"Die Glaubwürdigkeit der europäischen Regierungen in den armen Ländern wird untergraben"
Zwar betonen auch Entwicklungshilfe-Organisationen, dass es zu kurz gegriffen ist, nur den stockenden Geldfluss in die armen Länder zu beklagen. Der alleinige Blick auf die Hilfszahlungen verschleiere etwa das Problem der Agrarsubventionen und der Migrationskontrollen, mit denen die reichen Länder ihre Märkte abschotten. Dennoch hält der OECD-Experte Deutscher die gebrochenen Versprechen für fatal: "Dadurch wird die Glaubwürdigkeit der europäischen Regierungen in den armen Ländern untergraben."
Zugleich warnt er davor, die Probleme zu unterschätzen, die sich langfristig für die Industrieländer ergeben. Die Entwicklungsländer, die bereits von Nahrungsmittelknappheit, von der Ölkrise und den klimatischen Veränderungen betroffen seien, litten weit stärker als die Industrieländer unter der Wirtschaftskrise. Millionen seien dadurch von neuer Armut betroffen. "Die kleinteilige Politik der reichen Länder wird uns irgendwann einholen", sagt Deutscher. "Nicht in einigen Jahrzehnten, sondern womöglich schon in wenigen Jahren."
- Datum 05.06.2010 - 00:22 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Eine Kuerzung der Hilfszahlungen ist das besten was den "Armen" passieren kann.
Afrika fehlt es an Eigeninitiative
Afrika fehlt es an Eigeninitiative
Vor ein paar Tagen: "Wirtschaftskrise schadet Umweltschutz". Dann "Bei Entwicklungshilfe sparen wegen Staatsschulden". Und in der Mache "Kürzungen bei Sozialausgaben".
Diese Liste ließe sich noch erweitern, ganz besonders im Detail. Der böse Witz ist, dass alle wissen, dass es gut ist, etwas zu geben, doch sobald es in der Nähe des Geldbeutels kneift, wird nach Einsparmöglichkeiten gerade bei den Ärmsten gesucht. Und auch die Ursache kennt jeder: die dritte Welt, die Natur, die HartzIV-Empfänger haben keine Macht und keine Lobby. Außerdem gibt es immer ausreichend Beifallsklatscher, die allein schon beim Verdacht, von ihrem Geld könnte etwas genommen werden, in Panik und Hass geraten. Das funktioniert auch bestens, denn es gilt nicht nur, dass jene, die mehr haben, auch mehr von dieser Angst haben (der Verzicht auf den Plasma-TV im Gästeklo ist natürlich gravierender als das Leiden eines Fremden...), sondern auch mehr Macht und Einfluss besitzen. Allerdings nur, bis es kracht.
Das ist fein bemerkt !!!!!
Das ist fein bemerkt !!!!!
Afrika fehlt es an Eigeninitiative
so ist es nunmal
so ist es nunmal
"Entwicklungshilfe" ist ein problematisches Feld und da geht es um die Fragen: wem hilft diese Hilfe überhaupt? Den Kleptokraten? Der Bevölkerung? Wohin fliesst sie? Ich erinnere mich gut an den Artikel von Bartholomäus Grill über Afrikas Kleptokraten im vergangenen Jahr in der ZEIT. Und: wie effizient sind die Gelder, die eingesetzt werden? Werden die Ziele, die damit erreicht werden sollen, tatsächlich erreicht? Wäre weniger Entwicklungshilfe nicht denkbar, sofern diese Gelder eine wirkliche Entwicklung ermöglichten, eine reale Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung.
Und, in diesem Kontext, wie ist das Verhältnis von staatlicher Entwicklungshilfe zu den von Faigle genannten Aspekten wie "Agrarsubventionen"? Ich würde gern auch noch Spekulation mit Getreide an den Börsen nennen, überhaupt das weite Feld des sogennanten Nicht-Fairen-Handels. Oder auch, nur als Beispiel, die Fischereipolitik der EU. Dazu folgender Link:
http://www.germanwatch.or...
Es stellt sich die Frage, inwieweit das, was durch staatliche Entwicklungshilfe geleistet wird, auf andere Weise, durch andere Politiken und Handlungsweisen wieder zunichte gemacht wird. Unabdingbar gehört aus meiner Sicht zu jeder Diskussion über Entwicklungshilfe das Problem der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln. Dazu dieser Artikel in der ZEIT: http://www.zeit.de/2010/0...
Das ist fein bemerkt !!!!!
Wir bezahlen mit der Entwicklungshilfe nur die
Förderung der unselbstständigkeit, die Bereicherung der korrupten Eliten sowie der nicht weniger korrupten NGO´s.Ich habe kein Land auf dieser Erde gesehen welchs durch dauer Alimentierung sich weiter entwickelt hat es wird dort nur alles schlimmer und schlimmer.Das einzige was bleiben sollte sind die Bildung und Förderung von Frauen das ist die einzig wahre Entwicklungshilfe-
Hohe Bildung = weniger Kinder.
Dies sage ich als Mensch mit afrikanischen-wurzeln.
so ist es nunmal
Da Afrika durch die WM 2010 in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist logischweiser auch die Entwicklungshilfe mit ein Thema.
Warum machen die "Vorzeigestaaten Afrikas" nicht einfach das ältestes Prinzip der Welt - wir helfen unseren Nachbaren.... es wäre auch ein Zeichen an uns "westliche Welt", das Afrika die Probleme ernst nimmt und sich zu einem Miteinander bemüht, was die ärmsten der armen Länder betrifft, nun wie wäre es mit mehr Infos darüber, woran es hakt, oder sind die Bilder so schrecklich, das wir nicht informiert werden dürfen, ?? Somalia, Burundi, Äthopien usw.???
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