....dass viele von uns so gut leben, wie wir es tun. Stuttgart als Beispiel lebt seit Jahrzehnten davon. Ohne Öl würde die Landwirtschaft weit weniger leisten und viele Menschen wären verhungert, die das nicht sind. Ohne Öl würde unsere Industrie viele Produkte nicht herstellen können, die die Zahl der Menschen auf dem Planeten erst ermöglichen. Also ist es vielleicht eine gute Idee Öl nach und nach zu ersetzen, wo wir das können.
Ob ein Boykott einer Ölfirma eine gute Idee ist, um ihr Management zu überzeugen, dass sie in Zukunft sich an Regeln halten soll? Nützen tut es sicher. Sicherer ist aber eine Entschädigung der Betroffenen, die Übernahme der Kaosten der Säuberung zu erzwingen und, wo Gesetze gebrochen wurden oder Fahrlässig gehandelt bzw solche Fahrlässigkeit in Kauf genommen wurde die Personen persönlich hart zu bestrafen durchzusetzen, wenn man wirklich Wirkung sehen will.
Da eilt der Schwab' mal wieder seinem Ruf voraus: Kapital und Wohlstand haben miteinander nur sehr wenig zu tun. Auch in Stuttgart.
Da eilt der Schwab' mal wieder seinem Ruf voraus: Kapital und Wohlstand haben miteinander nur sehr wenig zu tun. Auch in Stuttgart.
Die Idee BP zu boykotieren ist nicht neu aber letztlich sehr wirkungsvoll, denn nichts scheut ein Konzern mehr als empfindliche Umsatzeinbußen, genau wie ein negatives Image.
Ich mache schon länger einen Bogen um ARAL. Aber damit allein ist es nicht getan, wie der Gegenredner eines Boykotts hier schon richtig sagte.
Es muss letztlich ein generelles Umdenken bei uns allen einsetzen und in der Konsequenz ein wirklich bewusster Umgang mit Resourcen/ Energie ob nun Öl oder TRinkwasser etc...
Öl ist viel zu wertvoll, um es auf Dauer raffineriert durch den Vergaser zu jagen.
Ein Boykott bleibt aber trotzdem richtig, denn nur so wird man BP zu einem anderen Handeln zwingen. Bisher kommen Sie immer noch großkotzig daher, verharmlosen, desinformieren und verkaufen Politik und Endverbraucher für dumm.
Allein aus Imagegründen zunächst den Strandreinigern das tragen von Schutzanzügen zu verbieten ist an Zynismus nicht zu überbieten.
Nicht nur der Krisenversager Hayward sondern der gesamte BP Vorstand sollte zu mindestens 2 Wochen Standreinigung ohne Atemschutz verdonnert werden, damit Sie endlich am eigenen Leib erfahren, was Ihr verantwortungslosen Handeln angerichtet hat.
Schluß mit Lustig muss das Signal von Politik und Öffentlichkeit sein, wie hieß nochmal der deutsche Ableger von BP in Deutschland richtig Aral. Hier ist eine Abstimmung des Verbraucher an der Zapfsäule angebracht !
Es mag dem ein oder anderen wie jämmerliches Gerede vorkommen, aber wir KÖNNEN nicht wirklich boykottieren. Wir haben keine Wahl: wir MÜSSEN Autofahren und unsere Häuser mit Öl oder Gas heizen. Welche Alternativen gibt es denn? Soll ich radikal im Wald campieren? Das verbietet die Verantwortung, die ich für meine Tochter im Säuglingsalter habe. Ich brauche mein Auto, um zur Arbeit zu gelangen. Ich binstets bemüht, einen Arbeitsplatz in Wohnungsnähe zu finden und die Heizkosten so niedrig wie möglch zu halten. Und dann muss ich sehen und lesen, dass der BP-Chef segeln geht. Ode rich muss sehen, wie die ganzen Geldsäcke mit ihren Spritverschwendern durch die gegend chaffeuirt werden. Da geht mir echt der Hut hoch.
Das allerschlimmste ist: wir DÜRFEN ja nicht mal Holz hacken gehen und uns Hütten im Wald bauen oder unser Essen selber jagen. Das ist gesetzlich VERBOTEN! Wir MÜSSEN bei diesem Untergangsszenario mitwirken, damit die Gierschlünde ihr Sucht befriegigen können. Tut mir leid, Herrschaften. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht...
Ich finde, Sie haben sehr Recht mit Ihrem Kommentar. Genau dort befindet sich der Knackpunkt: wir sind in einer strukturellen Abhängigkeit und in einer Alternativenlosigkeit. Plötzliche Hau-Ruck-Aktionen bringen demnach ein großes Versorgungsproblem. Ich schlage deshalb folgende Strategie vor:
1. Wir brauchen ein weltweites Erdölmoratorium und eine weltweite finanzielle Förderung nach Alternativen. Diese sollten so vielseitig wie möglich sein, damit es kein Monopol mehr gibt.
2. Wir nehmen die schrittweise "Entwöhnung" vom Erdöl als ethische Maxime, indem jeder versucht, seinen eigenen Erdölkonsum auf ein existentielles Minimum herunterzuschrauben. Wir brauchen z.B. viele überflüssige Konsumartikel nicht wirklich zum Überleben.
3. Jeder sollte versuchen, seinen Konsum auf das Nötigste zu reduzieren, in dem wir unsere Verschwendung eigenständig wahrnehmen und sie vermeiden. Überlebensnotwendige Produkte (Essen, Kleidung, Medizin, etc.) werden so lange weiter mit Erdöl produziert, bis ein passender und adäquater Ersatz gefunden worden ist
4. Mehr Recycling und weniger Neukauf. Alte Sachen zu reparieren, instandzuhalten etc. bedarf weniger Neuprodukte als sie ohne triftige Gründe wegzuwerfen.
5. Wir müssen unser Wirtschaftssystem überdenken und neue, umweltschonende Arbeitsplätze finden für die, die durch solche Maßnahmen ihre Stellen verlieren. Wachstum sollte kein Maßstab mehr für Zufriedenheit sein.
Ich denke, wenn wir uns genug Mühe geben, können wir los von der Droge.
Zu dieser Aussage möchte ich Ihnen gern antworten.
Sind Sie erst einmal abhängig vom Auto, richten Sie auch ihr ganzes Leben danach aus. Sie wohnen, bzw. kaufen sich z.B. ein Haus im grünen (wo es schön ruhig und günstig ist) und sind dann auf das Auto "angewiesen". Der Arbeitsplatz ist vielleicht 30 oder mehr Kilometer entfernt, zum nächsten Supermarkt brauchen Sie vielleicht eine halbe Stunde mit dem Pkw. Ohne Auto sind die komplett aufgeschmissen.
Wie auch bei einer Abhängigkeit von Drogen (um den Titel des "Kontra"-Artikel aufzugreifen) ist es viel einfacher gar nicht damit anzufangen als davon wieder loszukommen. Wenn für Sie das Auto als Option gar nicht in Betracht kommt, werden Sie ihr Leben auch dementsprechend ausrichten. Sie werden zum Beispiel an einen Ort mit guter öffentlicher Nahverkehrs- und Mikroinfrastruktur ziehen und so dicht am Arbeitsplatz wohnen, dass Sie mit dem Bus, der Bahn, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß hingehen können. Lebensmittelgeschäfte befinden sich in unmittelbarer Nähe. Ebenso alles andere was Sie zum Leben brauchen. Wenn Sie mal etwas schweres, sperriges transportieren möchten, nehmen Sie ihr Lastenfahrrad oder ihren Radanhänger. Zur Not auch mal ein Taxi.
Ich habe genau dieses Verhalten bei vielen Klassenkameraden und Freunden beobachtet. Erst kam der Führerschein mit 18, dann das erste Auto. Damit einhergehend wurden viele von Ihnen "abhängig" und waren nicht mehr in der Lage ihr Leben ohne Auto zu koordinieren.
Ziemlich traurig.
Ich finde, Sie haben sehr Recht mit Ihrem Kommentar. Genau dort befindet sich der Knackpunkt: wir sind in einer strukturellen Abhängigkeit und in einer Alternativenlosigkeit. Plötzliche Hau-Ruck-Aktionen bringen demnach ein großes Versorgungsproblem. Ich schlage deshalb folgende Strategie vor:
1. Wir brauchen ein weltweites Erdölmoratorium und eine weltweite finanzielle Förderung nach Alternativen. Diese sollten so vielseitig wie möglich sein, damit es kein Monopol mehr gibt.
2. Wir nehmen die schrittweise "Entwöhnung" vom Erdöl als ethische Maxime, indem jeder versucht, seinen eigenen Erdölkonsum auf ein existentielles Minimum herunterzuschrauben. Wir brauchen z.B. viele überflüssige Konsumartikel nicht wirklich zum Überleben.
3. Jeder sollte versuchen, seinen Konsum auf das Nötigste zu reduzieren, in dem wir unsere Verschwendung eigenständig wahrnehmen und sie vermeiden. Überlebensnotwendige Produkte (Essen, Kleidung, Medizin, etc.) werden so lange weiter mit Erdöl produziert, bis ein passender und adäquater Ersatz gefunden worden ist
4. Mehr Recycling und weniger Neukauf. Alte Sachen zu reparieren, instandzuhalten etc. bedarf weniger Neuprodukte als sie ohne triftige Gründe wegzuwerfen.
5. Wir müssen unser Wirtschaftssystem überdenken und neue, umweltschonende Arbeitsplätze finden für die, die durch solche Maßnahmen ihre Stellen verlieren. Wachstum sollte kein Maßstab mehr für Zufriedenheit sein.
Ich denke, wenn wir uns genug Mühe geben, können wir los von der Droge.
Zu dieser Aussage möchte ich Ihnen gern antworten.
Sind Sie erst einmal abhängig vom Auto, richten Sie auch ihr ganzes Leben danach aus. Sie wohnen, bzw. kaufen sich z.B. ein Haus im grünen (wo es schön ruhig und günstig ist) und sind dann auf das Auto "angewiesen". Der Arbeitsplatz ist vielleicht 30 oder mehr Kilometer entfernt, zum nächsten Supermarkt brauchen Sie vielleicht eine halbe Stunde mit dem Pkw. Ohne Auto sind die komplett aufgeschmissen.
Wie auch bei einer Abhängigkeit von Drogen (um den Titel des "Kontra"-Artikel aufzugreifen) ist es viel einfacher gar nicht damit anzufangen als davon wieder loszukommen. Wenn für Sie das Auto als Option gar nicht in Betracht kommt, werden Sie ihr Leben auch dementsprechend ausrichten. Sie werden zum Beispiel an einen Ort mit guter öffentlicher Nahverkehrs- und Mikroinfrastruktur ziehen und so dicht am Arbeitsplatz wohnen, dass Sie mit dem Bus, der Bahn, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß hingehen können. Lebensmittelgeschäfte befinden sich in unmittelbarer Nähe. Ebenso alles andere was Sie zum Leben brauchen. Wenn Sie mal etwas schweres, sperriges transportieren möchten, nehmen Sie ihr Lastenfahrrad oder ihren Radanhänger. Zur Not auch mal ein Taxi.
Ich habe genau dieses Verhalten bei vielen Klassenkameraden und Freunden beobachtet. Erst kam der Führerschein mit 18, dann das erste Auto. Damit einhergehend wurden viele von Ihnen "abhängig" und waren nicht mehr in der Lage ihr Leben ohne Auto zu koordinieren.
Ziemlich traurig.
Lokale Auswirkungen:
Ich kann nur hoffen, dass diejenigen die hier zum Boykott aufrufen genug Steuergelder zurückgelegt haben, um dann auch das Arbeitslosengeld für die ca. 15.000 Tankstellenmitarbeiter der betroffenen Marke in Deutschland zu bezahlen. Ich bin mir da nicht so sicher ob wir uns das leisten können. Einmal davon abgesehen, dass ein Boykott in unserem Land sich auf den Absatz der BP weltweit nur weit hinter dem Komma auswirkt, also sozusagen nicht zu spüren ist. Aber dafür müssen wir dann sehen wo wir die Millionen für die Arbeitslosen herbekommen.
Globale Auswirkungen:
Auch hier nicht bis zu Ende gedacht: Wenn BP nun von heute auf morgen keinen Cent mehr verdient, wer soll dann die "Aufräumarbeiten" bezahlen? Der Konzern macht die Grätsche, und der Müll bleibt liegen. Ob das die Lösung des Problems sein wird?
Dass das was passiert ist gar nicht erst hätte passieren dürfen, steht völlig ausser Frage. Aber ein Boykott wird wohl auch keinem so richtig weiterhelfen. Eher ist hier wohl ein generelles Umdenken gefordert. Wenn ein Konzern daran pleite geht, stehen über 30 weitere vor der Tür. Und die nächste Katastrophe lässt dann nicht mehr lange auf sich warten.....
"Lokale Auswirkungen:
Ich kann nur hoffen, dass diejenigen die hier zum Boykott aufrufen genug Steuergelder zurückgelegt haben, um dann auch das Arbeitslosengeld für die ca. 15.000 Tankstellenmitarbeiter der betroffenen Marke in Deutschland zu bezahlen. Ich bin mir da nicht so sicher ob wir uns das leisten können."
Um es vorweg zu nehmen. Ein Boykott von BP halte ich allerhöchstens nur symbolisch für ein Zeichen. Rein ökonomisch betrachtet ist es wahrscheinlich wie Sie sagen. Es handelt sich um eine Kommastelle im hinteren Bereich. Aber Ihr obiges Argument ist äußerst schwach. Damit lässt sich praktisch alles rechtfertigen, sogar der Verkauf von Waffen und die Beschäftigung von Auftragskillern.
Seien Sie mir nicht böse, aber das Schicksal von ca. 15.000 Tankstellenmitarbeitern ist mir in Anbetracht der golbalen Auswirkungen sowas von egal, dass ich mir hier einen Rüffel abholen würde, würde ich es in Worte fassen. Deutschland hat schon ganz andere Abbauwellen an Personal verkraftet, als dass 15.000 wahrscheinlich nicht besonders üppig bezahlte Tankstellenmitarbeiter da groß ins Gewicht fallen würden. Nebenbei gefragt, wie hoch ist denn der Anteil der geringfügig Beschäftigten im Tankstellengewerbe....?
Und um es ganz salopp zu formulieren. Würde sich durch einen Boykott die Umweltproblematik sofort und dauerhaft lösen, leiste ich mir gerne 15.000 Arbeitslose in Deutschland mehr. Und ich zahle "meinem persönlichen" Arbeitslosen gerne noch ein paar Euro zusätzlich.
"Lokale Auswirkungen:
Ich kann nur hoffen, dass diejenigen die hier zum Boykott aufrufen genug Steuergelder zurückgelegt haben, um dann auch das Arbeitslosengeld für die ca. 15.000 Tankstellenmitarbeiter der betroffenen Marke in Deutschland zu bezahlen. Ich bin mir da nicht so sicher ob wir uns das leisten können."
Um es vorweg zu nehmen. Ein Boykott von BP halte ich allerhöchstens nur symbolisch für ein Zeichen. Rein ökonomisch betrachtet ist es wahrscheinlich wie Sie sagen. Es handelt sich um eine Kommastelle im hinteren Bereich. Aber Ihr obiges Argument ist äußerst schwach. Damit lässt sich praktisch alles rechtfertigen, sogar der Verkauf von Waffen und die Beschäftigung von Auftragskillern.
Seien Sie mir nicht böse, aber das Schicksal von ca. 15.000 Tankstellenmitarbeitern ist mir in Anbetracht der golbalen Auswirkungen sowas von egal, dass ich mir hier einen Rüffel abholen würde, würde ich es in Worte fassen. Deutschland hat schon ganz andere Abbauwellen an Personal verkraftet, als dass 15.000 wahrscheinlich nicht besonders üppig bezahlte Tankstellenmitarbeiter da groß ins Gewicht fallen würden. Nebenbei gefragt, wie hoch ist denn der Anteil der geringfügig Beschäftigten im Tankstellengewerbe....?
Und um es ganz salopp zu formulieren. Würde sich durch einen Boykott die Umweltproblematik sofort und dauerhaft lösen, leiste ich mir gerne 15.000 Arbeitslose in Deutschland mehr. Und ich zahle "meinem persönlichen" Arbeitslosen gerne noch ein paar Euro zusätzlich.
... ist wahr! Es muss zu einer völligen Konsumverweigerung kommen: KEINEN neuen Computer; NICHT mit dem Auto zur Arbeit; KEINE neuen Klamotten, Möbel, Schuhe, Bücher, Handys,...etc...
Was wir besitzen, erfüllt seinen Zweck. Wir sind Konsumjunkies. Lasst uns damit Schluss machen!
Wenn BP tatsächlich als einziger Konzern über die Mittel verfügt, das Bohrloch zu verschließen (man mag es ja bezweifeln) - und nun alle BP boykottieren würden. Wenn BP dabei bankrott geht - wer schliest das Loch dann? Das wäre, Gesetz dem Fall diese Annahme wäre realistisch - ein ziemliches moralische Dilemma... Anosnsten bin d'accord mit dem Kontra-Artikel.
... aber ich halte es etwas für naiv, dass Sie IMEMRNOCH gglaube, dass BP das Leck schließen könnte. Es handelt sich nicht mehr um nur ein Leck. Der Meeresboden ist aufgrund diverser Operationen seitens BP (TTopKill";"Spezialschlamm") mittlerweilse mit Rissen, aus denen Öl austritt, übersäht. Finden Sie sich damit ab, dass das Öl so lange austreten wird, bis die Kammer darunter leer ist. Ich wünschte, ich könnte sagen: Gott stehe uns bei.
Liebe(r) Problem,
das Argument wird in ähnlicher Form auch immer wieder im Zusammenhang mit der Finanzkrise gebraucht. Wir können die Banken nicht in großem Maße an den Kosten der Krise beteiligen, sonst gehen sie pleite.
Dabei ist aber im Fall BP genügend Geld vorhanden:
"BP hat nach Analystenschätzungen Vermögenswerte von mehr als 250 Milliarden Dollar und würde sich nach bisherigen Planungen von vier Prozent trennen."
http://www.zeit.de/wirtsc...
Schöne Grüße
Marcus Gatzke
... aber ich halte es etwas für naiv, dass Sie IMEMRNOCH gglaube, dass BP das Leck schließen könnte. Es handelt sich nicht mehr um nur ein Leck. Der Meeresboden ist aufgrund diverser Operationen seitens BP (TTopKill";"Spezialschlamm") mittlerweilse mit Rissen, aus denen Öl austritt, übersäht. Finden Sie sich damit ab, dass das Öl so lange austreten wird, bis die Kammer darunter leer ist. Ich wünschte, ich könnte sagen: Gott stehe uns bei.
Liebe(r) Problem,
das Argument wird in ähnlicher Form auch immer wieder im Zusammenhang mit der Finanzkrise gebraucht. Wir können die Banken nicht in großem Maße an den Kosten der Krise beteiligen, sonst gehen sie pleite.
Dabei ist aber im Fall BP genügend Geld vorhanden:
"BP hat nach Analystenschätzungen Vermögenswerte von mehr als 250 Milliarden Dollar und würde sich nach bisherigen Planungen von vier Prozent trennen."
http://www.zeit.de/wirtsc...
Schöne Grüße
Marcus Gatzke
... aber ich halte es etwas für naiv, dass Sie IMEMRNOCH gglaube, dass BP das Leck schließen könnte. Es handelt sich nicht mehr um nur ein Leck. Der Meeresboden ist aufgrund diverser Operationen seitens BP (TTopKill";"Spezialschlamm") mittlerweilse mit Rissen, aus denen Öl austritt, übersäht. Finden Sie sich damit ab, dass das Öl so lange austreten wird, bis die Kammer darunter leer ist. Ich wünschte, ich könnte sagen: Gott stehe uns bei.
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